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Steckerstift
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Steckerstift, der im wesentlichen aus einem
Mittelstift und einem diesen Stift mit geringem
Spielraum umgebenden, in der Axialrichtung gespaltenen Federmantel besteht, der am Stift befestigt ist.
Ein bekannter Steckerstift dieser Art ist der "Bananenstecker". Der Mantel besteht hiebei gewöhnlich aus zwei Metallstreifen mit einer kleineren mittleren Öffnung, in die das verengte Ende des mittleren Stiftes des Steckers passt. Durch ein axiales Stauchen dieses verengten Endes werden die Metallstreifen an ihm befestigt ; darauf (oder vorher) können die vier Hälften der Streifen längs des Stiftes gefaltet werden.
Diese Bauart ist nahezu aufgegeben, da zu grosse Schwierigkeiten durch schlechten Kontakt und bei längerem Gebrauch ein völliges Lösen der Nietverbindung auftreten. Bekannt ist auch bereits eine Schraubenverbindung (s. z. B. die britische Patentschrift Nr. 311452), die aber naturgemäss kostspielig ist. Es hat sich bisher nicht als möglich erwiesen, eine hinreichend billige und trotzdem zuverlässige Verbindung zu verwirklichen.
Bei einer weiteren bekannten Bauart ist der Mittelstift axial gespalten. Im Spalt wird ein Federplättchen befestigt, worauf die seitlich aus dem Stift vorspringenden Teile des Plättchens um den Stift herumgebogen werden. Die Schwierigkeit besteht auch hier in der Befestigung des Mantelplättchens ; eine Punktschweissung wird sehr erschwert, weil der Teil des Plättchens, der zu diesem Zwecke am geeignetsten ist, innerhalb des Stiftes liegt.
Die Erfindung bezweckt, die geschilderten Schwierigkeiten zu vermeiden. Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass der Mantel im wesentlichen die Form einer den Stift umgebenden Röhre mit einem einzigen axialen Spalt aufweist und auf der seitlichen Oberfläche des Stiftes festgeschweisst ist. Der Mantel ist vorzugsweise längs einer dem Spalt etwa diametral gegenüberliegenden und zu diesem etwa parallelen Linie in wenigstens einem Punkt am Stift festgeschweisst ; die Ränder des den Spalt begrenzenden Mantels haben dann beide die Möglichkeit, sich federnd auszudehnen.
Die mit der Schweissung zusammenhängenden
Schwierigkeiten lassen sich hier leicht lösen, weil das Mantelplättchen völlig zugänglich ist, und die
Vorteile der Bauart mit dem Federmantel bleiben völlig erhalten.
Diese Vorteile treten besonders auf, wenn die den Spalt begrenzenden einwärts umgebogenen Mantelränder grösstenteils frei- stehend, d. h. ohne den Stift zu berühren, in wenigstens eine Aussparung des Stiftes fallen, die sich über einen nicht an einem der Stiftenden angrenzenden Teil der Länge des Stiftes, d. h. nicht bis zu einem der Enden erstreckt und etwas länger ist als die umgebogenen Mantelränder. Die Schweissung des Mantels wird weiter erleichtert, wenn der Stift rohrförmig, also hohl ist, wobei die erwähnte Aussparung von einer länglichen, vorzugsweise rechtwinkeligen Öffnung in der Röhrenwand gebildet wird. Die Schweisselektrode kann dann durch die Öffnung geführt werden und der Schweisspunkt kommt der Öffnung gegenüber zu liegen.
Das eine und das andere wird an Hand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist.
Fig. 1 stellt einen Steckerstift nach der Erfindung in der Seitenansicht und Fig. 2, in grösserem Massstab, dessen Querschnitt gemäss der Linie II-II in Fig. 1 dar. Fig. 3 stellt einen Einzelteil und Fig. 4 eine Phase der Anfertigung des Steckerstiftes dar.
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und einem diesen umgebenden Federmantel 3, vorzugsweise aus Phosphorbronze. Das Einführungsende (das Ende, das zur Einführung in die zugehörige Kontaktbuchse bestimmt ist), ist durch Walzen zu einer Öffnung 5 verengt, in der ein durch den Hohlstift durchgeführter Anschlussdraht festgeschweisst werden kann.
In der Nähe des anderen Endes (des Befestigungsendes) hat der Stift 1 eine vorzugsweise durch Stauchen angebrachte Verdickung 7, zwischen dieser Verdickung und dem Einführungsende, aber nicht an dieses Ende angrenzend (sonst würde der Stift zu biegsam und die Einführung erschwert werden) ist ein segmentförmiger Teil des Stiftes durch Fräsen entfernt (s. Fig. 2), so dass eine im
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wesentlichen rechteckige Öffnung 9, deren lange
Seiten etwa parallel zur Stiftachse sind, in der
Stiftwand gebildet ist.
