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Absatzweise wirkende Kälteerzeugungsvorriehtung nach dem Absorptious-oder Adsorptious- prinzip.
Es sind absatzweise wirkende Absorptions-bzw. Adsoiptionskältemaschinen mit festem Auf- nahmestoff für das Kältemittel bekannt geworden, bei denen die Fortschaffung der Absorptions- bzw. der Kondensationswärme durch dauernd fliessendes Kühlwasser besorgt wird. Diesen Maschinen haftet der bedeutende, besonders für die Montage ins Gewicht fallende Nachteil an, dass zum Betriebe der Anschluss an eine Wasserleitung erforderlich ist und dass ausserdem zur Regelung der Kühlung gemäss der jeweiligen Arbeitsperiode mechanisch bewegte Mittel, z. B. der Abnutzung unterworfene
Ventile, nötig sind.
Ferner wurden Kältemaschinen beschrieben, bei denen der feste Absorptionsstoff wie auch das kondensierende Kältemittel über die Aussenflächen des Kocherabsorbers bzw. des Kondensators sich in unmittelbarem Wärmeaustausch mit der Raumlllft befinden. Bei solchen Kältemaschinen wirkt es sich als nachteilig aus, dass während der Heizperiode als Folge der unveränderlich bestehenden wärmeleitenden Verbindung zwischen dem Absorptionsstoff und dem luftgekühlten Aussenmantel des Kocherabsorbers bzw. dessen Kühlrippen bedeutende Wärmemengen nutzlos an die Umgebung abgeleitet werden.
Anderseits ist es aber bei dieser Bauart unmöglich, die Absorptionsmasse dauernd gegen Wärmeverluste zu isolieren, da die aufgespeicherte und die Reaktionswärme in der Absorptions- periode rasches abgeführt werden müssen.
Es wurde weiters vorgeschlagen, zur Kühlung des Kocherabsorbers eine im System eingeschlossene konstante Flüssigkeitsmenge zu verwenden, die während der Absorptionsperiode in wärmeleitender
Berührung mit dem Behälter des Absorptionsmittels steht und die anfallende Speicherwärme sowie die Reaktionswärme aufnimmt bzw. ableitet. Während der Austreibeperiode wird diese Kühlflüssigkeit dagegen aus der Wärmeberührung mit dem Kocher verdrängt und entfernt gehalten. Dieser Vorgang wird bei den bisher bekanntgewordenen Ausführungen durch Dampfentwicklung aus der Kühlflüssigkeit selbst, beispielsweise mittels einer Elektrodenheizung bewirkt, wobei der Dampf die Kühlflüssigkeit durch seinen Druck aus dem Kocherabsorber herauspresst.
Bei dieser Anordnung ist es nötig, die gesamte im Kocherabsorber befindliche Kühlflüssigkeit auf die Verdampfungstemperatur aufzuheizen, bevor überhaupt verdrängender Dampf entstehen kann. Dies bedingt einen bedeutenden Wärmeaufwand, der in jeder Austreibeperiode ganz nutzlos aufzubringen ist. Ferner muss ausser der Aufheizwärme nicht nur die Verdampfungswärme für die verdrängende Dampfmenge zugeführt werden, sondern überdies noch zur Aufrechterhaltung des Verdrängungsdruckes während der ganzen Austreibeperiode so viel Dampf nach entwickelt werden, als unvermeidlich an den Wänden des Kocherabsorbers kondensiert.
Nach einem andern Vorschlag wird zur Verdrängung der Kühlflüssigkeit der Druck eines in ihr unlöslichen Gases verwendet, welcher durch die Erwärmung einer relativ grossen Gasmenge in einem ausserhalb des Kocherabsorbers liegenden Behälter erzeugt wird. Der Nachteil dieser Anordnung besteht darin, dass der zur Aufnahme der verdrängenden Fremdgasmenge nötige Behälter eine grosse Aussenfläche aufweist und somit zu seiner Aufheizung und Warmhaltung über die Dauer der Austreibung bedeutende Wärmemengen nötig sind. Anderseits darf dieser Behälter nicht wärmeisoliert werden, damit die in ihm eingeschlossene erwärmte Fremdgasmenge genügend rasch abkühlen und so den zum Rückströmen der Kühlflüssigkeit in den Kocherabsorber nötigen Druckabfall hervorrufen kann.
