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Heilquellenhahn
Die Erfindung betrifft einen Heilquellenhahn mit je einer der Zufuhr von Heil-bzw. Wasser- leitungswasser dienenden, zu einer ebenen Steuer- fläche führenden Bohrung und einem schritt- weise schaltbaren, die zu den Flüssigkeitsauslässen führenden Bohrungen enthaltenden Drehstück.
Die Erfindung unterscheidet sich von den bekannten Einrichtungen dieser Art durch die besondere konstruktive Ausbildung, durch die der bisherige Nachteil der Hähne mit ebener
Steuerfläche behoben wird, der in Undichtheiten liegt und in der besonderen Anordnung der
Bohrungen um bei der schrittweisen Schaltung reihenfolgeweise den Hahn den besonderen Be- dürfnissen bei der Heilwasserabfüllung anzupassen.
Die Erkenntnis, dass insbesondere nach der
Füllrohrspülung ein Ausstoss der Spülwasserreste notwendig ist, bevor Heilwasser durch das Füllrohr in den Kurbecher gefüllt wird, fusst auf Beobachtungen der Heilwirkung, die mit Heilwasser gemacht wurden, denen Spuren von Wasserleitungswasser beigefügt waren. Es hat sich dabei gezeigt, dass zur Erreichung voller Heilwirkung jeglicher Spülwasserrest schädlich ist.
Die Erfindung besteht darin, dass das mit einer Hülse den feststehenden Hahnteil umfassende, durch Federn mit seiner Steuerfläche gegen die Steuerfläche des feststehenden Hahnteiles angepresste Drehstück ein Füllrohr und einen, dasselbe umgebenden Mantel trägt, welcher behälterförmig geformt ist und gegen das Füllrohräussere gerichtete Ausflussbohrungen aufweist und dass die Bohrungen für das Heil-bzw. Wasserleitungswasser derart angeordnet sind, dass bei der schrittweisen Schaltung zuerst die Spülung des Füllrohres von innen und aussen, dann der Ausstoss der Spülwasserreste aus dem Füllrohrinneren mittels Heilwassers, hierauf Absperrung aller Auslässe und schliesslich zum Zwecke der Becherfüllung nur Heilwasser durch das Füllrohr ausgelassen wird.
Die Erfindung ist in der Zeichnung in einer beispiels weisen Ausführungsform dargestellt und zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt durch den Heilquellenhahn, Fig. 2 eine Einrichtung welche am Hahne angebracht wird, wenn nur mit Heilquellenwasser gespült und kein Wasserleitungswasser benutzt werden soll, Fig. 3 eine Druntersicht unter die Steuerfläche des Hahnoberteiles, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie A-A der
Fig. 1, Fig. 5 und 6 zeigen weitere Ausführung- formen der Steuerflächen.
Bei Heilquellen geringer Ergiebigkeit ist es vorteilhaft die Spülung des Füllrohres mit
Wasserleitungswasser vorzunehmen. Die Er- findung dient insbesondere für diese Fälle, kann aber auch dort benutzt werden, wo eine solche Leitungswasserspülung nicht erfolgt.
Der Hahn besteht aus dem Oberteile 6, gegen den der Unterteil 8 verdrehbar ist. Dieser
Unterteil 8 ist in der Hülse 7 eingeschraubt und notfalls durch eine Fixierungsschraube 17 an derselben befestigt. Diese Hülse 7 wird gegen eine Schulter des Oberteiles 6, auf welcher der
Schleifring 18 liegt, abgestützt. In Bohrungen des Oberteiles sind Druckfedern 20 untergebracht, die von den Wurmschrauben 21 eingestellt werden können und welche Klötze 19 gegen den
Ring 18 drücken.
Dadurch ist ein sicherer Sitz der Ventilflächen aneinander gewährleistet.
Im Oberteile 6 ist die Bohrung 1 für die Zufuhr des Wasserleitungswassers und die Bohrung für die Zufuhr des Heilque1lenwassers vorgesehen.
An den Unterteil 8 ist das Füllrohr 11 befestigt, das durch die Bohrung 25 des Teiles 8 fortgesetzt ist. Ferner ist eine Bohrung 3 im Teile 8 vorgesehen, die zu einem Behälter 12 führt, welcher im oberen Teile Lochungen 13 besitzt und der von dem am Teile 8 angeschraubten Mantel 9 umgeben ist, welcher unten schräg gegen das Füllrohr 11 gerichtete Auslässe 10 besitzt. Der Behälter 12 dient als Absetzbehälter für im Wasserleitungswasser allenfalls enthaltene feste Verunreinigungen. Von der Bohrung 25 aus verlaufen die beiden Bohrungen 4 und 5 bis an die Ventilfläche des Teiles 8, die auf der Ventilfläche des Teiles 6 (Fig. 3) aufsitzt.
