AT157572B - Verfahren zum Bearbeiten von Metalloberflächen. - Google Patents

Verfahren zum Bearbeiten von Metalloberflächen.

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Franz Musil
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  • Grinding Of Cylindrical And Plane Surfaces (AREA)

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  Verfahren zum Bearbeiten von Metalloberflächen. 



   Es ist bereits bekannt, rotierende Schleifscheiben, die in einem Handgriffe gelagert sind und über eine flexible Welle angetrieben werden, zur Bearbeitung von Metalloberflächen heranzuziehen. So wurde insbesondere vorgeschlagen, derartige Werkzeuge zum Nachschleifen von   Schiebergleitflächen   od. dgl. zu verwenden. Bekannt ist auch die Anwendung einer dünnen, aus nachgiebigem Material bestehenden Schleifscheibe bei Werkzeugen der eben beschriebenen Art. Auch zur Verzierung von   Metalloberflächen   wurden Schleifscheiben bereits in Anwendung gebracht.

   Hiebei wurde die Metall-   oberfläche   dadurch mit Ornamenten versehen, dass gewisse Teile der Oberfläche abgedeckt wurden und nur die freiliegenden Teile durch die darübergeführte Schleifscheibe eine Striehstruktur erhielten.
Auf diese Art konnten nur Ornamente mit scharf begrenzter Form erhalten werden. Zweck der Erfin- dung ist es, eine grössere Freiheit in der Formgebung und Nuancierung der ornamentalen Effekte zu erreichen und Ornamente in feiner und weicher Linienführung zu erzeugen.

   Das Verfahren gemäss der
Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass eine an sich bekannte dünne, aus nachgiebigem Material bestehende Schleifseheibe so über die metallische Oberfläche geführt wird, dass sie, diese mit ihrer Umfläche berührend, je nach Stellung und Andruck an die metallische Oberfläche eine stärkere oder schwächere Flatterbewegung vollführt und auf ihr dickere oder dünnere schummerige, ornamentale Linien hervorbringt. 



   In der Zeichnung sind in Fig. 1 eine beispielsweise Ausführungsform eines Werkzeuges zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens und in den Fig. 2 und 3 Beispiele nach diesem Verfahren bearbeiteter   Metalloberflächen   dargestellt. 



   Die Schleifscheibe 1 ist mit ihrer Welle 2 in einem Handgriffe 3 gelagert und wird über eine flexible Welle 4 angetrieben, so dass sie beliebig über die   Werkstückoberfläche   geführt werden kann. 



  Die Schleifscheibe besteht aus einem dünnen und nachgiebigen Material und ist vorzugsweise aus einigen wenigen Schmirgelleinen-oder Glaspapierblättern hergestellt, die kreisrund oder annähernd kreisrund ausgeschnitten sind. Die Schleifscheibe wird mit Hilfe des Handgriffes 3 ähnlich wie ein Zeichenstift über die zu verzierende metallische Oberfläche hinwegbewegt, u. zw. so, dass sie mit ihrer Umfläche die zu bearbeitende Oberfläche berührt. Während der Rotation führt die Scheibe zufolge ihres Aufbaues aus einem nachgiebigen Material eine flatternde Bewegung aus, wobei der Abweichungwinkel der Flatterbewegung durch mehr oder minder starkes Andrücken der Scheibe gegen die Metall-   oberfläche   geregelt werden kann.

   Die Flatterbewegung der Scheibe bewirkt, dass die auf der Metalloberfläche gezeichneten Linien verschwommene oder auch schummerige Ränder haben, so dass sie sich für die verschiedensten ornamentalen Darstellungen gut eignen. Es empfiehlt sich, bei dem neuen Verfahren die rotierende Schleifscheibe in einem ersten Arbeitsgange annähernd senkrecht zu ihrer Achse über die Metalloberfläche hinwegzubewegen, so dass diese zunächst eine hauptsächlich in einer Richtung verlaufende Strichstruktur erhält, und hierauf in einem zweiten Arbeitsgange in annähernd   gleicher Stellung quer zur früheren Richtung über die Metalloberfläche zu bewegen, wodurch beispielsweise bei welliger Führung der Schleifscheibe eine moiréartige Zeichnung auf der Metalloberfläche   hervorgerufen werden kann, wie sie in Fig. 2 dargestellt ist.

   Es können aber auch die verschiedensten andern dekorativen Effekte nach dem erfindungsgemässen Verfahren erzielt werden. Um die verzierte   Metalloberfläche   vor den oxydierenden Einflüssen der Luft und Feuchtigkeit zu   schützen,   wird sie nach der Bearbeitung mit der Schleifscheibe in an sich bekannter Weise mit einer transparenten Lackschicht überzogen. Auch können farbige Lacke zu weiteren Verzierungen unter teilweiser Abdeckung der mit der Schleifseheibe behandelten Metalloberfläche herangezogen werden. So ist die Oberfläche 

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 des Deckels 6 der in Fig. 3 dargestellten Puderdose 5 mit der Schleifscheibe moiréartig gemustert und durch farbige Lackstreifen 7 fensterartig unterteilt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Bearbeiten von Metalloberflächen mit einer umlaufenden, in einem Handgriff gelagerten, vorzugsweise über eine flexible Welle angetriebenen dünnen, aus nachgiebigem Material bestehenden Schleifscheibe, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifscheibe so über die metallische
Oberfläche geführt wird, dass sie, diese mit ihrer   Umfläche   berührend, je nach Stellung und Andruck an die metallische Oberfläche eine stärkere oder   schwächere Flatterbewegung vollführt   und auf ihr dickere oder dünnere schummerige, ornamentale Linien hervorbringt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass aus einigen wenigen, kreisförmigen oder annähernd kreisförmigen Blättern von Schmirgelleinen, Glaspapier od. dgl. bestehende Schleif- scheiben verwendet werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die umlaufende Schleif- scheibe in einem ersten Arbeitsgange annähernd senkrecht zu ihrer Achse über die Netalloberfläche bewegt wird, so dass diese zunächst eine hauptsächlich in einer Richtung verlaufende Strichstruktur erhält, und hierauf in einem zweiten Arbeitsgange in annähernd gleicher Stellung quer zur früheren Richtung über die Metalloberfläche bewegt wird. EMI2.1
AT157572D 1936-12-10 1936-12-10 Verfahren zum Bearbeiten von Metalloberflächen. AT157572B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102010038476A1 (de) * 2010-07-27 2012-02-02 Patrick Wiedenbeck Verfahren zur Verbesserung von Effektlackierungen auf metallischen, künstlichen oder natürlichen festen Oberflächen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102010038476A1 (de) * 2010-07-27 2012-02-02 Patrick Wiedenbeck Verfahren zur Verbesserung von Effektlackierungen auf metallischen, künstlichen oder natürlichen festen Oberflächen
DE102010038476B4 (de) * 2010-07-27 2015-04-02 Patrick Wiedenbeck Verfahren zur Verbesserung von Effektlackierungen auf schleifbaren Oberflächen

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