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Zeitanzeiger für Bahnsteige.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Zeitanzeiger für Bahnsteige, bei dem die Einstellung der
Zeitangabe durch Verstellung mehrerer mit Zahlen versehener Einzeltrommeln erfolgt. Bekannte
Vorrichtungen dieser Art haben den Nachteil, dass der Antrieb der Trommeln zu verwickelt und dadurch die Herstellungskosten der Vorrichtung zu hoch sind, so dass eine Anschaffung für kleinere Bahnhöfe izu teuer ist. Ausserdem bildet eine verwickelte Bauart leicht den Grund zu unliebsamen Störungen.
Gemäss der Erfindung sollen diese Nachteile dadurch beseitigt werden, dass bei jeder der neben- einanderliegenden, undurchsichtigen und von aussen zu beleuchtende Zahlen tragenden Trommeln der Antrieb zur Trommelverstellung unmittelbar an den Trommeln angreift und sinnfällig unter ihnen angeordnet ist und dass zur Verrastung der Trommeln in der eingestellten Stellung die überstehenden
Ränder der Seitenscheiben der Trommeln Rasten aufweisen.
Zweckmässig trägt die Seitenscheibe jeder
Trommel eine Anzahl Klinken, an denen der als Zugstange ausgebildete und durch Federwirkung in
Bereitschaftsstellung gehaltene Antrieb bei einer Abwärtsbewegung mit einem senkrecht zur Zugstange stehenden kurzen Arm angreift und die Trommel jeweils um ein Zahlenfeld weiter dreht, während für die Aufwärtsbewegung der Zugstange die Klinken so weit schwenkbar sind, dass der Zugstangenarm ungehindert vorbeigleitet.
Vorteilhaft dienen zur Verrastung der Trommeln in den jeweils eingestellten
Stellungen federbeeinflusste Sperrglieder, die in dem die Trommeln umgebenden Schutzgehäuse befestigt sind und sich mit ihrem als Rolle ausgebildeten freien Ende in die Rasten der Trommelscheibe legen.
Dabei können die zur Beleuchtung der Zahlenschilder erforderlichen Beleuchtungskörper an der Innen- seite der Vorderwand des Schutzgehäuses angeordnet und von einem das Licht auf die Schauöffnung des Schutzgehäuses werfenden Reflektor umgeben sein.
Die erfindungsgemässejVorriehtung zeichnet sich durch Einfachheit in Herstellung und Bedienung und in der Zweckmässigkeit der Anordnung aller Teile aus. Der Trommelantrieb weist keine die Her- stellung verteuernde Ausbildung auf, die zudem noch die Sicherheit der Betätigung in Frage stellt.
Vielmehr ist die Vorrichtung gemäss der Erfindung so ausgeführt, dass selbst bei rauher Behandlung ein sicheres Arbeiten gewährleistet ist. Die Anordnung eines jeden Trommelantriebes unter der anzu- treibenden Trommel verhindert Irrtümer in der Trommelverstellung. Die Sperrvorrichtung für jede
Trommel gibt der Trommel in der erreichten Stellung einen sicheren Halt.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in zwei Ausführungsbeispielen dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 einen Zeitanzeiger mit senkrecht stehender Schaufläche im Schnitt, Fig. 2 einen
Zeitanzeiger mit nach unten geneigter Schaufläche und mit besonderen Zugstangen zur Bewegung der Schalträder im Schnitt und Fig. 3 eine Vorderansicht zu Fig. 2 in vergrössertem Massstabe.
Bei beiden Ausführungsbeispielen sind auf der Rückwand 1 zwei Lager 2 angebracht, die eine Achse 3 halten, auf der vier Schalträder 4 einzeln drehbar nebeneinander angeordnet sind ; dabei dienen zwei der Schalträder zur Angabe der Stundenzeit und zwei zur Angabe der Minutenzeit. Jedes der Schalträder 4 besteht aus einer Nabe 5, einer Seitenscheibe 6 und einem senkrecht zur Seitenscheibe stehenden Kranz 7, der von zehn ebenen Flächen gebildet ist, die auf ihrer Oberseite je eine, mit einer Zahl versehene Emailtafel S tragen. Die Zahlen zur Angabe der Minuten sind in bekannter Weise kleiner gehalten als die für die Stundenangabe bestimmten Zahlen.
Entsprechend den vorkommenden Zeiten tragen die Schalträder für die erststelligen Minutenzahlen die Zahlenreihe von 0 bis 9, für die zweitstelligen Minutenzahlen diejenige von 0 bis 5, für die erststelligen Stundenzahlen die Zahlenreihe von 0 bis 9 und endlich für die zweistelligen Stundenzahlen die Zahlenreihe von 0 bis 2.
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Die Scheibe 6 ist so weit über den Hals 7 jedes Schaltrades herausgeführt, dass sie gegen diesen flanschartig vorsteht. Dieser kreisrunde Flansch des Schaltrades 4 trägt an seiner Stirnseite zehn eingearbeitete Rasten 11, in die eine federnd gelagerte Rolle 12 eingreift, die entweder, wie in Fig. 1 dargestellt, auf einer Blattfeder 13 angebracht sein kann oder gemäss der Ausführung nach Fig. 2 am Ende eines runden, in einem Flacheisenbügel 14 verschiebbar gelagerten Stiftes 15 sitzt, der durch eine Schraubenfeder 16 gegen das Schaltrad gedrückt wird.
