AT167609B - Verfahren und Abschreckvorrichtung zur Härtung von Stahlbändern im kontinuierlichen Verfahren - Google Patents
Verfahren und Abschreckvorrichtung zur Härtung von Stahlbändern im kontinuierlichen VerfahrenInfo
- Publication number
- AT167609B AT167609B AT167609DA AT167609B AT 167609 B AT167609 B AT 167609B AT 167609D A AT167609D A AT 167609DA AT 167609 B AT167609 B AT 167609B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- strip
- hardening
- quenching device
- bath
- pickling
- Prior art date
Links
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 title claims description 15
- 239000010959 steel Substances 0.000 title claims description 15
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 14
- 238000010791 quenching Methods 0.000 title claims description 6
- 230000000171 quenching effect Effects 0.000 title claims description 6
- 238000010924 continuous production Methods 0.000 title description 3
- 238000005554 pickling Methods 0.000 claims description 8
- 238000005496 tempering Methods 0.000 claims description 6
- 239000002826 coolant Substances 0.000 claims description 3
- 238000010409 ironing Methods 0.000 description 6
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 229910052799 carbon Inorganic materials 0.000 description 3
- 239000000463 material Substances 0.000 description 3
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 2
- 239000012535 impurity Substances 0.000 description 2
- 230000006698 induction Effects 0.000 description 2
- 150000003839 salts Chemical class 0.000 description 2
- 229910000760 Hardened steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000002253 acid Substances 0.000 description 1
- 238000000137 annealing Methods 0.000 description 1
- 238000005452 bending Methods 0.000 description 1
- 239000011248 coating agent Substances 0.000 description 1
- 238000000576 coating method Methods 0.000 description 1
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 1
- 238000001035 drying Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 238000000227 grinding Methods 0.000 description 1
- 238000009499 grossing Methods 0.000 description 1
- 230000017525 heat dissipation Effects 0.000 description 1
- 230000001771 impaired effect Effects 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 238000005498 polishing Methods 0.000 description 1
- 239000002994 raw material Substances 0.000 description 1
- 239000011833 salt mixture Substances 0.000 description 1
- 230000009528 severe injury Effects 0.000 description 1
- 239000002893 slag Substances 0.000 description 1
- 239000007921 spray Substances 0.000 description 1
- 238000005406 washing Methods 0.000 description 1
Landscapes
- Cleaning And De-Greasing Of Metallic Materials By Chemical Methods (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren und Abschreckvorrichtung zur Härtung von Stahlbändern im kontinuierlichen Verfahren Die Herstellung von gehärtetem Bandstahl erfolgte bisher in der Weise, dass das kaltgewalzte Vormaterial mit Hilfe eines Durchzugshärteofens auf Härtetemperatur gebracht, in einem Ölbad abgeschreckt, in einer Bügelvorrichtung angelassen und schliesslich mittels eines Durchzugsgetriebes aufgehaspelt wird. Infolge der durch die Temperaturänderungen bedingten auftretenden Spannungen verzieht sich das Band derart, dass es beim Anlassen durch eine Glätt-oder Bügeleinrichtung plangerichtet werden muss. Bei breiteren Bändern, insbesondere über 150 mm Breite, nehmen die beim Härten auftretenden Verbiegungen und Verspannungen ein solches Ausmass an, dass sie mit dem Bügeln nicht mehr entfernt werden können. Auch ist das Bügeln allein eine unzulängliche Massnahme, da Temperaturschwankungen, bedingt durch Wärmeableitung, die Vergütung ungünstig beeinflussen. Ausserdem setzt sich dabei Zunder fest, wodurch arge Beschädigungen der Bandoberfläche verursacht werden, die durch die infolge des Härtens verringerte Festigkeit des Bandstahles vergrössert werden. Das Einbrennen von Ölkohle ist, insbesondere, wenn mechanische Entzunderungsverfahren angewendet werden, ungünstig. Eingewalzte Verunreinigungen (Zunderflinsen) bleiben in der Bandoberfläche, der Bandstahl besitzt somit eine stark verzunderte und mit Ölkohle durchsetzte Oberfläche. Um sie von der Zunderschicht zu befreien und blank zu erhalten, wird