AT160643B - Schaltung mit einer Entladungsröhre, welche außer einer Kathode mindestens zwei Steuerelektroden und zwei Anoden enthält, und Röhre für eine solche Schaltung. - Google Patents

Schaltung mit einer Entladungsröhre, welche außer einer Kathode mindestens zwei Steuerelektroden und zwei Anoden enthält, und Röhre für eine solche Schaltung.

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AT160643B
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  Schaltung mit einer Entladungsröhre, welche ausser einer Kathode mindestens zwei Steuerelektroden und zwei Anoden enthält, und Röhre für eine solehe Schaltung. 



    Es ist bereits vorgeschlagen worden, eine Glühkathodenröhre zu bauen, die zwei Anoden, zwei Steuerelektroden und eine einzige Kathode enthält. Es ist weiter vorgeschlagen worden, eine Röhre dieser Bauart zur Frequenztransponierung zu benutzen. Röhren dieser bekannten Bauart haben keine besondere Bedeutung erlangt, weil eine verhältnismässig grosse Steuerspannung zwischen den Steuerelektroden angelegt werden musste, um die erwünschte Steuerung der Stromverteilung zwischen den beiden Anoden zu bewirken, so dass eine einzige Röhre dieser Art weniger leistete als zwei getrennte Drei-Elektrodenröhren. 



  Die Erfindung betrifft eine neue Schaltung mit einer Entladungsröhre, die ausser einer Kathode wenigstens zwei Steuerelektroden und zwei Anoden enthält, und ermöglicht eine Steuerung der Stromverteilung zwischen den beiden Anoden durch verhältnismässig kleine Steuerspannungen ; die Schaltung eignet sich besonders zu Transponierungszwecken. Die Erfindung gibt auch Röhren an, die sich für die neue Schaltung besonders eignen. 



  Erfindungsgemäss wird eine zur Steuerung der Kathodenemission dienende Steuerspannung an beiden Steuerelektroden in gleicher Phase und eine zur Steuerung der Stromverteilung auf die Anoden dienende Steuerspannung zwischen den genannten beiden Steuerelektroden angelegt, während ein Ausgangskreis an eine Anode angeschlossen oder vorzugsweise zwischen beiden Anoden eingeschaltet ist. Die für diese Schaltung verwendete Röhre besitzt vorzugsweise als Mittel zur Aufteilung der von der Kathode ausgehenden Emission in mehrere Entladungsbündel zwei Gitterelektroden, wobei die Anoden so angeordnet sind, dass jedes Entladungsbündel in einem durch die Ablenksteuerung bestimmen Verhältnis auf die Oberflächenteile mindestens zweier Anoden verteilt ist. 



  Eine Röhrenform, mit welcher die gewünschte Unterteilung der Entladungsbahn in mehrere Ströme und abwechselnde Ablenkung dieser Ströme zu der einen und der andern Anode bewirkt werden kann, erhält man, wenn die Steuerelektroden in der Form durchschossener oder mehrgängiger Schrauben ausgebildet sind, die koaxial zu der Kathode liegen und von ihr entweder gleiche oder ungleiche Abstände haben, wobei die Anoden gleichfalls ein Paar von durchschossenen Schrauben bilden, welche die Steuerelektroden umgeben und die gleiche Steigung haben wie diese. Wenn dann noch die einander entsprechenden Windungen der Anoden und der Steuerelektroden richtig eingereiht sind, d. h. z.

   B. alle als Rechtssehrauben mit der gleichen Ganghöhe und mit der Kathode als Achse aufgebaut sind, so kann man die Entladung als in einzelne parallele Ströme unterteilt betrachten, welche von einer Anode zu der andern entsprechend den Veränderungen des elektrostatischen Feldes zwischen den Steuerelektroden und der Kathode abgelenkt werden können. Den Steuerelektroden können dann beispielsweise in Überlagerungssehaltungen zwei verschiedene Wechselspannungen zugeführt werden, u. zw. in solcher Weise, dass eine Spannung die Stärke der Elektronenemission von der Kathode zu den Anoden steuert und die andere Spannung die Ablenkung der Elektronenströme abwechselnd von einer Anode auf die andere steuert.

   Mit dieser Anordnung kann die Schwingung einer Frequenz durch die Schwingung einer andern Frequenz moduliert werden und die resultierende Schwingung mit der Summen-oder Differenzfrequenz kann über einen Filterkreis an den Ausgangselektroden abgenommen werden,   

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Bei einer andern Schaltung mit einer Röhre nach der Erfindung wird die Elektronenemission von der Kathode zu den Anoden durch eine zusätzliche Elektrode gesteuert, und die oben beschriebenen Steuerelektroden wirken lediglich als Mittel zur Ablenkung der Elektronenströme von einer Anode zur andern. Die zusätzliche Steuerelektrode ist für bestimmte Schaltungen, die im einzelnen später beschrieben werden, besonders gut brauchbar. 



   Bei einer andern Ausführungsform der Erfindung ist eine einzige Steuerelektrode innerhalb der Röhre zur Steuerung der Elektronenemission von der Kathode vorgesehen ; die Ablenkung der Elektronenströme wird dabei durch ein elektromagnetisches Feld bewirkt, das durch einen veränderlichen Steuerstrom erregt wird. Die Einrichtung zur elektromagnetischen Steuerung kann eine Spule sein, die ausserhalb der Röhre und koaxial zu den Röhrenelementen angeordnet ist. 



   In den Fig. 1, 2 und 3-ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt, in welcher die einzelnen Elemente durch ein Pressstück gehalten sein können. Die evakuierte   Umhüllung   der Röhre ist in der Zeichnung weggelassen. Die Grundelemente der Einrichtung sind : eine Kathode 2 (indirekt oder direkt geheizt), zwei Steuerelektroden bzw. Gitter 3 und   4, welche   die Kathode umgeben, zwei Anoden 5 und 6, welche die Steuerelektroden umgeben und eine   Abschirmhülle 7, welche   alle Elektroden einhüllt. Die Steuerelektroden 3 und 4 sind in der Form durchschossener oder mehrgängiger Schrauben ausgebildet, welche koaxial zu und in gleichen Abständen von der zylindrischen Kathode 2 angeordnet sind und zwischen der Kathode 2 und den beiden Anoden 5 und 6 liegen.

