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Elektrischer Widerstand Die Erfindung bezieht sich auf grosse Anlasserwiderstände. und sonstige Grosswiderstände. Es ist bekannt, ein Widerstandselement so aufzubauen, dass auf die Längskanten eines Blechstreifens Reiterelemente aus IsoUermaterial aufgesetzt werden, über die der Widerstandsdraht oder das Widerstandsband gewickelt wird. Die Reiterelemente sind am Blech durch Aufkitten oder Aufklemmen befestigt, letzteres z. B. in der Weise, dass der Rand des Bleches leicht gewellt wird und die Wellen mit Spannung in den Schlitz der Reiterelemente eingeschoben werden.
Der Widerstandsdraht oder vor allem das Widerstandsband muss mit beträchtlicher Spannung uber diesen tafel förmigen Träger gewickelt werden um zu vermeiden, dass sich die Windungen gegenseitig berühren oder dass ein Schluss zwischen Windung und Blech eintritt. Besonders wenn Widerstandsbänder unter Öl verwendet werden ist diese Gefahr vorhanden, weil die Bänder infolge der guten Wärmeabgabe sehr dünn gewählt werden können und daher zum Flattern und Verdrehen neigen. Es ist nun sehr schwer, beim Wickeln des Widerstandes die Spannungen der einzelnen Windungen einander gleich zu machen, weil die mit der Zahl der fertigen Windungen steigende Summenkraft, die sehr hohe Werte erreicht, den Tragkörper deformiert, so dass die Windungen, vor allem in der Mitte der Tafel, leicht locker werden.
Ferner bewirkt die hohe Beanspruchung während des Wickelns leicht ein Verwinden des Tragkörpers, welche Verwindung durch die hohe Summenkraft beim fertigen Widerstand aufrecht erhalten wird.
Es ist aus der amerik. Patentschrift Nr. 1065015 auch bekannt, ein Widerstandsband in einem Rahmen mäanderförmig hin-und herzuführen.
Dabei ist eine Längsseite des Rahmens aus zwei Winkeleisen zusammengesetzt, zwischen denen eine Reihe von Isolierkörpern angeordnet ist, und diese Längsseite ist durch zwei lange Schraubenbolzen mit der gegenüberliegenden Längsseite, dite ebenfalls aus Winkeleisen besteht, verbunden.
In der Nähe dieser letzteren und parallel zu ihr ist auf den Schraubenbolzen ein Träger verschiebbar gelagert, der ähnlich wie die erstgenannte Rahmenseite mit zwischen zwei Winkel-
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dass die Ebenen seiner frei gespannten Teile auf der Rahmenebene senkrecht stehen und das Band ist durch Federbelastung des beweglichen Trägers gespannt.
Die Erfindung betrifft eine Konstruktion, die die Einfachheit des erstgenannten Aufbaues auf Blechstreifen und seinen geringen Raumbedarf mit der Spannbarkeit des Bandes oder Drahtes vereinigt, die überdies der letztgenannten Rahmenbauweise gegenüber auf das Mass zurückgeführt ist, das für Elemente von Grosswiderständen notwendig und vorteilhaft ist. Zu diesem Zweck wird das Band oder der Draht über zwei parallele Reihen von Isolierteilen hin und hergeführt, deren Entfernung voneinander vergrössert werden kann, so dass der Draht oder da'. Band gespannt wird.
Erfindungsgemäss sitzen die Isolierteile als
Reiter auf den äusseren Kanten zweier paralleler
Träger, die Teile eines ebenen Rahmens sind, der aus diesen beiden Trägern und mehreren sie aus- einanderdrückenden und starr verbindenden
Schraubenbolzen besteht und das Band oder der
Draht ist aussen über die Isolierreiter von einer
Kante zur anderen gewickelt. Das Wickeln ist dabei ebenso einfach möglich, wie es beim Be- wickeln der Blechstreifen der Fall ist, und das umständliche Durchziehen des Bandes zwischen den Trägem, das bei-der geschilderten bekannten
Rahmenbauart erforderlich ist, ist vermieden.
Die Spannung kann beim Wickeln klein gehalten werden, weil die Windungen nachher durch An- ziehen der Schrauben gleichmässig und im rich- tigen Mass, d. h. so stark gespannt werden können, dass sie sich "'1ch durch die Wärmedehnung bei
Belastung nicht mehr lockern und von den Isolier- reitern nicht abrutschen können. Der aus den beiden Längsträgern und den Schraubenbolzen gebildete Rahmen ist sehr fest und verwindungs- steif, bei langen Rahmen ist es aber auch möglich, nicht nur an den beiden Enden der Längsträger je einen Schraubenbolzen, sondern auch noch da- zwischen einen oder mehrere solche Bolzen anzu- ordnen, die verhindern, dass sich die Träger in der
Mitte durchbiegen.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt und zwar zeigen die Fig. 1 a und I b Aufriss und Seitenriss eines zur Aufnahme der Isolierreiter bestimmten Trägers, während Fig. 2 ein zusammengebautes und teilweise bewickeltes ebenes Widerstandselement darstellt. Der Träger ist aus Stegen 1 aufgebaut, die über Augen 2 zusammenhängen, auch die Enden der Träger weisen solche Augen auf. Die beiden Träger eines Rahmens sind durch in die Augen eingesetzte Schraubenbolzen 3 so verbunden, dass ihre gegenseitige Entfernung mittels der Muttern 4, 5 eingestellt werden kann.
Auf den Stegen der Träger sind Isolierreiter 6 aufgesetzt und über diese ist das Widerstandsband 7 so gewickelt, dass auch nach dem Wickeln die Schrauben 4 mit dem Schraubenschlüssel erreichbar sind, um die beiden Träger voneinander entfernen und das Band spanneL zu können.
Durch Festziehen der Muttern 5 erhält dann das ganze Widerstandselement seine endgültige Festigkeit.
Die Herstellung dcs Trägers kann besonders vorteilhaft so geschehen, dass in zwei Blechstreifen halbzylindrische Vertiefungen eingepresst werden und diese Blechstreifen, wie die Fig. 1 c zeigt, symmetrisch zusammengelegt und durch Nieten oder Schweissen verbunden werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Widerstandselement für grosse Anlasser oder sonstige Grosswiderstände, bei dem der Widerstandsdraht oder das Widerstandsband zwischen zwei parallelen Reihen von Isolierteilen hin-und hergeführt ist, deren Entfernung voneinander vergrössert werden kann, so dass der Draht oder das Band gespannt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierteile als Reiter auf den äusseren Kanten zweier paralleler Träger sitzen, die Teile eines ebenen Rahmens sind, der aus diesen beiden Trägern und mehreren sie auseinanderdrückenden und starr verbindenden Schraubenbolzen besteht, und dass der Widerstandsdraht oder das Band aussen über die Isolierreiter von einer Kante zur anderen gewickelt ist.