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Tankwagen-Abtülleinriehtung.
Die Erfindung betrifft Tankwagen, insbesondere für leichtflüssige Brennstoffe, wie Benzin, Benzol od. dgl., und hat eine besonders zweckmässige und vorteilhafte Abfülleinrichtung zum Gegenstand.
Die bisher üblichen Einrichtungen der Tankwagen bestanden im wesentlichen aus einem in der Mitte oder am hinteren Ende des Tanks vorgesehenen Bodenventil, das gemäss behördlicher Bestim- mung oberhalb des Tankbodens liegen musste, um den Tankinhalt für den Fall zu sichern, dass die Verbindungs-oder Entleerungsleitungen undicht wurden oder abrissen. Die Verbindung-un Entleerungsleitungen waren sämtlich unterhalb des Tanks angebracht, wobei trotz des geringen hier zur Verfügung stehenden Raumes auf ein genügendes Gefälle und eine gute Abfüllmöglichkeit Rücksicht genommen werden musste, was mit grossen Schwierigkeiten verbunden war und den Nachteil hatte, dass infolge der vielen Rohrverbindungen und Leitungen die Gefahr des Undichtwerdens sehr gross war und eine gute Übersicht über die einzelnen Teile fehlte.
Das in den Tank eingebaute Bodenventil hatte den Nachteil, dass es sehr schwer zugänglich war und infolge seines Einbaus mit Hilfe einer nach oben durch den Tank verlängerten Spindel bedient werden musste, was ausserordentlich umständlich und lästig war. Hiezu kamen noch die hohen Kosten, die der Bau einer derartigen Einrichtung verursachte.
Alle diese Nachteile werden durch die Erfindung beseitigt, die eine sehr einfache Ausbildung und Anordnung sowie grösste Übersichtlichkeit und bequeme Handhabung sämtlicher Tankteile gewährleistet, wobei der Erfindungsgegenstand noch den Vorzug grösster Billigkeit besitzt.
Dies wird der Erfindung gemäss im wesentlichen dadurch erreicht, dass an Stelle von längeren Rohrleitungen und mehrfachen Verbindungsstücken und an Stelle des Bodenventils eine mit Gefälle sich von vorne nach hinten an dem tiefsten Teile des Tanks hinziehende, nach dem Tankinnern offene Rinne in den Tankmantel eingeschweisst ist, was bei Tanks, die durch Schweissen hergestellt werden, keinerlei Schwierigkeiten bereitet. Das Anbringen der Rinne kann auch in anderer zweckmässiger Weise erfolgen.
Das Absperrventil wird entweder am Ende der Rinne, also am hinteren Ende des Tanks oder auch an einer Seite des Tanks in entsprechender Weise angeschlossen, wobei in letzterem Falle noch eine Querrinne, ebenfalls mit dem erforderlichen Gefälle versehen, von der Längsrinne abgezweigt wird.
Auch Tanks mit mehreren Kammern lassen sich auf diese Art in vorteilhafter Weise mit freiliegenden Absperrventilen versehen.
Die Erfindung ist in der Zeichnung in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt, u. zw. zeigt die Fig. 1 die Seitenansicht eines Tanks mit einer durchgehenden Längsrinne, die Fig. 2 eine Ansicht gegen die Rückwand des Tanks bei abgenommenem Absperrorgan, die Fig. 3 eine Aufsicht auf einen teilweise aufgeschnittenen Zweikammertank mit je einer Längsrinne für jede Kammer, die Fig. 4 einen senkrechten Querschnitt durch den hinteren Teil des Tanks nach der Fig. 3, die Fig. 5 einen waagerechten Längsschnitt durch einen Zweikammertank, ähnlich der Fig. 3, jedoch mit je einer seitlich herausgeführten Ablaufrinne für jede Kammer und die Fig. 6 einen senkrechten Querschnitt nach der Fig. 5.
