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Es sind Schaltungen bekanntgeworden, welche im Anschluss an kondensatorgekoppelte Endfrequenzverstärker benutzt werden und den Zweck haben, dafür zu sorgen, dass die Spannungsspitzen stets den gleichen Wert besitzen. Diese Schaltungsanordnung besteht in der Verwendung einer Zweipolröhre, welche in Serie zu einem Kondensator geschaltet ist.
In Fig. 1 ist eine derartige Schaltungsanordnung dargestellt. Dort ist 6 die Ausgangsröhre des kondensatorgekoppelten Verstärkers, 2 der an den Ausgang dieses Verstärkers geschaltete Verbraucher und 5 die Verbindungsleitung zwischen diesen Organen. Die Vorspannung des Verbrauchers ist mit 3 dargestellt und liegt über dem Ableitwiderstand an der Leitung 5. Die Pegelhaltungseinrichtung besteht aus dem Kondensator 9, welcher bei Überschreitung eines bestimmten Wertes über die Röhre 10 aufgeladen wird.
Beim praktischen Arbeiten mit dieser Schaltung hat sich herausgestellt, dass die durch den Verbraucher dargestellte Belastung die genaue Einstellung der Spitzenspannung auf den Nullwert vereitelt und der Pegelhaltungsanordnung einen Amplitudenverlust erteilt.
In Fig. 2 ist dargestellt, wie ein Amplitudenoszillogramm bei einer ideal wirkenden Pegelhaltungseinrichtung aussehen soll. Die Spannung der Batterie 3 ist als ein gewisser positiver Wert mit gleicher Ziffer gegenüber dem Erdpotential Null eingetragen. Dem schwarzen Bildrand entsprechen die negativen Impulse 8, welche mit ihren Spitzen auf der Linie 3 aufsetzen sollen. Ist eine Belastung 2 vorhanden, so bewirkt der dauernd durch dieselbe abfliessende Leckstrom eine Entladung des Übertragungskondensators 9, dessen an 2 angeschlossene Belegung hiedurch an positiver Vorspannung verliert. Die von der Zweipolröhre 10 nachgelieferte korrigierende Ladung tritt an sich nur so lange auf, als das Potential von 6 unter das Potential von 1 zeitweilig heruntersinkt. Dies ist aber nur während der Aussendung negativer Bildstellen der Fall.
Häufig ist der schwarze Bildrand der einzige wesentliche negative Teil des Bildes und die Zweipolröhre 10 ist dann beim Vorhandensein einer Belastung 2 nicht mehr imstande, während der kurzen Zeit dieses Impulses 8 eingetretenen Ladungsverlust zu decken. Die Folge ist, dass die Kurve a der Fig. 2, nämlich die Idealkurve, in die Kurve b aufgeht, wobei offenbar ein Spannungsverlust 11 entstanden ist. Die Pegelhaltung auf den Sollwert 3 ist misslungen und die schwarzen Bildsignale unterschreiten bereits die Sollgrenze 3 um den Betrag 11.
Hiedurch können im weiteren Zusammenhang Synchronisierstörungen entstehen, während primär im Bild erkenntlich ist, dass gewisse dem Schwarzen benachbarte, schwach aufgehellte Bildstellen. selbst bereits tiefschwarz werden.
Gemäss der Erfindung wird deshalb die Zweipolröhre 10 in Serie mit einer Vorspannungsquelle geschaltet, welche so eingestellt ist, dass der Einsatz des Elektronenstromes in dieser Röhre vorverlegt wird. In Fig. 3 ist die erfindungsgemässe Schaltung dargestellt. Die. Vorspannungsquelle ist mit M bezeichnet, während die übrigen Schaltelemente die Bezeichnungen entsprechend der Fig. 1 führen.
Die Pegelhaltungseinrichtung kann auch anstatt in den Ausgangskreis des Verstärkers in dessen Gitterkreis gelegt werden.
In Fig. 4 ist eine derartige Anordnung dargestellt. Dort ist 16 die vorletzte Verstärkerröhre, welche durch den Kondensator 17 mit der letzten Verstärkerröhre 6 gekoppelt ist. 5 ist die Verbindungsleitung zwischen Ausgang des Endverstärkers und dem Verbraucher 2. Die Zweipolröhre der Pegel-
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haltungseinrichtung ist einerseits mit dem Gitter der Röhre 6 und anderseits mit der Vorspannungs. quelle 18 verbunden. Die Kathode des Endverstärkers 6 liegt in diesem Falle auf einem positiven Potential gegenüber Erde.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung zur Konstanthaltung positiver oder negativer Spitzenwerte mit einer Pegelhaltungsvorrichtung, welche mit dem Auszug eines Verstärkers (6) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass in Serie mit der Zweipolröhre (10) der Pegelhaltungseinrichtung eine Vorspannungquelle geschaltet ist, welche so eingestellt ist, dass der Einsatz des Elektronenstromes in der Zweipolröhre (10) vorverlegt wird.