   Die Anoden 5 und 6 sind in gleicher Art konstruiert ; sie bilden eine zweigängige Schraube von gleicher Steigung und 
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Es können beliebige Stützmittel für den ElektrodenÅaufbau verwendet werden, wenn sie nur die notwendige Starrheit des Aufbaues sichern, so dass die einzelnen Elektroden unverrückbar in der richtigen Lage zu einander gehalten werden. Die Zeichnung zeigt vier metallische Stäbe   8,     9, 10   und 11, welche die Anoden 5 und 6 und die Isolierstücke   12   tragen ; jeder Stab ist mit Rillen an den Kanten versehen, in denen die Windungen der Anoden 5 und 6 und die Windungen der Steuerelektroden 3 und 4 liegen. 



   Die in der Röhre einander gegenüberliegenden Stäbe 8 und 9 können mit den Windungen der Anode 5   punktgeschweisst   sein und sind dann mit ausgeschnittenen Teilen 13 gegenüber den Windungen der Anode 6 versehen, so dass eine elektrische Verbindung zwischen den Anoden innerhalb der Röhre verhindert ist. Ebenso sind die metallischen Stäbe 10 und 11, welche die Anode 6 tragen, mit Ausschnitten 13 gegenüber der Anode 5 versehen. Wie in Fig. 2 gezeigt ist, kann der Schirm 7 mit Vertiefungen 14 versehen sein, um die vier Stützen   8   bis 11 aufzunehmen und einen gleichmässigen Abstand des Schirmes von den Anoden ohne   Kurzschlussgefal1r   zu schaffen. 



   Die Stellung der Elektroden ist am besten in dem Schnitt nach Fig. 3 zu erkennen. Man sieht, dass die Windungen je einer-Steuerelektrode und einer Anode in der gleichen Schraubenfläche liegen, so dass die Schnittflächen der Steuerelektrode 3 und der Anode 5 auf einer Senkrechten zur Kathode 2 liegen. Ebenso liegen die Schnittflächen der Steuerelektrode 4 und der Anode 6 auf einer Senkrechten zur Kathode 2. Diese Lage der Elektroden sei durch den Ausdruck gekennzeichnet, dass die Windungen der Anoden und der Steuerelektroden einander gegenüber stehen. 



   Bei dieser Anordnung der Elemente bewirken die beiden Steuerelektroden eine Aufteilung des zu den Anoden fliessenden Elektronenstromes in mehrere Teilströme, wobei jede Windung der Anoden und Steuerelektroden als ein Teil der zugehörigen Elektrode betrachtet werden kann und wobei die einzelnen Teile an ihren-Enden miteinander verbunden sind. Bei dieser Betrachtungsweise kann jede   Schraubenfläche,   welche im wesentlichen zur Kathode senkrecht steht und zwischen je zwei einander benachbarten Windungen der Steuerelektroden hindurchtritt, als Entladungsweg für einen Elektronenstrom angesehen werden. Bei dieser Anordnung kann die Stärke der Elektronenemission durch die resultierende Einwirkung beider Steuerelektroden auf die Kathode gesteuert werden ; wenn z.

   B. die Augenblicks-Potentiale der Elektroden 3 und 4 in bezug auf die Kathode 2 gleich sind und sich auch gleichmässig und gleichzeitig ändern wie beim Anlegen der   gleichen Augenblicks-Komponente   einer periodischen Spannung an beide Elektroden, so ändert sieh die Elektronenemission und damit die Grösse des Stromes zu den Anoden 5 und 6 in gleicher Weise. Ebenso kann die Richtung der Teilentladungsströme durch Veränderungen des elektrostatischen Feldes zwischen den Elektroden 3 und 4 verändert werden, wodurch die Aufteilung des Gesamtstromes auf die beiden Anoden beeinflusst wird. 



  Man erkennt daher, dass der Entladungsstrom abwechselnd von einer Anode zur andern abgelenkt wird, wenn eine Wechselspannung zwischen den   Steuerelektroden 5   und   4   angelegt wird. 



   Es ist natürlich klar, dass die Verteilung der Elektronen zwischen den beiden Anoden zu einem gewissen Grade auch durch die Potentiale an den Anoden beeinflusst wird. Z. B. werden die Elektronen, wenn die Anode 5 positiver in bezug auf. die Kathode ist als die Anode 6, mit grösserer Intensität zur Anode 5 gezogen werden und umgekehrt. Weil nun die Anoden in einem grösseren Abstand von der Kathode liegen als die Steuerelektroden, haben Veränderungen der Anodenpotentiale eine geringere 

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Wirkung auf die Elektronenverteilung zwischen den Anoden als Veränderungen der Steuergitter- potentiale. 



   Es ist klar, dass die Elektronen, welche zwischen den Anoden 5 und 6 hindurchgehen, wenigstens teilweise zu diesen Anoden zurückgezogen werden ; einige können auch den Schirm 7 erreichen, wenn das Potential des Schirmes nicht hinreichend negativ ist, um die Geschwindigkeit der Elektronen bis auf Null abzubremsen, bevor sie den Schirm erreichen. Daher ist der Schirm 7 vorzugsweise in bezug auf die Kathode 2 leicht negativ vorgespannt, um die Elektronen zu den Anoden zurückzutreiben. 



  Wenn die Austrittsgeschwindigkeit der Elektronen aus der Kathode hinreichend klein ist, kann die negative Vorspannung weggelassen werden und der Schirm 7 direkt mit der Kathode 2 verbunden werden. 



   Als eine weitere Ausführungsform der Röhre nach der Erfindung mit verbesserter Ablenkwirkung, bei welcher auch eine vollständigere Erfassung der ausgesandten Elektronen durch die eine oder die andere der Anoden erreicht wird, kann die in Fig. 4 gezeigte Bauart verwendet werden. Bei diesem Elektrodenaufbau sind die als zweigängige Schraube angeordneten Steuerelektroden 3'und   zu   aus Bandmaterial hochkant gewickelt, so dass die flachen Seiten parallel zu der Entladungsrichtung liegen. Die Anoden 5'und 6'sind flach gewickelte Bänder und durch einen verhältnismässig kleinen (gleichfalls schraubenförmigen) Zwischenraum getrennt.

   Infolge dieser Bauart wird durch die Kanten der Elektroden 3'und   ±'für   den Durchgang der Elektronen in Richtung zu den Anoden   5'und   6'nur eine kleine versperrende Oberfläche gebildet und gleichzeitig erhöht die verhältnismässig grosse Ausdehnung der flachen Steuerelektroden die ablenkende Wirkung. Ferner wird durch die Vergrösserung der Anodenoberfläche der von den Anoden aufgefangene Anteil der Entladung vergrössert und der durch den schraubenförmigen Zwischenraum zwischen den Anoden zu dem Schirm 7 hindurchgehende Anteil vermindert. 



