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Dehnrohr
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mit elastisch quer zur Achse möglicher Änderung der Querschnittsform dadurch zu erzielen, dass ihr Querschnitt elliptisch oder ellipsenähnlich ausgeführt wird.
In der Zeichnung werden Ausführungsbeispiele des Erfindungsgedankens gezeigt. Fig. 1 zeigt ein Rohr mit elliptischem Querschnitt. Fig. 2 zeigt ein Rohr, dessen Querschnittsform aus zwei Kreisbogen mit Verbindungsgeraden gebildet wird. Diese Querschnittsformen sind so gewählt, dass eine durch den Flüssigkeitsdruck oder thermische Einflüsse bedingte 10% ige Inbalts- vergrösserung durch Umformung des Rohrmantels in die Kreisform möglich ist. Dabei ist in den Beispielen nur eine Manteldehnung von 2 % angenommen, wogegen bei ursprünglichen Kreisquerschnitt eine Manteldehnung von 5% zur gleichgrossen Volumenveränderung erforderlich ist.
Auf diese Art kann auch ein Rohrquerschnitt verwendet werden, der bei bestimmter Inhaltsvergrösserung einen der Kreisform nur näherkommenden Querschnitt annimmt. Da der Widerstand des Materials gegen derartige Verformungen geringer ist als gegen eine Aufweitung eines Kreisquerschnittes, ergibt sich eine wesentlich geringere Materialbeanspruchung. Fig. 3 zeigt eine solche elliptische Querschnittsform, welche durch Formänderung auf einen anderen elliptischen Querschnitt eine Inhaltsvergrösserung von 20% aufweist bei einer Manteldehnung von nur 2%. Durch Wahl der Querschnittsform, Mantelstärke und des entsprechenden Materials ist es auf diese Art möglich, eine auftretende Volumenvergrösserung bzw. eine eintretende Drucksteigerung durch eine vorübergehende, elastische oder auch ganz oder teilweise bleibende Deformation unbeschadet aufzunehmen.
Der Querschnitt kann vor allem so gewählt werden, dass die Umformung in die Kreisform die in den Scheiteln der Ellipse ein Maximum erreicht, noch innerhalb der Elastizitätsgrenze des Materials bleibt und eine weitere Aufweitung durch Manteldehnung erfolgt (in Fig. 1 2 %), welche am gesamten Umfang auftritt, so dass beim Aufhören der Volumen-oder Druckveränderung ein
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Zurückfedern des Rohrmantels in die ursprüngliche Querschnittsform eintritt.
Das federnde Ausweichen des Rohrmantels wirkt sich vor allem mit Vorteil bei Abfederung von Druckstössen, sogenannten Wasserschlägen, aus. Bei Verwendung von unelastischem Material (Blei) ergibt der erfindungsgemäss vorgeschlagene
Querschnitt den Vorteil, dass durch die Verformung des Querschnittes die Mantelstreckung wesentlich geringer ist, wodurch die Gefahr des Rohrbruches teilweise oder ganz beseitigt ist.
Dehnrohre im Sinne des Erfindungsgedankens besitzen, wie aus dem Vorgesagten ersichtlich ist, den Vorteil, dass die Rohrwandungen schwächer dimensioniert werden können, was sich als Material-und Gewichtseinsparung auswirkt. An Stelle von hochwertigem Material, wie Blei oder nahtlosem Rohr, kann in normalen Fällen billiges, geschweisstes Rohr verwendet werden, wobei zweckmässig die Nahtstelle an die Stelle der geringsten Biegebeanspruchung gelegt wird (in. Fig. 1 mit S bezeichnet).
Die Herstellung der Rohre kann ohne wesentlichen Mehraufwand an Arbeit erfolgen, gegebenenfalls durch Umformen von Rohren mit kreisförmigem Querschnitt.
Die Verbindung der Rohre kann in der bisher üblichen Art erfolgen, es werden zu diesem Zwecke die Rohrenden zur Aufnahme des Gewindes mittels Zangen, Schraubbacken oder Pressen auf kreisförmigen Querschnitt gebracht, oder es können an den Rohrenden Fittinge oder Flanschen angebracht werden, die in ihrer
Formgebung dem entsprechenden Rohrquer- schnitt angepasst sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Rohr aus elastisch oder bleibend verformbarem Material, insbesondere für tropfbare oder erstarrende Flüssigkeiten, mit einem zur Aufnahme von auftretenden Druckstössen oder durch Temperaturschwankungen entstehenden Volumen- änderungen geeigneten, vom kreisrunden abweichenden Querschnitt, dadurch gekennzeichnet, dass dieser Querschnitt elliptisch oder ellipsen- ähnlich ist.