AT158058B - Aus Glasbausteinen bestehende Wand oder Wandteile. - Google Patents
Aus Glasbausteinen bestehende Wand oder Wandteile.Info
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E04C—STRUCTURAL ELEMENTS; BUILDING MATERIALS
- E04C1/00—Building elements of block or other shape for the construction of parts of buildings
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Aus Glasbausteinen bestehende Wand oder Wandteile. EMI1.1 wird, durch die hiedurch hervorgerufene einseitige Wärmedehnung in den Glasbausteinen grosse Spannungen entstehen, die schliesslich zu Brüchen führen. Ähnliche Erscheinungen ergeben sich selbstverständlich auch, wenn die Glaswand von innen her durch eine Heizung erwärmt wird und von aussen unter dem Einfluss der Winterkälte steht. Bei den durch Abkühlung entstehenden Zusammenziehungen der Glasbausteine bilden sich in den sie verbindenden Mörtelschichten Risse, in welche Wasser eindringen kann ; friert dann dieses Wasser, so werden die Glasbausteine gesprengt. Hohe Spannungen und Brüche in den Glasbausteinen können auch auftreten, wenn sieh die Wand ungleichmässig setzt. Man hat versucht, diese Nachteile durch Einlagen aus nachgiebigem Stoff, wie Papier, Pappe, Filz, Kork u. dgl., in den fugenausfullenden Mörtelschichten zu beseitigen, doch erwies es sieh, dass keine genügende Verbindung zwischen den Glasbausteinen erreicht werden kann, wenn diese von den nachgiebigen Einlagen allseitig umschlossen sind ; unter der Wirkung der vorgeschilderten Kräfte kommen die Steine ausser Verband und werden locker. Man ist daher dazu geschritten, jeden Glasbaustein nur auf einem Teil seines Umfanges mit einer Schichte nachgiebigen Stoffes zu umschliessen, damit mindestens an dem nicht umschlossenen Teil ein durchlaufender, ununterbrochener Mörtelverband aufrecht bleibt, der die Lage der Glasbausteine festigen sollte. Bleibt aber eine durch keine nachgiebige Zwischenlage unterbrochene Mörtelausfüllung der Fugen, dann pflanzen sich Wärmedehnungen der Bausteine fort und es stellen sich wieder die eingangs angeführten Nachteile ein. Erfindungsgemäss sind diese dadurch behoben, dass die Fugeneinlagen aus nachgiebigem Stoff die Glasbausteine allseitig und unterbrechungslos umschliessen und mit ihnen durch einen widerstandsfähigen Kitt, z. B. Wasserglaskitt, verbunden sind. Ein solcher Kitt trennt sich bei Deformation der nachgiebigen Einlagen weder von diesen noch von den Steinen und diese sind daher unter allen Umständen festgehalten, können sich aber unabhängig voneinander innerhalb gewisser Grenzen zufolge der Nachgiebigkeit der Einlagen deformieren, ohne dass wesentliche Spannungen entstehen. Als Verbindungsmittel zwischen Einlage und Glasbaustein eignen sich insbesondere mit Natronsilikat hergestellte Massen. In die Schichten dieser Verbindungsmasse kann man Metallbewehrungen, z. B. Metallbänder, einlegen, welche durch die waagrechten oder lotrechten oder alle Fugen hindurchlaufen, wodurch die Widerstandsfähigkeit der Wand bedeutend erhöht wird. Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform der Verbindung von zwei Glasbausteinen gemäss der Erfindung. Nach dieser Ausführungsform sollen hohle Glasbausteine 1 verwendet werden, deren Fugenflächen bei 2 in der Längsrichtung verlaufende Ausnehmungen besitzen, die gegen die Flaehseiten 3 der Steine hin durch Rippen 4 begrenzt sind. Die Fugen zwischen zwei solchen Steinen zeigen dann den in Fig. 1 veranschaulichten Querschnitt, der an den Enden enger ist als im Mittelteil im Bereiche der Ausnehmungen 2. In die Fugen sind Einlagekörper 5 eingebracht, die der Quersehnittsform der Fuge angepasst sind und die durch Kittschichten 6 mit den Glasbausteinen 1 verbunden sind. Dabei empfiehlt es sich, diese Kittsehiehten im Bereiche der Ausnehmungen 2 dicker zu halten als im Bereiche der Rippen 4. In den dickeren Teil der Kittschichten 6 können dann Stahlbänder 7 od. dgl. eingebettet werden. Der äusserste Teil der Fugen kann durch eine Schicht 8 eines bituminösen Stoffes ausgefüllt werden, um das Einlagematerial 5 gegen Witterungseinflüsse zu schützen. <Desc/Clms Page number 2> Wenn man die Glasbausteine so verlegt, wie dies Fig. 2 in Ansicht zeigt, wobei je eine Ecke von vier Glasbausteinen 1 an einer Fugenkreuzungsstelle zusammentreffen, so wird in diese Kreuzungs- EMI2.1 wenn die Glasbausteine, wie dies in der Regel der Fall ist, an den Ecken verhältnismässig stark abgerundet sind und daher die für die Fugen bestimmten Einlagen 5 zum vollkommenen Ausfüllen einer solchen Fugenkreuzung nicht genügen würden. Da die Einlagen aus einem die Wärme sehleehtleitenden Material bestehen, so ist die Isolier- fähigkeit der Glaswand in den Fugen nicht unterbrochen. Wird ein Glasbaustein aus irgendeinem Grunde beschädigt, so kann man ihn ohne viel Mühe aus seinem Zusammenhang herausschneiden und durch einen neuen ersetzen. Durch das Bindemittel (Kitt) wird auch ein luftdichter Abschluss zwischen den Einlagen und den Glaskörpern hergestellt. Es können auch Teile von Wänden, also z. B. Fensterflächen, in der geschilderten Weise aus- geführt werden. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Aus Glasbausteinen bestehende Wand oder Wandteile mit in den Fugen zwischen den gegebenenfalls hohlen Glasbausteinen eingebrachten nachgiebigen oder elastischen Einlagen, z. B. aus Presskork, Gummi, Filz od. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass die Fugeneinlagen die Glasbausteine allseitig und unterbrechungslos umschliessen und mit ihnen durch einen widerstandsfähigen Kitt, z. B. Wasserglaskitt, verbunden sind.
Claims (1)
- 2. Wand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in die Kittschichten Metallbewehrungen, z. B. Metallbänder, eingebettet sind.3. Wand nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fugen zwischen den Glas- bausteinen von den Einlagen annähernd zur Gänze ausgefüllt sind.4. Wand nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass in Fugenkreuzungen, wo Glasbausteine mit je einer abgerundeten Ecke zusammenstossen, ein diesen Kreuzungsstellen angepasster prismatischer Stab (9) aus einem nachgiebigen oder elastischen Material eingelegt und durch einen Kitt mit den Glasbausteinen verbunden ist.
Applications Claiming Priority (1)
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1938
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