   Der Zweck des Schirmes 7 ist bei allen Bauarten ein dreifacher. Erstens verhindert er, dass die zwischen den Anoden hindurchgehenden Elektronen sich an der inneren Oberfläche der Röhre ansammeln und dadurch eine elektrostatische Aufladung dieser Oberfläche hervorrufen. Zweitens vermindert er die Sekundäremission von der im Augenblick weniger positiven Anode zur positiven Anode. Drittens wirkt er als elektrostatischer Schirm und verringert die kapazitive Kopplung zwischen dem Eingangskreis und dem Ausgangskreis. Der Schirm vermindert besonders wirksam die kapazitive Kopplung zwischen den Steuerelektroden und den Anoden. 



   Um die Sekundäremission von einer Anode zur andern Anode und die Kapazität zwischen den Elektroden weiter zu vermindern, kann der Schirm 7 mit einwärtsgebogenen, schraubenförmigen Ansätzen oder Flossen (nicht dargestellt) versehen sein, welche zwischen die beiden Anoden eingreifen. Es kann auch die in Fig. 5 dargestellte Bauart verwendet werden, welche schraubenförmige Hilfsabsehirmelektroden 15 und 16 enthält, die zwischen den Windungen der beiden Anoden angeordnet sind. Die Elektroden 15 und 16 können mit dem Schirm 7 innerhalb der Röhre verbunden sein ; ferner brauchen die beiden Elektroden 15 und 16 nicht in derselben Zylinderfläche zu liegen wie die Anoden 5 und 6, sie sollen jedoch koaxial zur Kathode 2 angeordnet sein mit einem Radius, der entweder grösser oder kleiner ist als der Radius der Anoden.

   Wenn die Hilfselektroden oder Flossen mit der Kathode verbunden sind, ist ihre Wirkung im wesentlichen dieselbe wie die eines Fanggitters in einer Pentodenröhre. 



   Die Wirkungsweise der beschriebenen Röhre wird am besten an Hand der Fig. 6 erklärt, in welcher sie als Mischröhre verwendet ist. 



   Die Eingangselektroden 3 und 4 sind mit den Klemmen der   Sekundärwicklung   17 eines Transformators 18 verbunden, an dessen Primärwicklung 19 eine Wechselspannung der Frequenz/1 zugeführt wird. Der Mittelpunkt 20 der Sekundärwicklung 17 ist mit der Kathode 2 über einen Neben-   schlusskondensator 21 und   die Sekundärwicklung 22 eines Transformators 23 verbunden. An der Primärwicklung   24   des Transformators 23 wird eine zweite Wechselspannung der Frequenz/2 zugeführt. Um die Steuerelektroden 3 und 4 mit einer negativen Vorspannung gegenüber der Kathode 2 zu versehen, kann eine (in dem Schaltbild nicht dargestellte) Batterie zwischen den Klemmen 25 und 26 eingeschaltet werden ; der negative Pol dieser Batterie wird mit der Klemme 2J verbunden.

   Die Anoden 5 und 6 sind mit den Eingangsklemmen eines Filters 28 verbunden. In dem Kreis zwischen den Anoden 5 und 6 und der Kathode 2 wird eine Anodenspannungsquelle zwischen den   Klemmen'26   und + B eingeschaltet, die durch einen Nebenschlusskondensator 27 überbrückt ist. 



   Man erkennt, dass die Spannung von der Frequenz 12 beiden Steuerelektroden (3   und 4) gleich-   sinnig zugeführt wird, so dass sich das mittlere Potential aus den Steuergitterpotentialen in bezug auf die Kathode 2 verändert. Auf diese Weise wird die Elektronenemission von der Kathode 2 zu den Anoden 5 und 6 entsprechend dem Verlauf der Wechselspannung 12 gesteuert. Gleichzeitig mit der Steuerung der Elektronenemission werden die zwischen den Steuergitterwindungen hindurchtretenden Entladungsströme abwechselnd von der einen Anode zu der andern durch das elektrostatische Feldzwischen den beiden Steuerelektroden 3 und 4 abgelenkt ; dieses Feld wird durch die Wechselspannung   11   erzeugt, welche über den Transformator 18 den Steuergittern gegenphasig zugeführt wird.

   Wenn man die Verhältnisse während einer halben Periode der Spannung il betrachtet, so bewirkt die Richtung 

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 des elektrostatischen Feldes zwischen den Steuerelektroden 3 und 4, dass die Entladung beispielsweise auf die Anode 5 gelenkt wird, während in der zweiten Halbperiode infolge der Umkehr des elektrostatischen Feldes die Entladung auf die Anode 6 gelenkt wird. Auf diese Weise rührt der Anodenstrom, der über die Kathode 2 fliesst, abwechselnd hauptsächlich von der einen und dann von der andern Anode her, und diese Ablenkung wechselt mit einer Periodizität, die durch die Frequenz der auf den Transformator 18 aufgedrückten Spannung bestimmt wird. Gleichzeitig wird nun die Grösse dieses Anodenstroms entsprechend der Steuerung der Emission durch die Spannung 12 verändert, die auf die Eingangsklemmen des Transformators 23 aufgedrückt wird.

   Die Anodenströme bilden an den Impedanzen des Filters 28 zwischen den Anoden 5 und 6 eine Potentialdifferenz aus, welche die   Frequenz 11   hat und gleichzeitig mit der Frequenz   12   moduliert ist. Auf diese Weise entstehen zwei Potentialdifferenzen mit den   Frequenzen 11 + 12   und   -/, die   an den Eingangsklemmen des Filters vorhanden sind. Der Filter 28 kann nun so ausgebildet sein, dass er nur eine Spannung der einen Frequenz überträgt. Man erkennt, dass wegen der Symmetrie der Anordnung keine Spannung der Frequenz 12 zwischen den Anoden 5 und 6 auftritt. 



   Es ist bekannt, dass die Eigenkapazität zwischen der Anode und der Steuerelektrode einer Röhre eine Kopplung zwischen dem Eingangskreis und dem Ausgangskreis verursacht, die sehr störend sein kann und gewöhnlich durch Anordnung eines Schirmgitters zwischen der Steuerelektrode und der Anode genügend klein gemacht werden kann. Bei den beschriebenen Röhren nach dieser Erfindung ist dieser Notbehelf unnötig, insoweit die Kopplung zwischen dem Eingangs-und Ausgangskreis in Betracht kommt, weil diese Schaltungen sich fast vollständig selbst neutralisieren.

