<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Walzen gemusterter Oberfläche.
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
<Desc/Clms Page number 3>
Winkelgeschwindigkeiten der den Musterträger tragenden oder bewegenden Abtasttrommel und der
Walze einander entsprechend anpasst. Diese müssen hiezu derart gewählt werden, dass die Umfangs- geschwindigkeiten der Abtasttrommel und der beim erfindungsgemässen Verfahren als Bildzusammen- setzertrommel dienenden. Walze miteinander genau oder annähernd übereinstimmen, die Winkel- geschwindigkeit der Abtasttrommel hiegegen genau ein Vielfaches der Winkelgeschwindigkeit der
Walze betragen soll, wobei Abtastvorrichtung und Bildzusammensetzer mit gleichen linearen Ge- schwindigkeiten bewegt werden.
Es wurde ferner gefunden, dass es im üblichen Falle der Übertragung von Musterelementen, die keine Halbtöne enthalten, sehr vorteilhaft ist, wenn der oder die Bildzusammensetzer vom Bild- zerleger an Stelle der üblichen Modulationsschaltungen durch eine"Vollaussteuersehaltung"gesteuert werden. Hiedurch wird nämlich der sogenannte,,'Randeffekt"der Modulationssehaltungen vermieden und man kann daher bei gleichbleibender oder sogar erhöhter Schärfe der Übertragung die Über- tragungsleistung durch Erhöhung der Linienbreite bei gleichbleibender Schreibgeschwindigkeit wesent- lich erhöhen, was infolge der grossen Abmessungen der Textil-und Tapetendruckwalzen sehr wichtig ist.
Man kann ferner hiedurch von unscharfen Originalen scharfe Übertragungen erzielen und die Übertragung ungewünschter Teile des Musters, z. B. der Linie, die an der Zusammenfügungsstelle der Enden des ursprünglich bandförmigen Musterträgers an denselben meistens erscheint, verhindern.
Im Falle der nachstehend beschriebenen farbselektiven Abtastung eines mehrfarbigen Musterträgers ist die Verwendung der Vollaussteuerschaltung deshalb besonders wichtig, weil man mit dieser Schaltung auch dann tadellos arbeiten kann, wenn die Farben des Musterträgers nicht spektralrein sind. Man kann es nämlich bei dieser Schaltung sicher verhindern, dass Photoströme geringer Spannung, die in der Abtastvorrichtung infolge der Überlappung der Spektra der verschiedenen Farben des Muster- trägers auch ungewünschterweise entstehen, den Bildzusammensetzer beeinflussen. Dies ist aber ein wesentlicher Vorteil, da bekanntlich spektralreine Farben nur schwer und in geringer Anzahl erhältlich und meistens auch ziemlich kostspielig sind.
Der Ausdruck"Vollaussteuersehaltung" bezeichnet in vorliegender Beschreibung und Ansprüchen eine solche Schaltung, bei der die Bild- spannung bzw. der Bildstrom der Abtastvorrichtung (d. h. der unverstärkte oder verstärkte Photo- strom) die den Bildzusammensetzer betätigende Spannung oder Strom oder die räumliche Lage des mechanischen Werkzeuges, z. B. Fräsers, des Bildzusammensetzers, derart steuert, dass dieselben durch solche Änderungen der Bildspannung bzw. des Bildstromes, deren Momentanwert unter einem vorteilhaft einstellbaren Schwellenwert (nachstehend kurz"Wirkschwellenwert" genannt) verbleibt, ganz unbeeinflusst bleiben.
Sobald aber die Bildspannung bzw. der Bildstrom diesen Wirkschwelle- wert überschreitet, wird hiedurch die obengenannte Spannung, der Strom oder das Werkzeug in dem
Sinne beeinflusst bzw. derart gesteuert, dass jene sofort ihren Maximalwert (bzw. das Werkzeug seine
Grenzstellung) einzunehmen trachten, der trotz etwaiger weiterer Veränderungen der Bildspannung bzw. des Bildstromes so lange unverändert bleibt, als der Minimalwert der Bildspannung bzw. des
Bildstromes nicht unter den Wirkschwellenwert sinkt. Sobald dies aber eintritt, trachtet die gesteuerte
Spannung oder der gesteuerte Strom bzw. das Werkzeug des Bildzusammensetzers, sofort wieder ihren früheren ursprünglichen Wert, z. B. Null bzw. die ursprüngliche Lage, anzunehmen. In einer solchen Schaltung wird also der Bildzusammensetzer entweder gar nicht oder mit maximaler Stärke, z. B. Lichtstärke, arbeiten, d. h. z.
B. keine Grautöne übertragen können, der Übergang von einem schwarzen Bildpunkt auf einen weissen oder umgekehrt erfolgt also plötzlich, d. h. praktisch ohne dazwischenliegende Grautöne und daher scharf.
Mittels des neuen Verfahrens ist es auch möglich, mehrere oder sämtliche Walzen eines zum
Drucken eines Mehrfarbenmusters erforderlichen Walzensatzes durch erfindungsgemäss wiederholt erfolgendes farbselektives Abtasten desselben mehrfarbigen Musterträgers herzustellen. Hiezu wird zweckmässig ein Musterträger verwendet, dessen durch das Musterelement nicht bedeckte Teile licht- undurchlässig und/oder Licht nicht reflektierend, z. B. mit schwarzer Farbe abgedeckt sind, und der das Mehrfarbenmuster in solchen Farben enthält, von denen keine in ihrem Spektrum solche Wellen- längen enthält oder nur in geringem Masse enthält, die auch im Spektrum einer andern Farbe desselben
Musterträgers enthalten wären.
Es wurde bereits vorgeschlagen, Druckplatten (Klischees) oder Druckwalzen für Halbtondruck auf Papier durch Gravur derselben mittels eines durch die Bildströme gesteuerten Stichels od. dgl. gemäss den Methoden der Bildtelegraphie herzustellen. Hiebei war aber die Aufgabe der Rapportierung gar nicht vorhanden und konnte auch mittels der vorgeschlagenen Apparatur, die zur Aufnahme bzw.
Abtastung eines als endlosen Bandes ausgeführten, mit dem Musterelement in Rapport endlos be- deckten Musterträgers nicht geeignet war, nicht gelöst werden, und überdies ist die vorgeschlagene
Gravurmethode zur Herstellung der für den Textildruck üblichen grossen Kupferwalzen praktisch ungeeignet.
Es wurde auch bereits vorgeschlagen, Musterelemente auf eine Druekwalze rapportiert durch
Kontaktkopieren von einem als endloses Band ausgeführten durchsichtigen Musterträger zu über- tragen. Hiebei musste aber zwecks Ermöglichung der zum scharfen Kopieren erforderlichen Spannung des Musterträgers ein solcher Musterträger verwendet werden, dessen Umfangslänge grösser als diejenige
<Desc/Clms Page number 4>
der Walze war. Die infolge dieser Spannung vor und während des Kopieren auftretende, nicht genau vorausbestimmbare Dehnung dieses langen Musterträgers verursachte aber solche Rapportfehler auf der Walze, dass sich das Verfahren in der Praxis ohne besondere Hilfsmassnahmen als unausführbar erwies.
