AT156660B - Verfahren zur Herstellung eines Blutungen beeinflussenden haltbaren Produkts. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Blutungen beeinflussenden haltbaren Produkts.

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  Verfahren zur Herstellung eines Blutungen beeinflussenden haltbaren Produkts. 
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 verarbeitet und soll eine erregende Wirkung auf das Zentralnervensystem ausüben. Im Gegensatze hiezu werden bei vorliegendem Verfahren immer Lösungen verarbeitet, unter sterilen Bedingungen getrocknet und so ein die Blutungszeit   abkürzendes   Präparat gewonnen. 



   Nach der deutschen Patentschrift Nr.   563153   hat man ferner ein aus Gehirntrockenpulver gewonnenen wässerigen Extrakt mit Alkohol gefällt und die Fällung mit Wasser extrahiert. Die erhaltene Lösung wird im Gegensatz zu vorliegendem Verfahren nicht sofort zur Trockne gebracht, sondern durch Adsorption weiter gereinigt und so ein den Glukoseabbau beschleunigendes Präparat gewonnen. Eine Trocknung der Lösung ist jedoch bei vorliegendem Verfahren erforderlich, da der die Blutungszeit abkürzende Wirkstoff in Lösung nicht haltbar ist. 



   Beispiel 1 :   l/g   von Haut und Blut befreites   Rückenmark   oder Gehirn vom Rind oder Kalb wird nach dem Zerkleinern mit der Fleischhaekmasehine mit dem halben Gewicht Quarzsand zerrieben, mit einem Drittel des Gewichts Kieselgur vermengt und in der   Buchnerpresse   bei 300-400 Atm. ausgepresst. Die Ausbeute an Presssaft beträgt etwa   45%   des eingesetzten Materials. Der Presssaft wird durch Zentrifugieren geklärt und unter sterilen Bedingungen in Ampullen im Hochvakuum getrocknet. 



   Beispiel 2 :   1/f Rückenmark   oder Gehirn wird, wie in Beispiel 1 beschrieben, auf Presssaft verarbeitet. Der Presssaft wird auf   etwa 800 C   so lange erhitzt, bis die Koagulation beendet ist. Die durch Zentrifugieren vom Koagulat getrennte Lösung wird durch Filtrieren geklärt und steril in Ampullen unter stark vermindertem Druck getrocknet. 



   Beispiel 3 : Aus   1 kg Gehirn   oder Rückenmark wird, wie im Beispiel l, beschrieben, Presssaft gewonnen. Dieser wird mit so viel Alkohol versetzt, bis das Eiweiss vollständig gefällt ist. Nach Abtrennen des ausgefällten Eiweiss durch Filtration wird das Filtrat unter vermindertem Druck bei Körpertemperatur eingedämpft, bis der Alkohol verjagt ist. Die resultierende wässerige Lösung wird geklärt und nach Sterilisation in Ampullen unter   Minderdruek   zur Trockne gebracht. 



   Beispiel 4 :   1 kg von Haut   und Blut befreites Rückenmark oder Gehirn von Rind oder Kalb wird nach sorgfältigem Zerkleinern mit   0'9-3%igrr Kochsalzlösung geschüttelt. Aus   der Mischung wird der ungelöste Rückstand durch Abschleudern entfernt und die trübe Extraktionsflüssigkeit nach mehrfacher Vorklärung unter sterilen Bedingungen in Ampullen getrocknet. 



   Beispiel 5 :   l/M   präpariertes   Rückenmark   oder Gehirn wird. wie in Beispiel 1 beschrieben, auf Presssaft verarbeitet. Der Presssaft wird mit mehr als   60%   seines Volumens an absolutem Alkohol versetzt. Die dadurch entstandene Ausfällung wird abfiltriert und mit so viel physiologischer Kochsalzlösung aufgenommen, als dem ursprünglichen Presssaftvolumen entspricht. Aus der Mischung wird durch Destillation unter vermindertem Druck der anhaftende Alkohol entfernt und die noch etwa vorhandenen Ballaststoffe, wie der durch den Alkoholzusatz denaturierte Blutfarbstoff, abgetrennt. Die nur schwach gefärbte Lösung wird nach Entfernung des Salzes und Entkeimungsfiltration in Ampullen im Hochvakuum getrocknet. 



   Beispiel 6 :   l kg   präpariertes Rückenmark oder Gehirn wird mit   2l   50volumprozentigem Alkohol 1 Stunde geschüttelt. Nach Abtrennung des Rückstandes wird der Extrakt durch Eindampfen im Vakuum vom Alkohol befreit. Im alkoholfreien Extrakt werden 0'9% Kochsalz aufgelöst und der Extrakt nach Filtration steril in Ampullen getrocknet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung eines Blutungen beeinflussenden haltbaren Produkts, dadurch gekennzeichnet, dass man aus   Rückenmark   oder Gehirn von Säugetieren Presssäfte bzw. wässerige Extrakte in bekannter Weise gewinnt und diese gegebenenfalls nach vorheriger Sterilisation unter sterilen Bedingungen zur Trockne bringt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trocknung bei niedrigen Temperaturen und unter vermindertem Druck vorgenommen wird.
AT156660D 1935-07-12 1936-07-04 Verfahren zur Herstellung eines Blutungen beeinflussenden haltbaren Produkts. AT156660B (de)

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