DE682014C - Verfahren zur Verguetung von Gegenstaenden aus Legierungen von Kupfer - Google Patents

Verfahren zur Verguetung von Gegenstaenden aus Legierungen von Kupfer

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DE682014C
DE682014C DED67315D DED0067315D DE682014C DE 682014 C DE682014 C DE 682014C DE D67315 D DED67315 D DE D67315D DE D0067315 D DED0067315 D DE D0067315D DE 682014 C DE682014 C DE 682014C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22FCHANGING THE PHYSICAL STRUCTURE OF NON-FERROUS METALS AND NON-FERROUS ALLOYS
    • C22F1/00Changing the physical structure of non-ferrous metals or alloys by heat treatment or by hot or cold working
    • C22F1/08Changing the physical structure of non-ferrous metals or alloys by heat treatment or by hot or cold working of copper or alloys based thereon

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Description

  • Verfahren zur Vergütung von Gegenständen aus Legierungen von Kupfer Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Vergi'itung von Gegenständen aus Legierungen 'von Kupfer, insbesondere von Messingblechen,mittels Reinigens und Glühens. Zweck der Erfindung ist, ein durchweg gleichmäßiges und günstiges Gefüge zu erhalten.
  • Die Erfindung besteht nun darin, daß ein unmittelbar vor dem Glühen im stetigen Arbeitsgang von anhaftenden Fetten und sonstigen Unreinigkeiten gesäubertes und getrocknetes Glühgut unter Vermeidung jeglichen Luftzuges schnell auf Glühtemperatur gebracht und danach langsam abgekühlt wird.
  • Durch eine solche Vergütung wird eine homogene Feinkörnigkeit des Gefüges unter gleichmäßiger Beseitigung von inneren Spannungen erzielt. Um nun die Voraussetzung für eine in jeder Beziehung gleichmäßige Wärmeabsorption bzw. -durchdringung des zu glühenden Guts, insbesondere von Blechen, zu schaffen, ist es notwendig, das Reinigen unmittelbar vor dem Glühvorgang geschehen zu lassen, um eine sichere Gewähr zu haben, daß nachher nicht doch noch wieder Schmutzteile herankommen können, und ferner soll die Reinigung am besten im kontinuierlichen Arbeitsgang bei abgewickeltem Band oder Blech erfolgen, so daß tätsächlich jede Stelle in der Länge wie auch in der Breite des Bandes von Fett o. dgl. befreit wird. Die vorangehende ummittelbare Reinigung bildet also die Grundlage, daß das homogene Gefüge an allen Stellen des Bleches erzielt wird.
  • Es ist bereits bekannt, Metallbänder erst der höchsten Glühtemperatur und sodann nach und nach geringeren Temperaturen aus-. zusetzen. Ebenso ist es. auch bekannt, die Glühtemperatur schon im ersten Drittel des Ofens zu erreichen, wodurch sich eine schnelle und plötzliche Erhitzung mit dem weiteren Vorteil ergibt, daß in dem geschützten Raum des Ofens mehr Weglänge zum langsamen und kontrollierten Abkühlen vorhanden ist.
  • Diese Art des Erhitzens und Abkühlens zeigt jedoch die verfolgte Wirkung nur in Verbindung mit der unmittelbar davorgeschalteten Reinigung und Trocknung des Bleches.
  • Gemäß der Erfindung wird zur Erzielung eines besonders feinkörnigen Gefüges die Glühtemperatur ebenfalls bereits mindestens im ersten Drittel bzw. im ersten Viertel der Ofenlänge erreicht. Das gleichmäßige Gefüge ergibt sich nun dadurch, daß vom Blech die in regellosen Abständen haftenden Unreinigkeiten entfernt werden. Diese Unreinigkeiten würden nämlich beim Glühen verkohlen und setzen die betreffenden Stellen des Bleches nach dem Grundsatz schwarzer Körper einer stärkeren Wärmeeinwirkung aus. Diese Stellen würden somit stärker erhitzt als die reinen Flächen, was sich dann in regelloser Kornausbildung und damit verbundenen Spannungen im Blech äußert. Selbst wenn eine solche Verkohlung nicht eintritt, ist die Wärmeaufnahme an den verunreinigten Stellen anders als an den sauberen. Soll eine absolute Gleichmäßigkeit erreicht werden, so muß nach der Reinigung eine Trocknung erfolgen, um durch etwa vorhandene ungleichmäßig starke Flüssigkeitsschichten ein ungleichmäßiges Glühen zu vermeiden. Durch rasches Erhitzen auf die Glühtemperatur wird erreicht, daß im Ofen eine lange Zone zur Abkühlung zur Verfügung steht, so daß während dieser langen Abkühlungszeit Temperaturunterschiede geringster Art und dadurch bedingte Strukturunterschiede nicht mehr eintreten können.
  • Es ist ferner bereits vorgeschlagen worden, beim Härten von Werkzeugstahl diesen vor dem Erhitzen zu reinigen. ],ei der Erfindung kommt es nun in Verbindung mit dem Glühverfahren auf eine besondere Art der Reinigung an die unmittelbar vor dem Glühen stattfinden muß und die insbesondere bei Blechen oder Bändern im abgewickelten Zustand zu erfolgen hat. Die Reinigung selbst erfolgt zweckmäßig durch Eintauchen des Gutes in eine fettlösende Behandlungsflüssigkeit und durch eine mechanische Säuberung, wobei die nach dem: Bad noch anhaftenden Unreinigkeits- und Flüssigkeitsrückstände vor Eintritt des Gutes in den Glühofen durch Dampfbespritzung in Verbindung mit. weiterer mechanischer, trocknender Reinigung entfernt werden.