Hingegen verursacht beim neuen Verfahren eine vor oder während der Abtastung erfolgende etwaige Dehnung des Musterträgers nur belanglose Verzerrungen des Musterelementes auf der Walze, aber keinesfalls Rapportfehler. Beim neuen Verfahren ist ferner die an sich für andere Zwecke bekannte Abtastung eines als endloses Band ausgeführten Musterträgers deshalb sehr vorteilhaft, weil es anlässlich der Zusammenfügung der Enden des ursprünglich bandförmigen Musterträgers sehr einfach und sicher möglich ist, einen als endloses Band ausgeführten, mit dem Musterelement in tadellos genauem Rapport bedeckten Musterträger zu erhalten, da ja hiebei eine genau vorbestimmte Länge desselben nicht eingehalten werden muss.
Das erfindungsgemässe Verfahren wird zweckmässig mittels Einrichtungen ausgeführt, die im Wesen mit den bekannten photoelektrischen Druckplattengravurmaschinen übereinstimmen mit dem Unterschied, dass sowohl die Abtasttrommeln wie die Walzen leicht auswechselbar sind, der Antrieb der Abtasttrommel von der Walze, zweckmässig mit veränderbarer Übersetzung, zwangsläufig erfolgt und die Vorrichtungen meistens mit mehreren Bildzusammensetzern versehen sind.
Die erfindungsgemässen Verfahren nebst Einrichtungen werden nachstehend im Zusammenhang mit den Zeichnungen in einigen Beispielen näher beschrieben. Auf den Zeichnungen veranschaulicht Fig. 1 die Seitenansicht einer Einrichtung zur Herstellung von Kupferwalzen für den Textildruck, Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie X-X der Fig. 1, Fig. 3 eine die Rapportierung in Längsrichtung erläuternde Skizze, Fig. 4 die Schaltung der Einrichtung nach Fig. 1, Fig. 5 einen teilweisen Querschnitt durch einen der Mehrfachbildzusammensetzer, Fig. 6 eine Schaltung für eine andere Bildzusammensetzvorrichtung, Fig. 7 einen Schnitt durch eine Bildzusammensetzvorrichtung für die Schaltung gemäss Fig. 6, Fig. 8 einen Schnitt durch einen mechanischen Bildzusammensetzer, Fig. 9 die Schaltung des Bildzusammensetzers gemäss Fig. 8, Fig.
10 einen teilweisen Schnitt durch eine Abtasttrommel, Fig. 11 eine teilweise Seitenansicht einer Ausführungsform der Einrichtung gemäss Fig. 1, Fig. 12 einen Schnitt entlang der Linie y-y der Fig. il in grösserem Massstab, Fig. 13 die Seitenansicht der Abtasttrommel gemäss Fig. 10, Fig. 14 a bis Fig. 14m Skizzen verschiedener Anordnungen, mittels welchen die rapportierte Übertragung erreicht wird.
In Fig. 1 ist der besseren Übersichtlichkeit halber eine Einrichtung dargestellt, bei welcher ein mit durchfallendem Lichte arbeitender Bildzerleger zwei Bildzusammensetzer steuert ; bei der Herstellung von Druckwalzen üblicher Abmessungen verwendet man aber zweckmässig zwölf Bildzusammensetzer, welche sieh voneinander in gleichen, je ein Zwölftelteil der ganzen mit dem Muster zu bedeckenden Druckwalzenlänge entsprechenden Entfernungen befinden. Die Einrichtung gemäss der Zeichnung ist auf eine gewöhnliche Drehbank aufgebaut, welche, wenn sie nur zur Übertragung dient, mechanisch kaum in Anspruch genommen ist und deshalb leicht und billig sein kann. Es ist jedoch zweckmässig, eine massive Drehbank, z.
B. eine Molettierbank, zu verwenden, auf welcher man von der Walze das alte Muster auch abdrehen kann, da in diesem Falle das Abdrehen des alten Musters, das Glätten der erhaltenen neuen Oberfläche, das Überziehen derselben mit einer lichtempfindlichen oder sonstigen Schicht und das Auftragen des Musters auf dieselbe mit einem einzigen Aufspannen der schweren Walze erfolgen kann.
Die Drehbank wird zur Vorrichtung gemäss der Erfindung dadurch umgebaut, dass zwischen ihre Hauptwelle 1 und ihrem Spannfutter 2 die gleiche Durchmesser und Zahnteilungen besitzenden Kettenräder 3 und 4 eingebaut werden, während auf das Gestell der Drehbank die die Lagerung-und Bewegungsvorrichtung der bei diesem Beispiel aus einem durchsichtigen Material, z. B. aus Glas oder Zelluloid, bestehendenAbtasttrommel J haltenden Träger 6 und 7 angebracht werden, in deren Lagern 8 und 9 die das Spannfutter 10 der Abtasttrommel tragende Welle 11 gegen seitliche Verschiebung gesichert gelagert ist.
Auf diese Welle ist das von dem Kettenrad 3 mittels der Kette 3 a angetriebene
Kettenrad "3 b aufgekeilt, hingegen sitzt das von dem Kettenrad 4 mittels der Kette 4 a angetriebene
Kettenrad 4 b lose auf der Welle 11, und eine starke Spiralfeder 12 ist bestrebt, dieses Rad in bezug zum Rad 3 b zu verdrehen. Ein solcher Antrieb sichert nämlich in einer von der Kettenabnutzung weitgehend unabhängigen Weise den genau synchronen Lauf der Wellen 1 und 11.
Die Übertragungsvorrichtung besteht bei diesem Beispiel im Wesen aus der auf dem Support 13 abnehmbar befestigten Stange 15 und aus den Bildzusammensetzern 16 und 17 und dem Bildzerleger 18, welche auf der genannten Stange verschiebbar und in ihrer jeweiligen Lage festklemmbar sind ; der in die Abtasttrommel 5 hineinragende Arm 18 a des Bildzerlegers 18 trägt die Photozelle 18 b. Die lineare Bewegung der Übertragungsvorrichtung erfolgt'durch die Leitspindel 14, die ihrerseits durch die übliche veränderliche Übersetzung von der Hauptwelle 1 der Drehbank angetrieben wird. Die mit einem Muster zu versehende Kupferwalze A wird in beliebiger Weise zwischen dem Spannfutter 8 und die Reitstockspitze 19 eingespannt und die Drehbank wird während der Zeit der Übertragung mit praktisch konstanter Drehzahl angetrieben.
