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Österreichische PATENTSCHRIFT Nu-16380.
FRIED. KRUPP AKTIENGESELLSCHAFT m ESSEN (RHEINPREUSZEN).
Fahrbares Geschütz mit von den Drehachsen des Geschützrohres abliegendem, mit
Schartenblende versehenem Schutzschild.
Die Erfindung bezieht sich auf fahrbare Geschütze mit Schutzschild und insbesondere auch solche geschützte, bei denen der Schild von den Drehachsen des Geschützrohres bezw. der Oberlafette verhältnismässig weit abliegt.
Gewöhnlich liegen die wagrechte und die senkrechte Drehachse des Geschützrohres bezw. der Oberlafette in einer Ebene, die das Geschützrohr in der Nähe von deascn Schwer- punkt schneidet. Würde man den Schild angenähert in dieser Ebene anbringen, so würde die Scharte für den Durchtritt des Rohres und der Oberlafette die geringstmÖglichen Abmessungen erhalten können. Tatsächlich bringt man aber in neuerer Zeit den Schild meist dicht vor dem Standorte der Bedienungsmannschaft, d. h. ziemlich nahe bei dem Rohrbodenstücke an der Lafette an und erreicht dadurch, dass der Schild der Bedienungsmannschaft möglichst grossen Schutz gewährt, ohne dass seine Abmessungen und damit sein Gewicht eine für die Beweglichkeit und Fahrbarkeit des Geschützes nachteilige Steigerung erfahren.
Bei einer solchen Anordnung des Schildes beschreiben aber die in der Ebene des letzteren liegenden Teile des Rohres und der Oberlafette beim Einstellen der Höhen-
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grösser sein als die entsprechenden Abmessungen des Rohres und der Oberlafette. Daraus ergibt sich der überstand, dass oberhalb und seitlich des Rohres und der Oberlafette im
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hinter dem Schilde sich aufhaltende Bedienungsmannschaft treffen können.
Die vorliegende Erfindung verfolgt nun den Zweck, bei Geschützen, deren Schutzschild von den Drehachsen des Geschützrohres bezw. der Oberlafette abliegt, dem soeben erwähnten Übelstande abzuhelfen, ohne dass die für die Einstellung der Höhen-und Seitenrichtung erforderliche Beweglichkeit des Rohres bezw. der Oberlafette beeinträchtigt wird.
Der Erfindung gemäss wird der angestrebte Zweck durch eine am Schilde angeordnete, nach der Geschützrohrmündung hin sich erstreckende, dachförmige Schartenblende erreicht.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht und zwar zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht eines der Erfindung gemäss eingerichteten Geschützes ; einzelne Teile sind im Schnitt gezeichnet ; das vordere Rad der Lafette ist weggenommen ;
Fig. 2 ist die zugehörige Oberansicht ;
Fig. 3 ist eine Vorderansicht des Schildes ;
Fig. 4 ist ein Schnitt nach der Linie 4-4 der Fig. 1, in der Pfeilrichtung gesehen ;
Fig. 5 ist eine Einzeldarstellung in grösserem Massstabe.
Das Geschützrohr A ist auf der Oberlafette B in bekannter Weise gleitbar gelagert.
Die Ober, lafette B ruht mit einem senkrechten Schildzapfen 6l (Fig. 4), in einem Rohrträger C, dessen wagrechte Schildzapfen c1 bei d1 (Fig. 1) von Scllildzapfenlagerl des
Lafettonkörpers D aufgenommen werden* Am Lafottenkörper ist der Schutzschild F in
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Oberlafette und des Rohres gestattet. Der untere Teil E2 entspricht in seiner Breite dem breitesten Teile des Geschützrohres bezw. der Oberlafette und geht nach unten in einen breiteren Schildausschnitt f über, durch welchen der Lafettenkörper hindurchtritt.
Am Schilde F ist auf der der Geschützrohrmündung zugekehrten Seite eine Blende G aus geeignetem Materiale, beispielsweise Stahlblech, derartig angeordnet, dass sie den grössten Toil des Schartenteiles EI gegen Geschosse, die z. H. in der Richtung der in Fig. 1 eingezeichneten Pfeile kommen, abdeckt. Zu diesem Zwecke besitzt die Blonde G die Gestalt eines gewölbten und nach der Geschützrohrmündung hin sich verjüngenden Daches, dessen Scheitellinie annähernd parallel zur Seelenachse des in der tiefstmöglichen Senkung (Depression) befindlichen Geschützrohres verläuft. Das am Schilde F anliegende Ende der
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nahe an dessen Unterkante.
Die Blende erstreckt sich so weit nach der Geschützrohrmündung hin, dass ihr vorderes Ende bei abgeprotztem Geschütze nahezu senkrecht über der Achse der wagrechten Schildzapfen liegt. Die Verbindung der Blende G mit dem Schilde F wird durch an ersterer angenietete Haken g1 bewirkt, welche in seitlich von der Scharte im Schilde E vorgesehene Durchbrechungen f1 (Fig. 3) eingreifen. Damit die Blende sich nicht infolge der heim Schiessen und Fahren auftretenden Stösse abheben kann, sird über die oberen Haken @-förmige Einlagen H geschoben. Letztere greifen mit einer in ihrem abwärts gerichteten Schenkel angebrachten Bohrung über einen Gewindezapfen der lIaken 91.
Auf diese Gewindezapfen geschraubte Muttern J (sichern die Einlagen H in ihrer Lage.
Aus der vorstehenden Beschreibung und aus der Zeichnung (vergl. namentlich Fig. 4) ist ohne weiteres ersichtlich, dass der Schartenteil E1 durch die Blende G nahezu vollständig
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Ohne aus dem Bereiche der Erfindung herauszutreten, könnte man der Blende auch eine andere als die beschriebene gewölbte Form geben und sie in anderer Weise mit dem Schutzschilde vorbinden. Beispielsweise dürfte es in manchen Fällen genügen, wenn die Blende in Gestalt einer nur nach gewölbten oder ebenen, vom Schilde dachartig nach der Rohrmündung abstehenden Platte hätte.
Auch kann an Stelle der starren Verbindung der
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das vordere Ende der Blende sich nicht bis senkrecht über die Achse der wagrechton Schildzapfon erstreckt oder wenn das Geschütz unter besonders grossen Erhöhungen zu feuern bestimmt ist
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Fahrbares Geschütz mit von den Drehachsen des Geschützrohres abliegendem Schutzschild, gekennzeichnet durch eine am Schilde angeordnete, nach der Geschütze'-r- mündung hin sich erstreckende, dachförmige Schartenblendo.