Befindet sich der durch den Handgriff 15 verdrehbare Unterteil 8 in der in Fig. l und 4 gezeigten Lage gegenüber den in Fig. 1 und 3 gezeigten Oberteil 6, also in der in Fig. 4 mit Sp bezeichneten Spülstellung, so gelangt das Wasserleitungswasser durch die Bohrung 1 und die Bohrung 8 über den Absetzbehälter 12 in den Hohlraum 14 und von da durch die Auslässe 10, so dass das Füllrohr 11 von aussen bespült wird.
Durch die in der Ventilfläche des Teiles 6 vorgesehene Aushöhlung I'gelangt ferner gleich- zeitig Wasserleitungswasser durch die Bohrung 4 und 25 in das Füllrohrinnere und spült dieses aus.
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Wird der Handgriff in die Stellung A (Fig. 4) gebracht, so ist die Bohrung 2 des Oberteiles mit der Bohrung 5 des Unterteiles in Verbindung gebracht, während alle übrigen Leitungsverbindungen unterbrochen sind. Es gelangt bei dieser Hahnstellung das Heilquellenwasser durch die Bohrung 5 und 25 in das Füllrohrinnere und stösst die dort zurückgebliebenen Wasserleitungswassermengen aus. Wird der Handgriff weiter verstellt, so ist auf dem mit S in Fig. 4 bezeichneten Wege eine völlige Absperrung aller Zuleitungen gegeben.
Sobald der Handgriff 15 die Lage F erreicht hat, ist die Bohrung 2 mit der Bohrung 4 verbunden und das Heilwasser gelangt durch das gereinigte Füllrohr in den zu füllenden Becher. Anschläge 26 und 27 begrenzen die beiden Endstellungen des Handgriffes 15.
Soll kein Wasserleitungswasser benutzt werden, sondern direkt mit Heilquellenwasser gespült werden, so wird die Schraubhülse 22 aus dem Teile 6 herausgeschraubt und durch die Schraube 24 ersetzt. Es kann dann das Heilwasser sowohl durch die Bohrung 2 als auch durch die Bohrung 1 fliessen und die Spülung des Füllrohres erfolgt nun bei Betätigung des Handgriffes 15 in der vorgeschilderten Weise, mittels Heilwasser.
Falls nur eine Spülung des Füllrohres von aussen erwünscht ist, so kann der Hahn auch dazu benutzt werden, nur fällt in diesem Falle die Bohrung 4 im Teile 8 fort. Es kann für diesen Fall auch der mit dieser Bohrung 4 versehene Hahn verwendet werden, wobei dann diese Bohrung 4 z. B. mittels einer Schraube oder mittels eines Pfropfens verschlossen wird.
Gemäss Fig. 5 und 6 sind die Steuerflächen des Hahnes für eine Ausführungsform, bei welcher neben der Spülwasserzuführung 1 und der Heilwasserzuführung 2 für kaltes Heilwasser noch eine zusätzliche weitere Bohrung I (in Fig. 1 nicht dargestellt) für die Zufuhr von heissem Heilwasser vorgesehen ist.
Die Steuerfläche des Hahnoberteiles 6 zeigt die Öffnungen 1, die Aushöhlung ?', die Öffnung 2 und I, letztere für das heisse Heilwasser und eine Öffnung I', die mit der Bohrung I verbunden ist. Die Steuerfläche des Hahnunterteiles 8 (Fig. 6) zeigt die Öffnungen 3, die zur Spülung des Füllrohres von aussen führt, die Öffnungen 5, 4 und 1" die zum Füllrohrinneren leiten.
Ist der Handgriff 15 in der Lage Sp, so gelangt Spülwasser aus 1 nach 3 und über l'nach 4 und es wird das Füllrohr von Aussen und Innen gespült. Ist der Handgriff 15 in der Lage A so gelangt kaltes Heilwasser von 5 nach 25 und dieses stösst die Spülwasserreste aus dem Füllrohre aus. Gleichzeitig gelangt heisses Heilwasser von l'nach 1" und aus der Bohrung/ wird das bereits ausgekühlt Heilwasser durch das nachdrängende heisse Heilwasser entfernt.
In der Stellung Fk des Handgriffes 15 erfolgt die Becherfüllung mit kaltem und in der Stellung Fh des Handgriffes mit heissem Heilwasser.