AT159383B - Anordnung zur Kühlung der Anode einer Röntgenröhre. - Google Patents

Anordnung zur Kühlung der Anode einer Röntgenröhre.

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AT159383B
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Herbert Dr Schoen
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  Anordnung zur Kühlung der Anode einer Röntgenröhre. 



   Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verbesserung des Verfahrens zur Kühlung von Röntgen- anoden, bei dem als auf den Brennfleck kühlend wirkendes Mittel ein fester Körper verwendet wird, der nach erfolgter Kühlung in Gasform abgeführt wird. 



   Es ist bereits bekannt, das Anodenbleeh von Röntgenröhren mit Hilfe von flüssiger Luft oder fester Kohlensäure zu kühlen. Diese Kühlmittel nehmen zwar infolge ihrer sehr tiefen Ausgangs- temperatur grössere Wärmemengen auf als beispielsweise strömende Luft von Zimmertemperatur, besitzen aber den allen gasförmigen Kühlmitteln innewohnenden Nachteil der niedrigen spezifischen
Wärme, so dass sie praktisch nicht wirkungsvoller als strömendes oder verdampfendes Kühlwasser sind. Bei letzterem tritt dafür wieder der Nachteil auf, dass sich an der heissen Fläche ein Dampfpolster von schlechter Wärmeleitfähigkeit bildet, das überdies die ganze Kühlmittelmenge aus dem Anoden- rohr herauszuschleudern droht. 



   Gegenüber diesem bekannten Kühlungsverfahren besteht das Kennzeichen der Erfindung darin, dass als Kühlmittel ein Gemisch von Eis und fester Kohlensäure verwendet wird. Hiebei dient haupt- sächlich das Wasser als Träger für die fortzuführenden Wärmemengen, während die feste Kohlensäure einerseits die tiefe Ausgangstemperatur ergibt und zweitens die Bildung von Dampfpolstern an der zu kühlenden Stelle verhindert. Bei der erfindungsgemässen Kühlung wird also die tiefe Ausgangstemperatur, die Schmelzwärme und die Verdampfungswärme des Wassers ausgenutzt, wodurch ein Höchstmass an Kühlung erreicht wird. 



   Ein solches Gemisch von fester Kohlensäure und Eis ist leicht herstellbar. Feste Kohlensäure, unter Bezeichnung"Trockeneis"ist ein leicht zugänglicher, preiswerter und leicht zu handhabender Handelsartikel. Sie besitzt eine Temperatur   von-78  und   verdampft ohne Zurücklassung irgend welcher Rückstände. Dieses Trockenes lässt sich mit Eis, am besten in Form von Schnee vermischen und in beliebig gestaltete Formstücke pressen. 



   Bei einer rohrförmig gestalteten Anode wird man dieses Kühlmittel beispielsweise längs der Aussenwandung des Rohres in das Innere hineinführen, so dass die Gase durch den freien Innenraum abziehen können. Hiebei muss man unbedingt für eine ausreichende Wärmeisolation zwischen dem Kühlmittel und den abziehenden Gasen sorgen, da sich der Dampf sonst wieder zu Eis verdichtet und das Abzugsrohr verstopft. Diese Wärmeisolation lässt sich in bekannter Weise durch Anbringung wärmeisolierender Zwischenwände aus Quarz, Asbest od. dgl. erzielen. Man muss vor allen Dingen darauf achten, dass die Wärmeisolierung an der Gasentwicklungsstelle selbst wirksam wird, da sonst erfahrungsgemäss ein Anfrieren des Eisstempels an das Ausstossrohr erfolgt. 



   Es ist an sich bekannt, bei   Röntgenrohrkühlvorrichtungen   mit strömenden Kühlmitteln zwischen der zur Anode hinführenden und der von ihr wegführenden Kühlmittelleitung einen eventuell mit einem schlechten Wärmeleiter ausgefüllten Hohlraum anzuordnen. Diese Massnahme dient aber normalerweise nur dazu, eine vorzeitige Erwärmung des Kühlmittels zu vermeiden und die dadurch bedingte   Kühlungsverschlechterung   zu umgehen. Bei der erfindungsgemässen Anwendung dagegen verhindert die Wärmeisolierung eine Verstopfung der Kühlmittelrückleitung, ist also von entscheidender Bedeutung für die Durchführung der Kühlung überhaupt. 



   Man kann diese störende Erscheinung auch dadurch verhindern, dass man das Kühlmittel mit 
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   Das Anpressen des Kühlmittels an das Anodenblech erfolgt in an sich bekannter Weise mittels Federdruck oder in besonders einfacher Weise dadurch, dass man das   Vorratsgefäss   für das   Trockeneis/Eis-   gemisch an der dem Brennfleck abgekehrten Seite verschliesst und den durch die Erwärmung im Innern des Rohres entstehenden Gasdruck zum Anpressen des Eisstempels verwendet. Es ist natürlich auch möglich, oberhalb des   Kältegemisches   ein Stück fester Kohlensäure in das zu verschliessende Gefäss einzubringen. 



   Im Sinne der Erfindung liegt es auch, die Anode nicht in Röhrenform auszuführen, sondern die von den Kathodenstrahlen getroffenen Stellen an der Aussenseite der Röntgenröhre selbst anzubringen. 



  Bei dieser Anordnung lässt sieh die erfindungsgemässe Kühlvorrichtung besonders einfach einbauen, da man mit dem Platz weniger beschränkt ist. 



   Der Vorteil des erfindungsgemässen Kühlverfahrens besteht in der Hauptsache darin, dass man das Kühlmittel der Röntgenröhre so anbringen kann, dass keine zusätzliche   Hochspannungssicherung   gegenüber Erde vorgenommen werden muss.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Anordnung zur Kühlung der Anode einer Röntgenröhre, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gemisch von fester Kohlensäure und Eis federnd und unter Freilassung von Abzugskanälen für die Vergasungsprodukte auf die Rückseite des Anodenblechs gepresst wird und dass der Kühlmittelbehälter mit einer Wärmeisolierung gegen die Vergasungsprodukte versehen ist.
AT159383D 1938-05-14 1938-05-14 Anordnung zur Kühlung der Anode einer Röntgenröhre. AT159383B (de)

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