AT162205B - Kniehebel, insbesondere für die Freiauslösung von Installationsselbstschaltern - Google Patents

Kniehebel, insbesondere für die Freiauslösung von Installationsselbstschaltern

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  Kniehebel, insbesondere für die Freiauslösung von Installationsselbstschaltern 
Für die Freiauslösung von Installationsselbst- schaltern wie auch für andere Zwecke kommen häufig sogenannte Kniehebel zur Verwendung. 



   Diese bestehen grundsätzlich aus zwei Hebel- armen, die am Kniepunkt gelenkig miteinander verbunden sind und aus einer, meist hinter dem
Totpunkt liegenden Strecklage nach einer Seite ausschwingen können. Ein solcher Kniehebel soll bei genügender Sicherung in seiner Streck- lage ein möglichst starres System bilden, das sich einerseits durch eine sehr geringe Kraft auslösen lässt, anderseits aber doch genügend Sicherheit gegen unbeabsichtigte Auslösung, wie sie durch geringe Erschütterung hervorgerufen werden könnte, bietet. Auch soll ein solcher Kniehebel möglichst trägheitslos sein, damit die Auslösung in denkbar kürzester Zeit erfolgt und es soll die Auslösekraft oder sollen verschiedene Aus- lösekräfte (wie thermische, magnetische oder handbetätigte) in ihrer Wirkstelle auf den Kniehebel nicht an den Kniepunkt gebunden sein. 



   Es sind wohl schon Kniehebel bekannt ge- worden, die zur Erzielung kleiner Auslösekräfte nicht über den Totpunkt hinaus gestreckt werden. 



   Diese weisen aber zur Verrastung des Kniehebels einen dritten Hebelarm, der gemeinsam mit der einen Kniehebelhälfte gelagert ist, und eine Verlängerung an der anderen Kniehebelhälfte auf. Es lassen sich mit einer solchen Einrichtung wohl, wie erstrebt, sehr geringe Auslösekräfte erreichen, doch bleibt der grosse Nachteil ungenügender Erschütterungsfestigkeit bestehen und man ist zudem mit der Auslösekraft sowohl nach Richtung wie auch nach Angriffspunkt an den dritten Hebelarm gebunden. Auch hinsichtlich Auslösegeschwindigkeit ist diese Einrichtung ungünstig, da die Verlängerung des einen Kniehebelarmes eine erhebliche Vergrösserung des Trägheitsmomentes zur Folge hat. 



  Weiter bekannte, auf der Basis der Sperrung eines Kniehebels in nicht bis zum Totpunkt gestreckter Lage beruhende Einrichtungen entsprechen aufbau-und wirkungsmässig ebenfalls nicht zur Genüge all dem eingangs als erzielenswert Angeführten, indem bei ihnen zufolge Führung des Knies des Kniegelenkes in einem Langloch eines Schiebers der Schieber die Bewegung der Kniehebelarme über die ganze Auslösebewegung mitmachen muss, also eine grosse Reibung entsteht und dabei eine grosse
Masse bewegt werden muss.

   Weiter ist man auch hier hinsichtlich der Einwirkung und Anordnung der Auslösekräfte nicht frei, sondern der Auslöse- schieber ist einerseits durch ein selbsttätiges
Auslöseorgan (einen Bimetallstreifen) sperrbar und eine vorgesehene manuelle Auslösung hat eine aus mindestens zwei Teilen bestehende
Klinkeinrichtung, die aufbaumässig zum voraus örtlich im Schalter festgelegt ist. 



   Vorliegende Erfindung nun betrifft einen Knie- hebel, welcher den eingangs genannten erstrebten
Erfordernissen gerecht wird. Bei diesem insbesondere für die Freiauslösung von Installations- selbstschalter bestimmten Kniehebel von der Art, welche nicht bis zum Totpunkt gestreckt gesperrt sind, dient zur Sperrung ein an den äusseren Kniehebelpunkten geführter Riegel. Vorteilhaft kann der Riegel in der Wirkzone des Kniepunktes des Kniehebels eine Rast mit im Anzug verlaufender Flanke aufweisen, so dass diese Flanke beim Strecken des Kniehebels am Kniepunkt gleitend den Riegel hebt und die Rast bei Erreichen der Strecklage des Kniehebels im Kniepunkt einfällt. 



   Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die Fig. 1 veranschaulicht den Kniehebel im Schritt in gesperrter Lage, die Fig. 2 ist eine Stirnansicht zu Fig. 1, die Fig. 3 zeigt den Kniehebel in entsperrter Lage und die Fig. 4 stellt den Kniehebel in einer Lage während des Bewegens in die Sperrlage dar. 



   Mit 1 und 2 sind Achsen bezeichnet, welche angenommenerweise Teile eines Installationsselbstschalters sind und von denen die eine von einem Handmittel, etwa einem Druckknopf zu betätigen ist, während die andere mit den Kontakten des Schalters verbunden ist. An diesen Achsen 1, 2 ist je das äussere Ende eines   Kniehebelarmes   3 und 4 angelenkt, welche Arme 3, 4 in einer Achse 5 zum Kniepunkt des Kniehebels zusammengelenkt sind. Die aus dünnen Lamellen gebildeten und daher geringe Trägheit und kleine Lagerreibung aufweisenden Kniehebelarme 3, 4 sind je zu U-förmigen Bügeln gebogen, so dass sie in ihren Bewegungsebenen gesichert sind und am Arm 3 greift eine Zugfeder 6 an, die im Sinne des Streckens des Kniehebels wirkt und nach der zeichnerischen Dar- 

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 stellung in einer Verlängerung 3 a des Armes 3 eingehängt ist.

   Diese Feder 6 könnte aber auch direkt am Arm 3 angreifen. 



   Zwischen den Schenkeln der Kniehebelarme 3, 4 ist ein Riegel 7 vorgesehen, der ausser von diesen Schenkeln mittels Langlöcher 8 an den Achsen 1 bzw.   2,   also an den äusseren Kniehebelpunkten geführt ist. Dieser Riegel 7 hat in der Wirkzone des Kniepunktes, d. h. der Achse 5 eine Rast   9,   die eine im Anzug zur Bewegungsbahn der Achse 5 verlaufende Flanke 10aufweist. Für den Angriffvon   verschiedenen Auslösekräften sind anverschiedenen   Stellen des Riegels 7 Anschlagflächen 11, 12, 13 vorgesehen und eine Feder 14 sucht den Riegel 7 in der Sperrlage des Kniehebels zu halten. 



   Bei gesperrtem Kniehebel, d. h. nach dem angenommenen Ausführungsbeispiel bei geschlossenem Schalter, sind die Kniehebelarme 3, 4 bis nahe an den Totpunkt gestreckt durch die Verrastung 5, 9 gesichert, wobei der Druck der Knieachse 5 auf die Rast 9 nur sehr klein ist, da die Achse 5 nur um weniges aus der Geraden zwischen den äusseren Kniehebelpunkten, d. h. den Achsen 1 und 2 verlagert ist. Der Riegel 7 ist aber gegen Erschütterungen durch den Zug der Feder 14 lagegesichert, wobei bei vertikaler Anordnung des Kniehebels die Gewichtswirkung des Riegels 7 an Stelle der Feder 14 treten kann. 



  Wirkt eine Auslösekraft P auf eine der Anschlagflächen 11, 12 oder   13,   d. h. wird der Riegel 7 gehoben, so wird die Verrastung   5,   9 aufgehoben und der Kniehebel 3, 4 knickt unter dem   Einfluss   der durch die Pfeile pi angedeuteten Kräfte (der den Kontaktschluss im Schalter aufrechterhaltenden und der Reaktionskraft hiezu) ein (Fig. 3), so dass der Schalter geöffnet wird.

