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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Beschicken von Behältern oder sonstigen Einrichtungen mit kleinstückigem Gut mit einer Besehickungstrommel, der das Gut aus einem darüber angeordneten Vorratsbehälters mittels eines oben in die Besehickungstrommel mündenden vertikalen
Zulaufschachtes zugeführt wird.
Derartige Beschickungsvorrichtungen hat man bisher so ausgebildet, dass die Mittellinie des Zulaufschaehtes mit der senkrechten Mittelachse des Trommelquerschnittes zusammenfällt. Hiedurch wird zwar der Vorteil erzielt, dass infolge der senkrechten Anordnung des Zulaufschachtes auch bei leicht zusammenbackendem Gut eine Verstopfung des Füllschachtes mit Sicherheit vermieden wird, doch tritt anderseits der Nachteil auf, dass häufig ein Einklemmen von Gut zwischen der Einfüllöffnung der Fülltrommel und der Wandung des Zulaufschaehtes für das Gut eintritt, so dass, abgesehen von dem hiedurch bedingten Verschleiss, das Drehen der Fülltrommel nur unter einem grossen Kraftaufwand bewerkstelligt werden konnte.
Man hat zwar schon versucht, diese Nachteile dadurch zu beseitigen, dass man oberhalb der Fülltrommel noch einen Zwischenbunker vorsah, dessen Fassungsvermögen man etwas kleiner wählte als das Fassungsvermögen der Trommel, und indem man die eine Wand des Füllbunkers beweglich ausbildete. Es liess sich jedoch auch hiedurch das erwähnte Festklemmen der Trommel nicht mit hinreichender Zuverlässigkeit vermeiden.
Es sind ferner schon Beschickungsvorrichtungen mit einem schräg zur Fülltrommel angeordneten Zulaufschaeht bekanntgeworden, bei denen der Zulaufschacht seitlich in die Fülltrommel einmündet.
Bei diesen Vorrichtungen wird zwar die Trommel nicht ganz mit dem Gut gefüllt, so dass die Gefahr von Verklemmungen nicht besteht, doch weisen dafür diese bekannten Vorrichtungen den Nachteil auf, dass in dem schräg angeordneten Zulaufschacht leicht ein Festsetzen des Füllgutes eintreten kann, was unerwünschte Betriebsstörungen hervorruft und insbesondere ein selbsttätiges Arbeiten derartiger Beschickungsvorrichtungen, beispielsweise in Abhängigkeit von der Höhe des Brennstoffbettes in dem Vergaser ausschliesst.
Die Erfindung ermöglicht es, unter Beibehaltung der aus der senkrechten Anordnung des Füllschachtes sich ergebenden Vorteile die Gefahr eines Klemmens derselben zu beseitigen. Dies wird dadurch erreicht, dass der Zulaufschacht mit seiner Mittellinie etwa um die halbe Stärke des Zulaufschachtes gegen die senkrechte Mittelachse des Trommelquerschnittes parallel dazu versetzt angeordnet ist, so dass ein Teil der Fülltrommel in an sieh bekannter Weise entsprechend dem Böschungswinkel des Gutes von der Füllung frei bleibt.
Dabei wird durch die seitliche Führung des Gutes erreicht, dass die Trommel bei der Füllung niemals in ihrem ganzen Raum angefüllt wird, es bleibt vielmehr stets ein gewisses Segment des Trommelquerschnittes vom Gute unausgefüllt, in das sich das Gut bei der Umdrehung der Trommel, ohne Verklemmungen zu verursachen, hineindrängen kann. Hiedurch wird also in einfacher Weise ein Überfüllen der Trommel und der damit verbundene Nachteil vermieden.
In der Zeichnung ist die Erfindung bei einer Vorrichtung zur selbsttätigen Beschickung eines Gaserzeugers an einem Ausführungsbeispiel erläutert.
Aus dem Bunker 1 wird das Gut über den Zulaufsehaeht 2 und die Fülltrommel 3 dem Gaserzeuger 4 zugeführt. Hiebei liegt jedoch die Mittellinie des Gutzulaufes aus dem Zulaufsehacht 2 in die Fülltrommel 3 ausserhalb der senkrechten Mittelachse 14 des Trommelquersehnittes, indem der Zulaufstrom um etwa die halbe Stärke des Zulaufsehaehtes gegen die Mittelachse des Trommelquerschnittes nach links verschoben ist. Mit 7 ist ein Teil der andern Wandung des Zulaufschachtes
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bezeichnet, der in bekannter Weise nach der einen Seite hin beweglich ausgebildet ist und durch ein Gegengewicht 8 in seiner Lage gehalten wird.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, wird durch den seitlichen Zulauf des Gutes in die Fülltrommel erreicht, dass diese sich niemals vollständig füllt, sondern
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der Trommel hineindrückt.
Mit 10 ist in der zeichnerischen Darstellung ein an sieh bekannter Schwimmer bezeichnet, welcher auf dem Brennstoffbett aufliegt und über die Teile 11, 12 und 13 die Füllbewegung der Trommel 3 bei einem bestimmten Tiefstand der Füllung des Generatorschachtes 4 einleitet. Dieser Schwimmer 10 wird während des eigentlichen Füllvorganges von dem Brennstoff abgehoben und fällt nach Beendigung desselben wieder auf den Brennstoff zurüek.
Die Erfindung ist jedoch mit dem dargestellten Ausführungsbeispiel keineswegs erschöpft, vielmehr können die hier zugrunde liegenden Gedanken überall dort mit Vorteil verwirklicht werden, wo beim Füllen oder Beschicken von Behältern mittels einer Fülltrommel die gekennzeichneten Schwierigkeiten zu überwinden sind. Insbesondere ist die Erfindung für Gaserzeuger geeignet, die mit Briketts, Kleinkoks oder ähnlichem kleinstüekigem Gut besehickt werden.