AT144188B - Verstärker mit balancegeschalteten Röhren. - Google Patents

Verstärker mit balancegeschalteten Röhren.

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AT144188B
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  Verstärker mit balaneegeschalteten Röhren. 



   Die Erfindung bezieht sieh auf   thermiollisehe   Verstärker und insbesondere auf Verstärker nach Art der sogenannten   Gegentakt-oder Balanceschaltungen.   In solchen Verstärkern stellt man häufig die Gittervorspannung derart ein, dass die   balancegeschalteten Röhren auf   den geraden Teilen ihrer Anodenstrom-Gitterspannungscharakteristikenarbeiten. 
 EMI1.1 
 Wert überschreitet, Verzerrung eintritt. 



   Ferner ist es üblich, namentlich   bei durch Batterien gespeisten Geräten, zur Erhöhung   der Lebensdauer der Anodenbatterie die   balancegeschalteten Röhren im   oder nahe dem Punkt ihrer Charakteristik, wo der Anodenstrom Null ist   (sogenannte Klasse-B-Verstärker) arbeiten zu   lassen. 



   Diese Einrichtung hat den Nachteil, dass schwache Signale einigermassen verzerrt werden und 
 EMI1.2 
 wird. Anderseits   können   starke   Signale ohne ungewiinschte Verzerrung   verstärkt werden, wobei der gerade Teil der Röhreneharakteristik für die positiven Halbwellen ganz zur Verfügung steht. 



   Die vorliegende Erfindung bezweckt, einen Verstärker der   (fegentakt- oder Balanceart   derart einzurichten, dass die mit Klasse-A- und -B-Verstärkern erhaltenen Vorteile kombiniert werden. 



   Gemäss der Erfindung sind Mittel vorgeschen, um den Arbeitspunkt auf den   Röhrencharakte-   ristiken selbsttätig von einem Punkt auf dem geraden Teil der Anodenstrom-Gittervorspannungscharakteristik zu dem Punkt auf dieser Charakteristik, wo   der Anodenstrom praktisch Null   ist, zu verschieben, wenn die   Amplitude   der Signale   zunimmt.   



   Nach der Erfindung kann dies dadurch erfolgen, dass man die Gittervorspannung der balancegeschalteten Röhren um einen   bestimmten   Betrag zunehmen lässt. 



   Der Verstärker wird sich somit als ein Verstärker   der A-Klasse benehmen, wenn   die Signale schwach sind, und als ein Verstärker der B-Klasse. wenn die Signale stark sind. 



   Die selbsttätige Einstellung   der Gittervorspannung   in Abhängigkeit der Signalstärke kann durch Benutzung des Spannungsgefälles   über einen Widerstand im Anodenkreis   erzielt werden. Der Anodenstrom und infolgedessen das erwähnte Spannungsgefälle wachsen mit der Signalstärke, nachdem letztere einen bestimmten vorherbestimmten Wert überschritten hat. 



   Es ist aber ersichtlich, dass das gleiche   Ergebnis verschiedenartig erreicht   werden kann, z. B. dadurch, dass ein Teil der eingehenden Wellen vor oder nach der   Verstärkung gleichgerichtet   wird und dass man den gleichgerichteten Strom ein   Spannungsgefälle   herbeiführen lässt, das seinerseits unmittelbar oder mittelbar benutzt werden kann, um den Gittern der balaneegeschalteten Röhren eine Vorspannung zu geben. 



   Nach einer anderen   Ausführungsform der Erfindung wird   die Tatsache ausgenutzt, dass infolge des Ohmschen Widerstandes des Anodenkreises das Anodenpotential bei einer Zunahme des Signals, d. h. bei einer Zunahme des mittleren Anodenstroms, abnimmt, so dass die Charakteristik selbst verschoben wird. Wenn die Gittervorspannung dabei unverändert gehalten wird, wird der Arbeitspunkt bei einer Zunahme der Signalamplitude allmählich dichter zum Nullpunkt   heranrücken   und umgekehrt. 

