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Fahrzeugbremse.
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belag 22 in geeigneter Weise befestigt ist.
Die angelenkten Enden der genannten Bremsschuh sind beispielsweise auf Zapfen 24 und 26
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schuhe ist an der Stützplatte ein durch Druckmittel betätigter Hilfszylinder befestigt. Letzterer ist als Ganzes mit 28 bezeichnet und besteht im einzelnen aus einem Zylinder")'0, in dem sich gegenläufige Kolben. 32 und 34 bewegen. Die genannten Kolben tragen auf ihren einander zugekehrten Seiten Liderungen 56 und- ?, und eine zwischen ihnen angeordnete Schraubenfeder 40 dient dazu, die Liderungen gegen die Kolbenköpfe zu drücken, und verhindert, dass sieh die Kolben über ein bestimmtes Mass hinaus einander nähern.
Die Kolben sind auf der Rückseite mit je einer Aussparung 4,' ! bzw. 44 zur Aufnahme der auseinanderspreizbaren Enden der Bremsschuh versehen und eine die Brems- sehuhe miteinander verbindende Riiekzugsfeder 46 sorgt dafür, dass die Bremsschuhe stets dicht an den Kolben anliegen und bei Beendigung eines jeden Bremsvorganges in ihre Bremslöse- bzw. Grundstellungen zurückgehen.
In der Stützplatte ist neben dem Vorderbremssehuh 14 ein Wellenzapfen 48 drehbar gelagert.
Das eine Ende dieses Wellenzapfens erstreckt sich in die Bremstrommel12 hinein und ist mit einem Kopf 50 versehen, während das andere Ende aus der Stützplatte herausragt. An einer Nabe 52, die zwischen dem Kopf 50 und der Stützplatte 10 drehbar auf der Welle sitzt, ist ein zweiarmiger Hebel 54
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ständen gegen einen etwa in der Mitte der Gesamtlänge des Yorderbremsschuhes 14 angebrachten Anschlag- ? anlegen kann, während das andere Ende des Hebels 54 eine Öffnung 60 aufweist, deren Zweck weiter unten beschrieben wird.
Auf das aus der Stützplatte nach aussen ragende Ende der Welle 48 ist eine Feder 62, u. zw. zweckmässig eine vierarmige Feder, aufgeschoben, und auf den Zapfen 48 sind eine Schraubenmutter 64 und eine Gegenmutter 66 aufgeschraubt. Durch Anziehen der Mutter 64 lässt sieh die Feder 62 unter Spannung setzen, um die Nabe 52 zwischen dem Kopf 50 der Welle 48 und der Stützplatte 40 mehr oder weniger festzuklemmen. Hiedurch wird der Drehung der Nabe und infolgedessen auch der Drehung des mit der Nabe ein Stück bildenden Zweiarmhebels 54 ein Reibungswiderstand entgegengesetzt.
Durch eine aus Teilen zusammengesetzte, als Ganzes mit 68 bezeichnete Stange ist der Hebel ; 14 mit dem Neben-bzw. Rüekwärtsbremsschuh 16 verbunden. Wie ersichtlich, besitzt die genannte Stange einen Teil 70 mit einem abgesetzten Ende 7. 2, das durch die Öffnung 60 des Hebels 54 hindurchgeführt ist. Dieses abgesetzte Ende ist zur Aufnahme einer Schraubenmutter 74 mit einem Gewinde versehen, und eine Feder 76 ist über das abgesetzte Ende zwischen dem Hebel 54 und der Mutter 74 aufgeschoben. Die Spannkraft der Feder 76 ist gross genug, um den Widerstand, den die Feder 62 der Drehung der Nabe 52 entgegensetzt, zu überwinden.
Eine Metallstange 78 mit verhältnismässig grossem Wärmeausdehnungskoeffizienten ist an einem Ende mit dem Stangenteil 70 und an dem andern Ende mit einem kurzen Stangenteil 80 verbunden, der mit einem Innengewinde 82 versehen ist. Dieses befindet sich in gleicher Flucht mit einem entsprechenden Innengewinde 84, das in einem abgekröpften Bügel 86 angebracht ist. Letzterer ist durch einen Zapfen 88 mit dem Rückwärtsbremsschuh 16, u. zw. an dessen Steg 18 nahe seinem freien
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schuhes, um eine geringe ungehinderte Bewegung des Bremssehuhes gegenüber dem Zapfen zu ermöglichen.
