AT163119B - Elektrische Entladungslampe mit Anlaßstreifen - Google Patents

Elektrische Entladungslampe mit Anlaßstreifen

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AT163119B
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glass envelope
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  • Vessels And Coating Films For Discharge Lamps (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Elektrische Entladungslampe mit   Anlassstreifen   
Die Erfindung bezieht sich auf elektrische
Entladungslampen, bei welchen in einer röhren- förmig gestreckten Glashülle mit einer Mehrzahl von Elektroden ein ionisierbares Medium ver- wendet wird und die mit einer zwischen den
Elektroden entlang der Glashülle sich erstrecken- den Anlassstreifen versehen sind, sowie auf ein
Verfahren zur Herstellung solcher Anlassstreifen. 



   Bisher wurden Anlassstreifen verwendet, um den elektrostatischen Effekt der Wandladungen im Inneren von Gasentladungsgefässen entgegen- zuwirken, eine Verzerrung der Potentialverteilung oder elektrostatischen Felder zwischen den
Klemmen herbeizuführen und hiedurch die
Einleitung der Entladung zu erleichtern. Bei Einrichtungen, bei welchen eine heisse und glühende Drahtelektrode verwendet wird, wird die Verzerrung des Feldes insbesondere durch selektive Adsorption gewisser Ionen oder durch Elektronen, die an der Wand des Gefässes haften, verursacht. Der Anlassstreifen neutralisiert und verhütet die Ladung der Wand und beseitigt damit eine der Ursachen eines unbefriedigenden Lampenbetriebes.

   Diese Anlassstreifen waren üblicherweise dünne Überzüge aus leitenden
Substanzen, wie   Bronze-oder Aluminiumanstrich,   welche häufig durch Reibung oder Scheuern abgerieben oder abgenützt wurden, wodurch die Kontinuität des Anlassstreifens zerstört wurde. 



   Es sind auch Anlassstreifen bekannt, die aus in die äussere Wand des Gefässes eingeschmolzenen Partikelchen von Graphit oder Metall bestehen. Die Herstellung solcher Anlassstreifen erfordert ein Erweichen des Wandmaterials ; zudem sind solche Anlassstreifen auch gegen Abrieb nicht genügend widerstandsfähig. In Verbindung mit Hochdruckentladungsröhren, welche im Gegensatz zu Fluoreszenzlampen, auf die sich die vorliegende Erfindung in erster Linie bezieht, zufolge des kleinen Abstandes zwischen den Elektroden nur eine geringe Länge besitzen, sind leitende Beläge aus Metallfolien oder einer Metallisierung bekannt, die mit einem hitzebeständigen Isoliermittel, etwa einer Glasur, überzogen sein können.

   Solche doppelte   Überzüge   sind für langgestreckte Röhrenlampen nicht geeignet und unterliegen im besonderen wegen der verschiedenen Wärmeausdehnung einem Ab- schälen. 



   Es ist ferner bekannt, die Innenwand des
Kathodengefässes von Quecksilberdampflampen mit einer angefritteten oder   angeschmolzenem,   den Kathodenspiegel schneidenden   Ringschicht   aus leicht schmelzbarem Glase zu versehen, das von fein verteilten Partikelchen solcher Metalle durchsetzt ist, welche von Quecksilber benetzbar sind. Hiebei genügt es, wenn z. B. etwa 0-5%
Aluminiumpulver der Glasmasse zugesetzt werden, da der Metallgehalt der Glasmasse lediglich der in Verbindung mit Quecksilberdampflampen mit flüssiger Quecksilberelektrode auftretenden Auf- gabe dient, die Bildung des Lichtbogens durch
Beseitigung des Quecksilber-Meniskus in
Berührung mit dem Glas zu erleichtem. Die Verwendung eines üblichen   Anlassstreifens   an der Aussenseite der Kathodenröhre wurde durch diesen Vorschlag nicht betroffen. 



   Schliesslich ist es bekannt,   Glasüberzüge, welche     Metallpartikelchen   enthalten, für die Herstellung von Verzierungen sowie von metallischen
Schichten auf keramischen Werkstoffen zu verwenden. 



   Gemäss der Erfindung sind die elektrischen   Emtladungslampen   der bezeichneten Art mit einem Anlassstreifen versehen, der aus einer gegen Abrieb widerstandsfähigen, an der   Glashütte   festhaftenden Glasmasse besteht, die zufolge von in der Glasmasse fein verteilten metallischen Partikelchen elektrisch leitend ist. Die Glasmasse soll an der Glaswand der Hülle, z. B. einer Fluoreszenzlampe, bei einer Temperatur unterhalb des Schmelzpunktes der Glashülle festhaften. 



  Eine für diese Zwecke besonders geeignete Glasmasse besteht beispielsweise aus Bleiborat. 



   In der Zeichnung ist in Seitenansicht, teilweise im Schnitt, eine beispielsweise   Ausführwigsform   der Erfindung an einer   Entladungseinrichtq   1 mit positiver Säule dargestellt. Die Einrichtung 1 besteht aus einer   langgestreckten röhrenformigen   oder zylindrischen Hülle 2, in deren Enden die mit den therinoiomschen Elektroden 7 bzw. 8 elektrisch verbundenen Zuführungsdrähte 3,4 und 5, 6 dicht eingesetzt sind. Geeignete, in der Zeichnung nicht dargestellte Mittel können 

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 vorgesehen sein, um diese Zuführungsdrähte mit einer elektrischen Energiequelle für das Anlassen und die Aufrechterhaltung der Gasentladung zwischen den beiden Elektroden und, wenn notwendig, auch für die Erhitzung der Elektroden auf die Glüh-und Emissionstemperatur zu verbinden.