Die zu dem Bildzerleger und zu den Bildzusammen- setzern führenden elektrischen Leitungen laufen in dem auf der Stange 15 befestigten Kabelkasten 20
<Desc/Clms Page number 5>
zusammen, aus welchem das biegsame Kabel 21 zu dem Steuerkasten 22 führt. In diesem Kasten sind die einzelnen Schaltelemente (mit Ausnahme der Photozelle 18 b und des Magneten 25) der
Schaltung gemäss Fig. 4 angeordnet. Bei Verwendung von Photozellen hoher Lichtempfindlichkeit oder bei farbselektiver Abtastung ist es empfehlenswert, den Bildzerleger in die durch die gestrichelte
Linie Z angedeutete lichtundurchlässige Hülle einzuschliessen.
Die im Wesen bekannte Arbeitsweise des Bildzerlegers und der Bildzusammensetzer wird durch
Fig. 2 veranschaulicht. Der auf der mit der Walze A synchron laufenden Abtasttrommel 5 angeordnete, als endloses Band ausgeführte Musterträger B wird von den mittels des Linsensystems 25 a auf den- selben konzentrierten Lichtstrahlen der mittels der Schraube 23 in den Brennpunkt des Linsensystems einstellbaren Lampe 24 kleiner Leuchtfläche in Schraubenlinienform abgetastet, welche Strahlen sodann die Photozelle 18 b belichten. Die verstärkten Photoströme bewegen in der Schaltung gemäss
Fig. 4 mittels des in Fig. 2 dargestellten Elektromagneten 25 die verschwenkbare Blende 26, welche dasjenige Lichtstrahlbündel beeinflusst, welches die die Manteloberfläche der Walze 1 bedeckende lichtempfindliche Schicht belichtet.
Durch den Elektromagneten 25 wird dabei die Blende 26 verschwenkt und dadurch das mittels des Linsensystems 28 auf die Ebene der Aperturblende 29 (eines um die Achse 29 a drehbaren, mit vorteilhaft quadratischen Öffnungen verschiedener Grösse versehenen Scheibendiaphragmas) abgebildete Licht der Lichtquelle 27 der Bildzusammensetzer im gewünschten
Takte durchgelassen oder abgeblendet. Das Lichtstrahlbündel wird von der Linse 30 auf die die Walze A bedeckende lichtempfindliche Schicht projiziert. Die Grösse des abtastenden Lichtpunktes, welche mit der Grösse des Lichtpunktes des Bildzusammensetzers vorteilhaft übereinstimmt, wird in beliebiger bekannter Weise eingestellt.
Die Übersetzung zwischen der Hauptwelle und der Leitspindel der Drehbank muss dem jeweiligen Durchmesser dieser Öffnungen entsprechend eingestellt werden, während die Expositionszeit durch die richtige Wahl der Drehzahl der Drehbankhauptwelle eingestellt wird.
Bei dem Beispiel gemäss Fig. 3 wird das Abtasten des Musterträgers B mittels des Lichtstrahles y an der linken Seite desselben begonnen und es wird nach rechts vorwärtsgeschritten. Die Länge X des mit dem Musterelement bedeckten Teiles des Musterträgers beträgt bei diesem Beispiel ein Sechstel der Länge L der mit dem Muster zu versehenden Druckwalze, und infolgedessen sind die Bildzusammensetzer in Achsrichtung der Walze derart versetzt, dass die gegenseitige Entfernung zwischen ihren Lichtstrahlen a, b, c und d, e, t ebenfalls gleich X ist. Wenn aber z.
B. bei einem andern Muster die axiale Länge Xl des Musterträgers ein Drittel der Länge L beträgt, kann man die obenerwähnte gegenseitige Einstellung der Bildzusammensetzer auch unverändert lassen, doch werden dann die die Lichtstrahlen b, il und j liefernden Bildzusammensetzer ausgeschaltet. Der gemusterte Teil des Musterträgers ist bei diesem Beispiel in an sich bekannter Weise in der Achsrichtung von rechts und von links durch (auf der Zeichnung gestrichelte) schwarze Teile B, und B2 begrenzt. Trifft der Lichtstrahl y nach erfolgter Abtastung auf den Teil B2, so kann die Maschine durch ein entsprechendes mechanisches oder elektrisches Relais selbsttätig abgestellt werden. Dieses Relais kann z.
B. von einem auf das Drehbankbett montierten, durch den Support in dieser Stellung geschlossenen elektrischen Kontakt gesteuert werden, welcher in dem auf der Fig. 1 sichtbaren Kasten K angeordnet ist. Dieser Kasten ist zwecks richtiger Einstellung auf der ihn haltenden Stange Ki verschiebbar und diese Stange ist an dem Reitstock befestigt. Der Kontakt wird bei dieser Anordnung von dem Ende der Stange 15 betätigt, wenn dieses den Stift K2 eindrückt.
Fig. 4 stellt jene Vollaussteuerschaltung dar, in welcher die Photozelle 18 b des Bildzerlegers die Magneten 25 der sechs Bildzusammensetzer betätigt. In dem mit der Photozelle in Reihe geschalteten Widerstand 40 erzeugt der Strom der Batterie 41 einen von der Beleuchtung der Photozelle abhängigen Spannungsabfall, welcher, auf den Gitterstromkreis der Elektronenröhre 42 einwirkend, einen Spannungsabfall in dem im Anodenstromkreis der erwähnten Elektronenröhre liegenden Widerstand 43 erzeugt, welcher Spannungsabfall für die Gittersteuerung der Thyratronröhre 44 verwendet wird. Diese Röhre wird von der Wechselstromquelle 45 von verhältnismässig hoher Periodenzahl (z.
B. 500-10. 000 Hertz) gespeist ; dieser Wechselstrom wird mittels des Transformators 46, dessen Primärwicklung in den Anodenstromkreis dieser Röhre geschaltet ist, auf die für die Speisung der miteinander in den Sekundärstromkreis dieses Transformators parallelgeschalteten Magneten geeignete Spannung transformiert und hienach auch zweckmässig mittels eines auf der Zeichnung nicht dargestellten Gleichrichters gleichgerichtet. Die Periodenzahl der Stromquelle 45 wird um so höher gewählt, mit je grösseren Übertragungsgeschwindigkeiten und mit je grösserer Feinheit man arbeitet, da ja die Röhre nicht bei jedem Momentanwert der Spannung zünden und nur bei Nullspannung unterbrechen kann.
