AT141598B - Drehwanne zur Entnahme geschmolzenen Glases. - Google Patents

Drehwanne zur Entnahme geschmolzenen Glases.

Info

Publication number
AT141598B
AT141598B AT141598DA AT141598B AT 141598 B AT141598 B AT 141598B AT 141598D A AT141598D A AT 141598DA AT 141598 B AT141598 B AT 141598B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
basin
glass
furnace
chimney
molten glass
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
& De Const D App Mecaniques Po
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by & De Const D App Mecaniques Po filed Critical & De Const D App Mecaniques Po
Application granted granted Critical
Publication of AT141598B publication Critical patent/AT141598B/de

Links

Landscapes

  • Glass Melting And Manufacturing (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Drehwanne zur Entnahme geschmolzenen Glases. 



   Die Erfindung bezieht sieh auf   Drehwannen,   welche an einen   Glasofen angeschlossene Schöpf-   becken bilden und dazu bestimmt sind, mit andern Maschinen zusammenzuarbeiten, insbesondere mit solchen, deren Vorformen im   Augenblick des Sehöpfens stehenbleiben.   Die Erfindung bezieht sich ins- besondere auf Drehwannen von kleinen Abmessungen. 



   Bei bekannten   Vorrichtungen   ist die Drehwanne ausserhalb des Ofens angeordnet und besitzt eine eigene Heizvorrichtung. 



   Eine besondere   Ausführungsform   der Erfindung ermöglicht, vom Wärmestandpunkt aus, die Beziehung zwischen dem Ofen und den umlaufenden Becken   zn   verbessern, d. h. die beträchtliche Wärmemenge im Innern des Ofens nutzbringend heranzuziehen. 



   Zu diesem Zweck wird das umlaufende Becken, statt dass es aussen als ein selbständiger Teil, der seine besonderen Heizmittel besitzt, an den Ofen angesetzt wird, zu einem Bestandteil des Ofens gemacht, indem das Becken im Ofen selbst untergebracht wird,   il.   zw. derart, dass sich die freie Fläche des   geschmol-   zenen Glases im Becken unmittelbar unter dem Einfluss der im Inneren des Ofens herrschenden Atmosphäre befindet, mit Ausnahme des zum   Schöpfen   dienenden Sektors. Die innere Oberfläche des Beckens wird also unmittelbar von den sehr heissen Ofengasen bespült und empfängt so einen ununterbrochenen Zufluss von Wärme, wobei keine besonderen Mittel zum Erhitzen vorhanden sind.

   Das in dem Becken enthaltene und dauernd erneuerte Glas befindet sich also in einem sehr ähnlichen Wärmezustand wie der des geschmolzenen Glases im Hauptofen, da die beiden Massen unter dem Einfluss der gleichen   Atmo-   sphäre stehen. 



   Praktisch wird diese Vervollkommnung in der Weise durchgeführt, dass in der Ofenwand Einbauten in Form von Nischen vorgesehen werden, von denen jede solche Abmessungen besitzt, dass das umlaufende Becken mit seinem Träger bei möglichst kleinem Spielraum aufgenommen wird. Das Becken bildet dann ein Element der inneren Ofenwandung, und seine Einziehung in den Ofen ist vorzugsweise so tief, dass nur der zum Schöpfen dienende Sektor mit der Vorderfläche des Ofens abschliesst oder ein wenig vorragt. Die obere Wölbung dieser Nischen, die in wechselnder Anzahl entsprechend den Abmessungen des Ofens vorhanden sein können, ist mit Zulaufrinnen versehen, um das Glas in die umlaufenden Becken zu leiten. 



   Bisher wurden umlaufende Becken in Verbindung mit solchen Glasblasemaschinen angewendet, bei denen die Vorformen in einer ununterbrochenen Drehbewegung geführt werden. Da nun eine gewisse Zeit erforderlich ist, damit sich ein Schöpfen regelrecht vollziehen kann, beschreibt die Vorform während des Schöpfens des Glases aus dem Becken einen Bogen von grosser Länge, was zur Folge hat, dass ein beträchtlicher Sektor des Beckens unbedeckt bleiben muss. 



   Man hat sich infolgedessen genötigt gesehen, dem   Sehöpfbeeken   grosse Abmessungen zu geben, etwa von 2 bis 3 m Durchmesser, um so die Beeinträchtigung des Glases, die dadurch bedingt ist, dass es längere Zeit der freien Luft ausgesetzt bleibt, zu verhüten, indem der grössere Teil der Wanne bedeckt ist und erhitzt wird. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Diese bekannten Einrichtungen wirken also nur dann gut, wenn sie stark erhitzt werden, sofern ein grösserer Bedarf an Glas vorliegt, da die grosse, in das Becken geförderte Glasmasse der erhöhten Temperatur des Ofens ausgesetzt ist. 