sie mit Schleif-und Poliermaschinen bearbeitet. Dieser Vorgang muss mehrere Male wiederholt werden, um die Oberfläche halbwegs brauchbar zu gestalten. Es ist bereits bei der Härtung von Stahlbändern zur Vermeidung von Verziehungen bereits vorgeschlagen worden, das Stahlband zwischen mehrere nacheinander angeordnete Walzenpaare zu führen ; doch konnte dieses Verfahren nicht befriedigen, da die Walzen jeweils nur auf einen sehr geringen Oberflächenteil des Bandes wirkten. Die Erfindung betrifft ein kontinuierliches Verfahren zur Härtung von Stahlbändern, wobei das ungehärtete Band in einem Durchgang nacheinander geglüht, in einem Bad abgeschreckt, angelassen und gegebenenfalls blankgebeizt sowie geschliffen und poliert wird ; während des Abschreckvorganges wird das Band durch im Bad angeordnete gerillte, vorzugsweise perforierte Führungsplatten, die mit dem Band mitlaufen und an dasselbe angepresst sind, plangerichtet und Verziehungen vermieden. Eine beispielsweise Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindunggemässen Verfahrens zeigt die Fig. 1. Das im Glühofen 1 auf Härtetemperatur gebrachte Material 11 wird während der Härtung im Öl- härtebad 2 plangerichtet. Zu diesem Zweck sind erfindungsgemäss raupenkettenartige, mitlaufende Führungsplatten 12, 12' (Fig. 1) vorgesehen, die im Abschreckbad 2 so angeordnet sind, dass das Stahlband jeweils durch paarweise zusammenarbeitende Platten gezogen wird, die ein Verziehen des Bandes verhindern. Die einzelnen Führungsplatten, die vorzugsweise perforiert sind, sind zu einem Ring verkettet und mittels Rollen 13 geführt. Zwischen den einzelnen Plattengliedern hat das Öl, jeweils einen guten Zutritt zu dem zu erhärtenden Band und die erforderliche Abkühlgeschwindigkeit ist gewährleistet. Die Wirkungsweise dieser Führungsplatten, die von lotrechter bis zu waagrechter Lage geführt werden können, zeigt die Fig. 1. Eine andere Ausführungsform einer erfindunggemässen Vorrichtung zum Planrichten des Bandstahles während der Härtung ist in Fig. 2 dargestellt, wobei die Führungsplatte eine geschlossene Oberfläche bildet und eine drehbare Trommel 14 darstellt, die über Rollen 15 gleitet. Im Inneren dieser Trommel 14 befindet sich das Kühlmittel. Nach der Härtung wird das mit Öl und Zunder behaftete und schon weitgehend plangerichtete Stahlband in bekannter Weise in eine Bügelvorrichtung gebracht, in welcher das Anlassen erfolgt. Dieses Anlassen kann mittels ein-oder beiderseitig durch elektrische Widerstands-oder Induktionserhitzung beheizter Platten erfolgen. Nach der Anlasseinrichtung durchläuft das Stahlband ein Salzschmelzbad oder eine elektrolytische Beizschmelze, wodurch die auf der Stahl- oberfläche befindliche Deckschicht weitgehend aufgelockert und abgelöst wird. Erfindung- gemäss kann die Bügeleinrichtung, in der die Vergütung erfolgt, auch in diesem Beizschmelzbad untergebracht sein und kann durch elektrische Widerstands-oder Induktionsheizung zusätzlich über die Temperatur der Schmelzbeize erhitzt <Desc/Clms Page number 2> werden. Das Beizschmelzbad selbst besteht aus einem kombinierten Salzgemisch, das eine Temperatur von etwa 3000 C oder darunter auf- weist, so dass die durch die vorhergehende Ver- gütung erzeugte Qualitätsverbesserung des Ein- satzgutes nicht beeinträchtig wird. Die weitgehende Auflockerung der Deck- schichten im erfindungsgemässen Verfahren kommt dadurch zustande, dass die aus ein- gebrannter Ölkohle, aus Schlacke oder Oxyden bestehenden Verunreinigungen dann besonders labil sind und leicht abgelöst werden können, wenn der Grundwerkstoff einer Strukturänderung, wie es bei der vorhergehenden Vergütung der Fall ist, unterworfen wird. Nach dem Verlassen der Salzschmelzbeize durchläuft das Band in bekannter Weise noch ein Spritzspülbad, eine Säurebeize und eine Waschbürstmaschine, in der die bereits aufgelockerten Deckschichten restlos entfernt werden, so dass das Band die Anlage vollkommen blank verlässt. Nach dem Trocknen des Stahlbandes in einem Trockenofen kann dasselbe gegebenenfalls noch geschliffen oder poliert werden. Schliesslich wird es mit Hilfe eines Durchzugsgetriebes aufgehaspelt. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Härtung von Stahlbändern im kontinuierlichen Verfahren, wobei das ungehärtete Band in einem Durchgang nacheinander geglüht, in einem Bad abgeschreckt, angelassen und gegebenenfalls blankgebeizt sowie geschliffen und poliert wird, dadurch gekennzeichnet, dass Ver- ziehungen des Bandes während des Abschreck- vorganges im Bad durch gerillte, mit dem Band mitlaufende und an dasselbe angepresste Führungs- platten vermieden werden.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- kennzeichnet, dass das Anlassen in einem Beiz- schmelzbad, gegebenenfalls einer elektrolytischen Schmelzbeize erfolgt.3. Abschreckvorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekenn- zeichnet, dass die gerillten Führungsplatten, die gegebenenfalls mit Löchern, Schlitzen oder sonstigen Öffnungen zum Durchtritt des Kühlmittels an das zu härtende Band versehen sind, raupenkettenartig und endlos ausgebildet sind und über Rollenführungen mit Spannvorrichtung laufen, wobei je zwei Platten einander gegenüberliegend angeordnet sind, zwischen welchen das zu behandelnde Stahlband gezogen wird.4. Abschreckvorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsplatten als drehbare geschlossene Trommel, die im Innern das Kühlmittel enthält, ausgebildet sind, wobei zwecks Anpressung des zu behandelnden Bandes an die Oberfläche der drehbaren Trommel gegenüberliegende mitlaufende Rollen angeordnet sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT167609T | 1946-10-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT167609B true AT167609B (de) | 1951-02-10 |
Family
ID=3654015
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT167609D AT167609B (de) | 1946-10-30 | 1946-10-30 | Verfahren und Abschreckvorrichtung zur Härtung von Stahlbändern im kontinuierlichen Verfahren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT167609B (de) |
-
1946
- 1946-10-30 AT AT167609D patent/AT167609B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0133613B1 (de) | Verfahren zum Abkühlen von Chargen in diskontinuierlich arbeitenden Industrieöfen, insbesondere von Stahldraht- oder -bandbunden in Haubenglühöfen | |
| AT167609B (de) | Verfahren und Abschreckvorrichtung zur Härtung von Stahlbändern im kontinuierlichen Verfahren | |
| DE2733977C2 (de) | ||
| DE4007487C2 (de) | ||
| DE3127373C2 (de) | Verfahren zum Herstellen von nahtlosen Stahlrohren für die Erdölindustrie | |
| US3615909A (en) | Method of producing a steel packing strip | |
| DE888181C (de) | Verfahren zum Gluehen und Vergueten von Baendern oder Draehten, insbesondere von Aluminium oder Aluminiumlegierungen | |
| DE3033500C2 (de) | Verfahren zur direkten Wärmebehandlung von warmgewalztem Walzgut | |
| DE2311283A1 (de) | Schnelle waermebehandlung von staehlen | |
| DE102015001438A1 (de) | Flexible Wärmebehandlungsanlage für metalisches Band | |
| JPS5794528A (en) | Continous annealing facility | |
| DE60217250T2 (de) | Durchlaufglühverfahren zum Erzeugen einer verbesserten Oberflächenerscheinung | |
| DE886153C (de) | Verfahren zum Vergueten von Halbzeug aus Eisen | |
| DE702976C (de) | Verfahren zum fortlaufenden Feuerverzinken von langgestreckten Gegenstaenden aus Eisen oder Stahl | |
| EP3512969A1 (de) | Flexible wärmebehandlungsanlage für metallisches band in horizontaler bauweise | |
| DE2352611C2 (de) | Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Rollen, die mit Hülsen aus verschmolzenem SiO &darr;2&darr; versehen sind | |
| DE447143C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Verhinderung der Oxydation oder aehnlicher Einwirkungen beim Erhitzen von band- oder drahtfoermigen Metallen oder Metallegierungen | |
| DE666172C (de) | Verfahren zum Abschreckhaerten von Eisenbahn- oder Strassenbahnschienen | |
| DE750290C (de) | Warmbehandlung von kalt zu ziehendem Draht | |
| DE2746961A1 (de) | Vorrichtung und verfahren zur verguetung von warmgewalzten stahlstangen | |
| DE886006C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur planen Bandhaertung | |
| AT134229B (de) | Verfahren zum Auswalzen von Bändern, Blechen u. dgl. auf geringste Dicken in kontinuierlich angeordneten Walzgerüsten mit dazwischen liegenden Öfen. | |
| DE452275C (de) | Verfahren zur Herstellung elektrischer Buegelplatten | |
| DE1521376A1 (de) | Verfahren zum kontinuierlichen Feuerverzinken von Stahlbaendern mit hoechster Tiefziehfaehigkeit | |
| DE886002C (de) | Verfahren zum Haerten von Blechen |