AT157779B - Vorrichtung zur Abgabe abgemessener Flüssigkeitsmengen. - Google Patents

Vorrichtung zur Abgabe abgemessener Flüssigkeitsmengen.

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AT157779B
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Non Drip Measure Co Ltd
Frederick William Berwick
Albert George Berwick
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Description


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  Vorrichtung zur Abgabe abgemessener Flüssigkeitsmengen. 



   Die Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen zur Abgabe abgemessener Flüssigkeitsmengen, insbesondere solche, bei denen ein Kolben dazu dient, die Flüssigkeitsmenge aus einer zylindrischen
Kammer auszustossen. Im besonderen, wenn auch nicht   ausschliesslich,   dient die Erfindung zur Ab- gabe abgemessener Mengen von Öl und sonstigen viskosen Flüssigkeiten. Sie will bestimmte Schwierig- keiten überwinden, die sieh bisher bei der Abgabe derart abgemessener Mengen solcher Flüssigkeiten ergaben, und will wirksam Leckverluste in und aus der Messkammer verhüten und Sicherheit dafür schaffen, dass eine genau festgelegte Flüssigkeitsmenge bei jeder Handhabung der Vorriehtung abge- geben wird. 



   Die Vorrichtung gemäss der Erfindung weist eine Messkammer und einen axial darin beweglichen
Kolben auf, der bei seiner Betätigung den Einlass zur Messkammer schliesst und danach die Flüssigkeit aus der Kammer durch einen Kanal in der Kolbenstange zu einem Auslass an dessen äusserem Ende treibt. 



   Bei einer bevorzugten Ausführung weist die Vorrichtung eine Messkammer auf, die unterhalb des die zu messende Flüssigkeit enthaltenden Behälters angeordnet ist und an ihrem Boden Lufteinlass- öffnungen trägt, die verhüten, dass unter dem Kolben bei seiner Aufwärtsbewegung ein Unterdruck entsteht, wogegen die Kolbenstange einen Doppelventilkörper trägt, der beim Aufwärtsgang zunächst ein   Abschlussventil   für den   Fliissigkeitseinlass   abschliesst und unmittelbar anschliessend ein Auslassventil zum am unteren Ende der Kolbenstange angeordneten Flüssigkeitsauslass freigibt, durch den die fortgesetzte Aufwärtsbewegung den durch den Augenblick des   Schliessens   des ersten Ventils genau festgelegten Messkammerinhalt austreibt, wobei eine beeherartige Packung im Kolben Flüssigkeitverluste verhütet. 



   Ferner sind erfindungsgemäss Einlass-und Auslassventil an einem gemeinsamen, gegen die Wirkung einer schwachen Feder in der hohlen Kolbenstange verschiebbaren Körper angebracht. 



   Die Erfindung ist beispielsweise durch die Zeichnung veranschaulicht u. zw. zeigt die Fig. 1 einen senkrechten   Längsschnitt   durch die erfindungsgemässe Messvorrichtung in der Ruhestellung der Vorrichtung ; die Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie   1111   in der Fig. 1 : die Fig. 3 einen Schnitt ähnlich dem in der Fig. 1 bei der Stellung, die die Teile am Ende eines Arbeitshubes einnehmen und die Fig. 4 eine Einzeldarstellung eines Teiles. 



   Die erfindungsgemässe Vorrichtung besteht aus einer Messkammer   1,   die im gezeigten Beispiel aus einem Metallzylinder besteht, jedoch auch aus Glas oder einem sonstigen Werkstoff bestehen oder mit Glasscheiben ausgestattet sein kann. 



   Im unteren Ende der Messkammer befindet sich eine hohle zylindrische Kolbenstange 2, die innerhalb der Messkammer eine   becherförmige   Scheibe. 3 aus Gummi oder sonstigem elastischem oder nachgiebigem Werkstoff trägt. Das Innere der Kolbenstange   : 2   steht mit der   Messkammerinnenseite   durch seitliche Öffnungen 4 in Verbindung, die in einem abnehmbaren oberen Aufsatz 14 vorhanden sind. Den oberen Teil der Messkammer   schliesst   ein Deckel 5 mit einer mittleren Einlassöffnung 6, über die hinaus sich die Wandungen der Messkammer noch als Fassung 7 fortsetzen, in die die Auslassmündung eines Flüssigkeitsbehälters zeitweilig eingesetzt werden kann. Die Fassung kann entweder das dargestellte Muttergewinde aufweisen oder mit Aussengewinde ausgerüstet sein.