   Dies kommt zum Teil daher, dass jede Steuerelektrode die andere Steuerelektrode und jede Anode die andere Anode abschirmt und weil jede Anode nahezu gleiche Kapazitäten (welche entgegengesetzte Wirkungen haben) gegenüber den beiden Steuerelektroden hat und jede Steuerelektrode nahezu gleiche Kapazitäten gegenüber den beiden Anoden. 



   Wenn auch bei der in'Fig. 6 dargestellten Schaltung gleichzeitig Ablenkung-un Emissionssteuerung verwendet werden, so kann doch die beschriebene Röhre auch in Schaltungen verwendet werden, bei denen nur eine der beiden Steuerungsarten benutzt wird. Wenn nur Emissionssteuerung verwendet wird, ist die Wirkungsweise im wesentlichen die gleiche wie bei einer normalen   Drei-Elek-   trodenröhre. Die Verwendung der Ablenkungssteuerung allein ist in Fig. 7 gezeigt in Verbindung mit einer Gegentakt-Verstärkungsstufe zur Verstärkung der   Niederfrequenz- oder Hochfrequenzschwin-   gungen. In dieser Schaltung sind die Steuerelektroden 3 und 4 mit der   Sekundärwicklung   29 eines Transformators 30 verbunden, an dessen   Primärwicklung   31   eine Hochfrequenzschwingung   zugeführt wird.

   Die Kathode 2 ist durch einen   Nebenschlusskondensator   32 mit dem Mittelpunkt 33 der Sekundärwicklung 29 verbunden. Über die Klemme 34 kann eine geeignete Vorspannung an die Steuerelektroden angelegt werden. Der Ausgangskreis des Verstärkers liegt an den Anoden 5 und 6, die mit der   Primärwicklung 35   eines Transformators 36 verbunden sind ; der Mittelpunkt 37 der Wicklung 35 ist mit der Anodenspannungsquelle + B verbunden, die durch einen Kondensator 38 überbrückt ist. 



  Die Sekundärwicklung 39 des Transformators 36 kann mit irgendeinem Kreis, z. B. mit dem Eingangskreis einer nachfolgenden Verstärkerstufe, verbunden sein. 



   Die Steuerung des Anodenstroms wird nun bei der Schaltung nach Fig. 7 durch die Ablenkung der Entladung von der einen auf die andere Anode und umgekehrt bewirkt ; die Elektronenemission wird durch die negative Vorspannung an den Steuerelektroden 3 und 4 bestimmt. Die Funktion der Ablenkungssteuerung ist die gleiche, wie sie schon beschrieben wurde. Die Ablenkung der Entladung von der einen zur andern Anode verläuft im wesentlichen proportional zur Potentialdifferenz zwischen den Steuerelektroden bis zu dem Punkt, an welchem die Entladung vollständig von einer Anode zur andern abgelenkt ist, und ausserdem ist die Gesamtemission im wesentlichen konstant ; daher ist die Verstärkung im wesentlichen linear, wenn die Aussteuerung innerhalb der erwähnten Grenze gehalten wird.

   Die Schaltung der Fig. 7 hat noch den Vorteil, dass die Anodenströme sich gegenseitig in der Primärwicklung des Transformators 36 magnetisch ausgleichen und auf diese Weise die Sättigung des Kernes bei der Verwendung von Eisen-Transformatoren vermieden wird. 



   Die Röhre nach der Erfindung kann auch vorteilhaft in einer Art Reflexverstärkerschaltung verwendet werden, wobei eine Röhre oder ein Röhrenelement gleichzeitig zur   Niederfrequenz-und     Hochfrequenzvers'tärkung   dient. In der Schaltung nach Fig. 8 wird nach diesem Prinzip die Ablenkungssteuerung zur Niederfrequenzverstärkung und die Emissionssteuerung zur   Hochfrequenzverstärkung   benutzt. Um diese beiden Steuerwirkungen gleichzeitig zu erhalten, werden dem Eingangskreis der Steuerelektroden 3 und 4 Niederfrequenzsehwingungen und Hoehfrequenzschwingungen gleichzeitig zugeführt, u. zw. über die Transformatoren 40 und 41.

   Der Transformator 41 besitzt zwei Sekundärwicklungen, nämlich 42 und 43, von denen jede mit der zugehörigen Steuerelektrode 3 bzw. 4 und mit der Kathode 2 über den Hochfrequenznebenschlusskondensator 44 bzw. 45 verbunden ist. Die Niederfrequenzspannung wird durch die Sekundärwicklung 46 des Transformators 40 auf die Steuerelektroden aufgedrückt ; die Enden der Wicklung 46 sind mit den zugehörigen Elektroden 3 und 4 über die Sekundärwicklungen 42 und 43 verbunden. Um für die Steuerelektroden 3 und 4 eine geeignete negative   Vorspannung gegenüber   der Kathode 2 zu erzeugen, kann zwischen der Klemme 47 und der Kathode 

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 eine Vorspannungsquelle angeschlossen werden. Der Ausgangskreis des Verstärkers liegt zwischen den Anoden 5 und 6 und wird im wesentlichen durch die Transformatoren 48 und 49 gebildet.

   Der
Hochfrequenzzweig dieses Ausgangskreises enthält die Primärwicklungen 50 und 51 des Transformators   48,   die mit den Anoden 5 und 6 verbunden sind, und zwei Hochfrequenzüberbrückungskondensatoren 52 und 53, die eine gemeinsame Verbindung 54 zur Kathode 2 haben. Der Niederfrequenzzweig des Ausgangskreises enthält die Primärwicklung 55 des Transformators 49, deren Enden mit den Anoden
5 und 6 über die Wicklungen 50 und 51 verbunden sind und deren Mittelpunkt mit einer Anoden- spannungsklemme + B verbünden ist, welche   über einen Kondensator 57   mit der Kathode verbunden ist. 



   Bei dieser Schaltung steuert die am Transformator 41 angelegte Hochfrequenzspannung die Emission, d. h. den von der Kathode 2 zu den Anoden 5 und 6 fliessenden Gesamtstrom. Die Nieder-   frequenzspannung,   welche über den Transformator 40 zugeführt wird, bewirkt die Ablenkungssteuerung, wie es bereits beschrieben wurde. Wie die Trennung der Hochfrequenzkomponente von der Niederfrequenzkomponente im Ausgangskreis erfolgt, dürfte ohne weitere Beschreibung klar sein.

