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Verfahren und Einrichtung zur Trocknung und Glättung von endlosen Papier-, Karton-oder
Zellstofbahnen.
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wird durch die Presswalze 6 auf das heisse Stahlband 1 aufgepresst, und während der Weiterführung über das bogenförmig gespannte Band 1 durch die Heizkörper 4 getrocknet und am anderen Ende am Rollapparat 9 aufgewickelt. Durch die eigenartige bogenförmige Führung des Stahlbandes 1 wird erreicht, dass die auf demselben aufliegende Stoffbahn 8 stets unter Spannung auf dem heissen Stahlband aufliegt und sich dadurch nicht selbsttätig davon ablöst bzw. den Kontakt mit dem Stahlband 1 verliert. Diese Führung der Troeknungsstrecke des Stahlbandes 1 ist ein wesentliches Merkmal der erfindungsgemässen Einrichtung.
Während die Einrichtung nach Fig. 1 nur eine Ausnutzung des Stahlbandes 1 auf etwa der halben Bandlänge zulässt, ist in Fig. 2 eine Anordnung getroffen, um das Stahlband 1 nahezu über seine gesamte Länge für die Aufheizung und Trocknung auszunutzen. In diesem Falle müssen beide zwischen den Umlenkwalzen 2 ausgespannten Hälften des Bandes 1 bogenförmig über die Tragwalzen geführt werden. Die feuchte Stoffbahn 8 wird hiebei über das Stahlband 1 geführt, getrocknet und am Rollapparat 9 aufgewickelt. Bei dieser Anordnung werden beide Hälften des Stahlbandes 1 durch Heizkörper 4 geheizt. Die Heizung jedes Heizkörpers 4 kann regelbar und unabhängig voneinander ausgeführt werden, was den grossen Vorteil hat, die Trockentemperatur für die Stoffbahn 8 den einzelnen Phasen der Trocknung anzupassen.
Es ist nicht unbedingt nötig, die Trocknung der feuchten Stoffbahn 8 unter Mithilfe eines Gewebebandes 5 erfolgen zu lassen. Es kann vielmehr, wenn die erfindungsgemässe Einrichtung beispielsweise an einer Selbstabnahmemaschine verwendet wird, auch ohne Filz 5 gefahren werden, weil die feuchte Stoffbahn am glatten Stahlband durch das Aufpressen kleben bleibt. Der Einbau der Einrichtung kann je nach Erfordernis, wie in Fig. 1 und 2 dargestellt, sowohl horizontal oder wie in Fig. 3 gezeigt, senkrecht erfolgen.
Die Fig. 3 zeigt den prinzipiellen Einbau der Einrichtung in Verbindung mit einer Selbstabnahmepapiermasehine. Die feuchte Stoffbahn wird am Sieb 14 gebildet, auf den Saugern 15 vom grössten Teil der Flüssigkeit befreit, durch die Gautschwalzen 16, 17 ausgepresst und mit Hilfe der Filze 18 und 22, die über die Walzen 19 bzw. 23 laufen, durch die Presswalzen 21, 22 der Nasspresse geführt.
Die auf dem Filz 18 klebende Stoffbahn wird nun durch die Walze 24 mit grossem Druck auf das über die untere Umlenkwalze 2 gespannte und erhitzte Stahlband 1 gepresst und auf den durch die Heizkörper 4 erwärmten und durch die Tragwalzen 3 bogenförmig nach aussen gespannten Stahlband 1 getrocknet. Die trockene Bahn wird am Rollapparat 9 aufgerollt.
In dem gezeigten Beispiel (Fig. 3) des Einbaues der erfindungsgemässen Einrichtung in eine Selbstabnahmepapiermaschine wird das Stahlband senkrecht angeordnet. Dies hat den Vorteil geringeren Platzbedarfes und besserer Abführung der durch den Trocknungsvorgang gebildeten Schwaden, die senkrecht in dem Abzugsschacht 10 hochsteigen können.
Bei der in Fig, 3 dargestellten Anwendung des Stahltrocknungsbandes 1 kann ebenfalls ein Filz 5 zur Benutzung kommen. Dieser wird dann über die Walzen 7 geführt und durch das laufende Stahlband mitgenommen. Der Filz 5 kann in bekannter Weise auch über einen Filztrockner oder durch Luft getrocknet werden. Hiezu sind an dem Schacht 10 am unteren Ende die Warmluftzuführungsrohre 11 angeordnet. Durch die eingeblasene Warmluft wird sowohl die Trocknung der Stoffbahn als auch die Abführung der Schwaden durch den Schacht 10 begünstigt.
Die Anordnung des Stahlbandes 1 nach Fig. 1, 2 und 3 kann aber auch derart erfolgen, dass
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Troeknung und Glättung von endlosen Papier-, Karton- oder Zellstoffbahnen, dadurch gekennzeichnet, dass die feuchte Stoffbahn auf ein umlaufendes, endloses erhitztes und hochglanzpoliertes Metallband aufgeführt und auf diesem geglättet und getrocknet wird.