   Vorzugsweise ist sie mit 
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   Innerhalb des offenen oberen Teiles 14 der Kolbenstange 2 befindet sich eine Ventilstange 9, die am oberen Ende ein   Seheibenventil10 trägt,   das in seiner obersten Stellung in der unten noch näher beschriebenen Weise den Einlass 6 abschliesst. Die Ventilstange 9 weist einen Fortsatz 11 ge- ringeren Durchmessers auf, so   dass   in allen Stellungen freie Verbindung zwischen dem Inneren der   I Messkammer 1   und dem Inneren des oberen Teiles 14 der Kolbenstange besteht. Am unteren Ende trägt die Ventilstange 9 einen Ventilkörper   12,   der   gewöhnlich   in der in der Fig. 1 dargestellten Lage auf einem Ventilsitz   13   in der Kolbenstange aufruht, vorzugsweise auf dem unteren Ende des Auf- satzes 14, der in den   Holllteil 2 eingeschraubt   ist.

   Eine Feder   15   zwischen dem Einlassventil 10 und einer Schulter am Aufsatz   14   der Kolbenstange treibt das Ventil gegen seinen Sitz. Der Ventilkörper wird daran gehindert, sieh über die Stellung gemäss der Fig. 1 hinaus zu erheben, da sich der Ventil- 
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 stange   umschliessen   und in ihrer Lage durch das Einschrauben des Aufsatzes in der Kolbenstange 2 gesichert sind. Der untere Flanseh 17 hat einen grösseren Durchmesser als der obere Flansch. Beide Flanschen besitzen einen aufwärts gerichteten Kranz, so dass bei Einlegen der Scheibe zwischen die beiden Flansehe die Form der aufwärts gebogenen Kränze eine Aufwärtsbiegung der nachgiebigen Scheibe auf die in der Fig. 1 dargestellte kegelstumpfartige Form bewirkt.

   Bei dieser Anordnung gelangt nur der obere Rand der Scheibe 3 in Berührung mit der Wandung der   Messkammer,   Nach dem Zusammenbau wird der Durchmesser an dieser Stelle grösser sein als der lichte Durchmesser der   Messkammer.   Diese Anordnung hat den Vorteil, insbesondere bei Messkammern aus Glas, dass   sieh   die Gummischeibe   : ;   selbsttätig an etwaige   Unregelmässigkeiten   der Messkammer anpasst, wobei gleichzeitig dadurch, dass nur an einer Linie Kontakt mit der Innenwandung besteht, ein Haften des Ventils an der Kammerwandung unter dem   Flüssigkeitsdruek   trotz des in jeder Stellung flüssigkeitsdichten Abschlusses verhütet wird.

   Wenn weiter Flüssigkeiten abzumessen sind, unter deren Einwirkung der   Gummi   aufzuquellen sucht, so wird durch die Quellwirkung der Scheibe 3 nur deren äusserer Rand in noch innigere Berührung mit der Kammerwandung gebracht, ohne dass aber eine eigentliche Fläehenberührung in merklichem Masse erfolgt. 



   Normal wird der Kolben in der   Aussergebrauehstellung durch   eine Feder 19 gehalten, die auf dem Flansch 16 aufsitzt und sich am oberen Ende gegen eine   Ringseheibe     : 20   am oberen Ende der Messkammer legt. die mit einem abwärtsragenden, umbördelten Kranz 21 versehen ist, der die 
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 statt dessen am Deckel   G   der   Messkammer   vorgesehen sein. 



   Der Bodenteil 22 der   Messkammer,   der zwecks Einbau des Kolbens abnehmbar ist, ist mit Luft-   durchlässen   23 versehen, die die Bildung eines Vakuums unter dem Kolben verhüten, wenn dieser für den Förderhub aufwärtsgeht. Die Kolbenstange 2 ist ausserhalb der   Messkammer   mit zwei oder mehr seitlich vorspringenden Armen 24 oder einer Scheibe versehen, so dass es durch   Aufwärtsdruck   eines zu füllenden Behälters betätigt werden kann. Das äussere Ende der Kolbenstange 2 kann auch mit einem Bundring versehen sein. der während des Förderhubes mit dem Boden der   Messkammer   in Berührung steht und auf diese Weise das   Mass   des Hubes begrenzt, um die abzugebende Flüssigkeitsmenge zu bestimmen.

   Dadurch, dass man diesen Ring in seiner Lage einstellbar macht, kann man die bei jedem   Arbeitshube   gelieferte Flüssigkeitsmenge ändern. 



   Das offene untere Ende der Kolbenstange ist mit einer verengten Auslassöffnung   25   versehen. die in einer abnehmbaren düsenartigen Kappe 26 angebracht ist. Der obere, also nach innen liegende Teil des Auslasskanales ist von einem Ringrand 27 umgeben, wodurch eine ringförmige Rinne 28 entsteht, die Tropfen   auffängt.   die etwa von der Innenwand der Kolbenstange 2 noch herabfallen, nachdem eine abgemessene Flüssigkeitsmenge abgegeben wurde. Der Auslass   23   endet in einer trompetenartig erweiterten Lippe 29 am unteren Ende, die den Zweck hat, die Tropfenbildung am unteren Auslassende   unmittelbar   nach Abgabe der abgemessenen Flüssigkeitsmenge zu verhindern.