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   Entsprechend diesem Teil der vorliegenden Erfindung wird der   Ohmsche   Widerstand der Anoden- stromquelle, gewöhnlich   ein sogenanntes Anodenspannungsgerät,   derart gewählt, dass das dadurch erhaltene Spannungsgefälle ungefähr genügt, um den Arbeitspunkt von dem Klasse-A- zu dem Klasse-   B-Punkt verschieben zu   lassen, wenn die Amplitude des Signals von einem Mindestwert zu einem   Höchst-   wert variiert. 



   In der Praxis hat es sich gezeigt, dass der Olimselle Widerstand der gegenwärtig verwendeten   Anodenspannungsgeräte   zu diesem   Zweck zu gross   ist und erheblich herabgesetzt werden muss. Dies bedeutet im allgemeinen eine geringe Zunahme des Gewichtes und des Preises, aber anderseits kann die Einrichtung zur selbsttätigen Änderung der Gitterspannung entbehrt werden. Es ist ersichtlich. dass die beiden   Massnahmen,   d.   Ii.   Änderung der Gittervorspannung und das Herbeiführen einer vorherbestimmten Änderung der   Anodenspannung,   gewünschtenfalls kombiniert werden können. Dies kann verschiedenartig erfolgen, u. zw.   derart, dass sich   die beiden   Wirkungen- unterstützen oder ent-   gegenwirken. 



   Aus obigem ist ersichtlich, dass die gute Wirkung eines   thermionisehen     Verstärkers   mehr oder weniger von der Anodenspannung als Funktion der an die Anodenstromquelle angelegten Belastung abhängig sein wird. Dieser Faktor ist von besonderer Bedeutung, wenn die Röhren in oder nahe dem Nullpunkt ihrer Charakteristik arbeiten. Es folgt hieraus, dass es wesentlich ist, diese Funktion gut in der Hand zu haben, was in den meisten Fällen darauf   hinauskommt,     dass das Anodenspannungsgefällc   bei voller Belastung innerhalb einer bestimmten Grenze gehalten werden muss. 



   Bei Verwendung von Trockenzellen, Akkumulatorbatterien oder Generatoren als Anodenstromquelle wird diese Bedingung keine Schwierigkeiten machen. 



   Wenn aber Gleichrichter.   und Filterelemente enthaltende Anodenspannungsgeräte benutzt werden.   wird der innere Widerstand im allgemeinen zu gross sein, es sei denn, dass der Apparat   ausserordentlich   gross, schwer und teuer ausgebildet wird. 



   Nach einem weiteren Kennzeichen der vorliegenden Erfindung kann diese Schwierigkeit durch eine solehe Ausbildung des Anodenspannungsgerätes überwunden werden, dass sein innerer Widerstand bei einer Zunahme der Belastung abnimmt und umgekehrt. 



   Dies kann durch Verwendung einer Drosselspule mit Eisenkern   erreicht   werden, der beim   : Normal-   wert der Gleichstrombelastung beinahe gesättigt   ist. Fberall   dort, wo im vorstehenden und im folgenden der   Ausdruck Anodenspannungsgerät"verwendet worden ist,   ist darunter jeder von einer Batterie oder einem Generator verschiedene Apparat zu verstehen, der einen mehr oder weniger   schwingungs-   
 EMI2.1 
 
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 einen Fall dar, in dem der   Verstärker   durch ein   Anodenspannungsgerät   mit einem vorherbestimmten inneren Widerstand gespeist wird. Fig. 4 ist eine graphische Darstellung der Verschiebung der Charakteristik bei Änderung der Belastung.

   In Fig. 5 ist ein Fall dargestellt, in dem eine verringerte Verschiebung der charakteristischen Kurve mit einer verringerten Verschiebung der Gittervorspannung kombiniert ist. Fig. 6 ist die entsprechende graphische Darstellung. 