  • Um eine der gleichmäßigen Wärmedurchdringung entsprechende gleichmäßige Wärmeeinwirkung zu erzielen, erfolgt das Glühen zweckmäßigerweise durch Heizkörper, die in ihrer Form und Abmessung der Form des Glühgutes angepaßt sind. Hierbei kann der Glühvorgang im Horizontalglühofen Moder, was zweckmäßiger ist, in einem Glühofen mit senkrechtem Ofenschacht erfolgen, bei welchem die Heizbleche am Einführungsende des Glühgutes im Schacht frei aufgehängt sind. Durch die freie Aufhängung der Heizbleche erfolgt deren Wärmeausdehnung allein in der Längsrichtung, also parallel zur Förderbahn, wodurch eine gleichmäßige Wärmeeinwirkung gewährleistet ist.
  • Auch die Anordnung der Heizbleche an der Einführungsstelle des Glühgutes in den Ofen ist von besonderem Vorteil, weil in diesem Teil der Förderbahn das glühende Material nicht jenen Zugspannungen unterworfen ist, die eintreten würden, wenn das Gut etwa kurz vor den Zugrollen am Ofenausgang geglüht würde.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung sei nachstehend an Hand der beiliegenden schematischen Zeichnung an einem Durchführungsbeispiel erläuterte ,.
  • Abb. i zeigt die Förderung des Glühgutes in Form eines gewalzten Blechbandes durch die verschiedenen Apparate, unter Verwendung eines horizontalen Glühofens.
  • Abb. z zeigt (las Glühband in einem senkrechten Glühofen.
  • Das gewalzte Band i wird z. B. von einer Vorratsrolle 2 abgewickelt und durchläuft unter Führung der Rolle 3, der Förderrollen. und der Rolle. 5 ein Behandlungsbad, welches aus einer fettlösenden Flüssigkeit besteht. Nach Einwirkung dieses fettlösenden Bades werden die an dem Band i noch anhaftenden Unreinigkeits- und Flüssigkeitsrückstände durch die Vorrichtung 6 mit Dampf abgespritzt und unmittelbar darauf das Band durch die Bürsten 7 unter Trocknung restlos gesäubert, so daß das Band nunmehr vollkommen blank und frei von anhaftenden Substanzen in den Glühofen 8 eintritt. Im Glühofen sind unter und über dem Band Heizbleche 9 von ungefähr gleicher Breite wie das Band angeordnet; die Anordnung der Heizbleche und die Einstellung von deren Erhitzungstemperatur ist so geregelt, daß das Blech so rasch als praktisch überhaupt möglich auf Glühtemperatur, für Messingbleche ungefähr etwa 700°, gebracht wird. Alsdann erfolgt eine langsame gleichmäßige Abkühlung des Blechbandes durch Einführung desselben in einen Kühlschacht.
  • Gemäß Atib. a wird das. nach vorstehenden Angaben sauber gereinigte Gut in einen senkrecht stehenden Glühofen ii eingeführt, dessen unteres Ende offen ist, während das andere Ende in der gezeigten Weise in einen Wassertopf 13 eintaucht, durch welchen das Glühgut geführt wird. Das Gut wird gleich an der Einführungsstelle durch frei aufgehängte, ungefähr gleiche Breite wie das zu glühende Gut besitzende Heizkörper sofort auf Glühtemperatur gebracht, sodann bei der weiteren Förderung durch den langen Ofenschacht langsam und schließlich in der Wassertasse 13 endgültig abgekühlt.
  • Die Verwendung eines Senkrechtofens hat die Vorteile der Platzersparnis, der leichten Vermeidungsmöglichkeit von Luftzug, verbunden mit langsamer Abkühlung, sowie der Möglichkeit der Aufhängung der Heizbleche, durch deren Ausdehnungsmöglichkeit in der Längsrichtung jede nachteilige Einwirkung auf das Glühgut vermieden bzw. die durchaus gleichmäßige Einwirkung der Wärme auf das Gut gewährleistet ist.
  • Dadurch, daß die Glühbleche vor dem Glühen restlos gesäubert werden, erreicht man ein absolut gleichmäßiges Durchglühen des Gutes, welches durch die rasche Erhitzung auf Glühtemperatur und die langsame Abkühlung gemäß der Erfindung eine besonders homogene feinkörnige Struktur erhält.
  • An Stelle von in dem Beispiel behandelten Walzgut können gemäß der Erfindung ebenso natürlich gezogene oder gepreßte Drähte und Profile sowie Rohre behandelt «erden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Vergütung von Gegenständen aus Legierungen von Kupfer, insbesondere von Messingblechen; mittels Reinigens und Glühens, dadurch. gekennzeichnet, daß ein unmittelbar vor dem Glühen im stetigen Arbeitsgang von anhaftenden Fetten und sonstigen Unreinigkeiten gesäubertes und getrocknetes Glühgut unter Vermeidung jeglichenLuftzuges schnell auf Glühtemperatur gebracht und darnach langsam abgekühlt wird.
  2. 2. Senkrechter Glühofen zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i mit gegen Luftzug abgeschlossenem Erhitzungsschacht und am Einführungsende des Glühgutes angeordneten Heizkörpern, dadurch gekennzeichnet, daß die ihrer Form und Abmessung nach der Form des Glühgutes angepaßten Heizkörper im Ofenschacht frei aufgehängt sind.
DED67315D 1934-01-18 1934-01-18 Verfahren zur Verguetung von Gegenstaenden aus Legierungen von Kupfer Expired DE682014C (de)

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