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Falls zur Aufnahme des Fremdgases statt eines grosse Gasmengen fassenden Behälters ein innerhalb eines kleineren Gefässes auf Horden gelagertes Absorptionsmittel oder ein Adsorptionsmittel für das Fremdgas verwendet wird, wie beispielsweise aktive Kohle oder Silieagel, sind zwar die Abstrahlverluste infolge Verkleinerung der Behälteraussenfläche geringer, doch stellen sich der praktischen Ausführung andere Schwierigkeiten entgegen. Die Bindefähigkeit des Adsorptionsmittels für Gase wird durch die dauernd vorhandenen Dämpfe aus der Kühlflüssigkeit bedeutend herabgesetzt.
Ferner muss der Adsorptionskörper in jeder Lage vor Benetzung durch die Kühlflüssigkeit bewahrt bleiben.
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wenn zwischen dem Absorptionsmittelbehälter und den Aufnahmebehältern für die Kühlflüssigkeit ein Absperrorgan vorgesehen ist, dessen Abdichtung, insbesondere bei dem für die rasche Adsorption geforderten höheren Druck im Kühlsystem, bedeutende Schwierigkeiten verursacht.
Erfindungsgemäss werden die vorangeführten Mängel durch die Verwendung einer Kühl- flüssigkeit vermieden, welche das zur Verdrängung nötige Gas in gelöster Form enthält und selbes bei Erwärmung freigibt. An Stelle des gelösten Gases können auch in der Kühlflüssigkeit lösliche
Verbindungen verwendet werden, die bei Erwärmung in den gasförmigen Zustand dissoziieren. Als besonders vorteilhaft haben sich wässerige Lösungen von Ammoniak oder von Ammoniumsalzen in verschiedener Konzentration erwiesen, die bei der höchsten normal auftretenden Raumtemperatur noch ungesättigt sind. Infolge des grossen Lösungsvermögens von Wasser für Ammoniak genügt die Erwärmung der Kühlflüssigkeit um nur wenige Grade zur Entwicklung der für die Verdrängung nötigen Gasmenge.
Die gleiche Gasmenge kann auch durch die Erwärmung einer kleinen Teilmenge der im Kocherabsorber befindlichen Kühlflüssigkeit dann freigemacht werden, wenn selbe zuerst auf die der Konzentration zugeordnete Sättigungstemperatur gebracht und ihr dann noch jene Wärmemenge zugeführt wird, welche der Lösungswärme für die zur Verdrängung benötigte Gasmenge entspricht. Diese Wärmemenge ist ausserordentlich gering und beträgt nur etwa 0'5-1% des für die Beheizung des ganzen Koeherabsorbers nötigen Wärmeaufwandes.
Eine weitere Wärmezufuhr zur Leerhaltung des Koeherabsorbers über die Dauer der Austreibung ist nicht nötig, weil das in ihm befindliche Gas nicht kondensiert und die absorbierende Grenzschicht zwischen Gas und Kühlflüssigkeit durch konstruktive Massnahmen auf den geringen Querschnitt des Zuleitungsrohres für die Kühlflüssigkeit eingeschränkt werden kann.
Das Rückströmen der Kühlflüssigkeit in den Kocherabsorber beginnt und verläuft innerhalb kurzer Zeit nach dem Abstellen der Kocherabsorberheizung, weil das von der nicht gesättigten Kühlflüssigkeit wieder aufzunehmende Gasquantum im Verhältnis zu ihrem Lösungsvermögen sehr gering ist und weil ausserdem die absorbierende Grenzschicht innerhalb der Ummantelung des Koeher- absorbers bedeutend zunimmt. Die im Kocherabsorber aufsteigende Kühflüssigkeit setzt die Temperatur des Absorptionsmittels rasch herab, so dass die Absorption des Kälteträgers kurz nach dem Abstellen der Kocherabsorberheizung beginnt.
