AT162564B - Verfahren zur Schaumverbesserung von Getränken - Google Patents

Verfahren zur Schaumverbesserung von Getränken

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Otto Dr Czadek
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  Verfahren zur Schaumverbesserung von Getränken 
Die Schaumbildung und Schaumhaltigkeit ist für viele, insbesondere kohlensäurehaltige Ge- tränke, z. B. für Bier oder bierähnlicheErzeugnisse, ferner aber auch für Erfrischungsgetränke, wie
Limonaden usw. von ausschlaggebenderBedeutung für ihre Wertschätzung und Wertbestimmung. 



   Die Verwendung von Schaummitteln für solche
Erzeugnisse stösst auf die Schwierigkeit, dass eine Anzahl dieser Stoffe sich in chemischer Hinsicht mit den Bestandteilen der Getränke nicht verträg, Ausfällungen oder Trübungen hervorruft oder den Geschmack der Getränke ungünstig beeinflusst. Andere Schaummittel, wie z. B. Saponin, sind der Gesundheit nicht zuträglich und sollten daher besser für solche Zwecke nicht verwendet werden. 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung besteht nun im Wesen darin, dass den Getränken, insbesondere kohlensäurehaltigen Getränken, im Zuge ihrer Herstellung oder den fertigen Getränken die schaumbildenden Bestandteile der Sojabohne in sehr geringen Mengen einverleibt werden. 



  Im allgemeinen beträgt der Zusatz an solchen Stoffen im Rahmen des Verfahrens gemäss der Erfindung unter   1%,   zweckmässig nur wenige Tausendteile oder noch weniger. Es wurde nämlich gefunden, dass die Sojabohne (Semen dolichos soja) schaumbildende Bestandteile enthält, welche schon in sehr kleinen Mengen eine wesentliche Schaumverbesserung und Erhöhung der Schaumhaltigkeit der Getränke bewirken. Diese Stoffe sind mit den Bestandteilen sowohl von Bier u. dgl. alkoholischen Getränken als auch von Erfrischungsgetränken, wie Limonaden und Kunstlimonaden aller Art, verträglich ; sie sind ferner vollkommen gesundheitsunschädlich und geschmacklich einwandfrei, was sich schon daraus ergibt, dass Sojabohnen, Sojabohnenmehl, Sojabohnenöl und Sojabohnenextrakte vielfach als Nahrungs-und Genussmittel Anwendung finden. 



   Zur Durchführung des Verfahrens gemäss der Erfindung kann man die schaumbildenden Bestandteile der Sojabohne den Getränken schon im Zuge ihrer Herstellung einverleiben, so z. B. bei der Herstellung von Bier, indem man z. B. 



  Sojabohnenmehl, allenfalls   entbitterterSojabohnen,   dem Braugut zusetzt und im übrigen den Brau- prozess in der üblichen Art durchführt. Beispiels- weise werden zu diesem Zwecke dem   Braugut l"   (ein Promille) feingemahlene Sojabohnen zuge- setzt. Die Menge des Zusatzes und der Feinheits- grad des verwendeten Sojabohnenmehles sind für die Schaumbildung von Bedeutung, da bei zu hohen Zusatzmengen oder zu hohem Feinheit- grad des Mehles die Schaumbildung in für den
Ausschank unerwünschter Weise übersteigert werden würde. Bei der Verschiedenartigkeit der
Biere empfiehlt es sich, durch einige Vorversuche mit fertigem, ohne Zusatz an Sojabohnenmehl gebrautem Bier durch Zusatz steigender Mengen von Sojabohnenmehl verschiedenen Feinheits- grades, die beim Brauprozess anzuwendenden Men- gen zu bestimmen.

   Die Mitverwendung von Soja- bohnenmehl im Zuge der Bierbrauerei hat noch den weiteren Vorteil, dass die Klärung des Bieres gefördert wird. An Stelle von Sojabohnenmehl können auch gebrochene Bohnen oder Bohnenschrot, entbittert oder nach dem Charakter des Bieres auch unentbittert, verwendet werden. 



  Ferner können auch Extrakte aus Sojabohnen, welche die schaumbildenden Stoffe enthalten, z. B. wässerige Extrakte, für diese Zwecke benützt werden. Die Anwendung von schaumbildende
Stoffe enhaltenden Extrakten empfiehlt sich insbesondere zur Schaumverbesserung von Erfrischungsgetränken, wie Limonaden. Zu diesem Zwecke wird z. B. Sojabohnenschrot im Drucktopf gekocht, und das Filtrat im Ausmass von   0-5"/   (fünf Zehntel Promille) einer fertigen Limonade zugesetzt. Der Zusatz des Extraktes kann vor der Abfüllung in Flaschen erfolgen, man kann aber auch beim Ausschank dem Getränk die gehörige Menge Extrakt aus einem Zutropfgefäss zutropfen lassen. 



   Es ist bereits bekannt, bei der Herstellung von Malzgetränken oder alkoholischen Getränken, insbesondere Bier, die Rückstände, welche bei der Entölung von Sojabohnen anfallen, als Maischmaterial zu verwenden. Zu diesem Zwecke werden die Rückstände mit einer geringen Menge Malz versetzt, im Autoklaven unter Druck aufgeschlossen und dann z. B. mit etwa der vierfachen Menge Malz eingemaischt. Der Gehalt der Maischen an entölten Sojabohnen soll etwa 

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 zwischen 12% und 25% liegen. Einem so gebrauten Bier wird hoher Glanz und Schaumhaltigkeit nachgerühmt. Im Gegensatz zu diesem bekannten Verfahren bilden im vorliegenden Fall Sojabohnen nicht ein Maischmaterial, vielmehr werden Sojabohnen nur in sehr geringen Mengen der Maische zugesetzt oder Extrakte aus Sojabohnen dem fertigen Getränk in diesen Mengen einverleibt. 



  Es kommt daher der nach den bekannten Verfahren aus Sojabohnen hergestellten Getränken, wie Sojabohnenbier,   anhaftende eigenartige, keines-   wegs angenehme Geschmack bei dem Verfahren gemäss der Erfindung nicht zur Ausbildung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Schaumverbesserung von Getränken, dadurch gekennzeichnet, dass den Getränken, insbesondere kohlensäurehaltigen Getränken, im Zuge ihrer Herstellung oder den fertigen Getränken sehr geringe Mengen der schaumbildenden Bestandteile der Sojabohne einverleibt werden.
AT162564D 1945-11-29 1945-11-29 Verfahren zur Schaumverbesserung von Getränken AT162564B (de)

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