<Desc/Clms Page number 1>
Übungsfilter i'iir Gasschutzmasken.
Zum Üben mit Gasschutzmasken benutzt man meist die mit Filterstoffen gefüllten üblichen
Atemschutzfilter, da die bisher bekannten Übungsfilter den in der Praxis auftretenden Verhältnissen nicht Rechnung tragen. Es sind Übungsfilter bekannt, die im Innern eine Lochscheibe enthalten.
Der Widerstand dieser Lochscheibe entspricht jedoch nur bei einem bestimmten Luftdurchgang dem Widerstand eines normalen Atemschutzfilters, da die Lochblende mit steigendem Luftdurchgang, entsprechend der höheren Strömungsgeschwindigkeit, einen Atemwiderstand ergibt, der im Verhältnis zur durchgehenden Menge im wesentlichen quadratisch ansteigt, wogegen das normale Atemschutz- filter einen etwa linearen Widerstandsanstieg zeigt.
Das Übungsfilter mit einer Lochblende bedeutet daher, gegenüber dem normalen Atemschutzfilter. eine übermässige Belastung der Atmungsorgane, insbesondere bei erhöhter Arbeitsleistung. Ausserdem haben diese Übungsfilter nicht das Gewicht des normalen Atemschutzfilters. Ein weiterer Vorschlag geht dahin, zwischen der Maske und dem normalen Atemschutzfilter ein Zwischenstück mit verstellbaren Öffnungen einzuschalten. Diese
Anordnung zeigt aber die gleichen Nachteile wie die vorher besprochen.
Es sind weiterhin Übungsfilter bekannt, welche mit indifferenten, körnigen Füllmassen, z. B.
Bimskies, gefüllt sind. Diese Filter haben zwar ungefähr das Gewicht eines normalen Atemsehutz- filters und ihr Widerstand steigt auch ungefähr gradlinig an, aber sie haben dafür andere Nachteile.
Sie lassen sich z. B. nur schwer gegen den Wasserdampfgehalt der Luft unempfindlich machen. Tränkt man sie mit Paraffinöl, so zeigt sieh, dass sie nicht zu desinfizieren sind, ohne dass dabei das Öl heraus- gelaugt wird.
Gegenstand der Erfindung ist ein Übungsfilter für Gasschutzmasken, bei dem in einer Zwischen- wand, innerhalb des Filtergefässes, in einer beiderseitig konisch auslaufenden Öffnung eine bewegliche
Platte mit geringem Randspalt vorgesehen ist, welche entweder selbst federnd an der Zwischenwand angebracht ist oder mit Hilfe von Federn'schwebend in der Öffnung gehalten wird. Die Zwischen- wand mit der Drosselplatte ist im Gewicht so bemessen, dass das Übungsfilter so schwer ist wie ein normales Atemschutzfilter.
Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungsbeispiele nach der Erfindung. In Fig. 1 ist 1 das Filter- gefäss mit einer Zwischenwand 2. Die Zwischenwand besitzt eine beiderseitig konisch auslaufende Öffnung 3. In dieser Öffnung wird von den Federn 4 und S die Drosselplatte 6 schwebend gehalten.
Zwischen der Drosselplatte 6 und der Zwischenwand 2 befindet sich nur ein ganz enger Luftspalt.
Die Fig. 2 und 3 zeigen eine andere Ausführungsart des Erfindungsgegenstandes. Hierin ist 2 die Zwischenwand, in welcher in einem rechteckigen nach unten und oben konisch auslaufenden Loch. 3 eine Zunge 6 aus federndem Baustoff angeordnet ist. Die Abmessungen und das Gewicht der Zunge sind so bemessen, dass etwa auftretende Schwingungen ausserhalb des Hörbereiches liegen. Statt der in den Fig. 2 und 3 dargestellten einseitigen Befestigung der schwingenden Zunge kann auch ein zwei- seitig befestigtes Band aus elastischem Baustoff Verwendung finden.
Die Vorteile der Erfindung liegen darin, dass alle Einzelteile des Übungsfilters aus vollkommen unempfindlichen Baustoffen hergestellt werden können. Ausserdem lässt sich das Gewicht dieses Übungsfilters leicht dem Gewicht des normalen Atemschutzfilters angleichen. Schliesslich haben eingehende Versuche ergeben, dass der Widerstand eines Übungsfilters nach der Erfindung sich ausserordentlich genau demjenigen des normalen Atemsehutzfilters angleichen lässt,