Das Wärmeleitvermögen der Küblflüssigkeitssehieht zwischen dem Absorptionsmittelbehälter und dem Aussenmantel des Kocherabsorbers reicht aus, um die während des Absorptionsprozesses anfallende Bildungswärme ohne wesentliche Übertemperatur im Absorptionsmittel an die Umgebung abzuführen.
Als Aufnahmebehälter für die aus dem Kocherabsorber verdrängte Kühlilüssigkeit dient ein beliebiges geschlossenes Gefäss oder vorzugsweise ein das Verflüssigungsrohr des Kondensators einschliessender Behälter. Im letztgenannten Falle nimmt die in den Kondensatorbehälter verdrängte Kühlflüssigkeit Wärme vom kondensierenden Kältemittel auf, weshalb der Kondensator bei gleicher Leistung wesentlich kleiner gebaut werden kann, da der Wärmeübergang von einem kondensierenden Gas an Flüssigkeit günstiger verläuft als der unmittelbare Wärmeaustausch von Gas mit Luft.
Im Gegensatze dazu schützt der während der Absorptionsperiode von Kühlflüssigkeit freie Kondensatorbehälter das aus dem Verdampfer durch den Kondensator zurückströmende gasförmige Kältemittel vor Wärmezufuhr über die Kühlrippen.
Die erfindungsgemässe Art der Regelung der Wärmezu-und-abführung während der einzelnen Arbeitsperioden setzt gemeinsam mit um die Absorptionsmittelkapsel angeordneten Strahlungs- schutzwänden die Wärmeverluste während der Austreibung in einfacher Weise auf das praktisch erreichbare Mindestmass herab.
Wird ferner bei einem Kocherabsorber mit waagrechter oder schiefer Hauptachse eine umlaufende Heizflüssigkeit als Wärmequelle verwendet, kann gemäss der Erfindung die Heizeinrichtung im Kocherabsorber so ausgebildet werden, dass bei Beginn der Beheizung die gesamte Kühlflüssigkeit aus diesem verdrängt wird, bevor noch die Beheizung des Absorptionsmittels und somit die Austreiblmg des Kältemittels einsetzt.
Die Kältemaschine besteht aus den an sich bekannten, jedoch in ihrem Aufbau erfindunggemäss modifizierten Einzelteilen jeder absatzweise arbeitenden Ab-oder Adsorptionsmasehine, das ist aus einem Kocherabsorber, dem Kondensator und dem Verdampfer, und kann sowohl für elektrische Beheizung wie auch für Gasheizung oder für Beheizung durch andere Wärmequellen eingerichtet werden,
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Die Erfindung ist in ihrer einfachsten Form in Fig. 1 dargestellt, wobei für diese Ausführung sowie auch für alle andern, eine elektrische Widerstandsheizung als Wärmequelle eingezeichnet wurde, die bei den Ausführungsformen gemäss den Fig. 1-5 in unmittelbarem Wärmeaustausch mit dem absorbierenden Mittel steht.
Diese elektrische Heizung kann-wie bereits angeführt-durch jede beliebige andere Heizung ersetzt werden, insbesondere durch eine mittelbare Beheizung mittels einer umlaufenden Wärmeübertragungsflüssigkeit, wie dies in Fig. 6 dargestellt ist.
Der Kocherabsorber besteht aus einem allseitig geschlossenen Behälter 1, der in seinem Hohl- raum 2 den Absorptionsstoff für das Kältemittel aufnimmt. Zweckmässig zentrisch ist in diesem Be- hälter das Heizrohr 3 mit dem Heizkörper 4 eingebaut. Der Raum 2, der in bekannter Weise mit
Horden zur Aufnahme des absorbierenden Stoffes versehen bzw. bei Verwendung absorbierender
Flüssigkeiten mit schalenförmigen Zwischenwänden ausgestattet wird, ist über die Gasleitung 6 mit dem Kondensator 7 und dieser über das Rohr 36 mit dem Verdampfersystem 34, 35 verbunden.
