<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Die Erfindung betrifft einen Zündregler für Batterie-und Magnetzündungen, bei dem Zündein- und -verstellung durch Verschiebung eines Unterbreeherkontaktes gegen ein rotierendes Lamellen- system bewirkt werden.
Die Erfindung bezweckt, Aufbau und Betätigung der Zündregelung zu vereinfachen, die Grenzen der Zündverstellung zu erweitern, bei Magnetinduktoren die Zündung stets im Spannungsmaximum herbeizuführen und für Batterie-und Magnetzündungen eine gleich einfache, selbsttätige Zündverstellungseinrichtung zu schaffen.
Fig. 1 zeigt die Erfindung in einer Stirnansicht, zunächst für eine Batteriezündung. U ist eine rotierende, für vier Funken mit vier radialen Lamellen L1-L4 aus Isoliermaterial (Unterbrecherlamellen) ausgerüstete Metallscheibe (Unterbrecherscheibe), Pl eine ihr gegenüber ortsfest gelagerte Platte, in der parallel zur Achse x eine Kulisse Ku eingeschnitten ist. In dieser ist verschiebbar und festklemmbar bzw. gleitbar ein Kontakt K angeordnet und unterbricht beim jedesmaligen Vorbeirotieren einer der Lamellen L, =L, den über ihn und die Scheibe U geführten Batteriestrom ; in Fig. 1 ist dies für den, einer Zündeinstellung von 450 gegenüber der Achse y entsprechenden Punkt 1 ver- anschaulich.
Durch die Verschiebung des Kontaktes K nach rechts (Punkt 2) oder nach links (Punkt 3) wird die Unterbrechung in einen dem Mittelpunkte 0 der Scheibe U näheren (2') oder entfernteren (3') Punkt der Lamelle verlegt und tritt demgemäss um den Winkel a bzw. b früher oder später ein.
Die Zündzeitpunktverstellung wird somit im Sinne der Erfindung, abweichend von den üblichen Zündapparaten, nicht durch Verdrehung der Unterbreeherstelle (von 1 nach, l'bzw. 1") bewirkt, sondern durch Verschiebung des Kontaktes K in der Kulisse Ku, beispielsweise um die den Winkeln a bzw. b entsprechende Strecke 1-2 bzw. 1-3.
Zündein- und -verstellungen werden dadurch einfacher und können auch innerhalb bedeutend erweiterter Grenzen-im Beispiele etwa zwischen 10-65 Vorzündung-vorgenommen werden ; verlängert man die Kulisse K1 über die Gerade y hinaus, so kann man auch Nachzündung einstellen. Bei Verlängerung der Kulisse Ku über die Lamellen hinaus kann bei entsprechender Stellung der Kontakt K aus der Bahn der Lamellen gebracht und damit die Zündung abgestellt werden. Durch diese Massnahme erspart man einen eigenen Kurzschlussschalter.
In Abänderung der vorgenannten Ausführungsform können die Lamellen aus Metall bestehen und in einer Unterbrecherscheibe aus Isoliermaterial angeordnet sein. Weiter ist es möglich, die Kulisse radial, die Lamellen aber auf einer Sehne liegend anzuordnen. Schliesslich kann auch der Kontakt samt Kulisse gegen ortsfeste Lamellen rotieren.
Es ist weiter möglich, die Kulisse senkrecht zur Achse x, durch den Punkt 1 verlaufend, in die Platte Pl einzuschneiden. Die Zündverstellung erfolgt dann unter, gegenüber der früher beschriebenen Ausführungsform komplementären Winkeln. Die Lamellen und auch die Kulisse können sowohl beliebige Kurvenformen annehmen als auch in beliebige Lagen gegeneinander gebracht werden, um verschiedene Empfindlichkeiten des Mechanismus für die Zündzeitpunktverstellung zu erreichen.
Durch Ausbildung zweier bezüglich des Punktes 0 zentrisch symmetrischer Kulissen kann die erfindungsgemässe Einrichtung auch für Zweifunkenzündungen verwendet werden.
Die Zweifunkenzündung kann aber auch derart erfolgen, dass bei Anordnung nur einer Kulisse und eines Kontaktes je zwei knapp nebeneinanderliegende Lamellen vorgesehen sind, wobei je eine der zugehörigen Zündleitungen zu je einer im selben Zylinder befindlichen Zündkerzen führt.
<Desc/Clms Page number 2>
Für die Wahl des Abstandes der Kulisse von der Achse x bzw. y ist die voraussichtlich häufigst benötigte Zündeinstellung bestimmend.
