AT158946B - Anordnung zur Einstellung von Elektronenröhrenverstärkern od. dgl. - Google Patents

Anordnung zur Einstellung von Elektronenröhrenverstärkern od. dgl.

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AT158946B
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Ingenieur Nikolaus Eltz Radiot
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Anordnung zur Einstellung von   Elektronenröhrenverstärkern   od. dgl. 
 EMI1.1 
 

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Masse so gewählt, dass über einen ganzen Bereich die Verstärkung der Röhre bzw. die Frequenzänderung praktisch konstant bleibt. 



   Um einerseits den Regelbereich zwischen zwei benachbarten Stationen möglichst gross zu halten, anderseits aber zu verhindern, dass eine automatisch eingestellte Station, die mit einer geringen Feld- stärke einfällt, durch eine benachbarte, mit verhältnismässig sehr grosser Feldstärke einfallende Station beeinflusst wird, wird der Empfindlichkeitsabfall des Empfängers in solcher Weise bemessen, dass z. B. bei dem heute üblichen Stationsfrequenzabstand von 9 kHz die hochfrequente Selektivitätskurve eine
Breite von ungefähr 8   kfz   aufweist und darüber hinaus möglichst steil abfällt. Es ist bereits erwähnt worden, dass die Hilfskreise 36, 37 eine geringere Breite wie der Empfänger besitzen.

   Da die Flanken- steilheit der Hilfskreise 36, 37 im Sinne der früheren Darlegungen eine sehr hohe ist, so wird, wenn der
Spitzenabstand dieser beiden Kreise mit ungefähr 7 kHz gewählt wird, einerseits eine hohe Regelspannung erreicht und anderseits die Empfindlichkeit des Empfängers hochgehalten, da trotz fester Ankopplung der Hilfskreise an den Empfangsapparat nur wenig Energie dem Verstärker entzogen wird. Die Fig. 2 veranschaulicht die   diesbezüglichen   Verhältnisse.

   In dieser Figur bezeichnet die Kurve   a   die Steilheitsänderungskurve der   Frequenzkontrollröhre   33 mit dem mittleren Arbeitspunkt a'und dem Gitter- stromeinsatzpunkt   a".   Die Kurve b ist die Durchlasskurve des Hochfrequenzverstärkers, während die Kurven c und d die   Durehlasskurven   der beiden verstimmten Kreise 36, 37 darstellen. Die Kurve e schliesslich stellt die Summenkurve aus den Kurven b einerseits und   e, d   anderseits dar. Wie aus der
Darstellung der Fig. 2 ersichtlich, wird durch die Kreise 36, 37 die durch die   Durchlasskurve   des Hochfrequenzverstärkers eingeschlossene Fläche nur um einen verhältnismässig sehr geringen Betrag vermindert.

   Dabei wirkt sich diese   Fläehenverminderung   an den aus der Fig. 2 ersichtlichen Stellen für die Niederfrequenzverstärkung nicht nachteilig, sondern im Gegenteil vorteilhaft aus, u. zw. deswegen, weil lediglich die Grenzfrequenzen abgeflacht werden und die Lautsprecher in diesem Frequenzgebiete eine Resonanzspitze zeigen. 



   Die automatische Nachstimmung ist während der Dauer der automatischen Einstellung auszuschalten. Es empfiehlt sich, die automatische Nachstimmung auch dann auszuschalten, wenn eine Einstellung von Hand aus erfolgen soll, damit diese Einstellung von der Bedienungsperson mit möglichter Genauigkeit   durchgeführt   werden muss. Das in Fig. 1 dargestellte Gerät besitzt daher eine Einrichtung, durch welche während der Dauer der Handeinstellung die Nachstimmung kurzgeschlossen und die Lautstärke des Lautsprechers herabgesetzt wird.

   Zu dieser Einrichtung gehört eine am Tastenbrett vorgesehene besondere Taste   38,   durch deren   Niederdrücken   bewirkt wird, dass das Steuergitter der Frequenzkontrollröhre 33 an das Gehäuse gelegt und parallel zum Lautsprecher eine grosse Kapazität in Verbindung mit einem Widerstand-im dargestellten Falle durch einen Kondensator 39 mit Papierdielektrikum gebildet-geschaltet wird. Es sei jedoch bemerkt, dass bei Verwendung einer derart ausgebildeten automatischen   Naehstimmung,   wie vorstehend beschrieben wurde, die Abschaltung derselben während der Handeinstellung nicht unbedingt erforderlich sein wird. Insbesondere wird man auf diese Ausschaltung verzichten können, wenn es sich um die Handeinstellung von mit grossen Feldstärken einfallenden Stationen handelt.

