AT160810B - Senkrechter Glühofen zur Vergütung von Gegenständen aus Legierungen von Kupfer oder Aluminium. - Google Patents

Senkrechter Glühofen zur Vergütung von Gegenständen aus Legierungen von Kupfer oder Aluminium.

Info

Publication number
AT160810B
AT160810B AT160810DA AT160810B AT 160810 B AT160810 B AT 160810B AT 160810D A AT160810D A AT 160810DA AT 160810 B AT160810 B AT 160810B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
annealing
furnace
alloys
copper
aluminum
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Siegfried Junghans
Original Assignee
Siegfried Junghans
Publication date
Priority to AT160810T priority Critical
Application granted granted Critical
Publication of AT160810B publication Critical patent/AT160810B/de

Links

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Senkrechter Glühofen zur Vergütung von Gegenständen aus Legierungen von Kupfer oder
Aluminium. 



   Der Gegenstand des Patentes betrifft einen senkrechten Glühofen zur Vergütung von Gegenständen aus Legierungen von Kupfer oder Aluminium, insbesondere von   Messingbleehen,   mittels Reinigens und Glühens um ein durchweg gleichmässiges und günstiges Gefüge zu erhalten. 



   Zur Erreichung dieses Zieles wird in an sich bekannter Weise ein unmittelbar vor dem Glühen im stetigen Arbeitsgang von anhaftenden Fetten und sonstigen Unreinigkeiten gesäubertes und getrocknetes Glühgut unter Vermeidung jeglichen Luftzuges schnell auf Glühtemperatur gebracht und danach langsam abgekühlt. 



   Durch eine solche Vergütung wird eine homogene Feinkörnigkeit des Gefüges unter gleichmässiger Beseitigung von inneren Spannungen erzielt. Um nun die Voraussetzung für eine in jeder Beziehung gleichmässige Wärmeabsorption bzw.-durchdringung des zu glühenden Gutes, insbesondere von Blechen, zu schaffen, ist es notwendig, das Reinigen unmittelbar vor dem Glühvorgang geschehen zu lassen, um eine sichere Gewähr zu haben, dass nachher nicht doch noch wieder Schmutzteile herankommen können, und ferner soll die Reinigung am besten im kontinuierlichen Arbeitsgang   bei abge-   wickeltem Band oder Blech erfolgen, so dass tatsächlich jede Stelle in der Länge wie auch in der Breite des Bandes von Fett od. dgl. befreit wird.

   Die vorangehende unmittelbare Reinigung bildet also die Grundlage, dass das homogene Gefüge an allen Stellen des Bleches erzielt wird. 



   Es ist bereits bekannt, Metallbänder erst der höchsten Glühtemperatur und sodann nach und nach geringeren Temperaturen auszusetzen. Ebenso ist es auch bekannt, die Glühtemperatur schon im ersten Drittel des Ofens zu erreichen, wodurch sich eine schnelle und plötzliche Erhitzung mit dem weiteren Vorteil ergibt, dass in dem   geschützten   Raum des Ofens mehr Weglänge zum langsamen und kontrollierten Abkühlen vorhanden ist. 



   Diese Art des Erhitzens und Abkühlens zeigt jedoch die verfolgte Wirkung nur in Verbindung mit der unmittelbar davorgeschalteten Reinigung und Trocknung des Blechs. 



   Gemäss diesem bekannten Verfahren wird zur Erzielung eines besonders feinkörnigen Gefüges die Glühtemperatur ebenfalls bereits mindestens im ersten Drittel bzw. im ersten Viertel der   Of enlänge   erreicht. Das gleichmässige Gefüge ergibt sich nun dadurch, dass vom Blech die in regellosen Abständen haftenden Unreinigkeiten entfernt werden. Diese Unreinigkeiten würden nämlich beim Glühen verkohlen und setzen die betreffenden Stellen des Bleches nach dem Grundsatz schwarzer Körper einer stärkeren Wärmeeinwirkung aus. Diese Stellen würden somit stärker erhitzt als die reinen Flächen, was sich dann in regelloser Kornausbildung und damit verbundenen Spannungen im Blech äusserte. 