In den Figuren ist mit 1 ein Tank bezeichnet, der in der Fig. 1 einkammerig und in den Fig. 2 und 3 mit zwei Kammern 2 und 3 ausgerüstet ist, die durch eine Querwand 4 voneinander getrennt sind. Auf dem Tankmantel ist der Dom 5 zum Füllen und Befahren des Tankinnern oder der einzelnen Kammern angeordnet. An der tiefsten Stelle ist der Tank mit einer Rinne 6 versehen, die sich längs
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und unter dem Tank hinzieht sowie nach dem Tankinnern zu offen ist und von vorne nach hinten ein angemessenes Gefälle aufweist.
Die Rinne 6 ragt unter dem hinteren Ende des Tanks etwas heraus und bildet hier einen mit Flanschen 8 versehenen allseitig geschlossenen Stutzen 7 zum Anschluss des Absperrventils 9. Dieses liegt hier vollkommen frei, so dass es bequem zugänglich ist.
In der Fig. 3 ist ein Zweikammertank dargestellt. Die an tiefster Stelle des Tankmantels vorgesehenen beiden Entleerungsrinnen verlaufen beidseits einer senkrechten durch den Tank gelegten Mittelebene, u. zw. derart, dass sie sich über die ganze Kammerlänge als nach dem Kammerinnern offene Rinne von vorne nach hinten erstrecken, ausserhalb der Kammern aber vollständig geschlossene Kanäle bilden, so dass eine Vermischung der in den einzelnen Kammern aufgespeicherten Flüssigkeiten nicht stattfinden kann. Infolgedessen bildet die Verlängerung 10'der Rinne 10 der Kammer 2 einen ge- schlossenen Kanal unterhalb der zweiten Kammer 3. Die beiden Absperrventile 9 für jede Kammer liegen am hinteren Tankende unmittelbar nebeneinander.
Statt der Durchführung der Rinnen oder ihrer Verlängerungskanäle bis zum hinteren Tankende, können die Absperrventile für jeden Tank oder jede Tankkammer auch seitlich am Tank angeordnet sein. Um dies zu ermöglichen, sind die sieh in der Längsrichtung erstreckenden Rinnen 12 oder 13 mit seitlichen Abzweigrinnen 14 und 15 versehen, wobei das Gefälle in beiden Rinnen so bemessen ist, dass die Flüssigkeit von jedem Punkte der Rinne zum Absperrventil fliessen muss.
Hiebei können die miteinander in Verbindung stehenden Rinnen einen Winkel 12, 14 oder eine T-Form 13, 15 bilden, je nachdem die Abzweigrinne 14, 15 an das hintere Ende oder in die Mitte der Kammer 2 oder. 3 verlegt ist.
Wie die Figuren erkennen lassen, ist der Raumbedarf der Rinnen unterhalb des Tanks trotz eines angemessenen Gefälles ausserordentlich gering, was den Vorteil hat, dass die Tankwagen niedriger gebaut werden können als bei den bisherigen Ausführungen mit in den Tank eingebautem Bodenventil und getrennten Rohrleitungen und Verbindungsstücken. Die Ausführung gemäss der Erfindung ist billiger, einfacher, übersichtlicher und enthält so gut wie gar keine Leekstelle, da die Rinnen aus dem Mantel des Tanks gebildet oder an diesem angeschweisst sind. Ein Abreissen oder Undiehtwerden der
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Die für den Anschluss der Zapfapparatur notwendigen Verbindungsstellen sind leicht zu übersehen, so dass die einzig möglichen Leckstellen stets gut beobachtet werden können.
Die Entleerungsrinnen ermöglichen auch dann noch eine vollständige Entleerung der Flüssigkeit, wenn der Tankwagen schräg steht, wie es auf Strassen mit etwas gewölbtem Profil oder einer Steigung häufig der Fall sein kann.
Die Belieferung des Kunden geht auch schneller vonstatten, da es nicht mehr nötig ist, erst auf den Tank zu steigen, um das Bodenventil zu bedienen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Tankwagenabfülleinrichtung mit einer oder mehreren Tankkammern mit einer nach dem Behälterinnern offenen, mit Gefälle verlegten und in der Längsrichtung des Behälters sich erstreckenden Rinne, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Rinne (6) bis zu einem der beiden Behälterböden erstreckt und in einem nach aussen freiliegenden Stutzen (7) für den Anschluss des Ablaufventils (9), gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines am Tank angeschweissten oder eng anliegenden Kanals (10') endet.