AT158153B - Verfahren zur Herstellung von Schwammkautschuk. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schwammkautschuk.

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AT158153B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Sehwammkautschuk. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Schwammkautschuk aus Dispersionen von Kautschuk od. dgl., bei welchem die mit Zusatzstoffen versetzte Dispersion in einen im wesentlichen nicht koagulierten Schaum übergeführt und der Schaum nachfolgend koaguliert wird. 



   Gemäss dem Verfahren der Erfindung wird die Schaumbildung in der Weise bewirkt, dass ein wasserlösliches Gas unter Druck in eine gegen die Koagulation durch dieses Gas bei Atmosphärendruck und erhöhtem Druck stabilisierte Dispersion von Kautschuk od. dgl. eingeführt und hierauf der Druck auf die Dispersion verringert wird. 



    Nach einem bekannten Vorschlag hat man zur Herstellung von Schwammkautschuk mit den üblichen Zusatzstoffen versetzten Latex unter Druck mit einem inerten Gas gesättigt und unter I Aufrechterhaltung des Druckes vulkanisiert, wobei das Gas. in der Latexmasse während der Vulkanisation eingeschlossen bleibt. Eine Überführung des Latex in Schaum findet bei diesem bekannten Verfahren nicht statt. Ferner ist vorgeschlagen worden, Kautschukgegenstände mit schwammartiger oder zellförmiger Struktur herzustellen, indem man die wässrigen Dispersionen in Schaumform überführt und vor, gleichzeitig mit oder unmittelbar nach der Verfestigung der Dispersion die Schaummasse einem verringerten Druck aussetzt.

   Bei diesem Verfahren wird somit erst der vorgebildete Schaum der Einwirkung der Druckverringerung unterworfen, wogegen bei dem Verfahren gemäss der Erfindung durch die Lösung des Gases in der stabilisierten Dispersion unter Druck und durch die nachfolgende wesentliche Verminderung des Druckes zweckmässig bis auf Atmosphärendruck bewirkt wird, dass sich die Dispersion unter Bildung eines im wesentlichen nicht koagulierten Schaumes ausdehnt oder "aufbläht", weil Gasblasen in der Dispersion zufolge der verringerten Löslichkeit des Gases bei niedrigem Druck entwickelt werden. Der Schaum wird dann in die gewünschte Form übergeführt, z. B. durch Giessen in Formen, durch Eintauchen, durch Aufbreiten auf einer geeigneten Unterlage oder durch einen andern geeigneten Formungsvorgang, wonach der Schaum unter Bildung von Schwammkautschuk koaguliert wird.

   Der Schwamm kann dann getrocknet und vulkanisiert werden. Um eine vollständige Koagulation des Schaumes nach seiner Formung zu bewirken, wird der Dispersion z. B. ein verzögernd wirkendes Koagulierungsmittel zugesetzt, welches seine Wirkung ausübt, wenn der geformte Schaum einige Zeit stehen gelassen wird. Das blähend oder treibend wirkende Gas selbst kann dabei die Neigung besitzen, die Dispersion wärmeempfindlich zu machen, wie dies z. B. bei Kohlendioxyd der Fall ist. In diesem Fall wird die Dispersion gegen eine unmittelbare Koagulation bei Arbeitstemperaturen durch das gelöste Gas mittels Zusatz eines Stabilisators geschützt, welcher, wenn die Dispersion durch einen gewissen Zeitraum stehen gelassen oder wenn sie erhitzt wird, unwirksam wird. 



  Im nachfolgenden Ausführungsbeispiel ist eine Latexmischung angegeben, die so zusammengesetzt ist, dass sie gegen Koagulation durch Kohlensäure bei Raumtemperatur und Drücken bis zu 7, 03 kg/cm2 und darüber stabil, jedoch hitzeempfindlich ist, so dass sie bei erhöhten Temperaturen koaguliert.   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Latexmischung <SEP> : <SEP> Gewichtsteile <SEP> :
<tb> Latex <SEP> (einmal <SEP> aufgerahmt), <SEP> feste <SEP> Anteile <SEP> 100
<tb> Su3 <SEP> 0-77
<tb> Wasser <SEP> 50
<tb> 10% <SEP> igue <SEP> wässrige <SEP> Saponinlösiing <SEP> 10
<tb> Formaldehyd <SEP> (37#7%ige <SEP> wässrige <SEP> Lösung <SEP> zur <SEP> Verminderung <SEP> des <SEP> NH3-Gehaltes <SEP> auf <SEP> 0#1). <SEP> 4#85
<tb> 10%ige <SEP> wässrige <SEP> sponinlösung <SEP> .................................................. <SEP> 5
<tb> Wasser <SEP> 15
<tb> 61. <SEP> 6% <SEP> igue <SEP> wässrige <SEP> Schwefelsuspension...................................................................... <SEP> 3-25
<tb> Spindelöl <SEP> .................................................. <SEP> 10
<tb> ölsäure <SEP> 0-5
<tb> 20% <SEP> ige <SEP> wässrige <SEP> Kalilauge <SEP> 0.