  Selbst wenn eine solche Verkohlung nicht eintritt, ist die Wärmeaufnahme an den verunreinigten Stellen anders als an den sauberen. Soll eine absolute Gleichmässigkeit erreicht werden, so muss nach der Reinigung eine Trocknung erfolgen, um durch etwa vorhandene ungleichmässig starke Flüssigkeitsschichten ein   ungleichmässiges   Glühen zu vermeiden. Durch rasches Erhitzen auf die Glühtemperatur wird erreicht, dass im Ofen eine lange Zone zur Abkühlung zur Verfügung steht, so dass während dieser langen Abkühlungszeit Temperaturunterschiede geringster Art und dadurch bedingte Strukturunterschiede nicht mehr eintreten können. 



   Es ist ferner bereits vorgeschlagen worden, beim Härten von Werkzeugstahl diesen vor dem Erhitzen zu reinigen. Im vorliegenden Fall kommt es nun in Verbindung mit dem   Glühverfahren   auf 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 eine besondere Art der   Reinigung all,   die unmittelbar vor dem Glühen stattfinden muss und die insbesondere bei Blechen oder Bändern im abgewickelten Zustand zu erfolgen hat. Die Reinigung selbst erfolgt zweckmässig durch Eintauchen des Gutes in eine fettlösende Behandlungsflüssigkeit und durch eine mechanische Säuberung, wobei die nach dem Bad noch anhaftenden Unreinigkeits-und Flüssigkeitsrückstände vor Eintritt des Gutes in den Glühofen durch Dampfbespritzung in Verbindung mit weiterer mechanischer, trocknender Reinigung entfernt werden. 



   Um eine der gleichmässigen Wärmedurchdringung entsprechende gleichmässige Wärmeeinwirkung zu erzielen, erfolgt das Glühen durch Heizkörper, die in ihrer Form und Abmessung der Form des Glühgutes angepasst sind. Hierbei erfolgt der Glühvorgang in einem Glühofen mit senkrechtem Ofenschacht, bei welchem die Heizbleche am Einführungsende des Glühgutes im Schacht frei aufgehängt sind. Durch die freie Aufhängung der Heizbleche erfolgt deren Wärmeausdehnung allein in der Längsrichtung, also parallel zur Förderbahn, wodurch eine gleichmässige Wärmeeinwirkung gewährleistet ist. 



   Auch die Anordnung der Heizbleche an der Einführungsstelle des Glühgutes in den Ofen ist von besonderem Vorteil, weil in diesem Teil der Förderbahn das glühende Material nicht jenen Zugspannungen unterworfen ist, die eintreten würden, wenn das Gut etwa kurz vor den Zugrollen am Ofenausgang geglüht würde. 



   Die patentgemässe Vorrichtung ist nachstehend an Hand der beiliegenden schematischen Zeichnung an einem Durchführungsbeispiel erläutert. 



   Das sauber gereinigte Gut wird in einen senkrecht stehenden Glühofen 11 eingeführt, dessen unteres Ende offen ist, während das andere Ende in der gezeigten Weise in einen Wassertopf 13 eintaucht, durch welchen das Glühgut geführt wird. Das Gut wird gleich an der Einführungsstelle durch frei aufgehängte, ungefähr gleiche Breite wie das zu glühende Gut besitzende Heizkörper sofort auf Glühtemperatur gebracht, sodann bei der weiteren Förderung durch den langen Ofenschacht langsam und schliesslich in der Wassertasse 13   endgültig abgekühlt.   



   Die Verwendung eines Senkrechtofens hat die Vorteile der Platzersparnis, der leichten Vermeidung von Luftzug, verbunden mit langsamer Abkühlung, sowie der Möglichkeit der Aufhängung der Heizbleche, durch deren Ausdehnungsmöglichkeit in der Längsrichtung jede nachteilige Einwirkung auf das Glühgut vermieden bzw. die durchaus gleichmässige Einwirkung der Wärme auf das Gut gewährleistet ist. 