Der
Behälter 1 sowie ein zweckmässig in Form einer Schale ausgebildeter Teil 5 des Heizkörperrohres 3 sind von einem geschlossenen Behälter 8 allseitig umgeben, wodurch der Zwischenraum 9 zur Aufnahme der Kühlflüssigkeit gebildet wird. Dieser Raum 9 steht über die an seiner tiefsten Stelle abgehende
Rohrleitung 10 mit einem geschlossenen Behälter 11 in Verbindung. Kühlrippen. ? am Mantel des
Behälters S und gegebenenfalls zwischen diesen angeordnete Aufnahmebehälter für Substanzen, die durch Änderung ihres Aggregatszustandes Wärme binden, vervollständigen den Aufbau des Kocher- absorbers.
Als Küblflüssigkeit für das Absorptionsmittel wird eine aus zwei oder mehreren Komponenten zusammengesetzte Lösung von Gasen in Flüssigkeiten oder die Lösung von Verbindungen in Flüssig- keiten verwendet, welche im gasformigen Zustand dissoziieren. Der Sättigungsdruck der Kühlilüssigkeit steigt bei Erwärmung eines Teiles der gesamten Flüssigkeitsmenge so weit an, dass sie durch die aus ihr freigemachten Gase aus dem Raum 9 über das Rohr 10 in den Behälter 11 verdrängt wird. Kurz nach dem Beginn der Beheizung wird aus der im Teile 5 des Heizrohres 3 eingeschlossenen Flüssigkeit infolge deren raschen Erwärmung eine genügende Gasmenge entwickelt, die den übrigen, durch den Behälter 1 vor Erwärmung geschützten Teil der Kühlflüssigkeit aus der Kammer 9 in die Kammer 11 verdrängt.
Dadurch bleibt der Raum 9 zwischen dem Behälter 1 und dem Aussenmantel 8 für die übrige Heizperiode mit Gas gefüllt ; es wird auf diese Weise eine gut wärmeisolierende Zwischenschichte gebildet, die den Kocherabsorber im Verlaufe der Austreibeperiode vor Wärmeverlusten an die Umgebung schützt. Dieser Schutz kann noch durch Einbau von metallischen Wänden 13 in den Raum zwischen den Behältern 1 und 8 weiter verbessert werden, welche die vom Behälter 1 entwickelten Wärmestrahlen auffangen und reflektieren. Nach Beendigung der Austreibe (Heiz) periode kühlt der Aussenmantel 8 durch den Wärmeaustausch mit der Raumluft die im Raume 9 eingeschlossene Gasmenge unter Verminderung ihres Volumens ab, wobei die Kühlflüssigkeit aus der Kammer 11 in den Raum 9 zurückkehrt.
Diese nimmt in weiterer Folge die beim Beginn der Austreibung entwickelte Gasmenge wieder auf und steigt dadurch im Behälter 9 an, wobei sie dem Aufnahmebehälter 1 des Absorptionsmittels und diesem selbst Wärme entzieht und so infolge Herabsetzung der Temperatur des absorbierenden Stoffes den Absorptionsprozess einleitet. Dabei stellt die Kühlflüssigkeit eine wärmeleitende Verbindung zwischen dem Behälter 1 und dem Aussenmantel 8, somit mit den wärmeableitenden Mitteln des Koeherabsorbers her, wodurch sowohl die Ableitung der im Austreibeprozess gespeicherten als auch die Abgabe der während der Aufnahmeperiode freiwerdenden Bildungswärme an die Umgebung in der vorgegebenen Zeit ohne Schwierigkeiten möglich gemacht wird.