   Diese sieh   auswärts   erweiternde Lippe 29 ermöglicht,   drus durch   die Saugwirkung, die bei der Rückbewegung des Kolbens 
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 er durch den Ringrand 27 und die Rinne 28 aufgenommen wird. 



   Beim Betriebe der beschriebenen Vorrichtung wird durch die Aufwärtsbewegung der Kolbenstange 2 zunächst das   Einlassabsehliessventil 10   in die Lage gebracht, in der es den Einlass 6 abschliesst. 



    Anschliessend   bewegen sich die Kolbenstange 2 mit dem Aufsatz 14 gegenüber der Ventilstange 9 derart. dass sieh der   Ventilsitz 1.) unter Freigabe   des Ventilkörpers 12 von diesem abhebt. Auf diese Weise wird der Auslass geöffnet, so dass die fortgesetzte Aufwärtsbewegung des Kolbens Flüssigkeit vom Innern der   Messkammer   durch die Öffnungen 4 in das Innere der Kolbenstange treibt, worauf sie durch den Auslass   25   abläuft. Am Sehlusse des Arbeitshubes sind die Teile in der Stellung gemäss der Fig. 3. 



   Ist die abgemessene Flüssigkeitsmenge in einen Behälter abgegeben, so hört nunmehr der aufwärts gerichtete Druck auf die Kolbenstange 2 auf, so dass die Federn 15 und 19 den Kolben nach unten treiben und die. Ventilstange 9 in die Stellung bringen können, in der der Ventilkörper 12 wieder in 
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 ursacht nun ein Einwärtsströmen der Luft durch die Kanäle 25 und 4 in der Kolbenstange ins Innere des oberen Teiles der Messkammer. Diese Luft wird später durch frisch zuströmende Flüssigkeit verdrängt, die durch den Einlass 6 vom Vorratsbehälter einfliesst.

   Die Feder 15 hält den oberen Einlass 6 zum
Flüssigkeitsraum geschlossen, bis die Kolbenstange 2 die Stellung erreicht, in der der Sitz   1. 1   und   Ventilkörper 12 miteinander   in Berührung gekommen sind und den Ventilkörper 10 vom Einlass herab- gesenkt haben. Auf diese Weise wird das Abfliessen der frisch zuströmenden   Flüssigkeitsbesehickung   durch den Kolben 2 ausgeschlossen. 



   Die Einrichtung gemäss der Erfindung ist besonders zur Abgabe abgemessener Flüssigkeits- mengen, wie Öl, bestimmt, weil der bei der Aufwärtsbewegung des Kolbens   ausgeübte Druck   das zäh-   flüssige Öl   zwangläufig aus der   Messkammer   treibt. Die Zähflüssigkeit würde ja ein völliges Auslaufen der Messkammer unter der Einwirkung der Schwerkraft verhindern. 



   PATENT-ANSPRÜCHE-
1. Vorrichtung zur Abgabe abgemessener Flüssigkeitsmengen mit einer Messkammer, der durch eine Öffnung die abzugebende Flüssigkeit zufliesst, einem Kolben, durch dessen Bewegung die Flüssig- keitsmenge aus der Messkammer herausgetrieben wird, und Ventilen zum Abschliessen der Einlass- und Auslassöffnungen der Kammer, sowie einer hohlen Kolbenstange, die durch die Messkammer ent- gegen dem Druck einer Feder verschiebbar ist und als Kanal zur Weiterführung der abgemessenen
Flüssigkeitsmenge zu einem Auslass dient, dadurch gekennzeichnet, dass die Messkammer   (1)   unter- halb des die zu messende Flüssigkeit enthaltenden Behälters angeordnet ist, und an ihrem Boden Luft- einlassöffnungen   (23)   trägt, die verhüten, dass unter dem Kolben   (3, 16, 17)

     bei seiner Aufwärtsbe- wegung ein Unterdruck entsteht, wobei die Kolbenstange   (2)   einen Doppelventilkörper   (9)   trägt, der beim Aufwärtsgang zunächst ein Abschlussventil (10) für den Flüssigkeitseinlass   (6)   abschliesst und unmittelbar anschliessend ein Auslassventil   (12)   zum am unteren Ende der Kolbenstange ange- ordneten Flüssigkeitsauslass (25) freigibt, durch den die fortgesetzte Aufwärtsbewegung den durch den Augenblick des   Schliessens   des ersten Ventils (10) genau festgelegten Messkammerinhalt austreibt, wobei eine becherartige Packung (. 3) im Kolben Flüssigkeitsverluste verhütet.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Einlass-und Auslassventil bzw. 12) an einem gemeinsamen, gegen die Wirkung einer schwachen Feder J in der hohlen Kolben- stange (2) verschiebbaren Körper (9) angebracht sind.
AT157779D 1937-07-07 1937-11-20 Vorrichtung zur Abgabe abgemessener Flüssigkeitsmengen. AT157779B (de)

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