AT159938B - Verfahren zur Herstellung eines Schäumers für die Schwimmaufbereitung von Erzen, Kohlen u. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Schäumers für die Schwimmaufbereitung von Erzen, Kohlen u. dgl.

Info

Publication number
AT159938B
AT159938B AT159938DA AT159938B AT 159938 B AT159938 B AT 159938B AT 159938D A AT159938D A AT 159938DA AT 159938 B AT159938 B AT 159938B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sep
flotation
oil
ores
turpentine
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Degussa
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Degussa filed Critical Degussa
Application granted granted Critical
Publication of AT159938B publication Critical patent/AT159938B/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03DFLOTATION; DIFFERENTIAL SEDIMENTATION
    • B03D1/00Flotation
    • B03D1/001Flotation agents
    • B03D1/004Organic compounds
    • B03D1/012Organic compounds containing sulfur

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines Sehäumers für die Schwimmaufbereitung von Erzen, Kohlen u. dgl. 



   Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung eines Schäumers für die Flotation z. B. von
Erzen, Kohlen u. dgl. Bei der Flotation werden bekanntlich die zerkleinerten Roherze in mit schäumend wirkenden Mitteln versetzten Flüssigkeiten der Einwirkung eines fein verteilten Gasstromes ausgesetzt, so dass bestimmte Anteile durch den Schaum hochgetragen und abgetrennt werden, während die übrigen
Anteile, Gangart u. dgl. zu Boden fallen. Der Erfolg einer solchen Flotation hängt in erster Linie von der Wirkung des zugesetzten Sehaummittels ab. Im allgemeinen verwendet man hiefür Pineöl. 



   Es wurde nun gefunden, dass man hervorragend geeignete Schwimmaufbereitungsmittel für die Flotation erhält, wenn man von einem Terpentin ausgeht, das man beim Aufschluss von Konipheren nach dem Sulfat-bzw. Sulfitverfahren erhält und dieses einer physikalischen oder einer chemischen
Behandlung unterwirft. 



   Als physikalische Methoden kommen fraktionierte Destillation oder Extraktion in Betracht, als chemische Behandlung eine Hydratisierung, eine Oxydation oder eine Anlagerung von Al- dehyden u. dgl. 



   Man erhält bei der Flotation einen sehr stabilen Schaum, wenn man solche Fraktionen verwendet, die bei der Destillation von Sulfatterpentinöl mit mittleren oder höheren Siedegrenzen anfallen. Destilliert man z. B. Rohsulfatterpentin bei   180-250  C,   so gehen die als Schaummittel geeignetsten Fraktionen über. 



   Dass die erfindungsgemäss hergestellten Fraktionen bei weitem die Wirkung des Rohterpentinöls übertreffen, geht aus folgendem Beispiel hervor :
Durch fraktionierte Destillation von Sulfatterpentin wird eine Fraktion von 200 bis 220  C isoliert. Diese Fraktion setzt man tropfenweise der Flüssigkeit zu, die zur Flotation eines Mannsfelder Kupferschiefers, also eines verhältnismässig armen Kupfererzes, dient. Um einen stabilen Schaum zu erhalten, sind von der Fraktion vier Tropfen nötig. Die Menge an Konzentrat beträgt hiebei   6%.   Führt man hingegen die Flotation unter den gleichen Verhältnissen mit unfraktioniertem Terpentinöl durch, so sind zehn Tropfen erforderlich. Die Konzentratausbeute beträgt hiebei nur   3'8%.   Ausserdem ist die Schaumbildung minimal und die Schaumsäule nicht stabil. 



   Auch die Produkte, die durch Zerlegung im Wasserdampfstrom oder im Vakuum erhalten werden, sind für die Flotation hervorragend geeignet, wie folgende Versuchsreihe zeigt. 



   Mit je   600g Rammelsberger   Blei-Zink-Erz wurden drei Versuche durchgeführt unter Verwendung von
1. Pineöl,
2. Rohsulfatterpentinöl, wie es beim Abblasen der Kocher erhalten wird, und
3. eine durch Wasserdampfdestillation im Vakuum erhaltene Fraktion des   Rohsulfatterpentinöles.   



