AT159793B - Verfahren zur Behandlung von Kulturpflanzen oder Kulturböden. - Google Patents
Verfahren zur Behandlung von Kulturpflanzen oder Kulturböden.Info
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Description
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Verfahren zur Behandlung von Kulturpflanzen oder Kulturböden.
Verfahren zur Behandlung von Kulturpflanzen oder Kulturböden mittels fluoreszierender Farbstoffe unter Zusatz geringster Mengen Kupfer-und bzw. oder Eisensalze in Form alkalischer Lösungen oder alkalischer Torfmischungen sind aus den Veröffentlichungen des Erfinders an sich bekannt (Zeitschr. für Pflanzenernähr-, Düng-und Bodenkunde, Bd. 43 A, S. 331-340). Bei diesen bekannten Verfahren ist für die Behandlung auch die gleichzeitige Verwendung von Natriumcarbonat, also einem stark alkalischen Mittel, angegeben ; daraus konnte man jedoch lediglich entnehmen, dass mehr oder weniger grosse Mengen Natriumcarbonat Verwendung finden können ; hiebei war der Grad der erzielten Alkalität (pH-Wert) von der Konzentration des Karbonates abhängig.
Irgendeine Offenbarung in der Richtung, dass die Stärke der Alkalität für den praktischen Fall wesentlich sei, war aus diesen Veröffentlichungen des Erfinders selbst nicht zu entnehmen. Die vorliegende Erfindung bezieht sich nun darauf, dass nunmehr die schwache bestimmte Alkalität benutzt wird, wie sie von Natriumbicarbonat zwangsläufig erzeugt wird. Behandelt man Pflanzen, Keimlinge, Stecklinge oder auch schon Samen oder den diese enthaltenden Kulturboden mit einer den fluoreszierenden Farbstoff und die Kupfer-und bzw. oder Eisensalze enthaltenden schwach alkalischen Natriumbicarbonatlösung, so erreicht man erfindungsgemäss eine überaus günstige Beeinflussung des Pflanzenwuchses bzw. des Wuchses der Keimlinge, Stecklinge, Samen od. dgl. Die Pflanze wird dadurch für den Sonnenschein empfindlicher gemacht.
Es entsteht mehr Chlorophyll und es werden erhebliche Ertragssteigerungen erzielt. An Stelle der Behandlung der Pflanzen, Keimlinge, Stecklinge oder Samen bzw. der Behandlung des Kulturbodens mit der den fluoreszierenden Farbstoff und die Kupfer-und bzw. oder Eisensalze enthaltenden Lösung, die durch Natriumbicarbonat schwach alkalisch gemacht wurde, kann erfindungsgemäss auch eine Behandlung der Pflanzen od. dgl. bzw. des Bodens mit einem pulverförmigen, festen, innigen Gemisch aus 600 mg Farbstoff, insbesondere Fluorescein, 500 mg Ferrosulfat, 40 mg Kupfersulfat und 100 kg gemahlenem Torf erfolgen, das mit Natriumbicarbonatlösung schwach alkalisch gemacht worden ist.
Zu beachten ist auch bei dem Verfahren der vorliegenden Erfindung das Verhältnis von Eisen zu Kupfer in der Mischung und ihre Beziehung zur angewendeten Menge des Farbstoffes, wobei in der Mischung stets auch eine Bicarbonatlösung in Anwendung kommt.
Ausführungsbeispiele : 1. 100 mg des Farbstoffes, beispielsweise Fluorescein, insbesondere Resorcinphthalein, werden in 11 Wasser bei schwach alkalischer Reaktion gelöst, wobei die schwache Alkalität durch Natriumbicarbonat erreicht wird. Dieser Lösung werden 100 mg Ferrosulfat und 10 mg Kupfersulfat zugeführt.
Mit dieser Lösung wird die Pflanze behandelt.
2. 600 mg Farbstoff, insbesondere Fluorescein, werden mit 500 mg Ferrosulfat und 40 mg Kupfersulfat fein und gleichmässig vermischt und dann mit 100 kg gemahlenem Torf zu einem feinen Pulver vermischt. Das Gemisch wird durch Behandlung mit Natriumbicarbonatlösung schwach alkalisch gemacht.
Die so hergestellte innige Mischung kann dann beliebig für grössere Kulturflächen zur Behandlung derselben wie mit künstlichen Düngemitteln benutzt werden, indem man sie mit der Hand oder Maschine ausstreut. Die Verteilung auf den Erdboden erfolgt dergestalt, dass man entweder auf 100 kg Torf gleichzeitig 100 kg Samen ausstreut, d. h. man verwendet beim Ausstreuen des Samens die gleiche Gewichtsmenge des nach obiger Vorschrift gemischten Torfs. Ist der Samen schon ausgestreut, so
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streut man auf den Quadratmeter so viel Torfmischung aus, wie in dem Erdboden Gewichtsmengen an Samen vorhanden sind.
