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Österreichische PATENTSCHRIFT Nu 15620.
CAMDEN EUGENE KNOWLES, GR. EENBERRY TREOKELL YOUNG, GEORGE THOMPSON COOLEY
UND GUY HAHTWELL ELMORE iK JOPL1N, WILLIAM ELWYN BRINKERHOFF, EUGENE O'KEEFE UND JOSEPH HERRIN m CARTHAGO (ST. MISSOURI, V. ST-\.).
Scheideapparat für magnetische Erze.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung betrifft einen Scheideapparat für magnetische Erze, bei welchem die Erzteilchen vermittels magnetisch erregbarer Körper durch ein magnetisches Feld geführt werden, so dass sich die Teilchen während einer bestimmten Zeit an die Körper heften und dann entmagnetisiert in die Sortiertrichter abfallen.
Der Erfindung gemäss werden die Erzteilchen durch ein von zwei in einem Winkel zueinander angeordneten ebenen Magnetflächen eingeschlossenes Feld geführt, wobei die Bahn, auf welcher das Erz in das Feld gleitet, in Rüttelbewogung sich befindet und die genannten magnetisch erregbaren Körper, von einem Riemen gehalten, die Bahn bestreichen, ohne die Linie gleicher Anziehung zwischen den beiden Magneten zu kreuzen. Bei dieser Anordnung findet das magnetische Erz Zeit und Gelegenheit, sich an die Körper zu heften, während es rasch entmagnetisiert wird.
In den Zeichnungen zeigt Fig. 1 eine. ! vertikalen Längsschnitt des Apparates, Fig. 2 in grösserem Massstab einen ebensolchen Schnitt durch das magnetische Feld zwischen den beiden Magneten, Fig. 3 in grösserem Massstab einen Schnitt durch den Riemen zum Scheiden der Erze und Fig. 4 eine Draufsicht auf den Riemen.
Ein magnetisches Feld, dessen Intensität räumlich von einem Minimum bei al all-
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herabsinkt (Fig. 2), wird durch die Anordnung von in einem Winkel zueinander gesteliton Magnetpolen A und A I erzeugt. Das Erz gelangt auf der Seite allmählich wachsender magnetischer Intensität vermittels einer aus Tuch, Leder oder dgl. bestehenden Rüttel- hahn B, die von dem Vorratstrichter b beschickt wird, in das magnetische Feld. Die Bahn B wird von einem beliebigen, vorteilhaft elektrisch betriebenen Rüttelapparat C geschüttelt, der mit den Spulen der Schcidemagnete N und S in Reihe geschaltet ist.
Ein Riemen n, auf dem die magnetisch erregbaren Körper d'befestigt sind, läuft durch das Feld der Magnetpole N, S und wird durch die Rollen E, EI, E2 geführt. Die Bewegungsrichtung ändert sich beim Ablauf von der Rolle E2, um den Durchgang durch die Linie gleicher Anziehung. !'-j- zu vermeiden (Fig. 2). In den Körpern d'des Riemens wird jeweilig Magnetismus von solcher Stärke erregt, welche der Feldstärke an der betreffenden Stelle entspricht. Beim Eintritt in das Feld ist also die Polstärke der Körper Null, nimmt beim Vorwärtsschreiten zu und erreicht ein Maximum in der Zone des maximalen Feldes.
Nach dem Durchgange durch die Zone des maximalen Feldes behalten die Körper d' ihre Polstärke für eine kurze Zeit bei, so dass ihre Polstärke beim Ablaufen
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Körper d in zur Längs-und Querrichtung des Riemens D geneigten Reihen verhindert ein Zucken des Riemens n, das einträte, wenn ein Körper oder eine Gruppe von Körpern d' aus der Zone des maximalen Feldes austräte, ohne dass eine gleiche Anzahl von Körpern '
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den Kasten F mit der Bahn B.