   Bei dieser Schaltung werden die Hochfrequenzschwingungen nicht nennenswert durch die Niederfrequenzschwingungen moduliert, wie dies bei Verwendung bekannter Röhren eintritt, wenn eine gleichzeitige Verstärkung von zwei Schwingungen verschiedener Frequenz in einer Röhre bewirkt werden soll ; diese vorteilhafte Wirkungsweise entsteht als Folge der gegenseitigen Unabhängigkeit der beiden Steuerwirkungen, nämlich der Emissionssteuerung und der Ablenkungssteuerung. 



   Die Ablenkungssteuerung kann natürlich auch in Rückkoppelungsschaltungen benutzt werden, bei denen ein Ausgangskreis mit einem Eingangskreis gekoppelt ist, um einen Teil der Ausgangsenergie zu einem Eingangskreis zurückzuführen. Eine Schaltung dieser Art ist in Fig. 9 dargestellt ; das Schaltbild zeigt einen Gegentakt-Oszillator, mit einem abstimmbaren Eingangskreis   58,   der eine Induktivität 59 und einen dazu parallel geschalteten   Abstimmkondensator   60 enthält, dessen Klemmen mit den Steuerelektroden 3 und 4 verbunden sind. Über die Klemme 60'kann den beiden Steuerelektroden eine negative Vorspannung zugeführt werden.

   Der Anodenkreis des Oszillators enthält die Widerstände 61 und 62, deren eines Ende je mit einer Anode 5 bzw. 6 verbunden ist und deren andere Enden miteinander und mit dem positiven Pol einer Anodenspannungsquelle + B verbunden sind. Die Rückkopplungsenergie wird von den Ausgangselektroden zum abgestimmten Eingangskreis durch die   Rüek-   kopplungswege übertragen, welche die Blockkondensatoren 64 und 65 enthalten. Jeder Rückkopplungsweg verbindet eine Anode mit einem solchen Punkt an der Induktivität 59 des Frequenzbestimmungskreises, der die entgegengesetzte Polarität zu der Steuerelektrode hat, welche der betrachteten Anode entspricht.

   Der Kondensator 64 verbindet also die Anode 6 mit einem Punkt 66 an der Induktivität 59, der eine entgegengesetzte   Augenblickspolarität   hat wie die Steuerelektrode 4, und der Kondensator 65 verbindet die Anode 5 mit einem Punkt 67 an der Induktivität 59, der eine entgegengesetzte Polarität zu der Steuerelektrode 3 besitzt. Bei dieser Schaltung wird die Rückkopplung vollständig durch die Ablenkungssteuerung erreicht. 



   Die Ablenkungssteuerung eignet sich auch gut für Oszillatoren mit abstimmbarem Anodenkreis ; ein derartiger Oszillator ist in Fig. 10 dargestellt. Der Frequenzbestimmungskreis 67 mit der Induktivität 68 und dem variablen Kondensator 69 liegt im Anodenkreis zwischen den Anoden 5 und 6. 



  Die Rückkopplungsenergie wird zu den Steuerelektroden 3 und 4 über die Kondensatoren 70 und 71 übertragen. 



   Es ist natürlich klar, dass bei den in Fig. 9 und 10 dargestellten Schaltungen die erzeugten Schwingungen in irgendeiner geeigneten Weise mit einem Verbraucherkreis gekoppelt werden können, z. B. durch. induktive Kopplung dieses Kreises mit der Induktivität des   Frequenzbestimmungskreises.   Wenn die Rückkopplung genügend fest ist, wird die Entladung in jeder Periode fast vollständig von einer Anode zur andern abgelenkt. Die Stärke der Schwingungen kann durch Einstellung der bei 66 oder 72 angelegten Vorspannung eingestellt werden, da durch die Vorspannung die Elektronenemission bestimmt wird. Ein wesentlicher Vorteil dieser Oszillatorsehaltung liegt darin, dass die Gesamtemission im wesentlichen konstant bleibt.

   Auch ist die erforderliche Maximalemission nur gleich dem Maximalwert jeder Halbwelle, während doch bei bekannten Schaltungen die Maximalemission den doppelten Wert haben muss. 



   Es wurde bisher vorausgesetzt, dass die Röhre nach der Erfindung zwei als zweigängige Schraube gewickelte Anoden enthält ; eine dieser Anoden kann jedoch auch weggelassen werden, und der Schirm, welcher die andern Elemente der Röhre umgibt, kann als zweite Anode verwendet werden. Diese Bauart ist in Fig. 11 dargestellt, bei welcher der Metallzylinder 75 als zweite Anode geschaltet werden kann. Diese Röhre stimmt sonst mit derjenigen nach Fig. 1 überein. 



   Durch den Wegfall einer der schraubenförmigen Anoden verändert sich die Wirkungsweise der Röhre nicht wesentlich ; infolge der Ablenkung durch die Steuerelektroden 3 und 4 wird die Entladung abwechselnd in Richtung auf die Anode 5 und dann auf die Anode 75 gelenkt. Diese Röhre kann daher in irgendeiner der vorstehend beschriebenen Schaltungen ohne wesentliche Veränderung verwendet werden. 



   Die in Fig. 12 dargestellte Mischrohrschaltung ist der Schaltung nach Fig. 6 ziemlich gleich mit der Ausnahme, dass nur die Anode 75 direkt in den Ausgangskreis geschaltet ist und die Anode 5 

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 auf einem festen positiven Potential gehalten wird. In diesem Kreis wirkt die Anode 5 als Schirmgitter zwischen den Steuerelektroden 3 und 4 einerseits und der Anode 75 anderseits. Das positive Potential der Elektrode 5 ist dabei im allgemeinen niedriger zu wählen als das der Anode 75. Die Anode 5 dient in der Weise eines Schirmgitters dazu, die Kapazität zwischen der Anode 75 und den Steuerelek- troden herabzusetzen ; ausserdem bewirkt die symmetrische Anordnung der Steuerelektroden eine
Selbstneutralisation, wie es schon beschrieben wurde. 



   Die Steuerelektroden 3 und 4 sind in Form einer zweigängigen Schraube konzentrisch zur Ka- thode 2 auf einer Kreiszylinderfläche angeordnet. Es kann jedoch aus Fabrikationsgründen auch vor- teilhaft sein, die beiden Gitter mit verschiedenem Durchmesser herzustellen, jedoch so, dass sie im wesentlichen die Schnittlinie zweier zur Kathode 2 senkrechten, ineinandergewundenen Schrauben- flächen mit zwei Zylindern verschiedenen Durchmessers sind. Daher ist in Fig. 13 die Steuerelektrode
4 ein Solenoid von grösserem Durchmesser als das Solenoid der Elektrode 3 ; beide liegen konzentrisch zur Kathode 2 ; auf diese Weise ergibt sich eine unsymmetrische Bauart, bei welcher die Windungen der Elektrode 4 die Windungen der Elektrode 3 umgeben. 