   Die Erfindung bezieht sieh auf eine Drehwanne zur Entnahme geschmolzenen Glases, deren wesentliches Kennzeichen darin besteht, dass sie von einem oder mehreren umlaufenden Becken gebildet ist. die in den Glasofen, u. zw. in Vertiefungen der Ofenwand ; derart eingebaut sind, dass die freie Oberfläche des geschmolzenen Glases im Becken mit der Innenatmosphäre des Ofens in unmittelbarer Berührung steht und dass diese Oberfläche mit Ausnahme des zum Schöpfen bestimmten Sektors unmittelbar von den   heissen Ofengasen bespült wird   und von denselben einen dauernden Wärmezufluss empfängt. 



   Das   Schöpfbecken   kleiner Abmessungen hat gemäss der Erfindung in seiner Mitte eine Öffnung in Form eines Schornsteins, dessen obere Begrenzungsebene in einer Höhe zwischen dem oberen Rand 
 EMI2.1 
 ebene des Schornsteins erreicht hat. 



   Jedes umlaufende Becken ist mit einer inneren, vorzugsweise mit Brennern versehenen Heizkammer vereinigt, die unterhalb des zentralen Schornsteins liegt und durch denselben mit dem Inneren des Ofens in Verbindung steht. 



   Die Erfindung ist in den Zeichnungen an zwei Ausfiihrungsbeispielen veranschaulicht ; es sind Fig. 1 ein Längsschnitt durch eine   Ausführungsform,   Fig. 2 eine Vorderansicht einer ändern Ausführung- 
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 geregelt werden kann, in das Becken geführt. Das Glas ergiesst sich durch Schwerkraft in freiem Strom in den benachbarten Teil des   Sehöpfbeckens.   Das Becken besitzt in seinem Inneren, beispielsweise im mittleren Teil, einen Schornstein 7, dessen obere Ebene p,   pl   ein wenig unterhalb des oberen Randes   n, ni   des Beckens liegt. Diese   Ebene p, pl   bestimmt also den oberen   Glasstand, über   den sich das Glas nicht erheben kann, ohne sofort durch die Öffnung 7 abzufliessen, die so als Überlauf dient. 



   Der innere Überlauf bildet ein wesentliches Merkmal der Erfindung und dient mehreren Zwecken :
1. Bei den heute üblichen   Sehöpfbecken   grossen Inhalts braucht man nicht ununterbrochen den   Zufluss   des Glases in das   Sehöpfbecken   zu überwachen. Tatsächlich hat infolge des grossen Inhalts eine vorübergehende Änderung im Zulauf nicht unmittelbar ein Überlaufen des Glases aus dem Becken zur Folge. Bei einem Becken von kleinen Abmessungen kann dagegen schon eine kleine und kurzdauernde Änderung des Zuflusses aus der Rinne ein Überlaufen des Glases aus dem Becken hervorrufen, was ver-   schiedene   unangenehme Folgen haben kann. 



   Bei dem   Schöpfbecken   mit mittlerem Schornstein wird ein derartiges Vorkommnis vollständig verhindert, da das Glas jedesmal, wenn sich aus irgendeinem Grunde ein   voriibergehender     Überschuss   in das Becken ergiessen sollte, durch die mittlere Bohrung ablaufen kann und in dem Sammler 8 unten aufgefangen wird, ohne dass der Umlauf gegenüber der Maschine gestört oder unterbrochen, d. h. ohne dass die Fertigung irgendwie gestört würde. Sobald sich ein solches Überlaufen anzeigt, kann man leicht den zu starken Zufluss durch das   Schütz     ;   regeln. 
 EMI2.4 
 beeken zu beschleunigen und auf diese Weise nötigenfalls einen stärkeren Zufluss von Wärme nach der   Sc1löpfgegend   herbeizuführen. 



   Zu diesem Zweck verstellt man das   Schütz a   derart, dass in das Becken eine beträchtlich grössere Menge Glas   fliesst,   als daraus geschöpft wird, so dass sich der   Überschuss   an Glas in den Überlauf 7 ergiesst, während gleichzeitig die zum Schöpfen   bereitgestellte Glasmasse   infolge des stärkeren Zuflusses schneller erneuert wird. 



   3. Durch den mittleren Schornstein wird ausserdem einer Erscheinung entgegengewirkt, die sich häufig bei Anlagen mit umlaufendem Schöpfbecken zeigt und die in einem Verharren des Glases in der mittleren Gegend des Beckens besteht, da diese Gegend bei den bekannten Einrichtungen weder für den Zufluss des Glases noch für die Entnahme eine Rolle spielt. 



   Demgegenüber besteht der bemerkenswerte Vorzug des   Sehöpfbeekens   mit mittlerem Schornstein darin, dass die dem Glas gebotene Oberfläche, die einen Ring darstellt, die Gleichförmigkeit der Massenverteilung begünstigt, sofern eine ununterbrochene Drehung dieses Ringes erfolgt. Tatsächlich finden in der mittleren Gegend des Beckens gegenüber dem Schornstein absatzweise verlaufende Aus-   flüsse   kleiner Glasmengen statt, so dass sich diese Masse des geschmolzenen Glases ebenso dauernd erneuert wie in den Gegenden am Umfang. 



