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Lüftungs-und Trocknungsrohr
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Lüftungs- und Trocknungsrohr für die Lagerung von Feldfrüchten und Faserpflanzen aller Art. Es gibt bereits verschiedene Einrichtungen um Feldfrüchte und Fasern zu trocknen bzw. durch Lüftung vor dem Verderben zu bewahren. Bekannt sind auch bereits Anlagen, die aus einem Ober-und einem Unterteil bestehen, die durch halbrunde oder dachförmige auf Platten oder Stützen ruhende Rinnen Längskanäle und Querkanäle schaffen ; bekannt ist ferner die Verwendung von Geweben aus Stoffen oder Drähten. Es hat aber bisher an einer leicht transportablen, ohne bauliche Veränderungen verwendbaren, auch im Freien verlegbaren, vor allem aber an einer im vollen Umkreis wirkenden, zerlegbaren Durchlüftungseinrichtung gefenit.
Die erfindungsgemässe Einrichtung besteht aus vier Teilen : den Tragscheiben a, den Stäben b, dem Gewebe c (Fig. l) und Manschetten als Kupplung-und Spannvorrichtung (Fig. 10).
Diese Konstruktion bietet mehrere Vorteile. Transportiert und gelagert müssen nicht die einigermassen voluminösen, gegen Stoss und Schlag empfindlicheren kompletten Rohre oder Rohrgerippe werden, sondern die wenig Raum einnehmenden und leicht zu verpackenden Einzelteile, die an Ort und Stelle, ohne Werkzeuge und Vorrichtungen, von jedem ungelernten Arbeiter zusammengestellt werden können. Dadurch sind die Rohrteile auch weitgehend gegen Beschädigung während der Lagerung und auf dem Transporte geschützt und die Rohre nicht ganz unbrauchbar, wenn ein Teil beschädigt wurde ; alle Teile sind auswechselbar.
Die Tragscheiben a werden zur Aufnahme der Stäbe b, deren mögliche Profile beispielsweise in den Fig. 4-9 dargestellt sind, mit entsprechenden Aussparungen f (Fig. 2) oder Ansätzen g (Fig. 3) versehen oder mit Auslappungen e (Fig. 1), wodurch ein Verziehen der Rohre verhindert werden soll.
Die Stäbe b werden durch die Aussparungen f der Tragscheiben a, oder, falls die Tragscheiben a etwa in Schüttkästen befestigt werden müssen, in Ansätze g der Tragscheiben geschoben. Da- durch entstehen aus Tragscheiben und Stäben
Rohrgerippe mit schmalen Rippen und weiten Öffnungen (Spalten). Sollen Früchte getrocknet werden, die kleiner sind, als die Räume zwischen den Stäben, dann werden Siebgewebe über die
Rohrgerippe gelegt und mittels der Spann- vorrichtung (Fig. 10) angepresst, durch die auch einzelne Rohrelemente zu Leitungen gekuppelt werden können.
Es können soviel Scheiben a auf die Stäbe b aufgezogen werden, als zur Erreichung der Festigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen den Druck des Trockengutes notwendig sind. Die Rohre können horizontal oder vertikal verlegt werden. Das Trocknungsgut wird um bzw. über die Rohre und Rohrleitungen geschüttet.
Zur Erhöhung der Widerstandskraft der Rohre können eventuell zwei Scheiben untereinander vernietet werden oder, falls die in Fig. 1 dargestellte Form mit gebördeltem Rand d verwendet wird, ineinander geschoben werden.
Die Scheiben a können jede zweckmässige Form haben ; die in Fig. 2 dargestellte wird sich beim Einbau der Rohre in Schüttkästen u. ähnl. empfehlen. In solchen Schüttkästen wird dann z. B. Saatgut nicht nur ohne Umschaufeln durch den natürlichen Luftzug vor Verderben bewahrt, sondern auch vor Ungeziefer geschützt, das die Drahtgewebe nicht durchnagen kann.
Ebenso sind die Rohre in Kartoffelmieten, auf improvisierten Lager-und Sammelstellen zu verwenden ; in gehörigen Abständen auf dem Heuboden verlegte Rohre schützen Futter usw. vor Fäulnis. Dasselbe gilt für Flachs und andere Fasern.
Der lichte Raum der Tragscheiben a kann so gewählt werden, dass durch Einsetzen von Ofenrohrknien der Übergang in die vertikale Richtung möglich wird. Das wird insbesondere dann notwendig sein, wenn ins Freie entlüftet werden soll, wenn schon gefährdete Güter mit Heissluft behandelt werden müssen oder Röstung angestrebt wird.
PATENTANSPRÜCHE : l. Lüftung-un Trocknungsrohre für die Lagerung von Feldfrüchten und Faserpflanzen aller Art, dadurch gekennzeichnet, dass Tragscheiben (a) und diese verbindende Längs- stäbe (b) zerlegbare Rohrgerippe bilden, die in bekannter Weise durch Manschetten mit
Zugverschluss zu Rohrleitungen verlängert werden können und je nach Art der zu lagernden Güter mit Drahtgeweben zu bespannen oder ohne diese verwendbar sind.
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