   Die Unsymmetrie der Röhre nach Fig. 13 verändert die Wirkung der Ablenkungssteuerung grundsätzlich nicht ; es ist aber vorteilhaft, für diese Röhre einen unsymmetrischen Eingangskreis zu verwenden. Eine derartige unsymmetrische Schaltung ist in Fig. 14 dargestellt, welche der Misch- rohrschaltung nach Fig. 6 entspricht, sich jedoch von ihr dadurch unterscheidet, dass die Sekundär- wicklung des Transformators 18 in zwei Teile 77 und 78 aufgeteilt ist, die eine ungleiche Windungszahl haben. Die Spule 77 hat die grössere Windungsanzahl und ist mit der Steuerelektrode 4 verbunden, die weiter von der Kathode 2 entfernt ist ; der Teil 78 mit der kleineren Windungsanzahl ist mit der Steuer- elektrode 3 verbunden, die der Kathode 2 näher liegt. Die Wirkungsweise dieser Schaltung ist im Grunde genommen die gleiche wie die der Schaltung nach Fig. 6.

   Das Verhältnis der Windungszahlen der
Wicklungen 77 und 78 ist so gewählt, dass erstens die Potentialschwankungen an den Steuerelektroden
3 und 4 keine Veränderung der Gesamtemission hervorrufen und zweitens die durch den Transfor- mator 23 an die Steuerelektroden 3 und 4 angelegte Wechselspannung keine Ablenkungswirkung hervor- ruft. Es ist klar, dass bei dieser Schaltung auch die Gittervorspannungen für die Steuerelektroden 3 und 4 verschieden gewählt sein können, und z. B. durch getrennte Klemmen 79 und 80 angelegt werden.
Zur Vereinfachung wird nur die Steuerelektrode 3 zunächst der Kathode für die Emissionssteuerung verwendet ; in ihrem Kreis liegt daher die Sekundärwicklung 22 des Transformators 23. 



   In der Röhre nach Fig. 15 ist die Anode 6 weggelassen und die zylindrische Elektrode 75 wirkt als zweite Anode in derselben Weise, wie es bei Fig. 11 beschrieben wurde ; dazu wird noch die unsym- metrische Anordnung der Steuerelektroden, wie in Fig. 13, verwendet. Eine Röhre dieser Bauart kann in einer unsymmetrischen Mischrohrschaltung verwendet werden, wie es in Fig. 16 dargestellt ist. In dieser Schaltung wird eine Spannung der   Frequenz 11 durch   den Transformator 81 übertragen und zur
Ablenkung der Entladung zwischen den Anoden 5 und 75 benutzt. Der Transformator 81 enthält zwei   Sekundärwicklungen   82 und 83, die zwischen den Steuerelektroden 3 und 4 über den Kopplungs- kondensator 84 in Serie geschaltet sind. Gleichzeitig wird eine Spannung der Frequenz 12 an die Elek- troden 3 und 4 angelegt und dient zur Emissionsteuerung.

   Diese Spannung der Frequenz 12 wird den
Steuerelektroden über den Transformator 85 zugeführt, der eine Primärwicklung 86 und zwei Sekun-   därwicklungen   87 und 88 besitzt. Der zwischen den Anoden 5 und 75 und der Kathode 2 eingeschaltete
Ausgangskreis enthält die Primärwicklung eines Transformators 89, mit welcher durch eine Anzapfung
90 die positive Klemme der Anodenspannungsquelle + B verbunden ist. 



   Rein grundsätzlich ist die Wirkungsweise der in Fig. 16 gezeigten Schaltung derjenigen nach
Fig. 6 gleich ; die Windungsverhältnisse der Kopplungstransformatoren sind so gewählt, dass sie die
Unsymmetrie infolge der unsymmetrischen Ausbildung der Steuerelektroden 3 und 4 und der Anode 5 und 75 kompensieren. Ausserdem sind in beiden Fällen die Verhältnisse der Windungszahlen so be- stimmt, dass die Spannung der Frequenz 11 nicht auf die Emission einwirkt und keine Spannung der
Frequenz 12 zwischen den Anoden erscheint. 



  In Fig. 17 ist eine weitere Modifikation der Röhre nach der Erfindung dargestellt, bei welcher zwei zusätzliche Elektroden vorgesehen sind, u. zw. ein   schraubenförmiges   Schirmgitter 91 und ein gleichfalls   schraubenförmiges   Fanggitter 92, die zu den in Fig. 15 beschriebenen Elementen hinzu- treten. Eine Mischrohrsehaltung mit einer solchen Röhre ist in Fig. 18 dargestellt. Das Fanggitter 92 ist dabei innerhalb der Röhre mit der Kathode 2 und das Schirmgitter ist mit der positiven Klemme   "+ 8"verbunden,   so dass das letztere Gitter auf einem positiven Potential unterhalb desjenigen der
Anoden 5 und 75 gehalten wird. Die Wirkungsweise dieser Schaltung ist im wesentlichen die gleiche wie die der vorstehend beschriebenen Mschrohrschaltungen. 



   In der Röhre nach Fig. 19 wirkt der Metallzylinder 75 als Einzelanode und die schraubenförmige
Elektrode 93 als Schirmgitter. Ein schraubenförmiges Fanggitter 94 befindet sich zwischen der Elektrode 93 und der Anode 75. Die Anwendung dieser Röhre in einer Mischrohrschaltung ist in Fig. 20 dargestellt ; die Schaltung unterscheidet sich von Fig. 18 nur darin, dass eine Einzelanode verwendet wird, das Schirmgitter durch die Elektrode 93 gebildet wird und die Elektrode 94 mit der Kathode 2 verbunden ist, um so als Fanggitter zu wirken, 

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In der Röhre nach Fig. 21 ist eine zusätzliche Steuerelektrode 95 zwischen der Kathode 2 und den beiden ineinander gewundenen schraubenförmigen Steuerelektroden 3 und 4 vorgesehen.

