AT163850B - Vorrichtung zum Reinhalten der Oberfläche von geschmolzenem Glas oder Email - Google Patents
Vorrichtung zum Reinhalten der Oberfläche von geschmolzenem Glas oder EmailInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Vorrichtung zum Reinhalten der Oberfläche von geschmolzenem Glas oder Email Es ist bekannt, an jenen Stellen der Arbeitswanne, des Glashafens oder sonstigen Behälters von geschmolzenem Glas, Email od. dgl., wo das flüssige Schmelzgut entnommen wird, Schamotteringe, Schiffchen oder Schwimmer aus Schamotte anzubringen, um die oberflächlichen Verunreinigungen fernzuhalten. Ein solcher Schamottekörper schwimmt auf dem Glasspiegel und bildet eine Barriere gegen den Zustrom von Oberflächenverunreinigungen zur Entnahmestelle, aber er bringt den Nachteil mit sich, dass bei der hohen Temperatur des Schmelzgutes Teile von seiner Oberfläche in Lösung gehen und Schlieren verursachen, so dass die Schutzwirkung um den Preis der Schaffung einer neuen Störungsquelle erkauft wird. Es ist auch schon bekannt geworden, das Glas in einer Zone zu schöpfen, deren Temperatur durch ein diese Zone ganz oder teilweise umgebendes Kühlorgan gegenüber dem Hauptteil der Schmelze vermindert wird. Zu diesem Zweck benützte man eine wasserdurchströmte schachtförmige Kühlschlange, die unterhalb des Glasspiegels angeordnet war. Diese Einrichtung diente nicht zur Reinhaltung der Oberfläche des geschmolzenen Glases, sondern sollte es ermöglichen, verhältnismässig reines Glas mit einem gekühlten Schöpforgan, das auch in Form einer Rohrschlange ausgebildet war, aus der Tiefe herauszuholen. Demgegenüber wird gemäss der Erfindung ein kühlmitteldurchflossenes Metallrohr in den Glasspiegel so eingesenkt, dass es aus ihm teilweise herausragt und den Teil der Oberfläche, wo das flüssige Schmelzgut entnommen wird, begrenzt. Die Wirkungsweise ist folgende : Taucht man ein kühlmitteldurchströmtes Metallrohr, beispielsweise ein mit Zuleitung und Ableitung versehenes, ringförmig gebogenes Eisen-oder Nickelrohr, das von Wasser durchflossen ist, in die Glasschmelze ein, so bildet sich sehr rasch ein Überzug aus erstarrtem Glas, der die Berührung des Rohres mit dem flüssigen Glas verhindert und zusammen mit der ihn umgebenden aus zähflüssigem Gut bestehenden Rinde die Schmelze vor allzu grossen Wärmeverlusten schützt. Wenn das Rohr im Glasspiegel nicht vollständig untergetaucht ist, sondern teilweise aus ihm herausragt, z. B. so, dass die Achse des durch die Rohrschleife gebildeten Toroides auf dem Glasspiegel senkrecht steht, so dass ein kreisförmiger Teil der Spiegeloberfläche abgegrenzt wird, so wird der Oberflächenschmutz von der Entnahmestelle in idealer Weise ferngehalten, ohne dass die Gefahr bestünde, dass der Schutzring Verunreinigungen an die Schmelze abgeben würde. Bei der Erprobung hat es sich ergeben, dass die erfindungsgemässe Schutzvorrichtung nicht nur den Oberflächenschmutz von der Entnahmestelle fernhält, sondern dass auch ausserhalb der Schutzvorrichtung eine Säuberung des Glasspiegels eintritt. Dies lässt sich vielleicht dadurch erklären (ohne dass die Erfindung aber an diese Erklärung gebunden wäre), dass das vom Kühlmittel durchflossen Rohr eine Strömung in der Glasmasse hervorruft, die an der Glasoberfläche zum gekühlten Rohr hin gerichtet ist ; der Oberflächenschmutz schwimmt daher zum Kühlrohr und friert dort fest, während das reine Glas, das durch die Abkühlung dichter wird, zu Boden sinkt. Auch diese Wirkung setzt voraus, dass das Kühlrohr teilweise aus dem Glasspiegel herausragt ; zwar würde eine Glasströmung sich auch dann ausbilden, wenn das Kühlrohr völlig untergetaucht wäre, der Schmutz könnte aber nicht gebunden werden, sondern würde an der Oberfläche weiter zirkulieren, da er spezifisch leichter ist als das Glas. Es ist nicht unbedingt notwendig, dass das vom Kühlmittel durchflossene Metallrohr die Entnahmestelle allseitig begrenzt, wohl aber, dass es nicht zu tief in das Glas eingetaucht wird. Um dies trotz der dauernden Schwankungen in der Höhe des Glasspiegels zu sichern, kann entweder eine Vorrichtung vorgesehen sein, die das Metallrohr in seiner Höhenlage verstellbar macht, oder man kann dafür sorgen, dass es auf der Glasschmelze schwimmt. Im letzteren Fall muss das Volumen des beispielsweise ringförmigen Metallrohres und sein Gewicht einschliesslich des Gewichtes des Kühlmittels so bemessen sein, dass das mittlere spezifische Gewicht kleiner ist als das des Glases. Man kann auch den Kühlrohr- <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 befinden, wodurch auch vermieden wird, dass unnötig Kalorien verloren gehen. PATENTANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung zum Reinhalten der Oberfläche von geschmolzenem Glas oder Email, insbesondere an der Entnahmestelle, gekennzeichnet durch ein kühlmitteldurchflossenes Metallrohr, das in den Glasspiegel so eingesenkt ist, dass es aus ihm teilweise herausragt und den Teil der Oberfläche, wo das flüssige Schmelzgut entnommen wird, begrenzt.
Claims (1)
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Metallrohr die Form eines mit Zu-und Abflussleitung versehenen Toroides hat, dessen Achse auf dem Glasspiegel senkrecht steht.3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Metallrohr in seiner Höhenlage verstellbar ist, um den Schwankungen des Glasspiegels folgen zu können.4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das in den Glasspiegel eingesenkte Kühlrohr den unteren Rand eines Entnahmestiefels bildet.5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass das kühlmitteldurchströmte Metallrohr herausschwenkbar angeordnet ist, so dass es während der Entnahmepausen aus dem Glasspiegel herausgehoben werden kann.
Applications Claiming Priority (1)
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| AT163850T | 1948-06-29 |
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1948
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