   <SEP> 5
<tb> Wasser <SEP> 10
<tb> Zinkdimethyldithiocarbamat <SEP> ............................................................ <SEP> 1
<tb> Kaliumeaseinat <SEP> ...................................................................... <SEP> 0#1
<tb> Wasser <SEP> ........................................................................... <SEP> 1#25
<tb> Zinkoxyd <SEP> 2-5
<tb> Leim <SEP> ...................................................................... <SEP> 0#1
<tb> Wasser <SEP> 3-75
<tb> 10% <SEP> ige <SEP> wässrige <SEP> Losung <SEP> von <SEP> Ammoniumeaseinat <SEP> ................................. <SEP> 20
<tb> Calciumsulfat <SEP> ...................................................................... <SEP> 0#50
<tb> Wasser <SEP> 4-26
<tb> 
 
 EMI2.2 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 zufriedenstellend erwiesen hat.

   Es hat sieh gezeigt, dass die Lösungsgeschwindigkeit des Kohlendioxyds in stärkerem Masse von der Wirksamkeit der Rührvorrichtung als von dem Gasdruck abhängt. 



  Bei einer ziemlich schnellen Bewegung (240 Umdrehungen in der Minute) wird nach einer halben Stunde bei Verwendung eines   Kohlensäuredruckes   von nur   2. 8 kgjcm2   im wesentlichen ein Gleichgewicht erreicht. 



   Der pH-Wert des mit Kohlensäure beladenen Latex liegt ungefähr in dem Bereich von 6-8 bis 7. 2 
 EMI3.1 
 
Man kann auch andere Gase als Kohlendioxyd, welche ebenfalls eine verhältnismässig hohe Wasserlöslichkeit aufweisen, verwenden, wie z. B. Stickoxydul. 



   Man kann auch zwecks Bildung von   Schwammkautsehuk   in flüssigem Zustande vorvulkanisierten Latex mit Kohlensäure beladen und zu einem Schaum ausdehnen lassen, der vor Vulkanisation des Kautschuks in die   gewünschte   Form gebracht wird. 



   Unter der Bezeichnung "Latex" werden in weiterem Sinne Dispersionen von elastischen Stoffen unter Einschluss von   künstlichen   Dispersionen von Kautschuk oder kautsehukähnlichen Materialien, des weiteren natürlicher Latex, welcher konserviert oder mit Zusätzen versehen oder in irgendeiner gewünschten Weise behandelt sein kann und der auf dem Wege an sich bekannter Verfahren in normalem, verdünntem, konzentriertem oder gereinigtem Zustand vorliegen kann, verstanden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Schwammkautschuk aus Dispersionen von Kautschuk od. dgl., bei welchem die mit Zusatzstoffen versetzte Dispersion in einen im wesentlichen unkoagulierten Schaum übergeführt und der Schaum hernach koaguliert wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein   wasserlösliches   Gas, wie Kohlensäure, unter Druck in eine gegen die Koagulation durch dieses Gas bei Atmosphärendruck und erhöhtem Druck stabilisierte Kautschukdispersion eingeführt und hierauf der Druck auf die Dispersion verringert wird, wodurch die Umwandlung der Dispersion in Schaum bewirkt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dispersion mit Hilfe eines Stabilisators stabilisiert wird, der bei Raumtemperatur wirksam ist und bei höherer Temperatur unwirksam wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stabilisator verwendet wird, der bei Raumtemperatur nur eine Zeitlang stabilisierend wirkt.
AT158153D 1936-08-13 1937-06-16 Verfahren zur Herstellung von Schwammkautschuk. AT158153B (de)

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