Demzufolge muss die Periodenzahl des Speisewechselstromes zwecks Vermeidung des Ausfallens von Bildpunkten bei der Übertragung in der Grössenordnung der pro Sekunde übertragbaren maximalen Bildpunktzahl liegen und dieselbe möglichst überschreiten. Die Schaltung enthält ausserdem noch vorteilhaft an sich. bekannte Teile zur Änderung des Übertragungssinnes, z. B. vom Positiv ausgehend, auf Positiv oder Negativ oder umgekehrt. Als solche können z. B. Stromrichtungswender bzw. Umschalter und (bzw. oder) nach Belieben ein-und aussehaltbare weitere Verstärkerstufen verwendet werden. Zur Einstellung des Wirkschwellenwertes können z. B. die Widerstände 40 und (bzw. oder) 43 einstellbar bzw. veränderbar sein.
<Desc/Clms Page number 6>
Fig. 5 zeigt die Anordnung, mittels welcher zwecks guter Ausnutzung der ständig brennenden Lichtquellen das Licht einer einzigen Lichtquelle in drei Bildzusammensetzern benutzt wird. Das Licht der auch auf Fig. 2 sichtbaren Lampe 27, die vorteilhaft eine im Hochdruckraum ihres aus Quarzglas bestehenden Kolbens brennende Metalldampfbogenlampe hoher Leuchtdichte ist, fällt ausser auf das Linsensystem 28 auch auf die untereinander gleichen Linsen 39 und von diesen, an den Prismen oder Spiegeln 31 bzw. 32 reflektiert, auch auf die Linsensysteme 33 bzw. 34, deren Strahlengang mit jenem, der auf Fig. 2 links von dem Linsensystem 28 sichtbar ist, identisch ist. Da die Linsen 39 parallele Lichtstrahlenbündel erzeugen, können die die Linsensysteme 33 und 34 enthaltenden Bildzusammensetzer in bezug auf den das System 28 enthaltenden Bildzusammensetzer verschiebbar sein.
Ihre Röhren 37 bzw. 38 sind daher in den an dem Gehäuse der Lampe 27 befestigten Röhren. 35 und 36 verschiebbar. Statt der obenbeschriebenen Bildzusammensetzer können den jeweiligen Erfordernissen entsprechend auch andere verwendet werden.
Eine wesentlich einfachere und billigere Vorrichtung kann man benutzen, wenn man als Lichtquellen durch den Bildzerleger gesteuerte, in der atmosphärischen Luft und unter Atmosphärendruck vor sich gehende, z. B. aus einem Funken in einen Lichtbogen übergehende oder eventuell ihre oszillatorische Beschaffenheit auch behaltende elektrische Entladungen verwendet. Man kann nämlich dieselben so nahe zur lichtempfindlichen Schicht bringen, dass die Optik der Bildzusammensetzer und die mechanische Steuerung der Lichtstrahlen entfällt. Eine in diesem Falle verwendbare Schaltung zeigt Fig. 6. Dieselbe weicht von der Schaltung gemäss Fig. 4 nur insofern ab, dass die die Funkenstrecken 48 speisenden Transformatoren 47 miteinander im Stromkreis der Sekundärwicklung des Transformators 46 in Reihe geschaltet sind.
Im Falle der Reihenschaltung der Primärwicklungen der Transformatoren 47 kann der Transformator 46 gegebenenfalls entfallen, doch ist es meistens vorteilhafter, die Primärwicklungen der Transformatoren 47 und die einzelnen Funkenstrecken 48 miteinander durch Erdung je eines Wicklungsendes der Transformatoren 47 parallel zu schalten.
Eine zwecks Verwendung als Funkenstrecke 48 bzw. als Lichtquelle umgestaltete und ausgerüstete Zündkerze ist auf Fig. 7 in Seitenansicht und teilweisem Längsschnitt dargestellte Die isolierte zentrale Elektrode 49 der Kerze 55 ist derart verbogen, dass die Mitte der Funkenstrecke zwischen Elektrode 49 und der andern Elektrode 50 in die Achslinie der Kerze fällt. Die Funkenstrecke wird zweckmässig kurz eingestellt. Auf ein auf das Ende der langschäftigen Kerze geschnittenes Gewinde ist die Kappe 51 aufgeschraubt, deren Stirnwand 52 aus lichtundurchlässigem Isoliermaterial, z. B. einer schwarzlackierten Glimmerscheibe, besteht. Diese ist in ihrer Mitte mit einer Öffnung 53 versehen, deren Durchmesser etwa der Grösse des Lichtpunktes entspricht. Die Glimmerscheibe 52 wird an der Kappe z.
B. durch den auf dieselbe aufgebördelten Rand der Kappe festgehalten ; bei der zwecks Schaffung einer bestimmten optischen Achse dieser Projektionsvorrichtung erfolgenden Verwendung von zwei miteinander parallelen Glimmerscheiben können beide nebst ihrem Distanzring in derselben Weise an der Kappe befestigt sein. Die Kerze 55 ist mit dem normalen Kerzengewinde in die Eisenplatte 54 eingeschraubt, welche bei dieser Vorrichtung etwa der Stange 15 der Fig. 1 entspricht und daher sämtliche Kerzen trägt.
Aus Fig. 7 ist ersichtlich, dass bei einer solchen Anordnung die durch die Funkenstrecke gebildete Lichtquelle in eine Entfernung von der Grössenordnung von Zehntelmillimetern an die die Oberfläche der Walze 4. bedeckende lichtempfindliche Schicht gebracht werden kann, welche Entfernung jedoch derart bemessen werden muss, dass der Funke nicht von der Elektrode 49 auf die Walze A überschlägt. In den jenseits des Kerzenendes herausragenden Mantelteilen der Kappe 51 sind Bohrungen 56 und 57 angebracht, die die nötige Kühlluftzirkulation sichern, dabei auch als Gucklöcher dienen und vorteilhaft verdeckt sind.
Gemäss der Erfindung kann die photographische Übertragung vorteilhaft auch mittels LenardStrahlen durchgeführt werden, die aus dem punktförmigen Lenard-Fenster einer zweckmässig mit Metallkolben ausgeführten Lenard-Röhre austreten. Die für diesen Zweck geeigneten Lenard-Röhren sind zweckmässig gittergesteuerte Glühkathodenröhren, die man vorteilhaft in der Schaltung laut Fig. 4 an Stelle-des Thyratrons einschaltet und (mit Gleichstrom gespeist) unmittelbar durch die verstärkte Photospannung steuern lässt, da man mit denselben mit so grossen Übertragungsgeschwindig- keiten arbeiten kann, bei denen die Verzögerung des Thyratrons schon störend wirken könnte.
Zwar hat diese Ausführungsform des Verfahrens den Nachteil, dass die ziemlich teueren Lenard-Röhren, welche zweckmässig vollkommen evakuiert sind oder nur wenig Edelgas enthalten, im Interesse der Bewahrung ihrer richtigen Arbeitsweise und ihrer Lebensdauer zwecks Entfernung der in dieselben durch das Lenard-Fenster diffundierenden Luft in der Regel von Zeit zu Zeit oder ständig gepumpt oder gegettert werden müssen, doch steht diesem Nachteil der Vorteil gegenüber, dass man infolge der sehr starken aktinischen Wirkung und der genauen, trägheitslosen Steuerbarkeit dieser Strahlen mit sehr hohen Übertragungsleistungen auch bei Anwendung der üblichen weniger heiklen Schichten geringerer Lichtempfindlichkeit arbeiten kann.
