AT163829B - Verfahren zur Herstellung von Bauelementen, insbesondere Bauplatten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Bauelementen, insbesondere Bauplatten

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AT163829B
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Walter Stulz
Karl Dipl Ing Mandl
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Walter Stulz
Karl Dipl Ing Mandl
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  Verfahren zur Herstellung von Bauelementen, insbesondere Bauplatten 
Das Abbinden von Zement in Mischung mit organischen Stoffen, wie Sägespänen, scheitert an der geringen Haftfähigkeit zwischen diesen
Stoffen und dem Zement. Es wurde bereits versucht, durch Imprägnieren von Sägespänen mit anorganischen Salzen, z. B. Chlormagnesium, eine höhere Haftfähigkeit zu erzielen ; ein gewisser Erfolg trat zwar ein, doch konnte über ein gewisses Höchstmass an Sägespänen bei der Herstellung eines solchen Holzspänebetons nicht hinausgegangen werden, da sonst der Zusammenhalt, der durch das Zementgerüst gegeben war, so beeinträchtigt wurde, dass der Beton zerbröckelte. Auf diese Weise konnten daher z. B. wärmeisolierende Platten nicht hergestellt werden, da diese einen weit geringeren Zementzusatz, als er für die Erzeugung haltbarer Platten zulässig wäre, verlangen.

   Nicht anders verhalten sich auch andere pflanzliche Faserstoffe, wie Baumwolle, Zellulose oder Rindenteilchen u. dgl. 



   Es wurde auch schon vorgeschlagen, AbfallStoffe, wie Sägespäne, Hobelspäne, Rinden od. dgl., die in hydraulische Bindemittel eingebettet werden sollen, mit Kalisalzen, z. B. Pottasche oder Alaun, zu behandeln und die dabei entstehende breiartige Masse zusammen mit den hydraulischen Bindemitteln, wie Zement, Kalk, Gips, und gegebenenfalls unter Zuschlag von Magerungsmitteln, wie Sand, Ton, Lehm, zu beliebigen Bauelementen zu giessen oder zu stampfen. Ferner ist auch bekannt, hochporöse, wasserabweisende Baustoffe aus einem wässerigen Brei von Faserstoffen zusammen mit Gas entwickelnden Mitteln, wie Ammonkarbonat oder Natriumbikarbonat und mit wasserabweisenden Mitteln, wie Kalium-oder Aluminiumseifen der Harz-oder Fettsäuren, herzustellen. Dieser Mischung kann bei der Herstellung der Baustoffe auch Zement als Füllstoff beigemengt sein. 



   Die Erfindung bezieht sich nun auf ein Verfahren zur Herstellung von Bauelementen, insbesondere Bauplatten, aus Zement und organischen Stoffen, wie Faserstoffen, z. B. Sägespänen, Sägemehl u. dgl., welches sich in besonderem Masse zur Herstellung wärmeisolierender Bauelemente, die einen hohen Zusatz an organischen Stoffen erfordern, eignet. Gemäss der Erfindung werden Zement und organische Stoffe, wie Faserstoffe, Sägespäne, Sägemehl u. dgl., in Mischung mit anorganischen und harzsauren und, oder gerb- sauren Salzen beim Abbinden bis zur Raum- beständigkeit unter Druck gehalten. 



   Durch dieses Verfahren wird eine Herabsetzung des Zementbedarfes dadurch erzielt, dass ausser dem Zementgerüst sich noch ein zusätzliches Gerüst aufbaut, dessen Aufgabe es ist, die vom Zement nicht umhüllten organischen Stoffe bzw. Holz- späne, miteinander zu verbinden. Die zugesetzten harz-oder gerbsauren Salze sollen aus leicht ersichtlichen Gründen wasserunlöslich sein. Man verwendet daher harzsaures Aluminium, harzsauren Kalk od. ähnl. unlösliche Verbindungen. 



  Beim Abbinden unter Druck tritt dann das Verkleben der Holzteilchen und damit eine zusätzliche Verfestigung ein. Die Anwendung kann aber auch so erfolgen, dass die harz-oder gerbsauren Verbindungen aus wässerigen Lösungen während des Mischens des Zements mit den Sägespänen erst gefällt werden. 