   Diese Elektrode wirkt unabhängig von den Steuerelektroden 3 und   4   auf die Grösse des Entladungsstromes von der Kathode 2 zu den Anoden 5 und 6 ein ; die Steuerelektroden 3 und 4 bewirken nur die Ablenkung der Entladung. Es ist hiebei nicht wesentlich, dass die Windungen der Steuerelektrode 95 mit denjenigen der Steuerelektroden 3 und 4 in denselben, senkrecht zur Kathode beschriebenen Schraubenflächen liegen ; wenn dies jedoch der Fall ist und sie wie in Fig. 21 den Windungen der Steuerelektroden genau gegenüberliegen, so trägt dies dazu bei, dass weniger Elektronen auf die Elektroden 3 und 4 auflaufen, selbst wenn diese eine geringe positive Spannung besitzen. Dies gestattet es, sehr kleine oder gar keine negativen Vorspannungen an den Steuerelektroden 3 und 4 zu verwenden und ergibt eine Vergrösserung der nutzbaren Emission.

   Eine Mischrohrschaltung mit der Röhre der Fig. 21 ist in Fig. 22 dargestellt ; man erkennt, dass die einzigen Unterschiede zwischen dieser Figur und der Fig. 6 darin bestehen, dass ein Ende der Wicklung 22 mit der zusätzlichen Elektrode 95 anstatt mit den Elektroden 3 und 4 über die Wicklung 17 verbunden ist und dass das andere Ende der Wicklung 22 mit einer besonderen Vorspannungsquelle (Klemme 25') in Verbindung steht. 



   In Fig. 23 ist eine Ausführungsform der Röhre nach der Erfindung dargestellt, welche besonders zur Verwendung in einer Frequenzvervielfachungsschaltung geeignet ist. Die Röhre enthält die Kathode 2, die von zwei ineinander gewundenen schraubenförmigen Steuerelektroden 3 und 4 und in einem grösseren radialen Abstand von zwei ineinander gewundenen schraubenförmigen Anoden 5 und 6 umgeben ist. Diese Elemente werden von dem zylindrischen Schirm 75 umgeben. Die Anwendung dieser Röhre in einer Frequenzverdopplungsschaltung ist in Fig. 24 dargestellt, worin die Steuerelektroden 3 und 4 mit der Sekundärwicklung eines Transformators 102 verbunden und die beiden Anoden miteinander direkt verbunden sind, so dass eine einzige Elektrode 103 gebildet wird, welche als Schirmgitter zwischen den Steuerelektroden und dem Metallzylinder 75 angeordnet ist.

   Der Ausgangskreis enthält die Primärwicklung   eines Transformators j ! M,   der zwischen dem als Anode wirkenden Schirm 75 und der Kathode 2 über die Kondensatoren 105 und 106 eingeschaltet ist. 



   Beim Betrieb dieser Frequenzverdoppelungsschaltung wechselt die Richtung des elektrostatischen Feldes zwischen den Steuerelektroden periodisch und lenkt die Entladung abwechselnd auf die eine und die andere der Elektroden 5 und 6, die das Gitter 103 bilden. Bei jeder Umkehr des Feldes zwischen den Steuerelektroden wird die Entladung zwischen den Elektroden 5 und 6 hindurch auf die Anode 75 gelenkt. Daraus folgt, dass die Entladung während jeder vollen Periode der Steuerspannung zweimal. zwischen den Anoden 5 und 6 hindurch geht und die Anode 75 trifft. Daher ist die Frequenz des Anodenwechselstromes doppelt so gross wie die Frequenz der Steuerspannung am Transformator 102. Solche Schaltungen können vorteilhaft in Übertragungseinrichtungen verwendet werden, welche mit Frequenzmodulation arbeiten. 



   Wenn auch bei der Betrachtung der einzelnen Ausführungsformen der Röhre nach der Erfindung eine   schraubenförmige   Ausführung der Steuerelektroden und Anoden angenommen wurde, so ist doch ohne weiteres klar, dass eine andere Ausbildung dieser Elektroden   möglich   ist, ohne dass man sich vom Geiste der Erfindung entfernt. Sie können z. B. aus koaxialen Ringen aufgebaut sein, wobei jeder einzelne Ring in einer Ebene liegt und alle Ringe einer Elektrode den gleichen Durchmesser haben. Natürlich müssen die einzelnen Ringe jeder Elektrode elektrisch miteinander verbunden sein ; man muss sich natürlich vorstellen, dass bei einer ineinandergreifenden   bzw."durchschossenen"Ausführung   zweier Elektroden je ein Ring der einen und ein Ring der andern Elektrode nebeneinander liegen würden. 



   Ganz allgemein können die Elektroden in der letztgenannten Form oder schraubenförmig oder in irgendeiner andern Gestalt ausgeführt sein, z. B. auch nach der Form abgeflachter oder elliptischer Zylinder. Die Paare der ineinandergreifenden Elektroden können auch coplanar, d. h. als Teil paralleler Ebenen, z. B. in der Form einer Leiter ausgebildet sein, wobei die Teile einer Elektrode mit den entsprechenden Teilen der andern Elektrode abwechseln. Es ist demnach klar, dass viele Abänderungen der Röhre nach der Erfindung möglich sind, die alle von dem Erfindungsgedanken Gebrauch machen. 



  Die Erfindung ist daher keineswegs auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. 



   Es sei darauf hingewiesen, dass die   Ausdrücke ineinandergreifend"und durchschossen", welche   in der Beschreibung vielfach auftauchen, zur Kennzeichnung der relativen Lage der Elektroden in ihrem weitesten Sinne zu verstehen sind, ohne Rücksicht darauf, ob die einzelnen Elektrodenteile tatsächlich in demselben Abstand von der Kathode liegen. Es kommt nur darauf an, dass von der Kathode aus gesehen die Oberflächen der Teile so erscheinen, als ob die Teile der beiden "ineinandergreifenden"Elektroden abwechselnd nebeneinander liegen. So sollen beispielsweise die Steuerelek- 
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   Auch bei der Ausführungsform mit nur einer schraubenförmigen Anode, wobei der umgebende Zylinder als zweite Anode dient, können die der Kathode zugewendeten wirksamen Oberflächen der beiden Anoden als"durchschossen"oder"ineinandergreifend"angesehen werden, da von der Kathode aus gesehen die in den Zwischenräumen der schraubenförmigen Anode sichtbaren Teile der zylin- 

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 drischen Anode genau so betrachtet werden können, als läge eine aus ihnen gebildete zweite schrauben- förmige Anode in den   Zwischenräumen   der ersten   schraubenförmigen   Anode. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schaltung mit einer Entladungsröhre, welche ausser einer Kathode wenigstens zwei vorzugs- weise nebeneinander liegende Steuerelektroden und zwei vorzugsweise gleichfalls nebeneinander liegende
Anoden enthält, dadurch gekennzeichnet, dass eine zur Steuerung der Kathodenemission dienende
Steuerspannung an beiden Steuerelektroden in gleicher Phase und eine zur Steuerung der Stromver- teilung auf die Anoden dienende Steuerspannung zwischen den beiden genannten Steuerelektroden angelegt ist, während ein Ausgangskreis an eine Anode angeschlossen oder vorzugsweise zwischen beiden   Anoden - eingeschaltet   ist.

