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Erzeugung eines Sprungzeilenrasters mit mechanischem Abtaster.
Die Abtastung eines ruhenden Objektes mit einer Spiralloehseheibe naeh dem Verfahren der ungeraden Zeilenzahl stösst auf folgende Schwierigkeit : Die Scheibe muss sieh bei einer kompletten Abtastung, die also beim Sprungzeilenverfahren aus zwei Teilabtastungen besteht, zweimal ganz gegen-
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gesamte Abtastung 2 n + 1 Zeilen aufweisen soll. Nun ist es aber geometrisch ausgeschlossen, ohne optische Ausgleichsvorrichtungen, also nur durch einfache Projektion einer Spirallochscheibe auf die
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Zeilenperiode entsteht.
Mit einer Scheibe, die sich pro Teilabtastung U-mal herumdreht, wobei U eine ganze Zahl ist, geht nämlich die Abrollung der n + # Bildpunkte auf dem Umtang nicht auf, d. h. die erste Teilabtastung schliesst sich an die zweite Teilabtastung nicht unter Einhaltung des konstanten Zeitabstandes zwischen den aufeinander folgenden Bildpunkten an.
Eine weitere Schwierigkeit besteht darin. die zweite Teilabtastung um genau eine Zeilenbreite unter die erste Teilabtastung zu legen, denn es wäre praktisch unmöglich, auf optischem Wege zwei Bildpunkte, die um einen Bildpunktdurchmesser untereinander liegen, gegeneinander auszublenden und bei der ersten Teilabtastung nur den jeweils oberen, bei der zweiten Teilabtastung nur den jeweils unteren auszunutzen. Diese optische Ausblendung müsste eine Schärfe und Präzision aufweisen, die technisch undurchführbar ist.
Ein Ausweg aus beiden Schwierigkeiten, sowohl der geometrischen als auch der Ausblendungs- bedingung, zeigt die nachstehend beschriebene, erfindungsgemässe Verbundspiralscheibe. Erfindungsgemäss rotiert eine Zerlegerscheibe für direkte Zeilensprungabtastung ruhender Objekte pro Teil-
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ungerade Anzahl von ganzen Umdrehungen auf eine Vollabtastung.
Die Erfindung möge an Hand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
Wie in Fig. 1 a dargestellt ist, enthält die Verbundspiralscheibe zwei getrennte Teilspiralen, von denen jede einzelne U + # Gänge besitzt. Die Teilspirale ? ist der Übersichtlichkeit halber stark,
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höhe ab. Beginnt die Abtastung beim Punkte J mit der Zeitmarke Null Grad und erfolgt der Bildwechsel stets isochron, also immer wieder in dem Augenblick, wo der Punkt -1 die NuìI-Grad-Linie durchläuft, so hat der letzte Bildpunkt der a-Spirale B, gerade eine halbe Zeile abgetastet, wenn der Bildwechsel von der ersten zur zweiten Teilabtastung bei C überleitet. In diesem Augenblick gibt der Interzeptor, der in Fig. 1 b dargestellt ist, die zweite Teilspirale b zur Abtastung frei.
Da die beiden Spiralen geometrisch genau kongruent sind, so bereitet die Koinzidenz der beiden Teilabmessungen von a und b keine Schwierigkeiten. Eine besondere Schrägoptik zum Ausgleich der Trapezformen ist daher nicht erforderlich.
Der Interzeptor, der in Fig. 1 b neben der zugehörigen Zerlegerscheiben gezeichnet ist, dreht
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der Hauptscheibe. Die optische Zuordnung von Interzeptor und Abtaster geschieht entweder durch Schattenwurf bei benachbarter Aufstellung der beiden in parallelem Licht-wobei unter parallelem Licht auch solches verstanden wird, dessen Strahlen so wenig gegeneinander divergieren, dass die Unschärfe der Abbildung innerhalb zulässiger Grenzen bleibt-oder besser in der Art, wie es Fig. 2 zeigt, durch optische Zwischenabbildung. Hiebei ist durch ein zweckmässig telezentrisches Objektivsystem 1, 2 eine scharfe Abbildung der Interzeptorscheibe 3 auf die Verbundspirale 4 eingestellt.