   Soll hingegen eine mit geringer Feldstärke einfallende Station empfangen werden, die eventuell sogar noch einen besonders geringen Frequenzabstand von benachbarten starken Stationen hat, so wird auf die Ausschaltung der selbsttätigen Nachstimmung nicht immer verzichtet werden können und man wird sogar eine Einrichtung vorsehen, welche diese Abschaltung der automatischen Nachstimmung in dem angegebenen Falle so lange aufrechterhält, als die betreffende Station empfangen wird. Eine derartige Einrichtung ist in einer beispielsweisen Aus-   fühnmgsform   in den Fig. 3 und 4 der Zeichnung dargestellt. Ein Druckknopf 40 schliesst bei Niederdrücken einen Kontakt   41,   der parallel zum Kontakt 38 (Fig. 1) geschaltet ist.

   Mit der Achse 42 des Druckknopfes 40 ist ein Hebel 43 verbunden, der durch eine Feder 44 belastet ist und mit einer Klinke 45 in der Weise zusammenwirkt, dass beim Niederdrücken des Druckknopfes 40 diese Klinke 45 den Hebel 43 festhält. Solange der Hebel   43   durch die Klinke 45 festgehalten ist, bleibt der Kontakt 41 geschlossen. 



  Soll auf eine andere Station übergegangen werden und für dieselbe die automatische Nachstimmung wieder eingeschaltet werden, so kann durch Verdrehen des Druckknopfes 40 der Hebel 43 ausser Eingriff mit der Klinke 45 gebracht werden, wodurch der Kontakt 41 wieder geöffnet wird. Der Hebel 43 wird aber auch dann ausser Eingriff mit der Klinke 45 gebracht, wenn irgendeine der für die automatische Einstellung vorgesehenen Tasten gedrückt wird. In diesem Falle kommt nämlich ein z. B. mit dem Hauptrelais 8, 9 in Wirkungsverbindung stehender Hebel 46 od. dgl. derart zur Einwirkung auf den Hebel   43,   dass er dessen freies Ende nach unten drückt, so dass dieser Hebel von der Klinke 45 frei wird und der Kontakt 41 in die Offenstellung zurückkehren kann. 



   Bei der Verwendung der selbsttätigen Einstellung wird es, insbesondere wenn es sich um Überlagerungsempfänger handelt,   zweckmässig   sein, die automatische Nachstimmung so lange ausser Tätigkeit zu lassen, bis der Empfänger nach erreichter Einstellung auf volle Anodenspannung gelangt ist, da andernfalls die Möglichkeit bestünde, dass eine benachbarte Station an Stelle der gewünschten zu Gehör gebracht wird. Diese Verzögerung der Einschaltung der automatischen Nachstimmung kann durch verschiedene Mittel erreicht werden, z. B. durch Verwendung eines Verzögerungsrelais oder durch die bekannte Anordnung einer langsam abfliessenden Blockladung. 

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   Gemäss dem Schaltschema der Fig. 1 sind die abgestimmten Kreise 36,37 mit dem dritten
Zwischenfrequenzkreis gekoppelt, der aus zwei parallelgeschalteten Spulen 51, 52 besteht. Die Spule 51 ist mit der Spule des vierten Zwischenfrequenzkreises 53 gekoppelt. So wie die automatische Nach- stimmung ist auch die Volumsautomatik (rechte Gleichrichteranode des Rohres 54) an den dritten
Zwischenfrequenzkreis angeschlossen. Es liegen also beide Automatiken an einem Punkt gleicher
Selektivität. Dabei muss allerdings damit gerechnet werden, dass bei hohen Richtspannungen der
Volumsautomatik am äussersten Seitenband der zu empfangenden Station auch an das Gitter der
Frequenzkontrollröhre 33 hohe Gleichspannungen gelangen, was unter Umständen einen übermässigen
Gitterstrom an dieser Röhre zur Folge haben kann.

