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Scbmiermittelverteiler.
Die nachbeschriebene Erfindung betrifft. Verbesserungen eines Schmiermittelverteilers für Sehmieranlagen nach dem Hauptpatente Nr. 15349. Ein solcher Sehmiermittelverteiler besitzt ein gekreuztes Kolbenpaar. Jeder Kolben liegt in einer von zwei gekreuzten, beiderseits verschlossenen Zylinderbohrungen. Von den durch die Kolben in den erwähnten Zylinderbohrungen abgegrenzten vier Arbeitsräumen führen Kanäle teils zu verschiedenen Schmierstellen und teils zu einer Druckquelle und die durch den Druck des Schmiermittels bewegten Kolben steuern mittels Ausnehmungen und Steuerkanten ihrer Schäfte diese Kanäle so, dass im zyklischen Wechsel den einzelnen Schmierstellen von der Druckquelle her abgemessene Schmiermittelmengen zugefördert werden.
Jeder Kolben weist Ausnehmungen auf, die so angeordnet sind, dass immer der gerade seinen Hub vollführende Kolben durch eine der Ausnehmungen des andern, gerade in einer Steuerstellung, vorzüglich in einer Endstellung, befindlichen Kolbens durchleiten kann und diesen hindert, seine Steuerstellung zu verlassen. Nach dem Hauptpatent sind diese Ausnehmungen der beiden Kolben eingedrehte Rillen und, wenn ein Kolben eine solche Rille des andern durehgleitet, berühren sich die beiden Kolben nur in Punkten.
Bei höheren Gegendrüeken an den Schmierstellen tritt an diesen Punkten eine grosse spezifische Flächen- pressung auf, was zu Abnutzungen führt, die auch ein gegenseitiges Fressen und Verklemmen der Kolben bewirken können.
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gerade in einer Steuerstellung liegenden Kolbens anliegen und vorbeigleiten, ohne dass ein gegenseitiges Verklemmen der beiden Kolben auftreten kann.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass z. B. der Querschnitt der erwähnten Ausnehmungen an den beiden Kolben von einer Zylinderfläche gebildet wird, deren Achse zur Kolbenaehse senkrecht steht und deren Radius im wesentlichen gleich ist dem Radius des andern Kolbens, so dass immer ein Kolben während seines Hubes mit seiner Mantelfläche in der zylindrischen Hohlfläche der Ausnehmung des andern Kolbens gleitet. Insofern bei solchen Ausführungsformen eine Verdrehung der Kolben um ihre Achsen verhindert werden muss, erstreckt sich die naehbesehriebene Erfindung auch auf Einrichtungen zur Sicherung der Kolben gegen solche Verdrehungen.
Eine andere Ausführungsform, bei welcher eine schädliche Punktberührung beim Gleiten eines Kolbens durch die Ausnehmungen des andern vermieden ist und bei welcher gleichzeitig auch die gegenseitige Berührung der Kolben eine Sicherung gegen das Verdrehen um ihre Achsen bildet, wird erfindungsgemäss dadurch geschaffen, dass die erwähnten Ausnehmungen durch zur Kolbenachse parallele ebene Flächen an den Kolben gebildet werden, von welchen Flächen jede in ihrer Mitte eine Warze trägt, die die beiden erwähnten Ausnehmungen des Kolbens voneinander trennt.
Die Warzen sind so durchgebildet, dass immer die obere Fläche der Warze des einen Kolbens die erwähnte ebene Fläche des andern Kolbens nahezu berührt, wodurch sich die Kolben gegenseitig gegen Verdrehen sichern, während die Warze des seinen Hub vollführenden Kolbens durch seitliches Anliegen an die Warze des andern Kolbens, der sich gerade in einer Steuerstellung, vorzüglich in einer Endlage befindet, diesen Kolben hindert, seine Steuerstellung zu verlassen.
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Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert.
In den Fig. 1 und 2 ist ein erfindungsgemässer Sehmiermittelverteiler in einem vertikalen Längsschnitt und einem Horizontalschnitt gezeichnet. Die Fig. 3 und 4 zeigen eine andere erfindungsgemässe Ausführungsform des Verteilers. Fig. 5 stellt perspektivisch einen Kolben aus dem Verteiler nach den Fig. 3 und 4 dar. Die schematischen Fig. 6-13 zeigen verschiedene gegenseitige Stellungen von Teilen der Anordnung nach den Fig. 3,4, 5. Die Fig. 14 und 15 stellen in einem Längsschnitt und einem Horizontalschnitt eine weitere erfindungsgemässe Ausführungsform des Verteilers dar.