Die konzentischen Strahlungsbleche 13 bilden für die Wärmeableitung kein Hindernis, da sie auf beiden Seiten von der Kühlflüssigkeit benetzt werden. Wird das Verhältnis der Kühlflüssigkeitsmenge zu der während der Austreibeperiode im Kocherabsorber aufgespeicherten Wärmemenge derart gewählt, dass die Temperatur des absorbierenden Mittels bei einsetzender Kühlung auf einen Wert sinkt, bei welchem die Gasabsorption bereits unter wesentlicher Druckverminderung im System des Kältemittels eintritt (z. B. beim System Chlorkalzium-Ammoniak auf etwa plus 55 C), dann stellt sich im Verdampfer sofort eine niedrige Verdampfungstemperatur ein, bei welcher der Kühlprozess nahezu gleichzeitig mit der Abschaltung der Kocherabsorberheizung beginnt.
Der Aufnahmebehälter 11 kann zweckmässig mit dem Kondensator vereinigt werden, derart, dass der Kondensator in dem Behälter 11 verlegt wird, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist. Die Gesamtanordnung ist hier gegenüber Fig. 1 nur insofern abgeändert, als das Nebengefäss 11 zu einem den eigentlichen Kondensationsbehälter 7'der Fig. 2 allseitig umgebenden Behälter 15 ausgebildet ist.
Der Behälter 15 ist an seiner Aussenfläche mit Kühlrippen 14 versehen und enthält gegebenenfalls, ebenso wie der Aussenmantel des Kocherabsorbers, zwischen den Kühlrippen angeordnete geschlossene Aufnahmebehälter für Substanzen, welche durch Änderung ihres Aggregatzustandes ohne Temperaturerhöhung Wärme binden.
Wird zu Beginn der Austreibeperiode in den Raum des Behälters 15 Kühlflüssigkeit aus den Kocherabsorber verdrängt, so bildet diese eine wärmeleitende Verbindung zwischen den beiden wärmeabgebenden Flächen und beschleunigt ausserdem die Kondensation des Kältemittels durch Aufnahme von Mischwärme. Nach Beendigung der Gasaustreibung und nach erfolgter Rückkehr der Kühl-
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flüssigkeit in den Kocherabsorber verhindert der nunmehr flüssigkeitsfreie, mit Gas gefüllte Aufnahmeraum J-5 eine wesentliche Wärmezufuhr aus der Umgebung an das zurückströmende Kältemittel.
Der Vorteil der beschriebenen Anordnung gegenüber den unmittelbar mit der Raumluft in Wärme- austausch befindliehen Kondensationsbehältern ist insofern bedeutend, als die in letzteren vom rückströmenden Kältemittel aufgenommene Wärme zusammen mit der Bildungswärme im Koeherabsorber innerhalb eines beschränkten Zeitintervalls an die Umgebung abgeführt werden muss, was eine Ver- mehnmg der Wärmeaustauschmittel des Koeherabsorbers bedingt.
Um zu verhindern, dass auf Kondensationsendtemperatur erwärmte Kühlflüssigkeit in den Kocherabsorber zurückgelangt, was sich dort als Erhöhung der Mischtemperatur auswirken würde, kann erfindungsgemäss zwischen den Kocherabsorber und den Kondensator ein weiterer Kühlbehälter eingeschaltet werden, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist. Dieser Zwischenbehälter 16 ist durch das Rohr 10 mit den Kühlflüssigkeitsraum 9 des Kocherabsorbers und durch das Rohr 17 mit dem Aufnahmebehälter 15 für den Kondensator verbunden und mit Kühlrippen. 18 versehen.
Der Zwischenbehälter 16 bleibt während der Austreibeperiode wie auch während der Absorptionsperiode dauernd mit Kühlflüssigkeit gefüllt, so dass bei Verdrängung derselben aus dem Koeherabsorber in den Zwischenbehälter die in diesem befindliche Flüssigkeitsmenge (von Raumtemperatur) in den Kondensatorbehälter verdrängt wird, während die aus dem Kocherabsorber nachdrückende erwärmte Flüssigkeit über die Dauer der Austreibung im Behälter 16 auf Raumtemperatur abkühlen kann. Umgekehrt kommt bei Beginn der Absorption die im Raum 16 vorgekühlte Flüssigkeit in den Kocherabsorber zurück, während der auf Kondensatorendtemperatur erwärmte Inhalt des Raumes 15 nach Auffüllung des Behälters 16 durch die Wärmeaustauschmittel.
