<Desc/Clms Page number 1>
Österreichische PATENTSCHRIFT Nr 16793. #VULKAN", MASCHINENFABRIKS-ACTIEN#GESELLSCHAFT
EMI1.1
Die Erfindung betrifft eine Kupplung, welche sich zur Kraftübertragung mit Hilfe von Motoren und Wellenleitungen, sowie für den Antrieb von Arbeitsmaschinen und Fahrzeugen jeder Art, von Hebemaschinen, Schaltungs- und Bremsmechanismen u. s. w. eignet und sich besonders in jenen Fällen als vorteilhaft erweist, wo rasches, stossfreies und sicheres Ein-, Aus- oder Umschalten zu bewerkstelligen ist oder, wo häutige Änderungen der Bewegungsrichtung oder der Geschwindigkeit gefordert werden.
Die Kupplung besteht im wesentlichen aus einem treibenden und einem getriebenen Teile einfachster Bauart, von denen der eine, in der Regel der treibende Teil, als Glockenmagnet ausgebildet oder mit einem solchen verbunden ist. Die beiden sich anziehenden Teile sind nach vorliegender Erfindung derart angeordnet, dass die magnetisierten Flächen
EMI1.2
Reihfächen, durch welche die Mitnahme stattfindet und welche aus nicht magnetisierbarem bezw. nicht metallischem Materiale hergestellt sind, den vollen Anziehungsdruck aufnehmen.
Durch diese Anordnung wird einerseits das Anhaften der beiden einander anziehenden Teile infolge remanenten magnetismus verhindert, andererseits wird das Verreiben der sich berührenden Teile durch entsprechende Auswahl der Materialien vermieden.
In Fällen, wo grössere Geschwindigkeitsänderungen oder Änderungen der Bewegung : -- richtung auftreten, ist es vorteilhaft, den getriebenen Teil möglichst leicht, ohne alle Nebenbestandteile auszuführen und den Glockenmagnet im treibenden Teile, der eine gleich-
EMI1.3
erhält auf der Laufbüchse oder auf der Weile eine geringe achsiale Verschiebung. Bei Antrieben für zwei Geschwindigkeiten in gleicher oder entgegengesetzter Richtung kann der gftricbcnp Tci) als gemeinsame Doppelscheibe ausgebildet werden.
In den Fig. 1 und 2 der umstehenden Zeichnung sind zwei verschiedenartige Ausführungsformen in ihrem Wesen beispielsweise zur Anschauung gebracht.
In Fig. 1 zeigt b einen Ankerring, in welchen ein zweiter Ring c eingebettet ist,
EMI1.4
ring den Ring c an den Ring 9 presst, ein Luftspalt zwischen den Anziehungsflächel1 des Magneten und des Ankers bleibt. Sobald der Magnetisierungsstrom ausgeschaltet ist, ist auch die Kupplung ausgeschaltet, da der remanente Magnetismus nicht mehr zur Geltung kommt.
Bei dieser Ausführung sind die Reib- und Anziehflächen senkrecht zur Achse an- geordnet, jedoch können dieselben auch in Form von Kegeln, Doppelkegeln oder anderen
<Desc/Clms Page number 2>
geeigneten Rotationskörpern ausgeführt sein, wie dies sich für jeden einzelnen Fall zur Aufrecbterha1tung des Luftspaltes und zur Instandhaltung der Reibflächen als vorteilhaft erweist. Statt der beiden lteib8ächen kann auch nur im treibenden oder im angetriebenen Teile eine besondere Reibfläche aus nicht magnetisierbarem bezw. nicht metallischem Materiale angeordnet sein.
Ebenso kann die Anzieh8ächo des Glockenmagneten nach jeweiligem Bedarf eine Vergrösserung erfahren, um sie so gross zu machen wie die Ankerfläche und den magnetischen Luftwiderstand möglichst zu verringern, ohne den Querschnitt des Glocken ! nagneten und demnach das Gewicht der Kupplung zu erhöhen. Auch können mehrere konzentrisch angeordnete Glockenmagnete in Anwendung kommen.
Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher der Glockenmagnet d an einer Riemenoder Seilscheibe a angeordnet ist. Die Reibflächen sind senkrecht : < ur Achse gestellt, die Anziohflächen kegelförmig ausgestaltet. Ein Vorteil dieser letzteren Ausführungsform ist der, dass eine Abnützung der Roibflächen um ein gewisses Mass eine Annäherung der An-
EMI2.1
des Neigungswinkels der Kegelerzeugenden zur Grundfläche desselben ergibt, also kleiner ist, als der Betrag der Abnützung.
Die Stromzuführung geschieht mittels Bürsten oder Klemmen.
In allen zufolge der verschiedenen Verwendungszwecke sehr verschiedenartigen Ausführungen der Kupplung erscheint als kennzeichnend der Luftzwischenraum zwischen den magnetisierten Flächen bei sich berührenden Reibflächen und die Herstellung der Reibkörper aus nichtmagnetisierharem Material.
PATENT-ANPSRÜCHE : L Elektromagnetische Kupplung, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem oder auf jedem der beiden einander anziehenden Teile dieser Kupplung Reibungskörper aus nicht magnetisierbarem bezw. nicht metallischem Materiale derart angeordnet sind, dass die Mitnahme oder Abbremsung des einen Teiles der Kupplung bereits erfolgt, wenn zwischen den beiden sich anziehenden Teilen noch ein Luftzwischenraum vorhanden ist, zum Zwecke, das Haftenbleiben der beiden einander anziehenden Teile infolge der Wirkung des remanenten Magnetismus zu verhindern.