Infolge der bekannten Streuung der Lenard-Strahlen in der Luft ist das Fenster der Lenard-Röhre möglichst nahe an die Walzenoberfläche zu bringen, damit der Weg der Strahlen in der Luft eine Grössenordnung von Zehntelmillimetern oder höchstens eines Millimeters besitzt. Das Auftragen und "Entwickeln" der lichtempfindlichen, z. B. aus Chrom-
<Desc/Clms Page number 7>
albumin bestehenden Schicht, die etwaige Nachbehandlung und das Ätzen der Walze kann im Falle photographischer Übertragung auch beim neuen Verfahren in beliebiger üblicher Weise erfolgen.
Zur Vermeidung des auch den bisherigen Photogravurverfahren anhaftenden Nachteiles der photographischen Übertragung, dass man in der Dunkelkammer arbeiten muss, kann man mittels des erfindungsgemässen Verfahrens auch andere Übertragungsarten anwenden. So z. B. kann man mit den bekannten Tintennebelschreibern der Bildtelegraphie entsprechende Lösungen auf die Walze zwecks chemischer Veränderung, z. B. stellenweise erfolgende säurefeste Abdeckung, der Walzenoberfläche aufbringen. Man kann aber auch elektrische Entladungen unmittelbar auf die Oberfläche der Walze oder die dieselbe bedeckende Schicht, z. B. eine säurefeste Lackschicht, einwirken lassen.
Im ersten Fall kann z. B. die Oberfläche der Aluminiumwalze durch die Entladungen stellenweise oxydiert und demzufolge mit einer fest anhaftenden Oxydschicht versehen werden, die nach entsprechender Nachbehandlung, z. B. mittels der nach bekannten Methoden der Lithographie erfolgenden Abdeckung mit säurefester Farbe, ein Ätzen der Walze gestattet. Man kann aber auch mittels solcher Entladungen, die die Walzenoberfläche bedeckende, z. B. aus mit Russ versetztem Nitrozelluloselack bestehende säurefeste Schicht abbrennen und hiedurch eine ätzbare Walzenoberfläche erhalten usw.
Falls man die als Funken einsetzenden und in Lichtbogen übergehenden Entladungen unmittelbar auf die Walzenoberfläche einwirken lässt, kann man als Elektroden der Bildzusammensetzer ebenfalls Zündkerzen verwenden. Zu diesem Zwecke entfernt man die oben bereits erwähnte Elektrode 50, belässt die Elektrode 51 in ihrer zentralen Lage, spitzt ihr Ende zu und lässt die Entladung durch die Öffnung 53 der Glimmerplatte 52 hindurch auf die als zweite Elektrode geschaltete Druckwalze A
EMI7.1
im Sauerstoffstrom verfertigt man die Elektrode 49 mindestens an ihrer Spitze aus Platin und verwendet eine Kerze mit in der Axialrichtung durchbohrten mittleren Elektrode.
Den Sauerstoff lässt man durch die Bohrung dieser Elektrode einströmen und durch die Öffnung 53 der Glimmerscheibe auf die in einer Entfernung von der Grössenordnung einiger Zehntelmillimeter befindliche Walzenoberfläche ausströmen.
Die bekannten Methoden der photoelektrischen Druckplattengravüre, gemäss welchen man mittels Stichel od. dgl. graviert, die durch die verstärkten Photoströme gesteuert werden, können bei dem erfindungsgemässen Verfahren, z. B. zur Herstellung von kleinen Walzen aus leicht bearbeitbarem Material, zwar ebenfalls verwendet werden, doch ist es im allgemeinen vorteilhafter, mit ständig umlaufenden, zeitweise an die Walze angedrückten Fräswerkzeugen od. dgl. derart zu arbeiten, dass man mit denselben Nuten konstanter Breite und Tiefe in das Material der Walze schneidet oder, noch zweckmässiger, das Material der die Walzenoberfläche bedeckenden Schutzschicht, z. B. Asphaltlackschicht, mittels solcher Werkzeuge stellenweise entfernt. Eine hiezu geeignete Vorrichtung nebst Schaltung derselben ist in Fig. 8 und 9 der Zeichnung dargestellt.
Von der Oberfläche der aus Kupfer bestehenden Druckwalze A wird die diese bedeckende dünne Asphaltlackschicht a an den gewünschten Stellen durch den Fräser 60 entfernt. Der Durchmesser desselben stimmt mit dem Bildpunktdurchmesser überein ; als Schnittflächen oder Wetzflächen sind in beliebiger Weise sowohl die Stirnfläche wie die Mantelfläche des aus Stahldraht oder Wolframdraht bestehenden Fräsers ausgebildet. Der Fräser 60 ist in einem Bohrfutter 61, das sehr leicht ausgeführt ist, eingespannt. Dieses Bohrfutter ist an dem aus Leichtmetall bestehenden Rohr 62 angebracht, welches mit dem in Achsrichtung liegenden Schlitz 63 versehen ist und am andern Ende die aus Dynamoblech oder anderem ferromagnetischen Stoff bestehende Scheibe 65 trägt.
Das Rohr 62 ist in der Bohrung der Schnurrolle 66 in einem der Länge des Schlitzes 63 entsprechenden Masse verschiebbar, der durch den Schlitz 63 hindurchgehende Stift 64 der Schnurrolle 66 dreht jedoch das Rohr 62 stets mit der Drehzahl der Rolle. Das andere Ende des Rohres 62 wird durch die Kappe 67 abgedeckt, welche in ihrer dargestellten Lage mit ihrer Stirnfläche auf dem Einstellstift 68 aufliegt und so den Fühlstift 68 a, welcher in einer Achsbohrung des Stiftes 68 verschiebbar ist, entgegen der Wirkung einer auf diesen Fühlstift einwirkenden Feder eingedrückt hält. Diese Feder sowie der durch den Fühlstift betätigte elektrische Kontakt ist im Gehäuse 68 b angeordnet. Die Schnurrolle 66 ist, durch die dargestellten Kugellager auch gegen seitliche Verschiebung gesichert, in den Schildern 69 gelagert, die untereinander und mit den übrigen.