   Dadurch, dass die Glühbleche vor dem Glühen restlos gesäubert werden, erreicht man ein absolut gleichmässiges Durchglühen des Gutes, welches durch die rasche Erhitzung auf Glühtemperatur und die langsame Abkühlung eine besonders homogene feinkörnige Struktur erhält. 



   An Stelle von in dem Beispiel behandelten Walzgut, können in dem patentgemässen Ofen ebenso natürlich gezogene oder gepresste Drähte und Profile sowie Rohre behandelt werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Senkrechter Glühofen mit gegen Luftzug abgeschlossenem Erhitzungsschacht und am Einführungsende des Glühgutes angeordneten Heizkörpern zur Vergütung von Gegenständen aus Legierungen von Kupfer oder Aluminium, insbesondere von Messingblechen, dadurch gekennzeichnet, dass die ihrer Form und Abmessung nach der Form des Glühgutes angepassten Heizkörper im Ofenschacht frei aufgehängt sind. EMI2.1
AT160810D Senkrechter Glühofen zur Vergütung von Gegenständen aus Legierungen von Kupfer oder Aluminium. AT160810B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT160810T

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT160810B true AT160810B (de) 1942-05-20

Family

ID=3651070

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT160810D AT160810B (de) Senkrechter Glühofen zur Vergütung von Gegenständen aus Legierungen von Kupfer oder Aluminium.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT160810B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT160810B (de) Senkrechter Glühofen zur Vergütung von Gegenständen aus Legierungen von Kupfer oder Aluminium.
DE2804661A1 (de) Verfahren zur gesteuerten abkuehlung von metallerzeugnissen und vorrichtung zur durchfuehrung dieses verfahrens
DE3127373C2 (de) Verfahren zum Herstellen von nahtlosen Stahlrohren für die Erdölindustrie
DE682014C (de) Verfahren zur Verguetung von Gegenstaenden aus Legierungen von Kupfer
DE914862C (de) Durchlaufverfahren und Vorrichtung zum Haerten, Vergueten und Biegen von Profilstaeben
DE2813510A1 (de) Verfahren zur waermbehandlung von geschmiedeten gegenstaenden
DE428218C (de) Verfahren zur Herstellung eines aus Kupfer und Eisen bestehenden Doppelmetalls
DE2156444A1 (de) Heisswalzverfahren fuer die herstellung von walzdraht od. dgl. mit geringem querschnitt und hochqualitativer oberflaeche, insbesondere kupferwalzdraht
DE569496C (de) Verfahren zum Herstellen von hohlen Staeben oder Rohren aus Stahl
DE2601625C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Vergüten dünnwandiger Großrohre aus Stahl
DE3119698C2 (de)
DE977022C (de) Verfahren zum Plattieren eines harten Stahlbandes mit einem weichen Aluminiumband
DE703127C (de) Kammer zur Abkuehlung von weich gegluehten Werkstuecken aus Leichtmetallegierungen
DE1220876B (de) Verfahren zum Abkuehlen gewalzter Profile, insbesondere Schienen
DE474766C (de) Verfahren zur homogenen doppelseitigen Verbleiung von Eisenteilen
AT163751B (de) Verfahren zum Schweißen von unter Spannung stehenden stabförmigen Bauteilen
DE1583421B2 (de) Verfahren zur waermebehandlung von schienen
DE2353358A1 (de) Halterung fuer rippenrohre
AT95843B (de) Verfahren zur Verzinnung von Eisen, insbesondere Gußeisen.
DE925529C (de) Verfahren zur Waermebehandlung von Staehlen
DE816161C (de) Verfahren zur Verbesserung der Verformbarkeit von ausgehaerteten metallischen Werkstoffen
DE896202C (de) Verfahren zur Waermebehandlung plattierter Werkstoffe
DE352958C (de) Verfahren zur Verhuetung und Beseitigung von Ansaetzen in Agglomerieroefen
DE540919C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Ausgluehen von Metallrohren
DE1533015B1 (de) Verfahren zum herstellen korrosionsbestaendiger dichter nickelbezuege auf stahlband