Der Betrieb geht folgendermassen vor sich : Die Erztcitchen kommen beim Herabgleiten auf der Bahn B unter den Einfluss des magnetischen Feldes. Die Teilchen mit der grössten magnetischen Erregharkeit arbeiten sich infolge der vereinigten Einwirkung der Rüttelbewegung der Bahn B und der Anziehung der magnetisch gewordenen Körper d' nach und nach in die oberste Schichte des Gemisches. Die Erzteilchon mit der nächst grossen magnetischen Erregbarkeit schichten sich in eine unterhalb der obersten u. s. w. Die Erzteilchen schichten sich somit in Lagen entsprechend der direkten Reihenfolge ihrer magnetischen Erregbarkeit, die stärkst magnetischen zu oberst, die gänzlich unmagnetischen zu unterst, d. h. die unmagnetischen sammeln sich in einer Schicht direkt auf der Bahn B, da ja nur die Schwerkraft auf sie wirkt.
Beim weiteren Vordringen der Erzteilchen in das Feld gelangen sie schliesslich an eine Stelle, wo zuerst die Schwere der stärkst magnetisch werdenden Erzteilchen überwunden wird und dieselben sich an die Körper d' heften. Infolge des weiteren Anwachsens der Feldstärke erheben sich auch die Erzteilchen von nächst grosser magnetischer Erregbarkeit und heften sich an die Körper d'u. s. w., so dass sich die Erzteilchen in direkter Reihenfolge ihrer Suszeptilität an die Körper d' anheften. Im Augenblicke, als die Erzteilchen die Bahn B verlassen, um sich an die
Körper d'zu heften, halten sich der aufwärts gerichtete magnetische Zug und die Schwerkraft das Gleichgewicht.
In diesem Zustand nehmen die Erzteilchen noch an der Rüttelbewegung der Bahn B teil und befreien sich aus der mechanischen Vermengung mit anderen Teilchen bevor sie das Erzgemisch verlassen, so dass alle Erzteilchen, die gleich- zeitig aufsteigen, die gleiche magnetische Erregbarkeit besitzen und frei sind von einer
Yermengung mit Teilchen von anderer Erregbarkeit. Auf diese Weise werden alle Erz- teilchen nach und nach in der direkten Reihenfolge ihrer Erregbarkeit an die Körper d' angeheftet, bis nur noch unmagnetische Teilchen in der Bahn B zurückbleiben. Die un- magnetischen Teilchen gleiten über das Blatt f in den Kasten F, die magnetischen Teilchen werden durch den Riemen D über die Kästen F' und F2 hingeführt.
Da an dieser Stelle das magnetische Feld rasch abnimmt, so wird die Anziehung der Körper d'durch die Schwerkraft rasch überwunden, und die Teilchen fallen in die Kästen F'und F2 in umgekehrter Reihenfolge ihrer Erregbarkeit. Durch geeignete Einstellung der Scheidewände/' und/ oder durch Anordnung von mehreren Kästen mit kleineren Öffnungen kann man die Erzteilchen wie üblich in beliebig viele Sorten, ihrer magnetischen Erregbarkeit entsprechend, sortieren.
Die Schaltung des magnetischen Rüttelapparates C in Reihe mit den Spulen der F idmagnete A", S und der Antrieb der Welle c'von der Welle p aus, sichern bei Eintritt einer Störung im Scheideapparate ein selbsttätiges Aufhören der Rüttelbewegung und damit der Beschickung. Die Rolle E2, die in nächster Nähe der Magnete A, A'gelagert ist, führt den Riemen in eine horizontale Richtung über, bevor der Riemen die Linie x-x gleicher Anziehung zwischen den Feldmagneten A,. 4' gekreuzt hat.
Die Erfahrung hat es als wünschenswert erkennen lassen, den Riemen nur auf der einen Seite von der Linie x-x gleicher Anziehung arbeiten zu lassen, da, sobald die Erzteilchen unter den Einfluss der entgegengesetzten Polarität kommen, das zu schnelle Verlöschen des Magnetismus in den
Körpern ri'eine scharfe Trennung von Teilchen verschiedener Erregbarkeit hindert. Ausser- dem gewährt die horizontale Lage des Riemens die günstigste Einwirkung der Schwer- kraft beim Abfallen der Erzteilchen.