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Verschluss für Mottensäcke
Es ist bekannt, das offene Ende von Mottensäcken nach Einbringung des Kleidungsstückes dadurch dicht zu verschliessen, dass es zwischen zwei Leisten eingeklemmt wird, die an ihren Enden durch Federn oder elastische Bänder miteinander verbunden sind, oder durch sonstige Mittel gegen beide Seiten des Sackendes gepresst werden. Diese Ausführungsweise hat aber den Nachteil, dass die dauernd vorhandene, die gegenseitige Anlage der Leisten bewirkende, elastische Verbindung einerseits die Einführung des Sackendes zwischen die Leisten erschwert, anderseits aber auch nach längerem Gebrauch die erforderliche Spannkraft verliert.
Ein weiterer wesentlicher Nachteil dieser Ausführungsart besteht aber auch darin, dass die beiden Enden der Schnurschleife, an welcher die Kleidungsstücke im Sack aufgehängt sind, durch Löcher in der Sackwandung hindurch nach aussen zum Aufhängeorgan geführt sind.
An diesen von der Aufhängeschnur naturgemäss nicht vollständig verschliessbaren Durchführungsstellen besteht somit nicht der erforderliche luftdichte, das Eindringen von Insekten sicher verhindernde Abschluss. Überdies bedarf aber auch die Umgebung dieser Löcher einer Verstärkung durch auf der Innen-und Aussenseite des Sackes aufgeklebte Auflagen, durch die das Einreissen durch die Aufhängeschnüre verhindert wird.
Nachteilig in bezug auf die Abdichtung der Öffnung des bekannten Sackes wirkt ferner der Umstand, dass durch die beiden Leisten gleichzeitig das Sackende geschlossen und die auf ihm aufliegenden, zwischen letzterem und einer Leiste nach oben durchgeführten Enden der Aufhängeschleife festgeklemmt werden sollen.
Denn durch die miteingeklemmten Schleifenenden werden die Sackränder zwar an der schmalen Auflagestelle dieser Enden zusammengepresst, die beiderseits dieser Stelle befindlichen Hauptteile dieser Ränder aber vom Leistendruck entlastet, so dass auch an diesen Stellen kein vollkommen dichter Verschluss des Sackes erzielt wird.
Die genannten Nachteile werden nach der Erfindung dadurch vermieden, dass das von den beiden Leisten eingeklemmte Sackende zugleich mit den Enden des Aufhängebandes des das Kleidungsstück im Sack tragenden Kleiderbügels um beide Leisten gewickelt ist, wodurch diese infolge des Gewichtes des Sackinhaltes zusammen- gepresst werden und den Sack dicht verschliessen. und zur Aufhängung des Sackes ein an beiden zweckmässig mit Einschnitten versehenen Enden der Leisten angreifender Bügel dient.
Durch das Einrollen der Klemmleisten er- übrigt sich die Anbringung gesonderter Klemm- organe, wie Klemmschrauben, zum Aneinander- pressen der Leisten, da das zwischen den Leisten eingelegte Band mitumgewickelt wird und unter der Belastung durch den mit dem Kleidungsstück behangenen Kleiderbügel die Klemmleisten an- einandergepresst werden. In diesem Fall genügt es, die Enden der Klemmleisten mit Einschnitten zu versehen, in die der Aufhängebügel eingehängt wird. Die Klemmung erfolgt zweckmässig über die ganze Länge der Leisten, kann aber auch nur im Bereiche des Bandes stattfinden, um dieses festzuhalten, weil durch das Einrollen des Sackrandes dem Eindringen der Motten schon wirkungsvoll begegnet werden kann. Der im Mottensack untergebrachte Kleiderbügel kann in üblicher Ausführung verwendet werden.
Die Klemmleisten ergeben, insbesondere wenn sie eingerollt sind, einen staub-und mottensicheren Verschluss, der jederzeit wieder geöffnet werden kann, ohne dass der Sack beschädigt werden muss. Der erfindungsgemässe Verschluss ergibt keine übermässige Verbreiterung des Sackendes und führt nicht zu Beschädigungen des Sackes beim Unterbringen in dem Kleiderschrank, wie dies bei den Mottensäcken mit durch deren Sackwand durchgeführten Aufhängehaken der Fall sein kann.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung schematisch dargestellt.
Fig. l zeigt einen Kleiderbügel mit einem daran befestigten Tragband, Fig. 2 eine Klemm- leiste in An-und Draufsicht, Fig. 3 den Aufhängebügel, Fig. 4 eine schaubildliche Darstellung des Mottensackes mit den beiden zum Verschluss vorbereiteten Klemmleisten und Fig. 5 eine schaubildliche Darstellung des verschlossenen Mottensackes mit Aufhängebügel.
Der Kleiderbügel 1 wird vorzugsweise mit einem Band 2 so umwickelt (Fig. 1), dass seine Enden 2' und 2"frei bleiben. Nun wird das Kleidungsstück um den Haken 1 gelegt und mit diesem in den
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Mottensack 3 eingebracht, wobei die beiden Enden 2'und 2" noch etwas aus der Öffnung 4 des Mottensackes 3 herausschauen. Mit den Klemmleisten 5 und 6 (Fig. 2,4) wird das offene Ende 4 des Mottensackes zusammengeklemmt und sodann eingerollt, so dass ein dichter Verschluss entsteht.
Das Aufhängen des Mottensackes erfolgt mit einem Aufhängebügel 7 (Fig. 3,5), dessen angelenkte Glieder 8 und 9 in die an den Enden der Klemmleisten 5 und 6 angeordneten Einschnitte 10, 10'und 11, 11'eingreifen, dabei zieht das Gewicht des Kleidungsstückes das um die Klemmleisten herumgewickelte Band fest an und presst somit beide Klemmleisten fest aneinander (Fig. 5).