AT156757B - Mit periodisch geregelter Übersetzung arbeitender Transformator. - Google Patents

Mit periodisch geregelter Übersetzung arbeitender Transformator.

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  Mit periodisch   geregelter Cbersetzung arbeitender Transformator.   



   Zum Kuppeln von Netzen oder eines Netzes mit einem Verbraucher verwendet man bisher entweder Transformatoren mit unveränderlicher Übersetzung oder aber solche, deren   Übersetzung   durch Stufenschalter oder andere mechanische Einrichtungen (Drehtransformatoren) nur verhältnis-   mässig langsam   verändert werden konnte. Die Erfindung gibt einen Weg an, wie zwei gleichfrequente 
 EMI1.1 
 phasenlage nicht übereinzustimmen braucht, miteinander gekuppelt   werden können. Gemäss   der Erfindung wird dies dadurch bewirkt, dass die Übersetzung eines Transformators im Takt der doppelten   Netzfrequenz der zu kuppelnden Netze von positiven zu negativen Werten schwankt. Das Vbersetzungsverhältnis ii muss also. zumindest in erster Annäherung, der Gleichung   
 EMI1.2 
 genügen.

   Darin bedeuten e1 und a beliebige Konstanten und   (0   die Kreisfrequenz des speisenden Netzes. Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens ist schematisch in Fig. 1 der Zeichnung dargestellt. 
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 des Transformators 2 wird im Takt der doppelten Netzfrequenz mit Hilfe des Gleitkontaktes 4 zwischen positiven und negativen Werten geändert und eine Leitung von dem Gleitkontakt 4 zu dem ändern Pol des nicht dargestellten Verbrauchers 5 geführt. Der Antrieb des Gleitkontaktes 4 kann z. B. von einem Motor aus, der eine der doppelten Netzfrequenz entsprechende Drehzahl besitzt. über ein Schubkurbelgetriebe erfolgen. 



   In Fig. 2 sind die Spannungsverhältnisse für eine Anordnung gemäss Fig. 1 graphisch dargestellt. 



  Ut bezeichnet die Spannung des Netzes   1,   it das   Übersetzungsverhältnis, das im   Takt der doppelten Netzfrequenz schwankt, u. zw. ebenfalls sinusförmig. Die Schwankungen erfolgen zwar synchron mit der Spannung   Pi, jedoch   mit einer gegenseitigen Phasenverschiebung, die vollkommen beliebig sein kann und mit dem Winkel   a   bezeichnet wurde.

   Die Folge einer solchen   Übersetzungsschwankung   auf der Sekundärseite ist zwar die, dass ein solcher Transformator eine urspriinglieh rein sinusförmige 
 EMI1.4 
 führungsbeispiel gemäss Fig. 1 um Einphasentransformatoren, so können entsprechende Glättungskreise angewendet werden   (Siebkreise),   die die Sekundärspannung bis zu dem gewünsehten Mass glätten. 

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 in ihrer Phasenlage stufenlos verschieben läss. Ferner hat ein solcher Transformator auch noch die Eigenschaft, dass er einen Leistungsfaktor des Sekundärnetzes in nacheilendem Sinn in einen   solehen   in   voreilendem   Sinn im Primärnetz verändert und umgekehrt.

   Die gewünschte Sinusform der Ausgangsspannung ergibt sieh, wie bereits gesagt, entweder aus geeigneter Zusammensetzung von einzelnen Phasenspannungen bei Iehrphasenbetrieb oder mit Hilfe von Glättungseinrichtungen. 



   Gemäss einer Weiterbildung der Erfindung kann ein solcher Transformator zusammen mit einem bekannten normalen Transformator mit unveränderlicher Übersetzung gleichzeitig angewendent werden. 



  Da der normale Transformator nacheilende Blindlast der Grosse und dem Vorzeichen nach unverändert 
 EMI2.2 
 Blindlast in voreilende umwandelt, so heisst es, dass ein sekundärseitig aus den beiden Transformatorarten zusammengesetzter Transformator primärseitig   gewissermassen   zugleich vor-und nacheilende Blindlast 
 EMI2.3 
 belasten, unabhängig von der   sekundären   Phasenverschiebung.