In allen Figuren sind die gleichartigen Teile mit den gleichen Bezugsziffern versehen. In den Fig. 1 und 2 besitzen von den beiden sich kreuzenden Kolben 1 und 1 a. jeder zwei Kerben von kreiszylindrischem Querschnitt, u. zw. der Kolben 1 die Kerben 16 und 17 und der Kolben 1 a die Kerben 16a
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annähernd gleich ist dem Radius des Kolbens la, und der Querschnitt der Kerben 16 a und 17 a des Kolbens 1 a hat einen Krümmungsradius, der annähernd gleich ist dem Radius des Kolbens 1. Im gezeichneten Beispiel sind die Querschnitte der beiden Kolben 1 und 1 a gleich gross angenommen.
Sie könnten aber auch verschieden grosse Durchmesser haben. Gleitet ein Kolben durch eine Kerbe des andern, so legt er sich mit seiner Mantelfläche unter Flächenberührung in die betreffende Kerbe, wobei ein gegenseitiges Verklemmen der Kolben nicht möglich ist.
Bei jedem Hubwechsel kommen beide Kolben gleichzeitig in eine Endstellung zu liegen, wobei eine Kerbe des einen Kolbens einer Kerbe des andern gegenübersteht und bei einer zufälligen Verdrehung eines Kolbens oder beider der Eintritt des einen Kolbens in eine Kerbe des andern unmöglich werden würde.
Um dieser Gefahr auszuweichen, sind beide Kolben gegen solche Verdrehungen um ihre Achsen durch im Verteilergehäuse eingeschraubte Stifte und 18 a gesichert, die in zu den Kolbenachse parallele Nuten 19 und 19 a der Kolben eingreifen, u. zw. der Stift 18 in die Nut 19 des Kolbens 1 und der Stift 18 a in die Nut 19 a des Kolbens 1 a. Durch diese Ausbildung ist ein klagloses Arbeiten des Verteilers gewährleistet. Die Einlassöffnung 6 ist hier über mehrere, um den Stift 18 a herum angeordnete Kanäle 50 mit den Bohrungen 2, 2 a verbunden.
Ein zweites Beispiel für eine erfindungsgemässe Verteilerausführung, bei welcher Punkt berührung der beiden Kolben 1 und 1 a während ihrer Bewegungen vermieden wird, ist in den Fig. 3 und 4 dar-
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dadurch gebildet, dass an jedem Kolben eine zu seiner Achse parallele Fläche in der Mitte eingearbeitet ist, u. zw. am Kolben 1 die Fläche 22 (Fig. 5) und am Kolben 1 a die Fläche 22 a. Jede dieser Flächen erstreckt sich am zugehörigen Kolben so weit, als der Kolben während seiner Bewegung in den Bereich der Kreuzungsstelle beider Zylinderbohrungen 2 und 2 a gelangt. In der Mitte der Fläche 22 des Kolbens 1 erhebt sieh eine prismatische Warze 23 und in der Mitte der Fläche 22 a des Kolbens 1 a eine ebensolche Warze 23 a.
Die Höhe dieser Warzen ist gerade so gross, dass ihre oberen Begrenzung- flächen 38 und 38 a nach dem Einbau der Kolben den erwähnten Flächen 22 bzw. 22 a des andern Kolbens nahe gegenüberstehen, wodurch sieh die beiden Kolben gegenseitig gegen Verdrehungen um ihre Achsen sichern.
Im Beispiel nach Fig. 3 und 4 haben diese Warzen quadratischen Querschnitt, wobei die Seite des Quadrates gleich dem halben Hub eines Kolbens 1 oder 1 a gemacht und angenommen ist, dass beide Kolben gleich lange Hübe ausführen. Wenn die beiden Kolben 1 und 1 a ungleich lange Hübe hätten, so müsste im allgemeinen die Summe jener Abmessungen der Warzen, die parallel zu der Achse eines Kolbens liegen, gleich dem Hub dieses Kolbens sein. Sie können dabei einen kreisförmigen oder
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Bei der gegenseitigen Bewegung der beiden Kolben 1 und 1 a bewegen sich die beiden Warzen 23 und 23 a umeinander herum, wobei sie sich mit ihren Seitenflächen berühren.
Dabei gleiten die oberen Flächen der Warzen, u. zw. die obere Fläche 38 der Warze 23 des Kolbens 1 an der Fläche 22 a des Kolbens 1 a und die obere Fläche 38 a der Warze 23 a des Kolbens 1 a an der Fläche 22 des Kolbens 1.
Durch die Flächen 38, 22 und 38 a, 22 a sichern sich die beiden Kolben gegenseitig gegen ein Verdrehen um ihre Achsen. Durch die Berührung längs der Seitenflächen der Warzen 23 und 23 a wird immer der gerade in einer Steuerstellung liegende Kolben, im dargestellten Zeitpunkt der Kolben 1 a, gehindert, diese Steuerstellung zu verlassen, solange der andere Kolben, im dargestellten Zeitpunkt der Kolben 1, seinen Hub vollführt und umsteuert.