Die beschriebene Einrichtung ist auch auf Magnetinduktorzündungen übertragbar. Würde man sie jedoch ohne Durchführung von Änderungen übertragen, so würden bei Zündzeitpunktverstellung Spannungsverluste auftreten, wie sie bei den bekannten Magnetinduktorzündungen vorKommen.
Zur Behebung dieses Übelstandes werden erfindungsgemäss die Lamellen L1 und La (4, und L4 entfallen) aus ihrer in Fig. 1 ersichtlichen radialen Lage 2'-1-3'um den Punkt 1 so lange geschwenkt, bis sie sich mit der Kulisse Ku (Richtung 2-1-3) vollkommen decken (Fig. 2).
Da die Unterbrecherscheibe U mit den auf ihr befindlichen Lamellen fest mit der Magnetinduktorwelle Iw und daher auch fest mit dem Anker des Induktors verbunden ist, wird zufolge der erwähnten Deckung von Kulisse und Lamelle die Unterbrechung immer in derselben relativen Lage des Induktorankers gegenüber seinen Magnetpolen erfolgen, welche Stellung der Kontakt K in der Kulisse Ku nun auch immer einnehmen mag. Durch diese Verschwenkung wird es somit möglich, Zündzeitpunktverstellung derart zu bewirken, dass in jeder Einstellung des Kontaktes K die Unterbrechung beim Höchstwerte der Spannung eintritt.
Fig. 3 und 4 zeigen die bauliche Ausführung des in Fig. 2 schematisch dargestellten Zündreglers im Längsschnitte und in einer Stirnansicht. Die in die metallene Unterbreeherscheibe U eingebetteten beiden Unterbrecherlamellen L1 und La verlaufen parallel zur Achse x und werden während deren Drehung von dem Kontakte K abwechselnd getroffen. Der Kontakt K ist in der Kulisse Ku isoliert angeordnet und an beliebigen Punkten derselben festklemmbar.
Der durch die Bürste B1 von der Ankerwelle Iw abgenommene Strom wird durch ein Kabel Ka dem verschiebbaren Kontakte K zugeführt. Über eine mit ihm verbundene Bürste B2 wird der Strom zur Unterbrecherscheibe U geleitet und jeweils durch eine der vorbeirotierenden Lamellen L1 oder L3 unterbrochen.
Zwecks Raumersparnis können die Unterbrecherlamellen auch auf der Verteilerscheibe untergebracht bzw. die Kulisse und der Kontakt dieser gegenüber angeordnet werden. Daraus ergeben sich sehr einfache Stromführungen, z. B. dadurch, dass dann der Niederspannungsstrom erst mittels eines im Magnetdom liegenden Transformators auf Hochspannung gebracht wird, wobei auch noch der Kondensator in dem von allen verlegten Leitungen freien Magnetdom Platz findet.
Die in den Fig. 2, 3,4 dargestellte abgeänderte Ausführungsform ist ohne weiteres auch für Batteriezündungen verwendbar.
Fig. 5 und 6 zeigen eine Ausführungsform, bei der die Zündverstellung selbsttätig, in Abhängigkeit von der Motordrehzahl, erfolgt.
Bei dieser Ausführungsform wird der Kontakt K gleitbar in einer in die Unterbrecherscheibe U eingeschnittenen Kulisse Ku geführt. Die Zug- bzw. Druckfedern 11 und 12 arbeiten hiebei der bei Drehung auf den Kontakt wirkenden Fliehkraft entgegen. Durch geeignete Bemessung der Federn kann die für jede Drehzahl günstigste Zündeinstellung erreicht werden. Die Lamellen, bei der Ausführungsform nach Fig. 5 aus Metall bestehend, sind in diesem Falle in der ortsfesten Abschlussplatte Pl eingebettet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrische Zündeinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Zündein-und-verstellung durch Verschiebung eines verschiebbar und festklemmbar bzw. gleitbar ausgebildeten Kontaktes (K) gegenüber einem auf der Unterbrecher-oder Verteilerscheibe befindlichen Lamellensystem (L) bewirkt wird, derart, dass im Augenblicke der Stromunterbreehung bzw. Stromsehliessung die Lamellen (L) gegenüber der Verschiebungs- b. zw. Gleitrichtung (Ku) des Kontaktes (K) einen Winkel (e) bilden, der durch Verschiebung des Kontaktes (K) geändert werden kann.