Die Schalträder werden von einem auf der Rückwand 1 befestigten, aus dünnem Blech und Winkeleisen oder Guss bestehenden Kasten 17 abgedeckt, der an der Vorderseite ein Fenster 18 hat, durch das die Zahlen sichtbar sind. Dieses entspricht in seiner Höhe etwa der Höhe der Emailtafeln 8 und in seiner Breite etwa der Breite der vier neben-
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besondere Hilfsmittel von Hand einstellen zu können, oder man benutzt bei dieser Ausführung keine besondere Glasscheibe und ordnet lediglich eine entsprechende Öffnung in der vorderen Kastenwand 20 an. Diese vordere Kastenwand steht bei der Ausführung nach Fig. 1 lotrecht. Die gleiche Stellung haben auch die hinter dem Fenster liegenden Schauflächen der Sehaltradkränze 7.
Bei der Ausführung nach Fig. 2 sind dagegen die Flächen des Schaltrandkranzes 7 mit den Zahlentafeln 8 schräg nach hinten und abwärts geneigt und erleichtern auf diese Weise das Ablesen der Zahl aus grösserer Entfernung, wenn der Zeitanzeiger in nicht zu geringer Höhe befestigt wird.
Während bei der Ausführung nach Fig. 1 die Schaltscheibe 4 unmittelbar von Hand bewegt werden müssen, ist bei dem andern Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 für jedes Schaltrad eine Zugstange 21 angeordnet, die in an der Rückwand 7 befestigten Winkeleisen 22 verschiebbar gelagert sind. Das obere Ende jeder Zugstange 21 ist flach ausgebildet und trägt einen den Schalträdern 4 zugekehrten Arm 23, während das untere Ende kreisförmigen Querschnitt hat und ausserhalb des Gehäuses in einem angebogenen Auge 28 endet.
Auf dem runden unteren Teil der Zugstange sitzt eine Schraubenfeder 24, die einerseits an dem flachen oberen Teil der Zugstange 21 und anderseits an dem Winkeleisen 22
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Schaltrades 4 sind, auf einem Kreise gleichmässig verteilt, zehn Sehaltklinken 25 mittels der Bolzen 26, u. zw. um diese drehbar, befestigt.
Die Bewegung der Klinken 25 wird durch Bolzen 27, die ebenfalls an der Scheibe 6 befestigt sind und mit ihrem Schaft in Schlitze 28 der Klinken 25 greifen, nach beiden Richtungen begrenzt, u. zw. werden die Klinken 25 in der Drehrichtung der Schaltseheiben 4 von den Bolzen 27 in ihrer Schaltstellung abgestützt, so dass sie in dieser Stellung etwa radial zum Drehpunkt der Schalträder gerichtet sind, dagegen können sie in der entgegengesetzten Richtung so weit zurückschlagen, dass sie den Arm 23 der Zugstange 21 nach ausgeführter Schaltbewegung ungehindert zurückschnellen lassen, u. zw. werden die Klinken 25 von dem zurückschnellenden Arm 23 zur Seite gedrückt und nehmen dann sofort wieder ihre Schaltstellung ein.
Zur Beleuchtung der im Fenster sichtbaren Zahlen ist eine elektrische Lampe 36 vorgesehen, deren Strahlen durch einen Reflektor 37 nach der zu beleuchtenden Schaufläche gerichtet werden.
Die Einstellung einer bestimmten Zeitangabe erfolgt durch Betätigung der Zugstangen 21, u. zw. wird das zugeordnete Schaltrad durch jeden Zug um eine Zahl weitergeschaltet. Da im allgemeinen nur um Minuten voneinander getrennte Zeiten eingestellt werden, genügen einige einfache Zugbewegungen, um die nächste Zeit anzuzeigen.
Durch die Anordnung aller Vorrichtungsteile auf der Rückwand 1 des Gehäuses wird die Wartung des Zeitanzeiger (Reinigung und Schmierung) insofern wesentlich erleichtert, als der Kasten 17 leicht abgehoben werden kann, ohne Teile der Vorrichtung lösen zu müssen.
Natürlich ist die Erfindung nicht auf die dargestellten Beispiele beschränkt, sondern könnte in mannigfache Abänderung zur Ausführung kommen. So könnten die auf den Scheiben der Schalträder befestigten Klinken durch einfache feste Bolzen ersetzt werden, wenn man an Stelle des festen
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führung durch einen um die Schalträderachse schwingenden Hebel, wie er in ähnlicher Ausführung bei Sperradgetrieben benutzt wird, ersetzt werden. Ferner könnten die Zugstangen 21 so ausgebildet werden, beispielsweise durch Verknöpfen, dass ihre angebogenen Augen senkrecht unter den von den einzelnen Zugstangen geschalteten Zahlenreihen stehen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Zeitanzeiger für Bahnsteige, dadurch gekennzeichnet, dass bei jeder der nebeneinanderliegenden, undurchsichtigen und von aussen zu beleuchtende Zahlen (2) tragenden Trommeln (4) der Antrieb zur Trommelverstellung unmittelbar an den Trommeln (4) angreift und sinnfällig unter ihnen angeordnet ist und dass zur Verrastung der Trommeln (4) in der eingestellten Stellung die überstehenden Ränder der Seitenscheiben (6) der Trommeln (4) Rasten (11). aufweisen.