In den Fig. 6-13 sind die einzelnen Phasen der Relativlagen der beiden Warzen 23 und 23 a während eines Zyklus beider Kolben, beginnend mit der Stellung, die der gegenseitigen Stellung der Kolben 1 und 1 a in den Fig. 3 und 4 entspricht, bis wieder zu dieser Stellung festgehalten. Es sei angenommen, dass der Kolben 1 von der in den Fig. 3 und 4 gezeichneten unteren Endlage infolge des Druckes im Arbeitsraum 100 sich von unten nach oben bewegt und aus dem Arbeitsraum 100 e das Schmiermittel zu einem Schmiermittelauslass drückt.
Es bewegt sieh also, wie in Fig. 6 angedeutet, die Warze 23 von unten nach oben, während die Warze 23 a durch die Warze 2. 3 verhindert ist, sich von rechts nach links zu bewegen, so dass der Kolben 1 a seine steuernde rechte Stellung nicht verlassen kann. Ist die Warze 23 mit dem Kolben 1 über die in Fig. 7 gezeichnete Mittellage in die obere Steuerstellung dieses Kolbens gelangt, was in Fig. 8 dargestellt ist, so kann die Warze 23 a an der Warze23
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vorbei sich nach links bewegen.
Der Arbeitsraum 100 a kommt zu diesem Zeitpunkt unter Druck und der Kolben 1 a mit der Warze 23 a gleitet in der Zylinderbohrung 2 a von rechts nach links, wobei sich die Warze 23 a an der Warze 23 unter Fläehenberührung vorbeischiebt, welche Bewegungsphase in ihrer Mittelstellung in der Fig. 9 dargestellt ist. Es ist klar, wie nun die weitere gegenseitige Bewegung der Warzen erfolgt, die durch die weiteren Fig. 10-13 erläutert ist. Die gezeichneten Pfeile zeigen immer die Richtung der sich gerade bewegenden Warze an.
Um die Kolben 1 und 1 a in die gekreuzten Bohrungen 2 und 2 a einbauen oder aus ihnen herausnehmen zu können, besitzt der Kolben 1 noch die kerbenartigen Erweiterungen 24 und 25 der Ausnehmungen 20 bzw. 21, welche kreiszylindrischen Querschnitt haben ; der Kolben 1 a besitzt ebensolche Erweiterungen 24 a und 25 a der Ausnehmungen 20 a bzw. 21 a. Zum Ausbauen eines Kolbens, z. B. des Kolbens 1 a, muss nicht nur einer der Verschlusspfropfen 26 a oder 27 a der Zylinderbohrung 2 a entfernt werden, sondern auch einer der Verschlusspfropfen 26 oder 21 der Zylinderbohrung 2. Der Kolben 1 kann dann so weit in der Zylinderbohrung 2 gegen ihr geöffnetes Ende verschoben werden, dass eine der kreiszylindrischen Ausnehmungen 24 oder 25 den vollen Querschnitt der Zylinderbohrung 2 a frei gibt, worauf der Kolben 1 a aus ihr herausziehbar ist.
Die in den Fig. 14 und 15 dargestellte Ausbildungsform zeigt einen erfindungsgemässen Verteiler, in welchem sich die beiden gekreuzten Bohrungen 2,2 a nicht durchdringen. Ihre Achsen liegen in einem Abstand voneinander angeordnet, der grösser ist als die Summe ihrer Radien. Die beiden Kolben 1 und 1 a besitzen jeder eine Warze 60 bzw. 60 a. Die Kolben stecken so in ihren Bohrungen, dass die beiden Warzen gegeneinander gerichtet sind. Dabei ragen sie so weit gegeneinander vor, dass sie sich mit den Seitenflächen berühren, wenn die Kolben ihre Bewegungen ausführen. Diese Berührung erfolgt in derselben Art, wie dies an Hand der Fig. 6-13 bezüglich der Warzen 23 und 23 a des vorher beschriebenen Verteilers geschildert wurde.
Damit die Kolben sich nicht um ihre Achsen drehen können, kann irgendeine Sicherung gegen das Verdrehen für jeden Kolben vorgesehen sein.
Im dargestellten Beispiel nach den Fig. 14 und 15 werden im Gehäuse 40 des Verteilers Langschlitze 10, 70 a parallel zu den Kolbenachse angeordnet, in welchen die Warzen 60 und 60 a geführt sind. Die Verschraubungen 80 und 90 schliessen die Öffnungen dieser Schlitze nach aussen hin ab und in ihren Hohlraum, der an der Kreuzungsstelle die Bohrungen 2 und 2 a verbindet, wird das Schmiermittel durch die Öffnung 6 der Verschraubung 80 von der Druckquelle her geleitet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schmiermittelverteiler mit einem sich kreuzenden Kolbenpaar nach dem Patente Nr. 153429, bei welchem immer der gerade den Förderhub vollführende Kolben den andern, gerade in einer Steuerstellung befindlichen hindert, seine Steuerstellung zu verlassen, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolben (1, 1 a) Flächen aufweisen, welche während der Hubbewegung an Gegenflächen des andern, gerade in einer Steuerstellung befindliehen Kolbens anliegen und gleiten.