Sofern es sich bei den zu behandelnden Pflanzen um Samen, Stecklinge, Keimlinge usw. handelt,
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ihre Behandlung finden, indem Lösungen der genannten Stoffe auf dem Ackerboden fein verteilt werden. Die zu behandelnden Pflanzen können aber auch z. B. mit den Lösungen gemäss der Erfindung getränkt und dann je nach Art der Pflanze zur Weiterentwicklung gebracht werden, wie das beispielsweise bei Tulpen in den sogenannten Tulpengläsern der Fall ist.
Auch in den Fällen der Vermischung der festen Stoffe mit dem Boden, den Samen, Stecklinge, Keimlinge od. dgl. findet eine Anpassung der Farbstoffe und Metallsalzmengen an die jeweils zu beeinflussenden Pflanzen statt, d. h. es werden stufenweise die Erfahrungen berücksichtigt, die als optimale Einwirkungsmengen auf die verschiedenen Pflanzen experimentell gefunden wurden.
Nach Verwendung der in den Beispielen angeführten Lösungen bzw. festen Gemische werden bei den Pflanzen Wachstumssteigerungen erreicht. Man kann aber gegebenenfalls erfindungsgemäss mit den Lösungen unter Abänderung ihrer Konzentration im Sinne einer höheren Konzentration auch Wachstumsverkleinerungen erreichen, also Zwergpflanzen od. dgl. züchten, was in manchen Anwendungsfällen von grosser Bedeutung sein kann. Die angegebenen Werte stellen daher nur die Grenze dar, von welcher man in den einzelnen Fällen nach der praktischen Versuchsanordnung in der Verdünnung nach unten gehen kann, um Waehstumssteigerungen der Pflanze zu erreichen, während man mit der Vergrösserung der Farbstoffzufuhr, auf die Mengeneinheit gesehen, eine Verkleinerung des Pflanzenwuehses erzielt.
Der Vorteil gegenüber dem Stand der Technik liegt darin, dass nach dem bisher bekannten Verfahren zwar schon beträchtliche und in Einzelfällen sogar sehr erhebliche waehstumsfordernde
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der vorliegenden Erfindung erzielt werden.
Bei Bohnen z. B. konnte man mit dem von dem Erfinder selbst veröffentlichten Verfahren kaum den Ertrag erhöhen, während die Behandlung mit dem vorliegenden Mittel bei Einhaltung der entsprechenden Alkalität eine Steigerung von über 150% zeigte, um nur ein Ausführungsbeispiel zu nennen.
Claims (1)
- Als Ausführungsbeispiel nach Anspruch 2 wurden Melonen behandelt, die nach dem vom Erfinder bereits veröffentlichten Verfahren einen nicht wesentlich grösseren Zuckergehalt ergaben. Versuchsreihen, die aber nach dem Verfahren des Anspruches 2 gemäss der vorliegenden Erfindung durchgeführt wurden, ergaben einen 25% höheren relativen Zuckergehalt und damit eine wesentliche Erhöhung der praktischen Bedeutung dieser Pflanze.Von Getreidearten muss noch erwähnt werden, dass beispielsweise eine behandelte rote Hirse statt eines Halmes deren drei nach der Behandlung mit dem vorliegenden Mittel gemäss Anspruch 2 aufwies.Sogar bei Pflanzen, die sieh fast vor der Reife befanden, und bei älteren Stecklinge erwies sich das Verfahren noch als sehr wirkungsvoll. Es wurde ein erheblicher Mehrertrag im einzelnen erreicht, wie sieh aus genau angestellten Vergleiehsversuehen ergab.PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Behandlung von Kulturpflanzen oder Kulturböden mittels alkalischer Lösungen fluoreszierender Farbstoffe sowie geringster Mengen Kupfer-und bzw. oder Eisensalze, dadurch gekennzeichnet, dass Pflanzen, Keimlinge, Stecklinge oder auch schon Samen oder der diese enthaltende Kulturboden mit einer den fluoreszierenden Farbstoff und die Kupfer-und bzw. oder Eisensalze enthaltenden Lösung behandelt werden, die durch Natriumbicarbonat schwach alkalisch gemacht wurde.2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung der Pflanzen oder des Bodens mit einem durch Natriumbicarbonatlösung schwach alkaliseh gemachten innigen Gemisch aus 600 mg Farbstoff, insbesondere Fluoreseein, 500 mg Ferrosulfat, 40 mg Kupfersulfat und 100 kg feingemahlenem Torf erfolgt.
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