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Zeitschalteinrichtung mit Uhrwerk
Der Erfindungsgegenstand ist eine Zeitschalteinrichtung, die es gestattet, Schaltvorgänge zu beliebig wählbaren Zeitpunkten selbsttätig durchzuführen, beispielsweise das Schliessen und Öffnen eines Stromkreises. Zum Antrieb dieser Einrichtung kann jedes vorhandene Uhrwerk verwendet werden.
In dem Schweizer Patent Nr. 114176 und in den österr. Patenten Nr. 136931 und Nr. 148089 sind Schaltuhren bzw. Zeitschalteinrichtungen dieser Art beschrieben, bei denen ein Kontaktbügel auf Segmenten eine schleifende Bewegung ausführt, wodurch aber eine sichere Stromübertragung nicht gewährleistet ist. Überdies ist bei der Einrichtung nach dem zuletzt genannten Patent für jede einzustellende Schaltzeit eine besondere, entsprechend geformte und auswechselbare Segmentscheibe nötig. Bei anderen Schaltuhren bekannter Ausführung werden an einer statt dem Stundenzeiger angebrachten Scheibe durch Klemmschrauben feststellbare Anschläge befestigt, die im Vorbeigleiten einen Kippschalter betätigen oder es wird der Stundenzeiger selbst
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platte herausragen und den Minuten-bzw.
Stundenzeiger tragen. An Stelle des Stunden- zeigers wird nun die im weiteren beschriebene
Zeitschalteinrichtung montiert.
Über die Hohlwelle c, mit der die Ziffern- scheibe 2 und die Schaltscheibe 3 fest verbunden sind, ist leicht drehbar die Hohlwelle d geschoben, mit der die Ziffernscheibe 4 und die Schalt- scheibe 5 fest verbunden sind. Die Schaltscheiben 3 und 5 besitzen an ihrem Umfange zweckent- sprechende Ausnehmungen (Fig. 2), die das
Auslösen des Schaltvorganges bewirken. Diese
Ausnehmungen können auch direkt am Umfange der Ziffernscheiben angebracht sein, wodurch die Ziffernscheiben gleichzeitig die Aufgabe der
Schaltscheiben übernehmen und sich in diesem
Falle Schaltscheiben und Hohlwellen erübrigen.
Die Hohlwellen c und d mit ihren Ziffern- und Schaltscheiben sind drehbar über die
Stundenzeigerhohlwelle b geschoben. Die
Stundenzeigerscheibe 1 mit Stundenzeiger 1 a ist fest mit dem Ende der Stundenzeigerhohlwelleb verbunden, wird also von dieser wie ein Stundenzeiger mitgenommen und sichert ausserdem die
Hohlwellen c und d mit ihren Ziffern-und Schaltscheiben gegen ein Abgleiten in axialer Richtung.
Durch zweckentsprechende Federn 6 und 7 werden die Ziffernscheiben 2 und 4 gegeneinander und gegen die Stundenzeigerscheibe 1 gepresst.
Es werden daher die Ziffernscheiben 2 und 4 und mit ihnen die Schaltscheiben 3 und 5 von der umlaufenden Stundenzeigerscheibe 1 durch Reibungsschluss mitgenommen, können jedoch von Hand aus nach Überwindung des Reibungsschlusses, vorzugsweise relativ zur Stundenzeigerscheibe 1 und somit zum Stundenzeiger 1 a, verdreht werden.
Die zweckentsprechend geformten Hakenhebel 8 und 9 (Fig. 1 und 2) sind im Gehäuse mit ihren Zapfen drehbar gelagert und schleifen durch Federdruck mit ihren Stiften auf den Rändern der Schaltscheibe 5 bzw. 3. Die Hakenhebel selbst wirken auf Stifte des Schalthebels 10, der durch die Welle e drehbar gelagert ist.
Auf den Ziffernscheiben 2 und 4 sind an der Vorderseite allgemein übliche Stundenteilungen angebracht (Fig. 3), u. zw. derart, dass die Stundenteilung der Ziffernscheibe 4 einen grösseren Radius als die der Ziffernscheibe 2 besitzt. Es erscheinen dadurch die Stunden-
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teilungen beider Scheiben gleichzeitig als konzentrische Kreisringe, da die vor der Ziffernscheibe 4 liegende Ziffernscheibe 2 von einem bestimmten Radius r an aus durchsichtigem Material oder mit Durchbrüchen versehen angefertigt ist.
Die Einstellung der Schaltzeiten erfolgt derart, dass die entsprechende Ziffernscheibe an ihrem Rande von Hand aus so lange gegenüber dem Stundenzeiger 1 a verdreht wird, bis die gewünschte Schaltzeit an ihrer Stundenteilung genau mit dem Stundenzeiger 1 a zur Deckung kommt, gleichgültig, in welcher Stellung sich der Stundenzeiger im Augenblick befindet (z. B. : Fig. 3,2 Uhr 50 EIN, 6 Uhr 30 AUS). Beim Weiterlaufen des Uhrwerkes wird nun die so eingestellte Ziffernscheibe mit ihrer Schaltscheibe von der Stundenzeigerscheibe 1 durch den erwähnten Reibungsschluss mitgenommen.
Die Ausnehmung an der Schaltscheibe ist nun vorzugsweise so angebracht, dass sie sich im Zeitpunkt der eingestellten Schaltzeit gerade unter dem auf ihr schleifenden Stift des zugehörigen Hakenhebels befindet. Der Hakenhebel kann daher zu diesem Zeitpunkt in die Ausnehmung einfallen und drückt derart auf den zugehörigen Stift des Schalthebels 10, dass der Schalthebel eine Drehbewegung ausführt, die über die Welle e auf das angeschlossene Schaltelement übertragen wird.
Bei der Weiterbewegung des Stundenzeigers, der die Schaltscheibe zwangsläufig folgt, wird der Hakenhebel durch die zweckentsprechende Form der Ausnehmung in der Schaltscheibe wieder hochgehoben, gibt dadurch den Schalthebel 10 frei, so dass der Schalthebel durch den anderen Hakenhebel zu der auf der anderen Ziffernscheibe eingestellten Schaltzeit in entgegengesetzter Richtung betätigt werden kann.
Durch Einbau mehrerer Ziffern-und Schaltscheiben kann die Zahl der einstellbaren Schalt- vorgänge innerhalb einer vollen Umdrehung des Stundenzeigers vervielfacht werden.
An dem vorderen Ende der Minutenzeigerwelle a (Fig. 1) des Uhrwerkes ist in üblicher Weise ein Minutenzeiger angebracht, der es im Verein mit dem Stundenzeiger 1 a ermöglicht, an dem kreisringförmigen Ziffernblatt 11 (Fig. 1 und 3) die Uhrzeit wie bei jeder gewöhnlichen Uhr abzulesen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Zeitschalteinrichtung mit Uhrwerk, bei welchem der Ein-und Ausschaltzeitpunkt beliebig eingestellt werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass mit Stundenteilung versehene Ziffernscheiben (2, 4) um die Stundenzeigerhohlwelle (b) frei drehbar angeordnet sind, welche Scheiben in einer bestimmten Drehstellung die Ein-bzw. Ausschaltung bewirken, und die durch zweckentsprechende Federn (6, 7) gegeneinander und gegen eine mit dem Stundenzeiger (1 a) verbundene Scheibe (1) gepresst werden, so dass sie von letzterer durch Reibungsschluss mitgenommen werden, von Hand aus jedoch unter Überwindung des Reibungsschlusses relativ zur Stundenzeigerscheibe beliebig eingestellt werden können.