   Wie schon erwähnt wurde, steht das umlaufende, den inneren   Abflussschornstein aufweisende-   Becken mit einer oberen Heizkammer 9 in Verbindung, in der entsprechend gerichtete Brenner 10 angeordnet sind, welche die geschmolzene, sich in das Becken ergiessende Masse erhitzen. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 



    PATENT-ANSPRÜCHE :  
1. Drehwanne zur Entnahme geschmolzenen Glases, dadurch gekennzeichnet, dass sie von einem oder mehreren umlaufenden Becken gebildet ist, die in den Glasofen, u. zw. in Vertiefungen der Ofenwand, derart eingebaut sind, dass die freie Oberfläche des geschmolzenen Glases im Becken mit der Innenatmosphäre des Ofens in unmittelbarer Berührung steht und dass diese Oberfläche mit Ausnahme des zum Schöpfen bestimmten Sektors unmittelbar von den heissen Ofengasen bespiilt wird und von denselben einen dauernden Wärmezufluss   empfängt.  

Claims (1)

  1. 2. Drehwanne nach Anspruch l. dadurch gekennzeichnet, dass die umlaufenden Becken von vorzugsweise kleinen Abmessungen zweckmässig in ihrem Mittelteil einen inneren Schornstein aufweisen. dessen obere Begrenzungsebene zwischen der oberen Ebene des Beckens und seinem Boden so hoch liegt, dass sich das Glas durch diese mittlere Öffnung, welche als Überlauf dient, egiesst, wenn sein Spiegel die obere Begrenzungsebene erreicht.
    3. Drehwanne nach den Ansprüchen 1 und 2. dadurch gekennzeichnet, dass jedes umlaufende Becken mit einer inneren, vorzugsweise mit Brennern versehenen Heizkammer vereinigt ist, die unterhalb des zentralen Schornsteines liegt und durch denselben mit dem Inneren des Ofens in Verbindung steht.
AT141598D 1932-12-26 1933-04-28 Drehwanne zur Entnahme geschmolzenen Glases. AT141598B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR141598X 1932-12-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT141598B true AT141598B (de) 1935-04-25

Family

ID=34203590

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT141598D AT141598B (de) 1932-12-26 1933-04-28 Drehwanne zur Entnahme geschmolzenen Glases.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT141598B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2316757B2 (de) Giesspfanne fuer stahl
AT141598B (de) Drehwanne zur Entnahme geschmolzenen Glases.
DE1496443B2 (de) Vorrichtung zur Homogenisierung von geschmolzenem Glas
DE605089C (de) Drehwanne zur Entnahme geschmolzenen Glases
DE619406C (de) Gasbeheizter Fluessigkeitserhitzer mit nach unten kippbarem Heizkoerper
DE3144814A1 (de) &#34;zweikammerrinnenofen&#34;
DE1229681B (de) Vorrichtung zum Reinigen der Oberflaeche von Baedern aus geschmolzenem Metall, insbesondere bei der Herstellung von Spiegelglas
DE570189C (de) Im Innern eines Schmelzofens vorgesehenes und von aussen zu bewegendes Schoepfgefaess
DE589157C (de) Geschlossene Rinne fuer Metallschmelzoefen zum Einbringen von Zusaetzen in das stroemende Metall
DE1166981B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Schmelzen von Glas in einem elektrischen Ofen
DE2363241A1 (de) Fluessigkeitstank mit ruehrwerk
DE503231C (de) Verfahren zur Herstellung von endlosen Glastafeln
DE903264C (de) Einrichtung zur Behandlung von Fluessigkeiten mit ultravioletten Strahlen
DE646541C (de) Kocher oder Heizofen fuer fluessige Brennstoffe
DE557412C (de) Stoffaenger fuer Papier-, Zellstoff- und Holzschliff-Fabriken
DE2204307C3 (de) Vorrichtung zum kontinuierlichen Zusetzen von Substanzen in einen Wasserstrom
DE2528568A1 (de) Vorherd mit wehr, insbesondere fuer einen basaltschmelzofen
DE486592C (de) Herausnehmbare Kuehlvorrichtung
DE526742C (de) Wannenofen zum Speisen von Glasblasemaschinen
DE478888C (de) Walze fuer Glasbearbeitung
AT202720B (de) Glaserzeugungsanlage
DE353427C (de) Vorrichtung zum Beschicken keramischer Brennoefen mit fluessigem Brennstoff
DE472919C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Veredeln, Legieren und Schmelzen von Metallen, insbesondere von Eisen, in mehreren voneinander getrennten Stufen
DE371044C (de) Vorrichtung zum ununterbrochenen Kuehlen und Kristallisieren von Laugen
AT133649B (de) Einrichtung zur Vermeidung der Bildung von Blasen oder Streifen auf der Oberfläche von geschmolzenem Glas bei seiner Berührung mit metallischen Wänden.