M im Verlaufe der Absorptionsperiode wieder auf Raumtemperatur abgekühlt wird. Die Zwischenschaltung des Behälters 16 ermöglicht es somit auf die beschriebene Weise, stets möglichst tief, d. h. angenähert auf die Temperatur der Umgebung abgekühlte Kühlflüssigkeit sowohl im Kocherabsorber wie auch im Kondensator zu verwenden und so die maximale Kühlwirkung zu erreichen.
In den Fig. 1-3 wird die zur Verdrängung der gesamten KühlflÜssigkeit aus dem Kocher-
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Teil 5 des Heizkörperrohres entwickelt. Die Fig. 4 zeigt die Anordnung eines zylindrischen Koeher- absorbers mit lotrechter Hauptachse, welche besonders geeignet ist, die besagte Gasmenge in sehr kurzer Zeit freizumachen. Es wird hier in dem das Absorptionsmittel aufnehmenden Behälter l'eine unten offene Kammer 19 angeordnet, die mit dem Kühlflüssigkeitsraum 9 kommuniziert und oben mit demselben über eine kleine Öffnung 20 in Verbindung steht. Das Schutzrohr 3 mit dem Heizkörper 4 liegt zur Gänze in dieser Kammer 19.
Bei Beginn der Beheizung wird vorerst nur der im Raum 19 befindliche Teil der Kühlflüssigkeit erwärmt und entwickelt, da er durch die Absorptionskammer in der Wärmeabgabe an den Rest der Kühlflüssigkeit behindert ist, sofort Gas zur Verdrängung der übrigen raumwarmen Flüssigkeit. Die übrigen Teile des Koeherabsorbers nach Fig. 4 bleiben gegenüber den Fig. 1-3 unverändert.
Es erweist sich beim Zusammenbau von Kältevorriehtungen bisweilen als nötig, den Kocherabsorber in waagrechter oder in beliebig schiefer Lage innerhalb der gesamten Anordnung unterzubringen. Die Fig. 5 zeigt einen Kocherabsorber mit waagrechter Hauptachse, bei welchem die zur Entwicklung der Verdrängungsgase nötige Kammer 19'seitlich angebracht ist. Der Behälter 8 für die Kühlflüssigkeit ist hier durch die Wand 21 in zwei Räume 9 und 19'geteilt, von denen der Raum 9 den Absorptionsmittelbehälter 1" aufnimmt, während 19'die Entwicklungskammer für das Verdrängergas darstellt. Die Wand 21 ist zweckmässig gegen den Raum 9 durch eine Schichte 22 aus gebranntem Ton od. dgl. wärmeisoliert.
Kommunikationswege 20'für die Kühlflüssigkeit und 24 für das verdrängende Gas verbinden die Räume 9 und 19'miteinander. Der liegende Heizkörper 4 ist ebenso wie bei den früheren Ausführungen in einem Schutzrohr. 3 untergebracht, das zweckmässig im Raume 19' mit an die Flüssigkeit Wärme abgebenden Rippen 2. 3 ausgestattet ist, so dass die Entwicklung von Gas auch dann noch erfolgt, wenn der Flüssigkeitsspiegel bei der Verdrängung unter den tiefsten Punkt 5'des Rohres : ; gefallen ist.
Das Ableitungsrohr 10 für die verdrängte Flüssigkeit wird auch
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Bei Beginn der Heizung wird vorerst in der Kammer 19', ebenso wie bei den vorher beschriebenen Kocherabsorbern, verdrängendes Gas entwickelt, das in der U-förmigen Rohrleitung 24 aufsteigt und über den zweckmässig verengten Querschnitt in den Teilbehälter 9 eintritt. Die verdrängte Kühlflüssigkeit gelangt durch die Öffnung 20'in die Kammer 19'und über diese durch das Rohr 10 in den
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nach Fig. 3, Der übrige Aufbau des Koeherabsorbers unterscheidet sieh in seinen sonstigen Teilen im grundsätzlichen Aufbau nicht von der lotrechten Bauform.