Die in einer Flucht befindlichen Gewinde 82 und 84 dienen zur Aufnahme eines mit Rechtsund Linksgewinde versehenen Gewindestiftes 90, der ein Sternrad 92 trägt, das durch eine an dem Teil 80 befestigte Sperrfeder 94 an ungewollter Drehung gehindert ist. Durch Drehung des Stern-
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einzustellen.
Wenn sieh die Bremse in der gelösten Stellung oder Ruhestellung befindet, liegen die beiden Bremmschuhe 14 und 16 infolge des Zuges der Rüekzugsfeder 46 an dem kugelförmigen Ende 56 des Doppelhebels 54 bzw. an dem Stift 88 des Bügels 86 an. Beim Anziehen der Bremse während der Vorwärtsfahrt des Fahrzeuges werden nun die beiden Bremsschuhe 14 und 16 durch den mit dem Druckmittel gespeisten Hilfszylinder 28 gegen die Bremstrommel angedrückt, wodurch letztere in ihrer Bewegung gehemmt wird.
Die Naehstellvorrichtung 68 bleibt hiebei im Regelfall völlig in Ruhe, da der Anschlag 58 sich frei von dem Daumen 56 abheben kann und auch der Stift 88 genügend Spiel in dem
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Wenn nun die Bremse so lange angezogen. bleibt, dass sieh die Bremstrommel wegen der durch die Reibung zwischen den Bremsschuhen und der Bremsstrommel erzeugten Wärme ausdehnt, so hat dies zur Folge, dass sich die Stange 68, die einen verhältnismässig grossen Wärmeausdehnungskoeffizienten besitzt, ebenfalls durch die von der Bremse aufgenommene Wärme ausdehnt und die Grundstellungs- anschläge 36 und 88 derart verstellt, dass der Anschlag 56 dem Bremsschuh 14 folgt, der sieh ent- sprechend der Ausdehnung der Bremstrommel verstellt hat.
Beim Lösen der Bremse und wenn die Bremsschuhe unter dem Einfluss der Rückzugfeder 46 in ihre Grundstellung zurückgezogen werden, bleiben sie in dem für ein neuerliches Bremsen geeigneten Abstand von der Bremstrommel, aber da
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sich die Stange 68 entsprechend der Abkühlung und dem Zusammenziehen der Bremstrommel gleichfalls abkühlt und dabei zusammenzieht, stellt sich allmählich der frühere Zustand wider her und der Abstand der Bremsschuhe von der Bremstrommel kann trotz der Wärmeeinflüsse im wesentlichen unverändert gehalten werden.
Wenn sich der Bremsbelag infolge wiederholter Bremsungen so weit abgenutzt hat, dass ein
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des Rückwärtsbremssehuhes 16 gegen die Bremstrommel während eines normalen Bremsanzuges ableiten. Wenn sich der genannte Bremsschuh nämlich gegen die Bremstrommel bewegt, wird das Spiel zwischen dem Steg.
M des Bremsschuhes 16 und dem Drehzapfen 88 aufgehoben, weil sieh der Zapfen 88 gegen das äussere Ende des Langloehes 89 legt und gleichzeitig wird von dem Schuh 16 eine Zugwirkung auf die Stange 68 ausgeübt, wobei die betreffende Kraft durch die Feder 76 auf den Hebel 54 übertragen wird und ihn auf dem Zapfen 48 verschwenkt, was zur Folge hat, dass das kugelförmige Ende 56 dieses Hebels neu eingestellt und durch die Reibung der Nabe 52 an der Stützplatte 10 und am Kcr f 50 in seiner neuen Stellung festgehalten wird.
Das Ende 56 des Hebels 54 dient dazu, die Lage des Bremsschuhes 14 zu bestimmen, wenn er sich in der Bremslöse-oder Grundstellung befindet, während das andere Ende des Zweiarmhebels 54 mittels der Stange 68, deren anderes Ende den als Anschlag dienenden Zapfen 88 trägt, die Lage des Bremsschuhes 16 in der Grundstellung bestimmt.
Es ist eine den Bremseinrichtungen eigentümliche Erscheinung, dass der Bremsbelag des Hauptoder Vorderbremsschuhes schneller als der Bremsbelag des Neben-oder Rückwärtsbremsschuhes abgenutzt wird. Diesem Unterschied in der Abnutzung der Bremsbeläge der betreffenden Bremsschuhe wird durch die selbsttätige Nachstellvorrichtung Rechnung getragen, die zwischen dem Haupt-und dem Nebenbremsschuh derart angeordnet ist, dass die Bewegung des Nebenbremsschuhes eine ein Mehrfaches betragende Bewegung der Hauptbremsschuhe bewirkt. Darum ist die selbsttätige Nachstellvorrichtung mit dem Nebenbremsschuh in der Nähe des freien Endes desselben verbunden, mit dem Hauptbremsschuh jedoch etwa in der Mitte seiner Gesamtlänge.