   Lässt man gewisse Unvollkommenheiten in der gegenseitigen Kompensation zu, d. h. also, dass sich die beiden   Teiltransformatoren   in 
 EMI2.4 
 zusammengesetzte Transformator imstande, durch Verändern der Phasenlage der vom   Teiltransformatir   mit   veränderlichem Übersetzungsverhältnis   erzeugten Sekundärspannung im gespeisten Sekundärnetz auch eine Wirklastregelung durchzuführen, da dann gleichzeitig mit der Summe der Blindleistungen, die nicht Null wird, eine entsprechende andere Wirklastsumme auftritt.

   
 EMI2.5 
 setzungsverhältnis, so nimmt die   Gleichung   unter der Voraussetzung gleicher Primärspannungen beider Transformatoren, die bei einer gemeinsamen   Primärwicklung   wie in dem   Ausführungsbeispiel gemäss   
 EMI2.6 
 
 EMI2.7 
 
 EMI2.8 
 
 EMI2.9 
   wobei up den Augenblickswert   der   Primirspannung   bedeuten soll.

   Es ist aus der Vechselstromtheorie her bekannt, dass diese Primärspannung durch folgenden Ausdruck ersetzt werden kann : 
 EMI2.10 
   Dabei bedeuten üp   den Scheitelwert und   p   die Phasenverschiebung der   Primärspannung   gegenüber einem beliebig wählbaren Bezugszeitpunkt, etwa dem Nulldurchgang des Stromes, so   dass'7. p   die 
 EMI2.11 
 
 EMI2.12 
 u.   zw. unter   der Voraussetzung, dass man noch die bekannte Umformung 
 EMI2.13 
 durchführt. Aus dieser Gleichung ist nun zu erkennen, dass der Ausdruck 1 für den bekannten normalen 
 EMI2.14 
 

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 EMI3.1 
 
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 EMI3.3 
 
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 entnommen werden, dass eine   Dritte Harmonische wep ; en de Gliedes   
 EMI3.5 
 auftreten wird. 



   Der Erfindungsgedanke kann beispielsweise auch dadurch verwirklicht werden, dass ein Drehregler durch Antrieb mittels eines mit der halben Polpaarzahl des Drehreglers ausgerüsteten Synchron- 
 EMI3.6 
 doppelten Netzfrequenz zwischen positiven und negativen Werten schwankt. 



   Es sind ferner Anordnungen bekanntgeworden, bei denen das Übersetzungsverhältnis eines Trans- 
 EMI3.7 
 muss, damit keine gegenseitige Steuerung der verschiedenen Flüsse eintritt, dafür gesorgt werden, dass die Wechselstromwicklungen und die Gleichstromwieklung keine gegenseitige Kopplung aufweisen. 



  Der Erfindungsgedanke kann nun so verwirklicht werden, dass an Stelle der bisher verwendeten Gleichstromwicklung, die, beispielsweise in Abhängigkeit von der Belastung, allmählich   das tbersetzungs-   verhältnis ändert, eine Weehselstromwicklung vorgesehen wird, die von einem Magnetisierungsstrom der doppelten Netzfrequenz erregt wird. 
 EMI3.8 
 keinen Wert, so kann man es so einrichten, dass jedem Augenblickswert der konstanten Primärspannung ein ganz bestimmter Wert der zeitlich sinnsförmig veränderlichen Übersetzung entspricht. Man kann also auch Anordnungen zur Durchführung des Erfindungsgedankens verwenden, bei denen der Scheitel- 
 EMI3.9 
 im Effektivwert schwankenden   Primärspannung   abhängt, und trotzdem eine konstante Sekundärspannung geliefert wird.

   Dies sind insbesondere Transformatoren, die leicht zu sättigende Kernteile enthalten, so dass sieh je nach Grösse des primär erzeugten Flusses die Flussverteilung und damit die Verkettung   zwischen Primär- und Sekundärwicklung   ändert. Um diese Änderung besonders stark werden zu lassen, kann man in bekannter Weise den ganzen Transformatorkern oder auch Teile desselben aus Mu-Metall herstellen. 
 EMI3.10 
 Zahl der Schaltstellen nicht zu gross zu erhalten, wird man sich im allgemeinen damit begnügen, den gewünschten zeitlichen Verlauf der Übersetzung stufenweise anzunähern, und wird die hiebei entstehende, meist geringe Verzerrungsleistung in Kauf nehmen.

