AT164905B - Biegungssteife Eckverbindung stabförmiger Stahlbetonfertigteile - Google Patents

Biegungssteife Eckverbindung stabförmiger Stahlbetonfertigteile

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Rudolf Dr Ing Poenninger
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Rudolf Dr Ing Poenninger
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  Biegungssteife Eckverbindung stabförmiger Stahlbetonfertigteile 
Bei Konstruktionen aus Stahlbetonfertigteilen ist es schwierig, Stäbe biegungssteif miteinander zu verbinden, besonders wenn die Stabachsen miteinander einen Winkel einschliessen. 



   Bekannt ist, an den Stossstellen der Fertigteile
Stahlenden herausstehen zu lassen und diese durch Spannschlösser, Schweissung u. dgl. bei der Montage zugfest miteinander zu verbinden und nachträglich einzubetonieren. Eine andere bekannte Ausführungsart besteht darin, in den Stahlbetonfertigteilen Fugen auszusparen oder die Fertigteile zweiteilig auszubilden, damit zwischen beiden Teilen eine Fuge verbleibt. 



  In diese Fuge werden dann bei der Montage die Stahleinlagen in Beton eingebettet. 



   Die vorliegende Erfindung geht einen neuen Weg, indem das Kopfende des einen Stabes die Aussenseite des anderen Stabes umgreift bzw. umfasst und auf diese Weise einen biegungssteifen Anschluss ermöglicht. 



   In Fig. 1 ist die Seitenansicht und in Fig. 2 die Draufsicht eines solchen biegungssteifen
Eckstosses eines Pfeilers a mit einem Balken b beispielsweise dargestellt. Der Pfeiler a wird am Kopfende in zwei Seitenteile d aufgegabelt und in den Zwischenraum wird der entsprechend ausgesparte und am Ende c hammerkopfförmig ausgebildete Balken eingeschoben. 



   Die Fugen e werden nachträglich mit Zementmörtel ausgefüllt. Durch diese Verbindung wird die vom Biegungsmoment f hervorgerufene Zugkraft g durch zwei Teilkräfte h auf die Pfeilerkopfenden d übertragen. Damit ist aber das Eckmoment bereits aufgenommen. 



   Fig. 3 und 4 zeigen die gleiche Verbindung in Seitenansicht und Draufsicht, wenn der Balken b schmäler ist als der Pfeiler d. Das Hammerkopfende c bleibt unverändert, doch müssen zur Aufnahme der   Druckkraft f am   Balken b zwei Ansätze e angeordnet werden. 



   Fig. 5 und 6 zeigen die gleiche Verbindung in Seitenansicht und Draufsicht, wobei jedoch die Ansätze c und e des Balkens b auf Balkenhöhe ausgeführt werden. 



   Fig. 7 und 8 zeigen die Seitenansicht und Draufsicht einer anderen Ausführungsart, mit welcher die gleiche statische Wirkung erzielt wird. Der Balken b, im vorliegenden Falle ein Plattenbalken, erhält am Ende eine schlaufen- förmige Ausbildung c, welche auf den entsprechend ausgesparten Balkenkopf d aufgeschoben wird. 



   Fig. 9 und 10 zeigen in Seitenansicht und Draufsicht die gleiche Verbindung wie vor, nur ist hier bei gleicher Breite des Balkens b und Pfeilers a die Schlaufe c auf ganze Balkenhöhe ausgebildet. 



   Je nach der Querschnittsform von Pfeiler und Balken sind auch noch andere Formen der Eckverbindung denkbar. Der Balken b kann sich auch nach der anderen Seite fortsetzen oder als beiderseitiger Tragbalken wirken (z. B. bei einer Bahnsteigüberdachung), das ist unwesentlich. Wesentlich ist, dass die Zugkraft, welche durch das im Knotenpunkt auftretende Biegemoment entsteht, durch ein hammerkopfartig oder schlaufenförmig ausgebildetes Ende des einen Stabes auf den anderen Stab übertragen wird. 



  Der Stabachsenwinkel ist nicht auf   90  be-   schränkt. Er kann alle Werte von 0 bis 180  
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