   Die Elektroden 7 und 8 bestehen aus einer Spule, vorzugsweise einer Wicklung aus Draht, wie Wolframdraht, der mit einem Material von hoher Elektronenemissionsfähigkeit, wie z. B. mit einem Erdalkalioxyd, wie Barium-oder Strontiumoxyd oder deren Mischungen überzogen ist. Die Hülle 2 enthält eine Gasatmosphäre, z. B. aus seltenen Gasen, wie Krypton, Neon, Argon oder deren Mischungen oder ein verdampfbares Metall, wie Quecksilber oder eine Mischung eines 
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 elektrisch leitfähiger Form die reduzierten Metall- partikelchen ein, welche im Bleiborat gleichmässig verteilt sind, um einen elektrisch leitenden Weg zu. schaffen, dessen spezifischer Leitungswider- stand eine Funktion des Prozentsatzes der ver- wendeten reduzierbaren Metallverbindung ist. 



   Der Ohm'sche Widerstand des Streifens wird durch den spezifischen Leitungswiderstand und die Abmessungen des Streifens bestimmt.
Bei der Herstellung der Mischung, die auf die Glashülle aufgebracht wird und vor deren Hitzebehandlung kann ein geeignetes Reduktionsmittel, wie Glyzerin, Zitronensäure, Weinsäure, polymerisierter Formaldehyd,   Aluminiumformiat,   Zucker oder Dextrin mitverwendet werden, um die Metallverbindung während der Hitzebehandlung zu reduzieren. Ferner kann ein geeignetes Verdünnungsmittel, wie Methylalkohol, zugesetzt werden, um die Viskosität der Masse zu regeln. 



   Die angestrebten Ergebnisse werden unter Verwendung einer Masse erzielt, welche Bestandteile enthält, die, in den richtigen Verhältnissen kombiniert und auf eine Glashülle aufgetragen, bei Temperaturen zwischen 500 und   5500 C   zusammenfritten und auf dem Glas festfritten. 



  Beispielsweise kann diese leitfähige Masse eine Paste sein, welche 1050 g Silberoxyd, 600   cm3   Methylalkohol, 840   cnz3   Glyzerin und 450 g Bleiborat enthält. Das Bleiborat wird als Frittungsmittel verwendet. Es frittet an der Glashülle bei Temperaturen unterhalb des Schmelzpunktes des Glases fest und bildet einen porösen Körper, in welchem das reduzierte Metall verteilt ist. So wird ein leitender Weg erhalten, der auch beim Reiben und Scheuern nicht entfernt oder zerstört wird, so dass die Kontinuität des Anlassstreifens nicht unterbrochen wird. Im allgemeinen hat ein solcher Anlassstreifen einen niedrigen   Ohm'schen   Widerstand, in der Regel von etwa 25 bis 100 Ohm. 



   Die Aufbringung der Masse auf die Glashülle 2 kann entweder bevor oder nachdem die Hülle mit dem Lichtträger überzogen worden ist, durchgeführt werden und nach allen an sich bekannten Methoden, wie Anstreichen, Ausspritzen aus einer Düse oder mit Hilfe einer dünnen Kautschukwalze erfolgen. Die Viskosität, die Dicke und die Klebrigkeit der Masse können variiert werden, um sie mit Hilfe eines geeigneten Verdünnungsmittels, wie Methylalkohol, der Art der angewendeten Aufbringungsmethode anzupassen. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Elektrische Entladungslampe, bei welcher in einer röhrenförmig gestreckten Glashülle mit einer Mehrzahl von Elektroden ein ionisierbares Medium verwendet wird und die mit einem sich zwischen den Elektroden der Glashülle erstreckenden Anlassstreifen versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Anlassstreifen aus einer gegen Abrieb widerstandsfähigen, an der Glashülle <Desc/Clms Page number 3> festhaftenden, zweckmässig porösen Glasmasse, z. B. aus Bleiborat, besteht, die zufolge von gleichmässig in der Glasmasse fein verteilten metallischen Partikelchen, insbesondere von Silber, Platin oder Rhodium, elektrisch leitend ist.
    2. Verfahren zur Herstellung eines leitenden Anlassstreifens für elektrische Entladungslampen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man aus Bleiborat, aus einer reduzierbaren Metallverbindung, z. B. Platinchlorid oder Silber- oxyd und einer entsprechenden Menge eines Reduktionsmittels, wie Glyzerin, eine Paste herstellt, diese Paste auf die Glashülle aufträgt und die Hülle mit der darauf aufgetragenen Paste einer Temperatur unterwirft, die ausreicht, um die Reduktion der reduzierbaren Verbindung herbeizuführen und das Bleiborat an der Hülle anzufritten, so dass eine fest anhaftende Schichte, welche die Metallpartikelchen enthält, gebildet wird.
AT163119D 1946-04-06 1947-02-25 Elektrische Entladungslampe mit Anlaßstreifen AT163119B (de)

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US674444A US2627046A (en) 1946-06-05 1946-06-05 Electric discharge device

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AT163119B true AT163119B (de) 1949-05-25

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