   Die unter 3. verwendete Fraktion   besass   eine Dichte von 0'9412 und einen Siedepunkt von 204-8 bis   211'80 C.   Aus der folgenden Tabelle sind die Versuchsergebnisse zu entnehmen. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Tabelle <SEP> :
<tb> Schäumer <SEP> Sorte <SEP> M <SEP> e <SEP> t <SEP> a <SEP> l <SEP> l <SEP> g <SEP> e <SEP> h <SEP> a <SEP> l <SEP> t <SEP> e <SEP> M <SEP> e <SEP> t <SEP> a <SEP> l <SEP> l <SEP> i <SEP> n <SEP> h <SEP> a <SEP> l <SEP> t <SEP> e
<tb> Gew. <SEP> Pb <SEP> Zn <SEP> Cu <SEP> Fe <SEP> Pb <SEP> Zn <SEP> Cu <SEP> Fe
<tb> I <SEP> % <SEP> % <SEP> % <SEP> % <SEP> % <SEP> % <SEP> % <SEP> % <SEP> %
<tb> kaonKonPineöl........... <SEP> 0-25 <SEP> zentrat <SEP> 3-85 <SEP> 36-25 <SEP> 24-09 <SEP> 0-62 <SEP> 6-42 <SEP> 12-1 <SEP> 4-5 <SEP> 7-4 <SEP> 3-4
<tb> Pineö <SEP> !...........

   <SEP> 0-25 <SEP> Berge <SEP> 96-15 <SEP> 10-52 <SEP> 20-53 <SEP> 0-31 <SEP> 7-32 <SEP> 97-9 <SEP> 95-5 <SEP> 92-6 <SEP> 9-66
<tb> Robsullat-Konterpentinöl <SEP> 0-5 <SEP> zentrat <SEP> 4'36 <SEP> 26-67 <SEP> 19-32 <SEP> 0-43 <SEP> 6-82 <SEP> 9-8 <SEP> 4-0 <SEP> 6-5 <SEP> 4-2
<tb> Rohsulfatterpentinöl <SEP> ..... <SEP> 0#5 <SEP> Berge <SEP> 95#64 <SEP> 11-17 <SEP> 21#02 <SEP> 0#27 <SEP> 7#17 <SEP> 90#2 <SEP> 96#0 <SEP> 93#5 <SEP> 95#8
<tb> Fraktionierung
<tb> des <SEP> Rohsulfat-Konterpentinöls <SEP> .... <SEP> 0#25 <SEP> zentrat <SEP> 4#50 <SEP> 35#8 <SEP> 22#99 <SEP> 0#67 <SEP> 5#31 <SEP> 13#9 <SEP> 4#9 <SEP> 108#0 <SEP> 3#3
<tb> Fraktionierung
<tb> des <SEP> Rohsulfatterpentinöls.... <SEP> 0-5 <SEP> Berge <SEP> 95-50 <SEP> 10-46 <SEP> 21-35 <SEP> 0-26 <SEP> 7-43 <SEP> 96-1 <SEP> 95-1 <SEP> 89-2 <SEP> 96-7
<tb> 
 
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 
<tb> 
<tb> Dichte <SEP> :

   <SEP> 0-9751
<tb> Alkoholgehalt <SEP> : <SEP> 24-5%
<tb> Estergehalt <SEP> : <SEP> 7-7%
<tb> 
 
Man prüfte dieses 01 und das Ausgangsmaterial auf seine   Schäumereigenschaften   im Flotationsversuch. Das Ausgangsmaterial hatte die Kennziffer 19, das Reaktionsprodukt eine solche von 4. 
 EMI2.4 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 die Zahl der als Zusatz erforderlichen Tropfen zum Ausdruck, so dass also von dem mit Sauerstoff behandelten Öl bedeutend weniger als von dem unbehandelten Öl benötigt wird. Ausserdem ist zu bemerken, dass bei dem unbehandelten Öl die Schaumbildung nicht gleichmässig genug war, während sich bei dem oxydierten Produkt im Flotationsversuch eine einwandfreie Schaumbildung ergab. An Stelle von Sauerstoff kann man natürlich auch solche Mittel verwenden, die Sauerstoff abgeben, also Ozon, Wasserstoffperoxyd, Persalze u. dgl.

   Es ist auch möglich, das so behandelte Terpentin zu hydrolisieren oder in einer oben erwähnten Weise zu behandeln. 



   Eine weitere Art der chemischen Behandlung, die zu guten Schäumern und zu einer Verbesserung des Rohterpentinöls führt, besteht darin, reaktionsfähige, chemische, sauerstoffenthaltende Gruppen an die Terpentinöle anzulagern, also z. B. Terpentinöl mit Aldehyden, insbesondere Formaldehyd, in Reaktion zu bringen. Dies geschieht vorzugsweise durch gemeinsames Erhitzen der Komponenten bei gewöhnlichem oder erhöhtem Druck, gegebenenfalls unter Verwendung von Katalysatoren. 