   Ein gewisser Überschuss der harz-oder gerbsauren Verbindungen wirkt nicht schädlich, sondern insofern sogar günstig, weil er die Dichtigkeit des Betons gegen Wasser wesentlich erhöht, da die Resinate u. dgl. die Poren verstopfen und überdies wasserabweisend sind. 



   Bei Verwendung von Nadelholzspänen lässt sich ein Teil oder unter Umständen der ganze Harzsusatz ersparen, wenn man das im Holz enthaltene Harz durch Zugabe eines harzlösenden Mittels zur Wirkung bringt. Man kann hiezu jedes Alkali verwenden, wird aber zweckmässig Wasserglas anwenden. Letzteres löst das Harz unter Bildung von harzsaurem Natron. Derart mit Wasserglas behandelte Sägespäne lassen sich dann genau so verwenden, wie solche, denen harzsaures Natron od. dgl. zugesetzt wurde. Setzt man an Stelle von Tonerdesulfat etwa Magnesiumchlorid oder Calciumchlorid hinzu, dann werden die entsprechenden ebenso wasserunlöslichen   Magnesium-bzw. Calciumresinate   gebildet. Wird ohne Zusatz eines solchen Mittels gearbeitet, dann fällt dem Ätzkalk des Zements die Aufgabe der Bildung des unlöslichen harzsauren Kalks zu. 



   Um die Dichtigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Witterungseinflüsse des Bauelementes, insbesondere einer für Aussenverkleidungen bestimmten Platte zu erhöhen, wird das fertige Bauelement zweckmässig mit einem Kieselsäure   abgebenden Mittel, insbesondere Natrium-oder Magnesiumsilicofluorid imprägniert. Eine solche   

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 Imprägnierung bewirkt eine Schliessung der Poren an der Oberfläche des Elementes, ohne dadurch eine Erhöhung des Gewichtes des Elementes oder eine Schädigung des Gefüges mit sich zu bringen. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren ermöglicht eine wesentliche Erhöhung des Zusatzes organischer Stoffe zum Zement, was für die Wärmeisolierfähigkeit einer Bauplatte von besonderer Wichtigkeit ist. Auch bei Bauelementen, bei welchen die Frage der Wärmeisolierfähigkeit nicht ausschlaggebend ist, wird durch die Möglichkeit einer Ersparung von Beton der Vorteil einer Gewichtserleichterung und Verbilligung des Elementes erreicht. 



   Beispiel :
Sägespäne werden mit harzsaurem Natrium in wässeriger Lösung imprägniert, mit Zement vermischt und dem zum Anmachen nötigen Wasser ein dem harzsauren Natrium äquivalenter Teil von Tonerdesulfat zugesetzt. Dieses wirkt auf das Natriumresinat unter Bildung von unlöslichem Aluminiumresinat ein. Während des Abbindens wird die Mischung bis zur Raumbeständigkeit unter Druck, z. B. von 
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 eine grössere Dichtigkeit oder Festigkeit gefordert wird, wie z. B. bei Dachplatten oder Zwischenbodenplatten wird ein entsprechend höherer Druck angewendet. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von Bauelementen, insbesondere Bauplatten, aus Zement und organischen Stoffen, wie Faserstoffe, Sägespäne, Sägemehl u. dgl., in Mischung mit anorganischen und harzsauren und/oder gerbsauren Salzen, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischung beim Abbinden bis zur Raumbeständigkeit unter Druck gehalten wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1 unter Verwendung harzhaltiger und/oder gerbstoffhaltiger organischer Stoffe, wie Nadelholzsägespäne, deren Harz und/oder Gerbstoff durch Alkali gelöst wird, dadurch gekennzeichnet, dass als harzlösendes Mittel Alkalisilikat, vorzugsweise Wasserglas, verwendet wird.
AT163829D 1946-04-23 1946-04-23 Verfahren zur Herstellung von Bauelementen, insbesondere Bauplatten AT163829B (de)

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