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Vorrichtung zum Öffnen von Konservierungsgefässen
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förmiges Organ auf, das unter Belassung eines U-förmigen Ausschnittes 11 aus zwei Lappen oder Lippen besteht, die mit 12 und 14 bezeichnet sind und die eine flache Platte bilden, welche vorne an der Stelle des Einsetzens in den Spalt zwischen Deckel und Rand des Konservierungsgefässes entsprechend der Rundung des letzteren ebenfalls einspringend kreisförmig gestaltet ist.
In dem genannten Spalt kann sich nun der Gegenlappen 15, also in der Öffnung 11, bei Bewegung des oberen Handgriffes 6 bewegen. Dieser bildet in der gezeichneten Schliessstellung mit dem Gegenlappen 12, 14 eine Ebene und weist seitliche Ansätze auf, die mit 16 und 17 bezeichnet sind und welche die schrägen Kanten 18 und 19 aufweisen, durch die die genannte Schliessstellung und die flächenhafte Übereinstimmung der Zangenlappen oder-lippen 12, 14 und 15 gesichert wird.
Zum Zwecke der gesicherten Anbringung der Zange an dem Konservierungsgefäss ist nun eine klammerartige, besser eine Gegenhaltervorrichtung vorgesehen, welche aus einem Stift 20 und daran angeordneten oder angesetzten Organen gemäss der folgenden Beschreibung besteht. Bei 21 ist der genannte Stift oder Rundstab 20 zu einem breiteren Ansatz verquetscht, an welchem eine Doppelöse 22 durch einen Bolzen 23 angebracht ist. Diese Öse ist mittels eines Ansatzes 24 durch Nieten oder Bolzen 25 mit dem oberen Griff 6 fest verbunden, wobei dieser Ansatz eine Höhlung aufweist, die es gestattet, auch eine Blattfeder 26 zugleich mit dem Ansatz an dem genannten Griff zu befestigen.
Diese Blattfeder 26 hat die Tendenz, das kurze Ende 27 des Stiftes 20 ständig an den Obergriff 6 anzulegen und zu bewirken, dass beim Einsetzen oder Ansetzen der Spreizzange an das Gefäss ein vorbestimmter Vorgang eingehalten werden muss.
Die genannte Stange oder der genannte Stift weist nun an seinem vorderen freien Ende bei 28 in an sich bekannter Weise ein Gewinde auf, das zum Verschrauben einer Mutter 29 dient. Ausserdem ist auf dem Stift 20 eine Hülse 30 verschiebbar, die lose auf dem genannten Stift sitzt und welche nach unten zu einen Ansatz 31 aufweist, der einen verbreiterten Lappen darstellt, der eine solche runde Kante aufweist und so gebogen ist, dass er sich in den Spalt zwischen dem Deckel und dem Gefässrand einlegen kann, genau gegenüber den eingangs genannten flachen Zangenlippen. Nach Einlegen wird der genannte Lappen durch die Mutter 29 festgestellt, ohne selbst jedoch an der Öffnung des Deckels teilzunehmen.
Die Funktion der erfindungsgemässen Vorrichtung ist die Folgende :
Vorerst werden die in einer Flucht liegenden Zangenlippen 12, 14 und 15 in den Spalt zwischen Gefässrand und Deckel eingesetzt und der durch die Feder etwas angehobene Stift über den Gefässdeckel hinweg soweit zu diesem hin niedergelegt, dass der Lappen oder Ansatz 31 in den Spalt zwischen Gefässrand und Deckel in einer Richtung entsprechend dem Gefässdurchmesser eingeführt werden kann. Dann wird diese Stellung durch Verschrauben der Mutter 29 gesichert. Dabei ist nun die Zange selbst wegen der Wirkung der Feder 26 leicht schräg nach oben geneigt. Vor Betätigung der Spreizzange selbst wird diese soweit aus der Schräglage in die Horizontallage unter Anziehen der Klammer gebracht, dass sie in die Lage gemäss Fig. 1 gelangt.
Dabei dringen ihre drei Lippen 12, 14, 15 noch etwas weiter in den Schlitz zwischen Deckel und Gefässrand ein. Erst dann kann die Spreizzange durch Zusammendrücken der Handgriffe im Sinne der Pfeile p zu der Öffnungsbewegung gebracht werden, wobei die Lippen 12,14 sich entgegen der Lippe 15 bewegen, also zu einer Spreizbewegung gezwungen werden. Dadurch wird der Deckel, parallel zu der Achse des Gefässes, von seinem Sitz angehoben, u. zw. bei vorsichtiger Betätigung so allmählich, dass zuerst Luft durch die gelockerte Gummidichtung in das Gefäss eindringen kann, worauf die gänzliche Abhebung des Deckels erfolgt.
Besonders vorteilhaft ist es, dass durch die breiten Lippen der vorderen Zangenteile eine grosse Auflagerfläche und eine wesentliche Verkleinerung des spezifischen Druckes auf den Gefäss-und Deckelrand erzielt wird, wodurch die Bruchgefahr allein schon herabgemindert wird. Ausserdem werden Biegungsmomente auf den Deckel und Gefässrand vermieden, was bei keiner der bisher angewendeten Methoden des Deckelabhebens mit Ausnahme besonderer eingangs genannter Zangen möglich ist.
Es sei noch erwähnt, dass die erfindungsgemässe Zange, allenfalls auch ohne Klammer, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen, auch zum Öffnen von sogenannten Klemmdeckeln bei Farbdosen od. dgl. verwendet werden kann, auch, um andere Arbeiten mit ihr ausführen zu können.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Öffnen von Konservierungsgefässen, insbesondere aus Glas, die durch zangenartige Wirkung den Deckel vom Gefäss abheben, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe aus einer einen Orts an der Deckelsitzrille (5) anzusetzenden und in der Gefässachsrichtung wirkenden Spreizzange (6, 7,12, 14, 15) besteht, welche durch einen an ihr angelenkten, an der Deckel- öffnung nicht teilnehmenden Ausleger (20, 31) nach Art eines Gegenhalters an der Öffnungsstelle festgehalten wird.