   Dies wird vermieden, wenn die automatische Naehstimmung an einen Punkt höherer Selektivität gelegt wird als die Volumsautomatik, also z. B. die
Volumsautomatik wenigstens für eine Röhre an den dritten Zwischenfrequenzkreis und die automatische   Nachstimmung   an den vierten Zwischenfrequenzkreis. Eine derartige Massnahme kann, wenn im Sinne der früheren Ausführungen die verstimmten Kreise 36,37 mit hoher Flankensteilheit ausgebildet sind, getroffen werden, ohne dass sich eine schlechte Wirksamkeit der automatischen Nachstimmung an den Grenzen des Regelbereiches ergeben würde. 



   Um eine möglichst grosse Unabhängigkeit der automatischen Nachstimmung von der Feldstärke des einfallenden Trägers zu erzielen, wird man entweder, wie in Fig. 1, eine starke Verzögerung der
Volumsautomatik vorsehen oder man kann auch zwischen den Kreisen 51 und 53 an Stelle der induktiven
Kopplung eine von der Volumsautomatik regulierte besondere Verstärkerstufe vorsehen, womit eine volle Unabhängigkeit der automatischen Nachstimmung von der Stärke des einfallenden Trägers vom
Beginn des Einsetzens der Volumsautomatik an erzielt wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Anordnung zur selbsttätigen Einstellung von Elektronenröhrenverstärkern od. dgl. nach dem Patente Nr. 152967, dadurch gekennzeichnet, dass als Frequenzkontrollröhre (33) eine solche
Mehrgitterröhre verwendet ist, bei der die Steilheitsänderung vom Maximum nach beiden Seiten hin möglichst symmetrisch, u. zw. vorzugsweise möglichst nahe bis zum Wert Null, abnimmt.

Claims (1)

  1. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass annähernd jener Punkt der Kennlinie der Frequenzkontrollröhre, bei welchem die Röhre das Maximum der Regelfähigkeit auf- weist, als mittlerer Arbeitspunkt benutzt wird.
    3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Frequenzkontroll- röhre (33) mit starrer Schutzgitterspannung und mit halbautomatischer Steuergittervorspannung arbeitet.
    4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuergittervorspannung der Frequenzkontrollröhre (33) einerseits vom Anodenstrom der Röhre, anderseits von einem durch einen Spannungsteiler (34, 35) bestimmten Strom beeinflusst wird.
    5. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in Verbindung mit der Frequenz- kontrollröhre (33) verwendeten gegeneinander verstimmten Hilfskreise (36, 37) eine kleinere Durch- lassbreite besitzen als der Empfänger.
    6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest für zwei oder für mehr oder alle Wellenbereich des Empfängers ein eigener Widerstand (48, 49, 50) in der Steuergitterleitung der Kontrollröhre (33) vorgesehen ist.
    7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (z. B. eine Taste 38), durch welche während der Handeinstellung die automatische Nachstimmvorrichtung ausschaltbar ist.
    8. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschaltung der automatischen Nachstimmung durch eine Verriegelungsvorrichtung so lange aufrechterhalten wird, als die von Hand eingestellte Station empfangen wird.
    9. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsvorrichtung einerseits von Hand gelöst werden kann, anderseits selbsttätig gelöst wird, wenn ein Schaltglied der automatischen Einstellvorrichtung betätigt wird.
    10. Anordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsvorrichtung mit einem Hebel (46) od. dgl. zusammenwirkt, der von einem der Relais der automatischen Einstell- vorrichtung verstellbar ist.
    11. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die auto- maische Nachstimmung so lange selbsttätig ausgeschaltet bleibt, bis der Empfänger nach erfolgter Einstellung auf volle Anodenspannung gelangt ist.
    12. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die auto- maische Nachstimmung an einem Punkt höherer Selektivität angeschlossen ist als die Volums- automatik.
    13. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die automatische Nachstimmung durch eine von der Volumsautomatik regulierte besondere Verstärkerstufe von der Stärke des einfallenden Trägers unabhängig gemacht ist.
AT158946D 1936-08-13 1936-09-15 Anordnung zur Einstellung von Elektronenröhrenverstärkern od. dgl. AT158946B (de)

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