   In Fig. 1 wird den Gittern der   balancegeschalteten Rohren Vi   und   V2 mittels (lÎner Batterie ('   und durch das im Widerstand R, durch den man die   Anodenströme   der Röhren fliessen lässt, auftretende   Spannungsgefälle   eine Vorspannung aufgedruckt. Der   Anodenstrom   wird durch eine Batterie B mit einem verhältnismässig geringen inneren Widerstand geliefert, so dass Potential an den Anoden der   Röhren   für sämtliche praktischen Anwendungen konstant erachtet werden kann. 



   Der Widerstand R ist derart bemessen, dass bei einer Zunahme des Anodengleichstroms, z. B. infolge einer wachsenden Signalstärke von Null bis ihren Höchstwert, die Gittervorspannung der Röhren derart erhöht wird, dass der Arbeitspunkt von ungefähr der Mitte des geraden Teiles der Charakteristik zu dem Nullpunkt oder annähernd zu diesem Punkt verschoben wird. 



   Dies ist in Fig. 2 angegeben. Die Gittervorspannung wird bei Abwesenheit von Signalen einen Wert n haben, der die   algebraische   Summe der durch die Batterie C gelieferten Spannung und des   Spannungsgefälles   im Widerstand R infolge des in ihm fliessenden Anodenstromes darstellt. 



   Wenn den Gittern Signale von einigermassen beträchtlicher Amplitude aufgedruckt werden, wird der   Anodenstrom   und infolgedessen auch das   Spannungsgefälle   in dem Widerstand R zunehmen, was eine Zunahme   der Gitter Vorspannung   zur Folge hat.

   Die Bedingungen sind so gewählt, dass, wenn. die Signale die   Höchstamplitude   erreicht haben, bei der verzerrungsfrei verstärkt werden kann, die Gittervorspannung um Xi zugenommen hat und der Arbeitspunkt auf der Charakteristik von dem   Punkt (/   in oder nahe bei der Mitte des geraden Teiles zu dem Punkt b, der nahe bei dem Nullpunkt liegt, verschoben worden ist. 
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 Geräte haben gewöhnlich einen   verhältnismässig grossen inneren   Widerstand, welcher die der Anode gelieferte Spannung in hohem Masse von der Belastung abhängig macht. Jede Abnahme der Anodenspannung veranlasst eine Verschiebung der Charakteristik der Röhre nach rechts und umgekehrt.

   Wenn angenommen wird, dass die Gittervorspannung unverändert bleibt, so bedeutet dies eine Verschiebung des Arbeitspunktes der Röhre zu der unteren Krünmung der Charakteristik und sogar über diese Krümmung hinaus, falls die   Anodenspannung   hinreichend sinkt. Dies wird in der Tat beim Auftreten 
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 in   grossem Umfang   Anwendung finden. Nach der   Erfindung   ist das   Anodenspannungsgerät   derart ausausgebildet, dass sein innerer Widerstand den andenspannungsfall innerhalb solcher Grenzen hält, dass der Arbeitspunkt den Nullpunkt der Charakteristik nicht überschreitet, wenn nur die Signalstärke einen vorherbestimmten Höchstwert nicht übersehreitet. 



   In der Praxis kann dies leicht dadurch erreicht werden, dass der Reihenimpedanz der Filtereinrichtung F ein verhältnismässig geringer   Ohmscher   Widerstand gegeben wird. Wenn dieser Vorschaltwiderstand, wie in der Figur dargestellt, eine Drosselspule ist, so kommt dies auf eine Zunahme der Abmessungen, des Gewichtes und des Preises hinaus im Vergleich zu den gewöhnlich für den gleichen 
 EMI3.2 
 dieser Widerstand niedriger als gewöhnlich gehalten werden, wobei die Kapazität der Abflachkondensatoren proportional erhöht wird. Auch in diesem Fall ergibt sich eine Zunahme der Abmessungen, des Gewichtes und des Preises. 



   Das erreichte Ergebnis ist in Fig. 4 graphisch dargestellt. Die durch die Batterie C gelieferte Gittervorspannung wird konstant auf einem Wert n gehalten. Wenn das Signal von Null zu seinem   Höchstwert   ansteigt, verschiebt sich die Anodenstrom-Gittervorspannungseharakteristik seitlich um 
 EMI3.3 
 verschoben. 