Teilen der Vorrichtung durch aus unmagnetischem Stoff, z. B. aus Bronze, bestehende Tragstangen 70 verbunden sind. Diese halten auch die Elektromagnete 71, 72 und die Platte 73 in ihrer dargestellten, durch Schrauben einstellbaren Lage fest. An die Platte 73 ist mit seinem gegabelten Ende das Rohr 74 angeschweisst, mit welchem die Vorrichtung an den Träger 75 befestigt ist. Dieser Träger (welcher hinsichtlich seiner Bestimmung der auf Fig. 1 dargestellten Stange 15 entspricht) trägt sämtliche Bildzusammensetzer und ist vermittels der in Höhenrichtung verstellbaren Stütze 76 an den Werkzeugsehlitten 77 der Drehbank befestigt. Die Schnurrolle 66 wird durch einen auf der Zeichnung nicht dargestellten kleinen Elektromotor mittels Schnurübertragung mit einer hohen, z.
B. etwa 3000-6000 Umdr./Min. betragenden Drehzahl ständig angetrieben.
Die Schaltung der Einrichtung stimmt bis zur Primärwicklung 46 a des Transformators 46 mit der Schaltung nach Fig. 4 überein. Bei der Einrichtung nach vorliegendem Beispiel kann aber
<Desc/Clms Page number 8>
das Thyratron - da die Einrichtung magnetische Vollaussteuerschaltung besitzt-auch durch eine Elektronenröhre von grosser Leistung ersetzt werden. Bei der Einrichtung nach vorliegendem Beispiel
EMI8.1
der Walzenoberfläche entfernt ist, unterbrochen und beginnt nur zu fliessen, wenn der Fräser an die Walze angedrückt werden soll.
Bei der auf Fig. 9 dargestellten Lage der Einrichtung erhält die Spule 71 a des zweispuligen Magneten 71 keinen Strom, durch die Spule 71 b und die einzige Spule des Magnetes 72 fliesst hingegen der Strom der Gleichstromquelle 80 hindurch. Die Spule 72 erhält in diesem Fall über das Potentiometer 81 und den Widerstand 83 Strom, da die den Widerstand 83 kurzschliessenden Kontakte 84 in dieser Lage der Einrichtung durch den Fühlstift 68 a offengehalten werden. Die Spule 71 b erhält über einen Teil des Potentiometers 81, die Selbstinduktionsspule 86 und den Einstellwiderstand 85 Strom.
Diese Ströme sowie die Entfernungen der Pole der Magnete 71 und 72 von der Scheibe 65 sind so eingestellt, dass sich die Spule 65 in der Nähe der Pole des Magnetes 72, aber in keiner Berührung mit denselben dreht, d. h. so, dass die Anziehung des Magnetes 72 den Fräser 60 entgegen der durch die Spule 71 b verursachten magnetischen Kraft von der Walzenoberfläche entfernt.
Wenn in der Leitung 79 ein Strom zu fliessen beginnt, wird der Fräser 60 sofort mit voller Kraft an die Walzenoberfläche angedrückt, da die Einrichtung eine magnetische Vollaussteuerschaltung darstellt. Die Spule 71 a erhält nämlich über den Widerstand 82 Strom. Der Widerstand 82 ist aber (für eine gewisse Spannung der Stromquelle 45) derart bemessen, dass der die Spule 71 a durchfliessende Strom in ihm einen ebenso grossen, aber entgegengesetzt gerichteten Spannungsabfall zustande bringt wie der Spannungsabfall, den bisher der Strom der Stromquelle 80 zustande gebracht hat (die Wirkung der Spannungsquelle 80 wird folglich kompensiert) und der in der Spule 72 fliessende Strom hört auf.
Demzufolge wird aber die Stärke des durch den Widerstand des Potentiometers 81 hindurehfliessenden Stromes vermindert, und da demzufolge auch der Spannungsabfall an der Widerstandsspule des Potentiometers vermindert wurde, erhält die Spule 71 b jetzt stärkeren Strom. Wenn die oben erläuterte gleichzeitige Änderung der magnetomotorischen Kraft aller drei Magnetspulen die Scheibe 65 in die Nähe der Pole des Magnetes 71 bringt und dadurch den Fräser 60 in Tätigkeit versetzt, schliesst der Kontakt 84 den Widerstand 82 kurz.
Demzufolge wird-sobald in der Leitung 79 kein Strom mehr fliesst-die Spule 72 einen stärkeren und die Spule 71 b einen schwächeren Strom erhalten als in der auf Fig. 8 dargestellten Stellung der Einrichtung, und die Scheibe 65 wird rasch in ihre Stellung nach Fig. 8, in welcher der Kontakt 84 von neuem ausschaltet, zurückgezogen. Die Selbstinduktionsspule 86, die gegebenenfalls auch wegfallen kann, ist bestimmt, die Wirkungen der durch die Fluktuation des durch die Leitung 79 ankommenden, gleichgerichteten, also pulsierenden Stromes verursachten Fluktuationen der magnetischen Kraft des Magnetes 71 durch Phasenverschiebung der Ströme seiner beiden Wicklungen zu vermindern.
Die Einrichtung wird so eingestellt, dass der Weg des Fräsers 60 nur einige Zehntelmillimeter beträgt und die Scheibe 65 nicht mit den Polen der Magnete 71 und 72 in Berührung kommen kann und dass die Zeit, die vom Schliessen des Stromes bis zum Andrücken der Fräser an die die Walze bedeckende Schicht vergeht, gleich ist mit der Zeit, die von der Unterbrechung dieses Stromes bis zur Entfernung des Fräsers von der die Walze bedeckenden Schicht vergeht.
Zufolge des eigenartigen Aufbaues der Einrichtung können diese Zeiten bis zu einer Grössenordnung von Tausendstelsekunden verringert werden und daher können mit dieser Einrichtung im Falle grösserer Bildpunktdurchmesser - da der Zeitbedarf bei sonst gleichbleibenden Verhältnissen mit dem Quadrat des kreisförmigen Bildpunktdurchmessers in umgekehrtem Verhältnis steht-den praktischen Anforderungen genügende Leistungen erreicht werden.
Fig. 10 veranschaulicht die Anordnung eines als endlosen Bandes ausgeführten, mit dem Musterelement kontinuierlich (endlos) bedeckten Musterträgers B auf einer erfindungsgemässen, insbesondere für die übliche Abtastung mittels reflektiertem Lichte geeigneten Abtasttrommel 90. Dieselbe besteht aus elastischem Material, z. B. aus nichtrostendem Stahl oder Messing, und ist an ihrer äusseren Mantelfläche mit der in der Richtung einer Erzeugenden liegenden Nut 91 und am Boden dieser Nut mit dem durchgehenden Schlitz 92 versehen. Auf der äusseren Mantelfläche dieser Abtasttrommel liegt der Musterträger B, z. B. Film oder Zeichenpapier, welcher durch Verkleben seiner Enden mittels des dieselben von unten überlappenden und in der Nut 91 liegenden Film-oder Papierstreifens 93 zu einem endlosen Band geformt ist.