   Beispielsweise wurden 100   Rohsulfatterpentinöl   mit   22   Paraform, d. h. polymerisiertem Formaldehyd, in 100   g Eisessig 25   Stunden am   Rückflusskühler   erhitzt. Die Lösung wurde ausgeäthert, der Äther und Natriumbikarbonat gewaschen und nach dem Trocknen abdestilliert. Man erhielt als Rückstand 148 g 01. Dieses Öl wurde mit Kalilauge verseift, das verseifte 01 in Äther aufgenommen, destilliert und der Rückstand fraktioniert. Die Fraktion von 225 bis   240  ebenso   wie die Fraktion von 240 bis   2700 ergab   bei der Flotation besonders gute Ausbeuten und Schaumbildung. 



   Bei der Umsetzung des Terpentinöls mit Formaldehyd unter Druck, also z. B. durch   mehrstündiges   Erhitzen im Bombenrohr in alkalischer Lösung, lässt sich in organischer Weise ein über 200  siedendes für die Flotation hervorragend geeignetes Öl herstellen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung eines Schäumers für die Sehwimmaufbereitung von Erzen, Kohlen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass beim Aufschluss von Konipheren nach dem Sulfat-bzw. Sulfitverfahren erhaltenes Terpentin einer physikalischen Behandlung durch fraktionierte Destillation bzw. durch Extraktion oder einer chemischen Behandlung durch Oxydation, Hydratisierung bzw. Anlagerung von Aldehyden od. dgl. unterworfen wird.
AT159938D 1938-03-01 1938-03-01 Verfahren zur Herstellung eines Schäumers für die Schwimmaufbereitung von Erzen, Kohlen u. dgl. AT159938B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT159938T 1938-03-01

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT159938B true AT159938B (de) 1940-12-27

Family

ID=3650659

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT159938D AT159938B (de) 1938-03-01 1938-03-01 Verfahren zur Herstellung eines Schäumers für die Schwimmaufbereitung von Erzen, Kohlen u. dgl.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT159938B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT159938B (de) Verfahren zur Herstellung eines Schäumers für die Schwimmaufbereitung von Erzen, Kohlen u. dgl.
DE1219006B (de) Verfahren zur Reinigung von Siliciumcarbid
EP0281029B1 (de) Verwendung von Derivaten des Tricyclo- [5.3.1.0 2,6]-decens-3 als Schäumer in der Kohle- und Erzflotation
DE4138732A1 (de) Cyclische isolongifolanon-ketale, ihre herstellung und ihre verwendung
US2102370A (en) Flotation process
AT244258B (de) Sammler für die Flotation industrieller Mineralien
DE578819C (de) Verfahren zur Aufbereitung nichtsulfidischer Erze und Mineralien nach dem Schwimmverfahren
DE809421C (de) Schaumbildendes Flotationsmittel
DE434730C (de) Verfahren zur Darstellung von Estergemischen
DE598240C (de) Verfahren zur Schwimmaufbereitung oxydischer Erze und Mineralien
DE581829C (de) Verfahren zur Gewinnung von Fettsaeuren
CH210549A (de) Verfahren zur Schwimmaufbereitung von Erzen, Kohle etc.
AT216681B (de) Verfahren zur Herstellung ungesättigter Verbindungen
DE886198C (de) Verfahren zur Herstellung und Abtrennung von Natronseifen aus aldehydhaltigen Kohlenwasserstoff-Gemischen
DE851485C (de) Verfahren zur Schaumschwimmaufbereitung
DE2459546A1 (de) Verfahren zur umlagerung von tertiaeren vinylcarbinolen
DE803355C (de) Verfahren zur Herstellung von Umsetzungsprodukten aus gesaettigten hoehermolekularen aliphatischen oder alicyclischen Carbonsaeuren
DE331687C (de) Verfahren zum Scheiden sulfidischer Erze von der Gangart vermittels eines Schaumscheideverfahrens
DE392090C (de) Verfahren zur Gewinnung von harzartigen Polymerisationsprodukten aus Rohbenzolen
DE635771C (de) Schwimmaufbereitungsverfahren zur Trennung von goldhaltigen Pyriten und/oder Arsenkies von Antimonglanz
DE555598C (de) Verfahren zur Aufbereitung von Mineralien nach dem Schwimmverfahren
DE729440C (de) Verfahren zum Entkaelken von Bloessen
DE1172687B (de) Verfahren zur Reinigung von Dioxolan
DE420646C (de) Verfahren zum Gerben tierischer Haeute
AT54988B (de) Verfahren zur Aufbereitung von Erzen, welche Kupfersulfid oder metallisches Kupfer enthalten.