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Drosselgerät für Durehtluss-Mengenmessung.
Die Durchflusszahlen der bekannten Düsen und Blenden sind bei Reynolds'sehen Zahlen unterhalb gewisser Grössen von der kinematischen Zähigkeit des Mediums abhängig. Da aber gerade bei sehr kleinen Reynolds'sehen Zahlen den Messungen praktische Bedeutung zukommt, hat man bereits versucht, besondere Formen von Drosselgeräten zu entwickeln, die auch in diesem Bereich bleichbleibende
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reichend gleichbleibende Durchflusszahl haben (vgl."Regeln für die Durchflussmessung mit genormten Düsen und Blenden"DIN 1952, 3. Auflage, 1935, Absatz 103-106). Der Nachteil dieser Drosselgeräte ist aber insbesondere, dass sie nur jeweils bei einem bestimmten Offnungsverhältnis eine gleichbleibende Durchflusszahl haben.
Hier schafft nun die Erfindung Abhilfe, die es gestattet, bei beliebigem Öffnungsverhältnis die Durchflusszahl o. entsprechend Reynolds'schen Zahlen bis herab zu 1000 und darunter genau gleich zu halten. Hiedurch wird ermöglicht, mit Drosselgeräten vollkommen einwandfreie Durchflussmengenmessungen für Öle und wasserstoffreiche oder sehr heisse Gase, insbesondere in Rohrleitungen kleinen Querschnitts, durchzuführen.
Beim erfindungsgemässen Drosselgerät besteht das Düsenprofil aus einem viertelkreisförmigen Einlauf und einem sich daran anschliessenden Zylinder, wobei einem bestimmten Halbmesser (r) des Einlaufs eine bestimmte Länge z des Zylinders zugeordnet ist. Untersuchungen, die in dem inzwischen in der Zeitschrift "Forschungen auf dem Gebiete des Ingenieurwesens"Band 9, 1938, Nr. 3, S. 109 bis 125 veröffentlichten Aufsatz von W. Koennecke"Neue Düsenformen für kleinere und mittlere
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Geht man mit den Werten für i'herunter, so ergibt sieh schliesslich ein Grenzprofil mit r=0 (Fig. 2).
Anderseits führt eine Verkleinerung von z zu dem andern Grenzprofil einer Blende, bei dem z = 0 ist (Fig. 3).
Fig. 4 zeigt schliesslich ein Düsenprofil, das gemäss der später erörterten Beziehung D = d + 2 r geformt ist.
Bei der praktischen Herstellung von Drosselgeräten gemäss der Erfindung wird man sieh oft für die genannten Grenzfälle von r oder z entscheiden. Das viertelkreisförmige Düsenprofil ist wirtsehaftlieh besonders billig, da man für diese Düse nur sehr wenig Werkstoff benötigt : die zylindrische Düse ist herstellungstpchniseh besonders einfach, da durch einen vorher abgedrehten Körper lediglich ein zylindrisches Loch zu bohren ist.
Um bei einem gegebenen Öffnungsverhältnis, das sich im allgemeinen aus dem Rohrquersehnitt,
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der zweiten Grenzkurve der Fig. 5 gewählt werden, für welche die genannte Beziehung D = d + 2 r gilt (Fig. 4).
Für die Bestimmung des dem sich ergebenden r zugeordneten z gilt sowohl für den Bereich, wo sieh das Profil aus einem Viertelkreis und einem Zylinder zusammensetzen muss (m grösser als 0#41),
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liegt, ergibt sieh durch Interpolation der dem gewünschten @ = 0#09 d zugeordnete Wert von z = 0#5 d.
Die Kurven für bestimmte Werte von : in Abhängigkeit von d werden jeweils empirisch gefunden ;
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Selbstverständlich kann man die Profile gemäss der Erfindung nicht für Düsen verwenden, sondern auch als Einlaufprofile für Drosselgeräte nach Art von Venturieinsätzen und-rohren. In diesem Falle muss man entsprechend den Abmessungen des Diffusors die Länge des zylindrischen Einlaufprofilstückes etwas verringern.