Sollten sich die Enden nicht genau aneinander anschliessen, so kann die Fuge mit einer geeigneten Masse, z. B. einem Kitt von entsprechender Farbe, ausgefüllt werden, und die die Kontinuität des Musters wahrenden kleinen Verbindungslinien können, falls nötig, auf diese Masse gezeichnet werden. Der Musterträger wird auf die Abtasttrommel 90 vorteilhaft im schon zu endlosem Band geformten Zustande derart aufgebracht, dass die Trommel, soweit der Schlitz 92 dies zulässt, zusammengedrückt wird und die Ringe 90 x (Fig. 13) auf ihre abgedrehten Enden aufgezogen werden. Hierauf wird der Bildträger nach Art der Phonographenwalzen auf die Trommel geschoben.
Hierauf werden die Ringe 90 x abgenommen, worauf die Trommel zufolge der Elastizität ihres Materials wieder ihre genau zylindrische Form einzunehmen trachtet, so dass der auf ihr befind-
<Desc/Clms Page number 9>
liehe Bildträger gespannt und an ihrer äusseren Mantelfläche auch ohne besondere Halteorgane, Aufkleben usw., gut festgehalten wird. Wäre der Bildträger noch immer lose, so kann der Durchmesser der Trommel beim Einspannen in die Einrichtung gemäss Fig. 11 derart vergrössert werden, dass der Bildträger fest auf ihr sitzt.
Die beschriebene Abtasttrommel wird zweckmässig zusammen mit der auf Fig. 11 dargestellten Einrichtung verwendet, die dem Wesen nach der Einrichtung gemäss Fig. 1 entspricht, weshalb in Fig. 11 nur die von dieser abweichenden Teile dargestellt sind. Bei der vorliegenden Einrichtung können nämlich auch die die Welle 11 der Abtasttrommel haltenden Arme 6 und 7 in den an den Drehbankkörper befestigten und diese Arme umgebenden Rohren 6 a bzw. 7 a vermittels der Feststellvorrichtungen 6 b bzw. 7 b in verschiedenen Höhenlagen festgeklemmt werden, wodurch der Abstand der Wellen 1 und 11 in einem bei den Übersetzungsänderungen erforderlichen Masse veränderlich wird.
Die sich auf der Welle 1 befindlichen Kettenräder 3 und 4 sind auswechselbar, um die Übersetzung
EMI9.1
Klemmvorrichtungen 6 e bzw. 7 e versehenen Haltevorrichtungen 6 d bzw. 7 d tragen. In diese ist das Rohr 95 eingespannt, auf welcher die mittels der Klemmvorrichtung 96 a festklemmbare Haltevorrichtung 96 sitzt, deren Säule 97 das Lagergehäuse 98 trägt. Die drehbare Welle 99 des Spannfutters 100 ist in diesem Lagergehäuse drehbar und auch gegen Längsverschiebung gesichert gelagert.
Sowohl das an der Welle 11 sitzende Spannfutter 94 wie das Spannfutter 100 tragen je drei, bei den
EMI9.2
die Trommel 90 in der auf Fig. 12 ersichtlichen Weise, auf die innere Mantelfläche der hohlzylinderförmigen Trommel aufliegend, derart einspannen, dass sie den Durchmesser derselben beim Anziehen zu vergrössern trachten. Die Richtigkeit der Einspannung bzw. Spannung der Trommel 90 und der genauen Zylinderform derselben kann in eingespanntem Zustande der Trommel durch Messung der Spaltbreite des Schlitzes 92 zwecks Sicherung der tadellosen Übertragung leicht kontrolliert werden.
EMI9.3
in Umfangsrichtung ebenfalls mehrmals wiederholt trägt. Zu diesem Zwecke verfährt man z.
B. zur Herstellung einer Walze, auf deren Oberfläche sich das Musterelement in Umfangsrichtung fünfmal wiederholt, folgendermassen :
Man zeichnet das Musterelement auf Zeichenpapier in solcher Grösse, dass seine in Umfangsrichtung der Walze gemessene Länge genau oder annähernd (d. h. mit einer durch die Art des Musters, Druckes usw. bestimmten höchstzulässigen Abweichung von z. B. etwa 2 bis 5%) ein Fünftel des Walzenumfanges beträgt. Dieser Musterträger wird nun, gegebenenfalls an seinen Längskanten mit schwarzen Rändern versehen, zum endlosen Band geformt und, auf eine Abtasttrommel entsprechenden Durchmessers (etwa ein Fünftel des Walzendurchmessers) geschoben, in die Einrichtung gemäss Fig. 11 eingespannt.
Dieselbe wird für diese Übertragung mit solchen Kettenrädern 3,4 bzw. 3 b, 4 b versehen, dass die Abtasttrommel90 mit der fünffachen Drehzahl, d. h. Winkelgeschwindigkeit der Welle 1, d. h. der Walze angetrieben wird. Der Musterträger wird nun mittels reflektierten Lichtes abgetastet und hiedurch auf die Walze in Umfangsrichtung in fünffacher, richtig rapportierter Wiederholung aufgetragen, während die Rapportierung in Längsrichtung gleichzeitig durch Verwendung mehrerer Bildzusammensetzer, z. B. gemäss der Skizze von Fig. 3, erfolgen kann. Wenn man mit derselben Einstellung der Einrichtung auf der vorerwähnten Abtasttrommel einen Musterträger anbringt, der das Musterelement in zweimaliger Wiederholung in Umfangsrichtung trägt, wird sich dasselbe am Umfang der Walze zehnmal wiederholen usw.
Wesentlich ist stets nur, dass die Umfangsgeschwindigkeiten der beiden Trommeln trotz deren wesentlich abweichender Durchmesser miteinander infolge entsprechender Wahl der betreffenden Winkelgeschwindigkeiten wenigstens annähernd übereinstimmen und eine der Winkelgeschwindigkeiten stets genau das vorteilhaft ganzzahlige Mehrfache der ändern beträgt, wobei aber die Vorschubgeschwindigkeiten der Abtast-und Bildzusammensetzvorrichtungen, mit welchen sich dieselben zur Trommelachse parallel bewegen, miteinander genau übereinstimmen.
Bei der mittels farbselektiver Abtastung eines mehrfarbigen Musterträgers erfolgenden Herstellung mehrerer oder sämtlicher Walzen eines zum Drucken eines Mehrfarbenmusters erforderlichen Walzensatzes verfährt man erfindungsgemäss zweckmässig derart, dass man das Musterelement auf den Bildträger in entsprechender Grösse zeichnet und die den einzelnen verschiedenen Farben des Musters entsprechenden Teile mit verschiedenen Farben abdeckt. Diese Farben entsprechen zweckmässig nicht denjenigen, welches das Musterelement besitzt, sondern sind derart gewählt, dass keine der auf dem Musterträger befindlichen Farben in ihrem Spektrum solche Wellenlängen enthält, welche auch im Spektrum einer andern Farbe desselben Musterträgers enthalten wären oder sie mindestens nur in sehr geringem Masse enthält.