Bei der Ausführung gemäss Fig. 4 wird die vom Heizkörper entwickelte Wärmemenge unmittelbar nach dem Einschalten zuerst zur Gänze zur Freimachung der die Kühlflüssigkeit verdrängenden Gasmenge verwendet, erst dann setzt die Erwärmung des Absorptionsmittels im Raume 2 des Behälters 1 ein. Diese zeitliche Aufeinanderfolge der Wärmeeinwirkung ist nur bei einem Koeherabsorber in stehender Ausführung erzielbar, falls der Heizkörper in den Absorptionsmittelbehälter eingebaut
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Bei Ausführung einer Flüssigkeitskühlung mit hin und her gehender Bewegung der Kühl- flüssigkeit gemäss den Fig. 1-3 können erfindungsgemäss die Kühlrippen von Kocherabsorber und
Kondensator, wie auch von Kocherabsorber, Zwischenkammer und Kondensator vereinigt und dadurch an Material und Arbeit gespart werden. Fig. 7 zeigt die Verbindung von Kocherabsorber und Konden- sator durch gemeinsame Kühlrippen 12'.
Während der Austreibung entsteht bei genügender Grösse der Kühlrippenfläche kein Wärmegefälle innerhalb der Rippe vom Kocherabsorber in Richtung zum
Kondensator, da ersterer durch Bildung der Gasschichte zwischen dem Absorptionsmittelbehälter und dem Aussenmantel sowie durch die Stahlbleche gegen Wärmeabgabe soweit wärmeisoliert ist, dass hier eine höhere Oberflächentemperatur als am Kondensator nicht auftreten kann. Im Verlaufe der Absorptionsperiode wird dagegen die gesamte vergrösserte Rippenfläehe zur Abführung der im
Kocherabsorber entwickelten Wärme nutzbar herangezogen, wobei wieder eine Wärmeeinwirkung auf den Kondensationsraum aus den bereits eingangs geschilderten Gründen nicht eintreten kann.
Die verbesserte Abführung der Wärme an die Umgebung durch Verwendung gemeinsamer Kühlrippen tritt in noch verstärktem Masse auf, wenn entsprechend der in Fig. 8 gezeichneten Anordnung zusätzlich auch das Zwischengefäss 16 in die gemeinsamen Kühlrippen 12"eingebaut wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Absatzweise wirkende Kälteerzeugungsvorrichtung nach dem Absorptions-oder Adsorptionsprinzip, bei welcher die während der Absorptionsperiode entstehende Bildungswärme durch eine Kühlflüssigkeit von den wärmeabgebenden Teilen des Koeherabsorbers an die mit Kühlrippen versehene Aussenwand eines den Koeherabsorber einschliessenden Behälters abgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass diese Kühlflüssigkeit ein oder mehrere Gase oder in den gasförmigen Zustand dissoziierende Verbindungen gelöst enthält,
welche Gase bei Beginn der Austreibeperiode durch Erwärmung zur Gänze oder zum Teil freigemacht werden und durch ihren Druck die besagte Kühlflüssigkeit in an sich bekannter Weise aus dem den Koeberabsorber umgebenden Raum in einen Nebenbehälter (11 bzw. 15 bzw. 16) verdrängen, während nach Beendigung der Austreibeperiode, das ist nach dem Abstellen der Heizung, diese Kühlflüssigkeit in den Aufnal. meraum des Kocherabsorbers unter vollkommener Absorption der dort freigemachten Gase zurückkehrt und wieder die wärmeleitende Verbindung zwischen dem Kocherabsorber und seiner Aussenwand herstellt (Fig. 1, 2,3).