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Österreichische PATENTSCHRIFT Nix 15659. KARL RITTER VON WESSELY IN WIEN.
Inhalationsapparat.
Beim Gegenstand des Haupt-Patentes tritt die zur Regelung der Temperatur des Inhalationsgemenges notwendige Luft direkt aus dem Inhalationsraum in das Inhalations- rohr ein. Diese Luft, in welcher der Kranke atmet (bei grösseren Inhalatorien befindet sich stets eine Anzahl Kranker in ein und demselben Raum), ist durch Ausatmungsgasc mehr oder minder verdorben. Auch besitzt diese Luft als Innenluft eine verhältnismässig hohe Temperatur, so dass eine ausgiebige Kühlung des Inhalationsgemenges unmöglich ist.
Diese Missstände zu vermeiden, ist das Ziel vorliegender Erfindung.
Dieselbe bezweckt, die
Regelung der Temperatur des Inhalationsgemenges mittels reiner, bakterienfreier Luft bewerkstelligen und eine Kühlung des Inhalationsgemenges auf eine niedrigere Temperatur erreichen zu können, als dies beim Gegenstand des Haupt-Patentes möglich ist. Zur Er- reichung des erstgenannten Zweckes wird die zur Regelung der Temperatur des Inhalations- gemenges notwendige Luft mittels eigener Leitung der Aussenluft oder einem Raum ent- nommen, welcher reine, bakterienfreie Luft enthält. Zur Erreichung des in zweiter Linif angegebenen Zweckes wird diese Leitung gekühlt, wozu jedes gebräuchliche Kühlmittel angewendet werden kann.
Die Zeichnung zeigt im Höhenschnitt ein Beispiel einer Einrichtung, um einem
Inhalationsapparat nach Ö. P. Nr. 13955 Aussenluft oder reine, bakterienfreie Luft aus einem gesonderten Raum zuzuführen und dieselbe auf ihrem Weg zu kühlen. a ist der
Zerstäuber, c das Gefäss für die Arzneiflüssigkeit, b der Spalt oder das Rohr zur Zuleitung der letzteren zum Zerstäuber, d das Dampfrohr, f das Inhalationsrohr mit den Löchern j, den trichterförmigen Rippen. und dem Mundstück o. r ist der Rcgelungsschieber, k, m das Zahngetriebe hiefür und p das Thermometer.
Die neue Einrichtung besteht nun in folgendem Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist um das Inhalationsrohrf ein Mantel q gelegt, welcher durch ein Rohr 11 mit dem Zuleitungsrohr h für Aussenluft oder für aus einem Behälter kommende, reine, bakterienfreie Luft in Verbindung steht. Dieses Zuleitungs- rohr h ist von einem Kühlmantel e umgeben, in welchem sich ein Kühlmittel befindet oder bewegt.
Sollen mehrere Inhalationsapparate in einem Inhalationsraulll untergebracht werden, so wird man sie zweckmässig an ein gemeinschaftliches Zuleitungsrohr h an- schliessen, von dem mehrere Röhren H zu den einzelnen Apparaten abzweigen. i ist eine Klappe im Rohr n, welche von aussen mittels des Hebels l oder auf andere Weise be-
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rohr f gestattet, so dass man eine Kühlung des Inhalationsrohres f durch zuströmende, gekühlte Luft auch vermeiden kann.
Die Wirkung der eben beschriebenen Einrichtung ist ohneweiters klar. Sind der Regelungsschieber r und die Klappe i offen, so wird beim Inhalieren aus dem vom
Mantel q eingeschlossenen Raum Luft angesaugt, welche durch die Rohre n und h der Aussenluft oder einem reine, bakterienfreie Luft enthaltenden Raum entnommen wird.
Diese Luft wird durch das im Kühlmantel e -befindliche oder dort kreisende Kühlmittel gekühlt, so dass gegenüber dem Apparat des Haupt-Patentes eine tiefere Herabminderung der Temperatur des Inhalationsgemenges möglich ist. Die Regelung der Temperatur des
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Einstellung des Schiebers r. Es sei noch bemerkt, dass die Kühlung des Rohres h auch in der Weise durchgeführt werden kann, dass man dasselbe einfach durch Kühlwasser leitet, welches sich ständig ersetzt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Inhalationsapparat mit Vorrichtung zur Regelung der Temperatur des Inhalationsgemenges nach Patent Nr. 13955, gekennzeichnet durch die Anordnung eines das Inhalationsrohr (f) des Dampfzerstäubers umgebenden Mantels (q), der vermittels einer zweckmässig abschliessbaren Leitung (n, h) mit der Aussenluft oder mit einem besonderen Raum verbunden ist, welcher reine, bakterienfreie Luft enthält.