   In Fig.   Ï   ist ein Mittel zur   Verringerung   des scheinbaren inneren Widerstandes eines Anodenspannungsgerätes angegeben, in der die üblichen   Abmessungen   einer   solchen Einrichtung unverändert,   beibehalten sind. Dies erfolgt durch   Verwendung   einer   Spule's',   deren aus Eisen oder einem ändern magnetischen Material bestehender Kern für den mittleren Wert der Gleichstrombelastung beinahe gesättigt ist. Bei einer Belastungszunahme wird die Induktanz der Spule offenbar abnehmen, so dass die Eingangsspannung des Filters F zunehmen wird. 



   Diese Wirkung wirkt offenbar dem Anodenspannungsverlust durch den Ohmschen Widerstand des   Anodenspannungsgerätes bei   einer   Belastungszunahme   entgegen. Es ist klar   ersichtlich,   dass das Ganze derart eingerichtet werden kann, dass   man   die schematisch in Fig. 4 angegebenen Arbeitsbedingungen erhält. In diesem Fall braucht die genannte entgegengesetzte Wirkung der Spule nur verhältnismässig gering zu sein. 



   Im allgemeinen empfiehlt es sich aber, über eine hohe Anodenspannung zu verfügen, wenn die Belastung hoch ist, so dass eine   beträchtliche   kompensierende Wirkung der Spule S nützlich sein wird. Anderseits wird die Spule R nie imstande sein, die Zunahme des Ohmschen Spannungsverlustes bei wachsender Belastung völlig zu kompensieren, so dass die in bezug auf Fig. 1 und 2 beschriebene Art und Weise zur Verschiebung der   Gitter Vorspannung vorteilhaft mit   dem   Einschalten einer Spule S kom-   
 EMI3.4 
 geschaltet. 



   In Fig. 6 ist schematisch der Fall dargestellt, in dem die Charakteristik um eine geringe Strecke   Y2   nach rechts verschoben wird, wenn das Signal von Null zu Maximum zunimmt. Gleichzeitig hat die Gittervorspannung n um   X2     zugenommen,   d. h.   um   den ganzen Spannungsverlust im Widerstand R bei der   Höchstbelastung.   Durch diese zwei zusammenwirkenden Erscheinungen wird der Arbeitspunkt 
 EMI3.5 
 Kurve   P2 verschoben.   



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Verstärker mit   balancegesehalteten   Röhren, dadurch gekennzeichnet,   dass Mittel   zur selbsttätigen Verschiebung des Arbeitspunktes auf der Anodenstrom-Gittervorspannungscharakteristk vorgesehen sind, so dass dieser von einem Punkt auf dem geraden Teil der genannten Charakteristik zu dem Punkt verschoben   wird, in dem der Anodenstrom praktisch Null   ist, wenn die Belastung von Null bis zu ihrem Höchstwert steigt.

Claims (1)

  1. 2. Verstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebung des Arbeitspunktes durch Änderung der Gittervorspannung erhalten wird.
    3. Verstärker nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, dass die Gittervorspanllllng wenigstens teilweise von einem Widerstand im Anodenkreis abgezweigt wird.
    4. Verstärker nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebung des Arbeitspunktes durch die Verschiebung der Charakteristik selbst erhalten wird, die durch den Spannungsabfall der Anodenstromquelle infolge der wachsenden Gleichstrombelastung herbeigeführt wird. <Desc/Clms Page number 4>
    5. Verstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebung des Arbeitspunktes durch Kombination der Massnahmen nach den Ansprüchen 2 und 4 erhalten wird.
    6. Verstärker nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Anodenspannungsgerät mit einer in Reihe geschalteten Spule ausgestattet ist, deren magnetischer Kern beinahe gesättigt ist, wenn sich die Gleichstrombelastung auf oder nahe bei ihrem mittleren Wert befindet. EMI4.1
AT144188D 1933-09-23 1934-09-18 Verstärker mit balancegeschalteten Röhren. AT144188B (de)

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