J ist der Antriebsmotor für die Verbundspirale, 6 der Antriebsmotor für die Interzeptorscheibe. Das Licht kommt von der Lichtquelle 7 über den Hohlspiegel 8. Die Hauptoptik 9 entwirft dann bei 10 ein reelles Lichtbild der Zerlegerfläche, welches komplett in Sprungzeilen abgetastet wird. An dieser Stelle kann
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Ikonoskops befinden.
Bei den höchsten heute verwendeten Zeilenzahlen, nämlich über 400, reicht eine Dreifachspirale zur Unterbringung der Bildpunkte nicht mehr aus. In diesem Falle genügt jedoch neoh eine
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brauchbare Zerlegeranlage :
441 Bildpunkte, 2x 2% Spiralen ;
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Drehzahl ist selbstverständlich nur bei im Vakuum laufenden Scheiben möglich, dort aber gut ausführbar.
Der 125-Periodenstrom wird aus dem 50-Periodenstrom hergestellt durch einen Synchronumformer, bestehend aus einem vierpoligen Antriebsmotor und einem zehnpoligen Generator.
Der Antriebsmotor 5 der Verbundscheibe 4 ist zweipolig.
Der Interzeptor dreht sieh einmal pro Vollabtastung, läuft also mit 25 Umdrehungen je Sekunde, das sind 1500 Umdrehungen je Minute. Es wird vom Netz durch einen vierpoligen Synehronmotor angetrieben.
Bei andern Netzfrequenzen ändert sieh im Prinzip der Aufbau des Abtasters nicht, solange nur die Bildwechselzahl mit der Netzperiode übereinstimmt, was bei allen Zeilensprungsystemen stets geschieht, um Störungen der Synchronisierung durch Netzbrummen zu vermeiden. Das Verfahren ist also beispielsweise auch für die 60periodigen amerikanischen Netze ohne Änderung anwendbar, nur
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Die optische Einrichtung nach Fig. 2 entwirft in der Einstellebene 10 zwei absolut präzise koinzidierende Teilraster, lässt jedoch den Fehler des natürlichen Trapezwinkels von 40 im angeführten Zahlenbeispiel bestehen. Wird die Sendung, die bei 10 abgetastet wird, mit Empfängern konstanter Zeilengeschwindigkeit empfangen, so würden im Empfangsbild die Lotlinien an den Rändern um zirka 3% gegeneinander geneigt sein.
Wird dies störend empfunden, so wird erfindungsgemäss angegeben,
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wird, also nicht mehr senkrecht auf die Scheibenebene 4 steht ; man erhält dann bei einer um ebensoviel negativ geneigten Auffangfläche 10 aus der Trapezteilung der Scheibe nach den bekannten Gesetzen der geometrischen Optik ein rechteckiges Bild.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Abtastung einer Vorlage nach dem Zeilensprungverfahren mit rotierender Zeregerscheibe, wie Lochseheibe. Linsenrad usw., dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe pro Vollabtastung Line ungerade Anzahl (2 U + 1) Umdrehungen ausführt, wobei die Bildpunktblenden in zwei von- inander unabhängigen in sich zusammenhängenden Spiralen angeordnet sind, deren jede eine Anzahl 'J + 2 komplette Windungen umfasst und eine gesamte Sprunghohe gleich Bildlilhe besitzt, und dass lie Abtastung zwischen der ersten und der zweiten dieser Teilspiralen beim Bildwechsel mittels einer synchron mitlaufenden optischen Blende wechselt,
während der Gleichlauf vorzugsweise durch einen Synehrongenerator von 2 U + 1 Polpaaren und einen Synehronantriebsmotor von zwei Polpaaren gewirkt wird.