Wenn nun der Nebenbremsschuh gegen die Bremstrommel angedrückt wird, so wird seine Bewegung in vergrössertem Masse auf den Hauptbremsschuh übertragen.
Es ist weiterhin zu beachten, dass die Bremstrommel im Ruhezustand selbstverständlich kreisrund ist, jedoch unter dem Druck der Bremsbacken oder Bremsschuhe eine Verformung erleidet, indem der Teil, auf dem der Bremsschuh drückt, sich nach aussen ausbaucht. Da aber, wie schon weiter oben ausgeführt, im Vorwärtsgang des Fahrzeugs der Vorwärtsbremsschuh, im Rückwärtsgang jedoch der Rüekwärtsbremssehuh den überwiegenden Teil der Bremskraft auf die Trommel überträgt, findet die stärkere bzw. überhaupt die wesentliche Verformung je nach der Fahrtrichtung gegenüber dem- jenigen Bremsschuh statt, welcher nach der betreffenden Fahrtrichtung genannt ist. Man kann sogar für die Praxis annehmen, dass die jeweils der Fahrtrichtung entgegengesetzte Seite der Trommel ihre zylindrische Form beibehält.
Beim Anziehen der Bremse während der Rückwärtfahrt des Fahrzeuges werden die Brems- schuhe . 14 und 16 ebenso wie beim Vorwärtsbremsen durch den durch Druckmittel betätigten Hilfs- zylinder 28 gegen die Bremstrommel 12 angedrückt. Hier wirkt aber dann der Bremsschuh 16 als Vorwärtsbremsschuh und der Bremsschuh 14 als Rüekwärtsbremssehuh, und da der Bremsschuh 16, wenn er unter solchen Bedingungen arbeitet, den grössten Teil der Bremsarbeit leistet, so ist seine Bewegung wegen der Verformung der Bremstrommel grösser, als wenn er als Rüekwärtsbremssehuh dient.
Beim Bremsen im Rückwärtsgang wirkt der Bremsschuh 16, wie schon angeführt, als Hauptbremsschuh und führt infolgedessen eine grössere Bewegung aus als während des Bremsens im Vorwärtsgang, in welchem Falle er als Rückwärtsbremsschuh wirkt. Diese vergrösserte Bewegung des Bremsschuhes 16 führt dazu, dass auf die Stange 68 ein Zug ausgeübt wird, welcher durch die Feder 76 auf den Zweiarmhebel 54 übertragen wird ; dieser veranlasst sodann zwangsläufig den Vorwärtsbremsschuh 14 einen grösseren Druck auf die Bremstrommel12 auszuüben. Der Hebel 54 wird aber durch den Schuh 14, an einer nennenswerten Bewegung gehindert, weil der Schuh mit demjenigen Teil der Trommel in Berührung steht, welcher während des Bremsens im Rückwärtsgang keine nennenswerte Verformung erleidet.
Infolgedessen tritt praktisch keine Bewegung des Schuhes 14 und ebensowenig eine nennenswerte Bewegung des Hebels 54 ein. Es mag zwar eine ganz geringe Bewegung des Schuhes 14 im ersten Augenblick des Anziehens der Bremsen eintreten ; sobald aber die Trommel sich verformt, kehrt dieser Schuh 14 in die Stellung zurück, in welcher er mit dem Ansehlag 58 sich an das kugelförmige Ende des Hebels 54 anlegt.
Der Schuh vermag sich entsprechend der vorkommenden Verformung der Trommel zu bewegen, ohne daran gehindert zu sein, ausser durch den Widerstand der Feder 76 gegen ihre Zusammen- drückung. Wenn unter diesen Umständen die Bremse gelöst wird und die Bremsschuhe unter der Wirkung der Rückzugfeder46 in ihre Grundstellungen zurückkehren, so hat die Feder 76 die Wirkung, die Stange 78 in diejenige Stellung zurückzuführen, welche sie vor der geschilderten Massnahme des Bremsens im Rückwärtsgang innehatte, so dass dann die Bremsschuhe wiederum auf den richtigen Abstand in Bezug auf die Trommel eingestellt sind.
Es versteht sich, dass Abänderungen der beschriebenen Ausführung vorgenommen werden können, ohne den Rahmen der Erfindung zu überschreiten.