<Desc/Clms Page number 1>
Hahn
EMI1.1
Anschlag F für den Hahnschlüssel A trägt.
Beide Schlüssel liegen derart knapp übereinander, dass sie gemeinsam betätigt werden können. Der
Stopfbüchsengrundring sitzt auf eier Schulter des Gehäuses H auf, so dass unterhalb dieses Ringes ein freier Hubraum für das Küken verbleibt und die Stopfbüchse angezogen werden kann, ohne das Küken zu belasten.
In der dargestellten Stellung, in der beide
Schlüssel A, B in Deckung liegen, ist der Hahn geschlossen und auf seinen Sitz gepresst. Nach- stehend werden die wichtigsten Betätigungsarten des Hahnes beschrieben. Hiebei ist zu beachten, dass bei gemeinsamer Drehung beider Schlüssel oder bei Drehung bloss des Schlüssels A das Küken in einer Schraubenbahn gehoben oder gesenkt wird, bei Drehung bloss des Schlüssels B das Küken geradlinig in axialer Richtung gehoben oder gesenkt wird.
1. Zum völligen Öffnen des Hahnes aus der dargestellten Schliessstellung werden zunächst beide Schlüssel gemeinsam um 900 entgegen dem
Urzeigersinne (von oben gesehen) gedreht, wodurch das Küken zwangsweise in einer Schrauben- bewegung gehoben wird. Wird das Aussengewinde der Muffe C mit genügend geringer Ganghöhe ausgeführt, so ist die Kraft, mit der das Küken gehoben wird, sehr erheblich, so dass auch ein
Küken, das z. B. wegen krusten-oder kristall- bildenden Flüssigkeiten in seinem Sitz sehr fest- haftet ; ohne über grosse Kraftanwendung gelüftet werden kann.
Der Hub des Kükens braucht bloss gerade so gross zu sein, dass das am Ende dieser
Bewegung erreichte Spiel am Kükenkonus etwa dem eines Gleitsitzes gleichkommt. Sodann wird der Spannschlüssel B allein im Uhrzeigersinne zurückgedreht und dadurch das Küken axial wieder auf seinen Sitz gepresst. Der Winkel dieser
Rückdrehung beträgt bloss etwa 45 , da sich hiebei die Wirkungen beider gegenläufiger Gewinde der
Muffe C addieren.
2. Zum Schliessen des Hahnes aus der Offen- stellung oder einer Zwischenstellung wird das
Küken zunächst durch Rückdrehung des Schlüssels
A in einer Scbraubenbahn ein wenig angehoben und dadurch, wie beim Öffnen, gelüftet. Hierauf werden nach Auftreffen des Schlüssels A auf den
Anschlag F beide Schlüssel gemeinsam in die dargestellte Lage weitergedreht, wodurch das
Küken in einer Schraubenbahn wieder gesenkt wird.
<Desc/Clms Page number 2>
3. Zum teilweisen Öffnen werden beide Schlüssel gemeinsam entgegen dem Uhrzeigersinne in die gewünschte Zwischenstellung gedreht, worauf der Schlüssel B bis zum Aufsitzen des Kükens zurückgedreht wird.
4. Zum Öffnen des Hahnes aus einer Zwischenstellung in die Offenstellung wird zunächst der Schlüssel A bis zum Auftreffen auf den Anschlag F zurückgedreht, worauf beide Schlüssel gemeinsam entgegen dem Uhrzeigersinne und schliesslich der Schlüssel B allein im Uhrzeigersinne bis zum Aufsitzen des Kükens verdreht wird.
5. Zum teilweisen Schliessen des Hahnes aus der Offenstellung oder einer Zwischenstellung in eine andere Zwischenstellung wird der Schlüssel A bis in die gewünschte Schliessstellung im Uhrzeigersinne gedreht, wobei gegebenenfalls auch der Schlüssel B gleichzeitig mitgedreht wird, worauf durch Weiterdrehen des Schlüssels B das Küken axial gesenkt und auf seinen Sitz gepresst wird.
Bei den Betätigungen nach 1., 3., 4. und 5. wird das Küken geradlinig in axialer Richtung auf st. men Sitz gesenkt. Hiebei kann aber auch bereits knapp vor Erreichen der gewünschten Kükenstellung gleichzeitig der Schlüssel B mitgedreht werden, so dass das Küken, wie bei der Betätigung nach 2., in einer Schraubenbahn auf den Sitz gepresst wird.
Die erfindungsgemässe Ausbildung kann auch bei Dreiweghähnen Anwendung finden, wobei die Anordnung des Schlüsselanschlages F eine sinngemässe Abänderung erfährt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Hahn, bei dem eine mit Aussen-und Innengewinde versehene Muffe in einen ortsfesten Mutterteil eingeschraubt und auf dem Kükenschaft aufgeschraubt ist, wobei der Kükenschaft und die Muffe durch gesonderte Schlüssel betätigbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussen-und Innengewinde der Muffe entgegengesetzte Gangrichtungen aufweisen.