   Die einfachste dieser   Schaltanordnungen   dürfte ein Transformator sein, so wie er auch in Fig. 1 dargestellt ist, der eine aussenliegende, eine blanke Kontaktbahn aufweisende   Sekundärwicklung erhält, auf   der ein Rollkontakt nach Massgabe der gewünschten Frequenz (doppelte Netzfrequenz) auf und ab bewegt wird. Von diesem einfachen Beispiel bis zu dem   Anzapftransformator,   dessen Anzapfungen in periodischer Reihenfolge zu-und abgeschaltet werden können, lassen sich alle der vielen bekannten Schaltanordnungen   zur Durchführung   des Erfindungsgedankens benutzen. 
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 mit zu beliebig wählbaren Zeitpunkten in beliebig wählbarer   Richtung durchlässigen Entladungsstrecken   arbeitet.

   (Es können hiezu beispielsweise auch je Sehaltstelle zwei gegensinnig parallel geschaltete, gittergesteuerte Entladungsstrecken angewendet werden.) An den Enden und Anzapfungen der 
 EMI3.12 
 ist, wie Fig. 4 zeigt, eine Treppenkurve. Von der Steuerung der Entladungsstrecken ist die Phasenlage der Übersetzungskurve der Fig. 4 abhängig. Durch Verändern der Phasenlage, d. h. durch Verändern der Zündzeitpunkte der einzelnen Entladungsstrecken, kann die übertragene Scheinleistung des Transformators im gewünschten Sinn geändert werden.

   Bezüglich des Aufbaues der Steuerung, der Steuerund   Kommutierungsverhältnisse,   gelten die gleichen Bedingungen, wie für eine der bekannten Umrichtersteuerungen.   Zweckmässigerweise wird   die Brenndauer der einzelnen   Entladungsstrecken   von dem Augenblickswert der zeitlichen Änderung der Sekundärspannung beeinflusst ; soll die Annäherung der 
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 durch entsprechende Vergrösserung der Zahl der Anzapfstellen unter Anwendung weiterer Entladungsstrecken erreicht werden. Bei einer solchen Spannungserzeugung treten wegen der unstetigen Änderung des   Übersetzungsverhältnisses   ausser der dritten noch weitere Harmonische in der Ausgangsspannung auf. 

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 geändert werden.

   Es ist bereits ausgeführt worden, dass damit die   Grösse   und die Phasenlage der erzeugten Spannung geändert werden kann. Bei geeigneter, gleichzeitiger Anwendung eines Transfomators mit unveränderlichem   Übersetzungsverhältnis   und eines Transformators gemäss der Erfindung wird es also dann gelingen, die Scheinleistung dem   gewünschten   Wert vollständig anzugleichen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Mit periodisch geregelter Übersetzung arbeitender Transformator, dadurch gekennzeichnet, dass sieh sein   Übersetzungsverhältnis   im Takt der doppelten Netzfrequenz ändert.

Claims (1)

  1. 2. Transformator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Änderung des Übersetzungs- EMI4.2 kurbelgetriebe einen Gleitkontakt zwischen den freien Enden der Sekundärwicklung hin und her bewegt, dient.
    3. Transformatoranordnung zur vollständigen oder angenäherten Kompensation der Blindleistung auf der Seite des speisenden Netzes, dadurch gekennzeichnet, dass gleichzeitig ein Transformator mit unveränderlicher Übersetzung und ein Transformator mit periodisch veränderlicher Übersetzung nach Anspruch 1 angewendet werden.
    4. Transformatoranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Drehregler EMI4.3 der doppelten Netzfrequenz schwankt.
    5. Transformatoranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Übersetzungsverhältnis des Transformators durch eine Vormagnetisierung, die im Takt der doppelten Netzfrequenz EMI4.4 6. Transforma. toranordnung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass bei Transformatoren mit leicht sättigbaren Eisenkernen die Änderung des Übersetzungsverhältnisses durch die Änderung der Verkettung zwischen Primär- und Sekundärwicklung im Takt der doppelten Netzfrequenz erfolgt.
    7. Verfahren zur Regelung der einem Transformator nach Anspruch 1 oder folgenden zugeführten Scheinleistung, dadurch gekennzeichnet, dass Phasenlage und Scheitelwert der zeitlich sinusförmig im Takt der doppelten Netzfrequenz sehwankenden Übersetzung geändert werden.
    8. Transformatoranordnung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass die Sekundärspannung durch geeignete Transformatorschaltungen oder Siebkreise geglättet wird.
AT156757D 1936-12-22 1937-12-22 Mit periodisch geregelter Übersetzung arbeitender Transformator. AT156757B (de)

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