Claims (1)

  1. 2. Röhre für eine Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Mittel zur Auf- teilung der von der Kathode ausgehenden Emission in mehrere Entladungsbündel zwei Gitterelek- troden vorgesehen sind, wobei die Anoden so angeordnet sind, dass jedes Entladungsbündel in einem durch die Ablenksteuerung bestimmten Verhältnis auf die Oberflächenteile mindestens zweierAnoden verteilt wird.
    3. Röhre für eine Schaltung nach Anspruch 1 oder Röhre nach Anspruch 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass eine zur Aufteilung der Entladung in mehrere Entladungsbündel dienende ("schatten- bildende") Gitterelektrode und mindestens eine der Anoden einander in bezug auf die Kathode als Strahlungsquelle schattenbildlich ähnlich sind, so dass in der einen Phase der Ablenksteuerung die durch die Zwischenräume der aufteilenden Elektrode hindurchtretenden Entladungsbündel auch im wesentlichen durch die Zwischenräume dieser Anode hindurchtreten können, während in der andern Phase diese Anode von den Entladungsbündeln getroffen wird.
    4. Röhre nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die andere der beiden Anoden in der- artiger Lage zu den übrigen Elektroden angeordnet ist, dass sie die auf die Zwischenräume der schatten- bildlich ähnlichen Anode fallenden Entladungsbündel erfasst.
    5. Röhre für eine Schaltung nach Anspruch 1 oder Röhre nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine der beiden Anoden als Flächenelektrode ausgebildet und, von der Kathode aus gesehen, hinter der andern Anode angeordnet ist, welche vorzugsweise gemäss Anspruch 3 eine schattenbildlich ähnliche Anode ist.
    6. Röhre für eine Schaltung nach Anspruch 1, oder Röhre nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass beide Anoden als Gitter ausgebildet sind, deren Stäbe bzw. Windungen von der Kathode aus gesehen, "auf Lücke" stehen.
    7. Röhre nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass beide Anoden gleiche Entfernung von der Kathode haben, so dass sie mit ihren Gitterteilen ineinandergreifen, d. h., dass die Stäbe bzw. Win- dungen der einen Elektrode in den Zwischenräumen der andern liegen.
    8. Röhre nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden ineinandergrei- fenden Anoden als Schraubengitter ausgebildet sind.
    9. Röhre nach den Ansprüchen 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden ineinander- greifenden Anoden nach Art zweigängiger Schrauben ineinandergewunden sind, wobei auch mindestens eine schattenbildende Gitterelektrode als Schraubengitter kleineren Durchmessers, aber mit gleicher Steigung ausgebildet ist.
    10. Röhre nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden ineinander- greifenden Anoden als Stabgitter aus zueinander und zur Kathodenachse parallelen Stäben oder Streifen aufgebaut sind, wobei auch mindestens eine schattenbildende Gitterelektrode als ähnliches Stabgitter in kleinerem Abstand von der'Kathode vorgesehen ist.
    11. Röhre nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Stäbe der ineinandergreifenden Anoden auf einem koaxial zur Kathode liegenden Zylinder angeordnet sind.
    12. Röhre für eine Schaltung nach Anspruch 1, oder Röhre nach einem der Ansprüche 2 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Steuerelektroden als schattenbildende Gitterelektroden der- artig angeordnet sind, dass ihre Stäbe bzw. Windungen von der Kathode aus gesehen "auf Lücke" stehen.
    13. Röhre nach den Ansprüchen 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden schatten- bildenden Gitterelektroden gleiche Entfernungen von der Kathode haben, so dass sie ineinandergreifen, d. h., dass die Stäbe bzw. Windungen der einen Elektrode in den Zwischenräumen der andern liegen.
    14. Röhre nach den Ansprüchen 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass die schattenbildenden Gitterelektroden als Schraubengitter ausgebildet sind.
    15. Röhre für eine Schaltung nach Anspruch 1 oder Röhre nach einem oder mehreren der An- sprüche 2 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei "auf Lücke" stehende bzw. ineinandergreifende, schattenbildende Gitterelektroden und zwei, von der Kathode aus gesehen, dahinter liegende, schatten- bildlich ähnliche, gleichfalls "auf Lücke" stehende bzw. ineinandergreifende gitterförmige Anoden I enthält (Fig. 3). <Desc/Clms Page number 9>
    16. Röhre nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die schattenbildenden Gitterelektroden als auch die ihnen sehattenbildlich ähnlichen gitterförmigen Anoden mit gleicher Steigung und paarweise nach Art zweigängiger Schrauben ausgebildet sind (Fig. 1).
    17. Röhre für eine Schaltung nach Anspruch 1 oder Röhre nach einem der Ansprüche 2 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden von einem-gegebenenfalls mit der Kathode leitend ver- bundenen-Schirm (7 in Fig. 3) umgeben sind.
    18. Röhre für eine Schaltung nach Anspruch 1 oder Röhre nach einem der Ansprüche 2 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die schattenbildenden Gitterelektroden aus hochkant gestellten Streifen aufgebaut sind, wobei die schmalen Seiten der Streifen der Kathode zugewendet sind (Fig. 4).
    19. Röhre für eine Schaltung nach Anspruch 1 oder Röhre nach einem der Ansprüche 2 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Anoden aus flachen Streifen aufgebaut sind, deren breite Seiten der Kathode zugewendet sind (Fig. 4).
    20. Röhre für eine Schaltung nach Anspruch 1 oder Röhre nach einem der Ansprüche 2 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Teilen der "auf Lücke" stehenden bzw. ineinandergreifenden Anoden Teile einer dritten, gegebenenfalls mit der äusseren Abschirmhülle in Verbindung stehenden Elektrode angeordnet sind. EMI9.1
AT160643D 1936-01-31 Schaltung mit einer Entladungsröhre, welche außer einer Kathode mindestens zwei Steuerelektroden und zwei Anoden enthält, und Röhre für eine solche Schaltung. AT160643B (de)

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