Der Mantel 3, der den Stift 1 mit geringem
Spielraum umgibt, entsteht durch Umbiegen eines in grossen Zügen rechteckigen Plättchens 3' (s. Fig. 3) und hat einen einzigen, axial gerichteten
Spalt. Die beiden zueinander parallelen Ränder 11, die diesen Spalt begrenzen, sind, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, einwärts umgebogen und fallen in die Aussparung 9. Durch eine Punktschweissung in der Mitte des Mantelplättchens 3 (bei dem
Kreuz in Fig. 1 und dem Pfeil in Fig. 2) ist der
Mantel am Stift befestigt und elektrisch ver- bunden ; gewünschtenfalls können mehrere
Punktschweissungen längs einer axial gerichteten
Linie angebracht sein, die etwa diametral gegen- über dem Spalt im Mantel liegt.
Die Aussparung 9 ist in axialer Richtung etwas länger als die umgebogenen Ränder 11 des Mantels 3 und letzterer ist derart befestigt, dass die umgebogenen Ränder völlig frei stehen und auch bei Einführung des Stiftes in die zugehörige Kontaktbuchse den Stift 1 nicht berühren. Klemmen des Steckerstifte und Beschädigung der Kontaktbuchse sind dann ausgeschlossen. Da die Befestigungsschweissung gegenüber dem Spalt des Mantels (an der Rückseite) angebracht ist, erfolgt die Berührung zwischen dem Steckerstift und der Kontaktbuchse längs dreier Linien, nämlich längs den beiden Grenzlinien zwischen den umgebogenen Rändern 11 und dem übrigen Teil des Mantels 3 und längs der Hinterlinie des Mantels bei dem Pfeil in der Fig. 2.
Der Vorteil der federnden Bauart des Mantels, nämlich eine grosse Berührungsfläche, kommt dadurch besonders zur Geltung, was einem Kontakt mit einem niedrigen und konstanten Übergangswiderstand zuträglich und wegen der geringeren Abnutzung vorteilhaft ist.
Der Mantel ist vorzugsweise an der Rückseite länger als an den umgebogenen Rändern, wie es aus Fig. 1 ersichtlich ist. Die beiderseitige Abschrägung des Mantels am Einführungsende erleichtert die Einführung in die Kontaktbuchsen, während am anderen Ende der Mantelrand an der Rückseite an der Verdickung 7 in der Lage anliegt, in der die Ränder 11 gerade von den Rändern der Aussparung 9 im Stift frei bleiben.
Letzteres erleichtert eine Befestigung des Mantels an der richtigen Stelle.
Obzwar der Stift 1 massiv sein kann, ist die Anwendung eines Hohlstiftes vorzuziehen, da es dann leicht möglich ist, die Wärmekapazität des Stiftes derjenigen des Mantels derart anzupassen, dass die für die Schweissung günstigsten Verhältnisse erhalten werden. Anderseits muss der Stift nicht zu biegsam werden und es ist vorteilhaft, die Aussparung 9 sich nicht bis zu einem der Stiftsenden erstrecken zu lassen und eine geringere Weite als der halbe Umfang des Stiftes zu wählen. Es ist möglich, mehrere in der Axialrichtung hintereinanderliegende Aussparungen zu verwenden.
Fig. 4 zeigt im Querschnitt, auf welche Weise der Steckerstift zusammengesetzt werden kann. Der Stift 1 wird, nachdem der vorher angefertigte Mantel 3 in axialer Richtung aufgeschoben worden ist, auf eine längliche Schweisselektrode 13 gesetzt, wobei die Mantelränder 11 an den isolierten Flanken 15 der Elektrode 13 anliegen.
Die gegenseitige Lage des Stiftes und des Mantels ist dann völlig fixiert und die Schweissung kann mittels einer normalen Gegenelektrode 17 in äusserst einfacher Weise durchgeführt werden.
Der Schweisspunkt oder die Schweisspunkte kommen der Öffnung 9 (s. Fig. 2) diametral gegenüber zu liegen.
Aus den beschriebenen Einzelheiten der Erfindung geht hervor, dass sie die Anfertigung eines zuverlässigen Steckerstifte mit federndem Mantel auf billige Weise ermöglicht. Der Steckerstift nach der Erfindung kann auch mit kleinen Abmessungen angefertigt werden und ist geeignet zur Anwendung bei allerlei Apparaten, wie Elektronenröhren, Haushaltgeräten, Verstärkern und Telephongeräten, Messapparaten u. dgl.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Steckerstift, der im wesentlichen aus einem Mittelstift und einem diesen Stift mit geringem Spielraum umgebenden, in axialer Richtung gespalteten Federmantel besteht, der am Stift befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel im wesentlichen die Form einer den Stift umgebenden Röhre mit einem einzigen axialen Spalt aufweist und auf der seitlichen Oberfläche des Stiftes festgeschweisst ist.