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Lote zum Verbinden von Sinterkarbidschneiden mit Schäften aus warmfesten oder unlegierten Stählen
Bisher wurden die Sintermetallschneiden auf metallischen Haltern durch Unterlagen von Kupfer oder Kupferlegierungen, wie Messing oder Bronzen, aufgelötet. Solche aufgelötet Schneiden lösen sich aber von ihrer Unterlage, sobald sie Temperaturen von über 9000 C in Gegenwart von hohen Schnittdrucken ausgesetzt werden. Die Schmelztemperaturen dieser Lote liegen zwischen 880
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und Zähigkeit, statt. Die Schneiden können sich dabei je nach der Zerspanungsgeschwindigkeit und Arbeitsdauer auf Temperaturen über 10000 C erwärmen.
Zur Verbindung der Schneidplättchen mit dem Halter muss bekanntlich ein Metall-Lot verwendet werden, das eine höhere Schmelztemperatur besitzt, als die auftretende höchste Erwärmung der Schneide beträgt. Man dachte dabei an das Monel-Metall, welches etwa 67-70 % Nickel und 30-28 % Kupfer sowie unbeabsichtigte geringe Beimengungen von Mangan und Eisen enthält und bei 1350 C schmilzt. Dieses MonelMetall, das infolge seines überwiegenden Nickelgehaltes als Nickellegierung anzusehen ist, zeigt aber ungünstige Löteigenschaften, die sich einerseits in seiner hohen Schmelztemperatur, anderseits in seiner Zähflüssigkeit bemerkbar machen.
Die Folge davon können Lötspannungen und Überhitzungen des Halterstahles sein.
Forschungen nach geeigneten Loten zum Verbinden von Sinterkarbidschneiden mit dem Halterstahl für Beanspruchungen bei hohen Temperaturen führten zu der Erkenntnis, dass Kupferlegierungen mit 60-80 % Kupfer, 38-5-15 % Nickel und 1-5-5 % Mangan, die einen Schmelzpunkt zwischen 1220-1280 C besitzen, ausserordentlich feste und zähe Lötungen ergeben, wie bei Zerspanungsversuchen an
Stahlblöcken mit Temperaturen oberhalb 900 C nachgewiesen werden konnte. Die Schmelz- temperaturen der gemäss der Erfindung zu- sammengesetzten Lote liegen etwa um 150-200 über der höchsten Schneidentemperatur. Bei
Hartmetallschneiden, die hingegen in der Kälte zerspanen, soll das Lötmittel um 300'höher schmelzen, als die höchste Schneidentemperatur beträgt.
Bei Warmzerspanungen kommt man mit einem niedrigeren Temperaturintervall aus, weil die Wärmeableitung von hoher Temperatur infolge künstlicher Kühlung rascher erfolgt.
Eine Legierung mit 70-75 % Kupfer,
28-5-23 % Nickel und 1-5-2 % Mangan ergab bei einem Schmelzpunkt von etwa 12500 C ausserordentlich günstige Löteigenschaften. Die damit hergestellte Verbindung zwischen den
Schneidenplättchen und dem Halter war fest und zäh und löste sich nicht trotz tagelanger Zerspanungsbeanspruchung der Schneiden oberhalb 900 C. Dabei wurden an den Schneiden Temperaturen bis zu 1100 C festgestellt.
Als Haltermaterial dienen warmfeste Stähle, die mit Chrom, Nickel und Wolfram und/oder Molybdän legiert sein können. Als Halterstahl können auch Schnelldrehstähle, aber auch sogar unlegierte Stähle dienen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Aus Mangan, Nickel und Kupfer bestehende Lote zum Verbinden von Sinterkarbidschneiden die Zerspanungstemperaturen oberhalb 8500 C ausgesetzt sind, mit Schäften aus warmfesten oder unlegierten Stählen, dadurch gekennzeichnet, dass sie 60-80% Kupfer, 38-5-15% Nickel und 1-5-5 % Mangan enthalten.
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