Hiernach deckt man die noch ungefärbten Teile des Musterträgers mit schwarzer Farbe ab, formt ihn zu einem endlosen Band und tastet ihn mehrmals nacheinander ab. Vor der Abtastung kann nun durch einfachen Anblick kontrolliert werden, ob sich verschiedenfarbige Musterteile am Musterträger nicht überlappen oder zu nahe aneinanderliegen, wodurch beim
<Desc/Clms Page number 10>
Druck verdorbene Ware entstehen würde. Diese Prüfung war bei den bisherigen Verfahren sehr umständlich und schwierig. Für die Abtastung der einzelnen Farben kann man z. B. je eine besondere Photozelle verwenden, deren Farbenempfindlichkeitskurve der jeweils zu übertragenden Farbe derart entspricht, dass man durch entsprechende Einstellung des Wirkschwellenwertes erreicht, dass nur die gewünschten gleichartig gefärbten Teile des Musterelementes übertragen werden.
Vorteilhafter verfährt man aber derart, dass man die verschiedenen Abtastungen mit derselben Photozelle durchführt, jedoch zwischen Lichtquelle und Photozelle der Abtastvorrichtung vor oder nach dem Musterträger je ein Lichtfilter einfügt, dessen Lichtdurchlässigkeitskurve der jeweils zu übertragenden Farbe des Musterträgers derart entspricht, dass nur die jeweils gewünschten gleichartig gefärbten Teile des Musterelementes übertragen werden, wobei der Wirkschwellenwert und gegebenenfalls der Verstärkungsfaktor zweckmässig ebenfalls für jede Abtastung der betreffenden Farbe entsprechend eingestellt wird. Die Wellenlängen und der Spektralbereich des zur Abtastung verwendeten Lichtes können innerhalb weiter Grenzen, die z.
B. von monochromatisch bis weiss gehen können, gewählt werden, da ja in vorliegender Beschreibung das Wort "Licht" jede solche Strahlung bezeichnet, die Photozellen oder Lichtelemente zu beeinflussen vermag. Es ist aber aus praktischen Gründen meist am zweckmässigste, sichtbares Licht innerhalb des Spektralbereiches von etwa 4200 bis 7000 Angström und solche Farbfilter zu verwenden, deren Spektralbereich eine Breite von etwa 100 bis 500 Angström besitzt.
Es wird betont, dass, obzwar das Verfahren obenstehend in solchen Ausführungsformen beschrieben ist, bei welchen als abzutastender Musterträger ein endloses mit dem Musterelement endlos bedecktes Band, dessen Länge mit dem Umfang der Abtasttrommel übereinstimmt, verwendet wird, die Erfindung nicht auf diese mit der einfachsten Apparatur durchführbare bequemste Ausführungsform beschränkt ist, da man z. B., wie bereits erwähnt, den Musterträger auch etwa riemenförmig über zwei Trommeln laufen lassen und an einer derselben abtasten kann. Man kann ferner die gewünschte Rapportierung auch auf andere Weise erreichen, z.
B. dadurch, dass man einen Musterträger verwendet, dessen in Umfangsrichtung gemusterte Länge nur dem halben Umfang der Abtasttrommel (1800 Zentriwinkel) gleich ist und diesen mit zwei Abtastvorrichtungen abtastet, die aneinander diametral gegenüberliegenden Seiten der Abtasttrommel derart angeordnet sind, dass sie dieselbe entlang zweier gegenüberliegenden, also in bezug aufeinander ebenfalls um 1800 Zentriwinkel versetzten Erzeugenden der Abtasttrommel abtasten und denselben bzw. dieselben Bildzusammensetzer abwechselnd nacheinander steuern usw.
Selbstverständlich kann dies auch umgekehrt erfolgen, indem durch einen Bildzerleger zwei gegeneinander um 1800 versetzte Bildzusammensetzer gesteuert werden, und diese Massnahmen können auch entsprechenderweise gleichzeitig und/oder mit mehr als je zwei Bildzerlegern und Bildzusammensetzern verwendet werden. Bei diesen Arbeitsweisen muss selbstverständlich verhindert werden, dass solche Abtastlichtstrahlen, welche nicht auf den zu übertragenden Teil des Musterträgers fallen, den oder die Bildzusammensetzer beeinflussen, d. h. steuern können.
Hiezu wird zweckmässig eine schwarze Abtasttrommel und/oder ein solcher Musterträger verwendet, dessen nicht zu übertragenden Teile schwarz sind. Einige solche Anordnungen, mittels welcher die Rapportierung erfindungsgemäss erreicht wird, sind in Fig. 14 a-14 m schematisch dargestellt. Hiebei bezeichnet. A die Walze, B den Musterträger, Baden gemusterten Teil desselben, 0 die den Musterträger bewegende Abtasttrommel, D die Spanntrommel, E und Ei die Abtastvorrichtungen, F und Fl die Bildzusammensetzer.
Es ist aus der Zeichnung ersichtlich, dass Fig. 14 a die Übertragung gemäss Fig. 2 und Fig. 14 e die im Zusammenhang mit Fig. 11 beschriebene Übertragung darstellt, während die übrigen Figuren Arbeitsweisen darstellen, bei welchen in Umfangsrichtung der Abtasttrommel und bzw. oder der Walze gegeneinander versetzte Abtastvorrichtungen und Bildzusammensetzer verwendet werden. Der den erforderlichen Synchronismus bzw. das genaue Verhältnis der Winkelgeschwindigkeiten der Abtasttrommel und der Walze sichernde Antrieb kann, insbesondere im Falle der Fernübertragung, auch durch die bekannten Antriebe der Bildtelegraphie oder z.
B. durch polumschaltbare Synchronmotor erfolgen, und die Einrichtung kann auch in an sich bekannter Weise zwecks vergrösserter oder verkleinerter Übertragung des Musterelementes mit getrennt bewegten Bildzerlegern und Bildzusammensetzern versehen sein, die während der Übertragung mit verschiedenen linearen Geschwindigkeiten bewegt werden.
Im Falle der farbselektiven Abtastung mit reflektiertem Licht kann ferner die Abtastung an mehreren Stellen der Trommel mit verschiedenfarbigem Lichte zwecks gleichzeitiger Herstellung mehrerer Walzen des Walzensatzes auch gleichzeitig erfolgen usw., ohne hiedurch von der Erfindung abzuweichen, deren Wesen in der zwecks Erreichung der Rapportierung erforderlichen neuartigen Anwendung der Übertragungsmethoden der Bildtelegraphie bei der Her- stellung von Walzen gemusterter Oberfläche besteht.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.