AT159981B - Verfahren zur Gewinnung von Tonerde. - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von Tonerde.Info
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- Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Gerinnung von Tonerde. Es ist bekannt, Tonerde aus Aluminiumverbindungen enthaltenden Rohstoffen durch Überführung dieser Aluminiumverbindungen in Kalkaluminate herzustellen. Die auf diese Weise erhaltenen rohen Kalkaluminate werden in Lösung gebracht und von dem unlöslichen Rückstand abgetrennt. Es wird eine reine und im wesentlichen nur aus Kalk und Aluminiumverbindungen bestehende Lösung erhalten, aus der dann z. B. durch Auskristallisieren gegebenenfalls unter Zusatz von kristallisations- EMI1.1 Lösung befindlichen Stoffe abgesondert und sodann durch Behandeln mit Sodalösung in eine Natriumaluminatlösung übergeführt werden. Aus dieser Lösung wird sodann in an sich bekannter Weise durch Behandeln mit Kohlensäure reinste Tonerde gewonnen. Es wurde nun gefunden, dass es vorteilhaft ist, den aus der Caleiumaluminatlösung durch Einwirkung von Kohlensäure erhaltenen Niederschlag auf ein bestimmtes kaustisches Verhältnis durch zusätzliches Einführen von Kalk, u. zw. entweder in Form von kohlensaurem Kalk oder in Form von gebranntem oder gelöschtem Kalk zu bringen, wobei als günstigstes Molekularverhältnis zwischen CaO und Ale03 im gebrannten Produkt der Wert von 1'8 bis 2 ermittelt wurde. Der so in seiner Zusammensetzung aufgebesserte Niederschlag wird einer thermischen Behandlung, u. zw. zweckmässig bei Temperaturen unterhalb 10000 C, vorzugsweise zwischen 700 und 900 C, oder oberhalb 1200 C, vorzugsweise zwischen 1250 und 13500 C, unterworfen, worauf das Glühprodukt sodann der Einwirkung der Sodalösung ausgesetzt wird. Zweckmässig verfährt man dabei so, dass der Brennprozess zunächst bei 700-9000 C durchgefiihrt wird und das Brennen bei über 1000 C nur innerhalb des Zeitraumes erfolgt, der notwendig ist, um den grössten Teil der Tonerde oder die gesamte Tonerde in Caleiumaluminat umzusetzen. Es gelingt auf diese Art, in technisch wesentlich vereinfachter und auch wirtschaftlicherer Weise Calciumaluminate in Natriumaluminate überzuführen, da bereits durch eine Sodalösung von 5% bei Temperaturen von zirka 90 bis 100 C fast die gesamte Tonerde innerhalb kurzer Reaktionsdauer in Natriumaluminat übergeführt werden kann. Zweckmässig lässt man der Fällung der Caleiumaluminatlösung mit Kohlensäure zunächst noch eine Ausscheidung der in Lösung befindliehen Caleiumaluminate, z. B. durch Zusatz von Fällungsprodukten vorgängiger Produkten, vorangehen. Als kristallisationsfördernder Stoff kann vorteilhafterweise hydratisiertes Aluminat allein oder in Mischung mit Tonerde oder andern Caleiumaluminaten und gegebenenfalls mit Calciumcarbonat zugesetzt werden, wobei man durch mehrfache Verwendung des gefällten Niederschlages als Impfmasse für neue Lösung eine grosse Verdichtung des Niederschlages erreichen kann. Erst die die nicht ausgeschiedenen Calciumaluminate enthaltende Restlauge wird sodann nach ihrer Abtrennung von den vorgängig erhaltenen Ausscheidungsprodukten mit Kohlensäure behandelt. Lediglich das als Niederschlag anfallende Gemisch von Tonerde und kohlensaurem Kalk braucht nunmehr nach entsprechender Einstellung des Kalkgehaltes thermisch behandelt zu werden. Die Umsetzung mit Sodalösung erfolgt dann zweckmässig nach Vereinigung mit den zuerst erhaltenen festen Caleiumaluminaten. Auf diese Weise wird für eine erhebliche Menge der in Lösung gebrachten Caleiumaluminate die besondere thermische Behandlung erspart. Es hat sich ferner auch als zweckmässig herausgestellt, bei der Aufbesserung des Kalkgehaltes, des durch Fällung mit Kohlensäure aus der Calciumaluminatlösung erhaltenen Gemisches von Tonerde und kohlensaurem Kalk sich eines von betriebsfremden Stoffen freien Kalkes zu bedienen, insbesondere <Desc/Clms Page number 2> wird man den im Prozess selbst anfallenden kohlensauren Kalk, wie er z. B. bei der Einwirkung der Sodalösung auf das Calciumaluminat erhalten wird, im Kreislauf verwenden. Die Behandlung des Niederschlages mit Natriumcarbonat erfolgt in einem unter Druck arbeitenden Behälter. Die vorstehend beschriebenen Massnahmen ermöglichen eine besonders vorteilhafte und auch wirtschaftlich verbesserte Durchführung der in seinen Grundzügen bereits bekannten Verfahrensweise. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Gewinnung von Tonerde aus Aluminiumverbindungen enthaltenden Rohstoffen unter Überführung der Aluminiumverbindungen in Kalkaluminate, die durch Auflösen in Wasser oder wässrigen Flüssigkeiten von den Fremdstoffen abgetrennt und sodann nach Abscheidung EMI2.1 werden, aus der dann in an sich bekannter Weise die Tonerde abgeschieden wird, dadurch gekenn- zeichnet, dass das durch Einwirkung von Kohlensäure auf die Caleiumaluminatlösung erhaltene Gemisch von kohlensaurem Kalk und Tonerde durch Zuführung von Kalk hinsichtlich des molekularen EMI2.2 sodann einem thermischen Prozess unterworfen wird, worauf Sodalösung auf das Brennprodukt zur Einwirkung gebracht wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass aus der Caleiumaluminatlösung ein Teil der in Lösung befindliehen Stoffe gegebenenfalls unter Zusatz von kristallisationsfördernden Stoffen ausgeschieden und von der Lösung abgetrennt wird, worauf Kohlensäure auf die Restlauge zur Einwirkung gebracht wird und das ausgeschiedene Gemisch von kohlensaurem Kalk und Tonerde nach entsprechender Einstellung des Kalkgehaltes und thermischer Behandlung eventuell nach Vereinigung mit den zuerst ausgeschiedenen Kalkaluminaten der Einwirkung von Sodalösung ausgesetzt wird. EMI2.3 fördernder Stoff hydratisiertes Aluminat allein oder in Mischung mit Tonerde oder andern Calciumaluminaten und gegebenenfalls mit Caleiumearbonat zugesetzt wird.4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Brennprozess zunächst bei 700-900 C durchgeführt wird und das Brennen bei über 1000 C nur innerhalb des Zeitraumes erfolgt, der notwendig ist, um den grössten Teil der Tonerde oder die ganze Tonerde in Caleiumaluminat umzusetzen.5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung des Niederschlages mit Natriumcarbonat in einem unter Druck arbeitenden Behälter erfolgen kann.
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