   Kommt eine Kraft   p2   auf den Kniepunkt zur Wirkung (Fig. 4), so gleitet, währenddem sich die Kniehebel 3, 4 gegen ihre Strecklage hin bewegen, der Riegel 7 mit der Flanke 10 am Kniepunkt entlang und wird dadurch unter gleichzeitigem Gleiten seiner Langlöcher 8 an den äusseren Kniehebelpunkten 1, 2 angehoben, bis bei Erreichen der Strecklage des Kniehebels die Rast 9 über die Knieachse 5 einfällt und den Kniehebel wieder mit dem Riegel 7 verrastet. 



   Ausser dem geringen Druck im verrasteten Zustand des Kniehebels und der dadurch erzielten geringen Kraftbeanspruchung für die beabsichtigte Auslösung des Schalters wird mit dem neuen Kniehebel das Trägheitsmoment beim Auslösevorgang weitgehendst beseitigt, indem keine der der Verrastung dienenden Teile die Auslösebewegung der Kniehebelarme mitmachen, sondern diese Arme hiebei allein die zu bewegenden Teile sind. Dadurch wird eine grosse Beschleunigung bei der Freiauslösung des Schalters erzielt. Diese kann noch durch Anordnung von kleinen Rollen auf den Achsen 1 bzw. 2, die die Führung in den Langlöchern vermitteln, erhöht werden.

   Die Kniehebelarme können, da sie keine besonderen Mittel, wie zur Verriegelung dienende Arme haben, leicht gehalten und gestanzt sein, so dass sie neben grosser Genauigkeit ihrer körperlichen Ausführungen auch massenmässig der Beschleunigung des Ausschaltvorganges vorteilhaft sind. Das Moment des Wirkens der Auslösekraft direkt an einer Anschlagfläche des Riegels gibt eine grosse Freiheit mit Bezug auf den Angriffspunkt der Auslösekraft und gestattet verschiedene Auslösekräfte unab-   hängig voneinander zur Wirkung kommen zu lassen,   wie etwa thermische, magnetische oder manuelle. 



  Da der Riegel als planes Stück im Stanzverfahren erstellt werden kann, besitzt er grosse Genauigkeit, so dass er in seiner Rast die Strecklage des Kniehebels in dem einmal bestimmten Mass zu erreichen gestattet und damit eine besondere Regulierung des Kniehebels erübrigt. Die Ausgestaltung der Kniehebelarme als den Riegel zwischen sich haltende U-förmige Bügel ergibt einen einfachen Zusammenbau ohne sonderliche Führungsmittel für den Riegel. 



   Der Kniehebel gemäss der Erfindung ist nicht ausschliesslich an die Verwendung in Installationsselbstschalter gebunden, er kann vielmehr überall da zur Anwendung kommen, wo eine Kniehebeleinrichtung überhaupt in Frage kommt. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Kniehebel, insbesondere für die Freiauslösung von Installationsselbstschaltern, der nicht bis zum Totpunkt gestreckt gesperrt wird, dadurch gekennzeichnet, dass zur Sperrung ein an den äusseren Kniehebelpunkten geführter Riegel dient.

Claims (1)

  1. 2. Kniehebel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel in der Wirkzone des Kniepunktes des Kniehebels eine Rast mit im Anzug verlaufender Flanke aufweist, so dass diese Flanke beim Strecken des Kniehebels am Kniepunkt gleitend, den Riegel hebt und die Rast bei Erreichen der Strecklage des Kniehebels im Kniepunkt einfällt.
    3. Kniehebel nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel verschiedene Anschlagstellen für den Angriff von Auslösekräften hat.
    4. Kniehebel nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kniehebelarme zu U-förmigen Bügeln gebogen den Riegel zwischen sich halten.
    5. Kniehebel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung des Riegels an den äusseren Kniehebelpunkten durch Rollen vermittelt ist.
AT162205D 1945-05-03 1946-03-22 Kniehebel, insbesondere für die Freiauslösung von Installationsselbstschaltern AT162205B (de)

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